St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Wimbachschloss
Ann-Katrin

Bergstress im Wimbachgries

 von Ann-Kathrin
Panorama bei der Wimbachgrieshütte © Ann-Kathrin Helbig

Panorama bei der Wimbachgrieshütte © Ann-Kathrin Helbig

Samstag, Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Viele meinen da wohl „die Ann-Kathrin macht sich sicher einen schönen Tag“. Falsch gedacht! Ich hab Stress! Bergstress!

Samstagmorgen, der Wecker klingelt zum 3. Mal. Es ist kuschelig im Bett, es ist warm im Bett. Ich will eigentlich nur mal faulenzen. Aber nein! Schockiert schaue ich mit aufgerissenen Augen hinaus aus dem Schlafzimmerfenster. Sonnenschein. Blauer Himmel. Verdammt, ich muss raus aus dem Bett! Heute Mittag muss ich arbeiten, also will ich das schöne Wetter bestmöglichst ausnutzen. Also raus aus den Federn, ab ins Bad Zähne putzen. Waschen wird überbewertet, werde eh schwitzen wie verrückt. (Potentielle Dates sollten das jetzt überlesen :-P)

Es soll ins Wimbachgries gehen, genauer gesagt zur Wimbachgrieshütte. Laut offiziellem Wegeschild dauert die einfache Strecke 3 Stunden. Zeit habe ich aber für hin- und zurück 3 Stunden.
Um 08:30 Uhr komme ich am Parkplatz Wimbachbrücke an. Ausgestattet bin ich nur mit dem Nötigsten: Eine kleine Flasche zu trinken, meine Kamera, mein Handy und ganz viele Taschentücher. Denn passend zum tollen Wetter der nächsten Tage, habe ich einen Schnupfen. So ausgestattet, sehe ich eher aus als hätte ich mich verlaufen bei einer Führung auf St. Bartholomä als dass ich jetzt hier zur Wimbachgrieshütte laufe und wieder zurück. Es geht schnellen Schrittes vorbei am Wimbachlehen, vorbei an der geschlossenen Wimbachklamm in Richtung Wimbachschloss. Mein Ziel: Die erste Etappe in unter einer Stunde schaffen. Leicht machbar. Wie die Schneelage im Wimbachgries sein wird: ungewiss. Locker flockig komme ich am Wimbachschloss an. Ab hier beginnen nun auch die ersten Schneefelder. Beim Blick nach rechts entdecke ich ein Gamsrudel. Meine felligen Freunde stören sich nicht an meiner Anwesenheit, denn es ist Frühstückszeit.

Gams im Winterkleid © Ann-Kathrin Helbig

Gams im Winterkleid © Ann-Kathrin Helbig

So nun wird es immer schneereicher, aber noch breche ich in der Schneedecke nicht ein. Auch die Sonne ist noch nicht im Gries angekommen, somit schwitze ich auch nicht zu sehr.

das Wimbachgries © Ann-Kathrin Helbig

das Wimbachgries © Ann-Kathrin Helbig

Nun muss ich den schneebeckten Schuttstrom queren. Die Wolkenformationen schauen aus wie gemalt. Das blau des Himmels tut der Seele gut. Ein kurzer Moment zum inne halten. Ich habe noch eine flotte halbe Stunde vor mir und die Schneelage schaut ungut aus. Jetzt hätte ich gerne Schneeschuhe… Mit fast jedem Schritt sinke ich im Schnee ein. An wenigen Stellen knietief.weiterlesen »

Sepp Wurm

Regenwanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
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Blick vom Schattseitweg ins Wimbachgries

Bei schönem Wetter kann ja jeder wandern. Bei Regen wandern dagegen nur die Wenigsten. Das ist ein Fehler, denn eine Regenwanderung vermittelt ganz andere, viel intensivere Erlebnisse als eine Schönwettertour. Letzten Dienstag-Abend haben wir nach der Arbeit noch einen Spaziergang zum Wimbachschloss gemacht. Auf dem Weg durch das Wimbachgries zum Wimbachschloss war es meist trocken, beim Rückweg hat es richtig geregnet.

Als wir unsere Regenwanderung an der Wimbachbrücke starten, ist es noch keine Regenwanderung: Nach einem verregneten Nachmittag hat es wieder aufgehört, wir hoffen sogar noch auf ein wenig blauen Himmel und vielleicht sogar einen Regenbogen. Diese Hoffnung zerschlägt sich recht zügig, doch zumindest ist es trocken. Wir wandern am Wimbachlehen vorbei in Richtung der Wimbachklamm, lassen den Eingang zur Klamm aber links liegen und gehen den steilen Weg oberhalb der Schlucht entlang den Berg hinauf. Am Scheitelpunkt ist der Weg ins Wimbachgries versperrt: Mit schwerem Gerät wird hier eine Wasserleitung repariert, ein notwendige Sanierungsmaßnahme: Immerhin stammt der Großteil des Trinkwassers für das Berchtesgadener Tal aus dem Wimbachgries. Ein gelber Wegweiser zeigt uns trotz der Sperre den weiteren Weg: Über den Ramsauer Schattseitweg, der als SalzAlpenTour als Premiumwanderweg zertifiziert ist, führt eine Umleituung oberhalb der Baustelle ins Wimbachgries. Dazu folgt man dem Schattseitweg ein Stück bergauf bis zu einer Weidefläche. Während der Überquerung der Weide sehen wir hinunter in den breiten Schuttstrom des Wimbachgrieses. Hin und wieder fallen jetzt ein paar Tropfen, doch solange man sich bewegt stört ein wenig Regen gar nicht. Die kühlende Wirkung der Tropfen ist sogar ganz angenehm, denn trotz der fast schon eisigen Temepraturen sind wir ein wenig ins Schwitzen geraten. Nach der Überquerung der Weide führt ein schmaler und steiler Weg hinunter ins Wimbachgries.

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Das Wimbachgries

Im Wimbachgries herrscht eine mystische Stimmung: Am Himmel hängen dichte Wolken und auf den Bergen liegt ab etwa 1.100 Metern Höhe schon Schnee. weiterlesen »

Sepp Wurm
Die Hirschwiese vor der Watzmann Südspitze

Die Hirschwiese vor der Watzmann Südspitze

Am vergangenen Sonntag war ich mal wieder auf der Hirschwiese. Dieser aussichtsreiche Gipfel ist quasi die Verlängerung der 3 Gipfeln der Watzmann-Überschreitung, von diesen allerdings durch eine tiefe Scharte getrennt. Der Aufstieg zum Hirschwieskopf erfolgt daher über den Trischübel, den wichtigen Knotenpunkt zwischen Watzmann und Steinernen Meer. Obwohl ein bezeichneter Wanderweg auf der Hirschwiese führt, ist es am Gipfel relativ einsam. Der lange Anmarsch durch das Wimbachgries schreckt viele Wanderer ab. Dabei lohnt sich der Weg: Der Hirschwieskopf ist einer der schönsten Aussichtsberge in den Berchtesgadener Alpen!

Los geht die Wanderung an der Wimbachbrücke. Vorbei am Eingang zur Wimbachklamm marschieren wir in das Wimbachgries hinein. Abgesehen vom ersten steilen Stück verläuft der Weg durch das Wimbachtal in angenehm sanfter Steigung. Am Morgen liegt das ganze Wimbachtal noch im Schatten, erst im hinteren Drittel des Wimbachgrieses schaffen es die Sonnenstrahlen über den Watzmann und erleuchten die schroffen Felsformationen der Palfenhörner am Talschluss.

Noch liegt das Wimbachgries im Schatten

Noch liegt das Wimbachgries im Schatten

Von der Wimbachgrieshütte führt der Weg weiter durch die lichte Waldfläche auf die rechte Seite des Tals. Am Talschluss führt der Weg dann zuerst in Serpentinen aufwärts, quert in einer langen Traverse einen Schotterhang und führt dann über einen Holzsteg an einer Felswand entlang zum Trischübel.

Der Weg zum Trischübel

Der Weg zum Trischübel

Der Blick ins Wimbachgries ist fantastisch: Man erkennt von hier oben die wahren Dimensionen des mächtigen Schuttstromes zwischen Watzmann und Hochkalter.weiterlesen »

Ann-Katrin

Dating in den Berchtesgadener Bergen

 von Ann-Kathrin
Tiefblick nach St. Bartholomä und Königssee

Tiefblick nach St. Bartholomä und Königssee

Der Frühling ist erwacht, die Hormone kommen in Wallung, die Sonne gibt endlich Wärme ab und die Abende sind länger – man ist quasi von Haus aus auf Wolke 7. Bei wem das noch nicht der Fall ist, der lungert in Dating-Apps wie Tinder und Lovoo für das Smartphone herum. Hat man eine Herzensdame oder Herzensbuben erspäht geht es um das erste Treffen. Als Exil-Städterin kennt man erste Dates in einer Bar bei einem Drink oder zum Essen in einem Restaurant. Doch hier in den Berchtesgadener Bergen kann das ganz anders aussehen. Zu verdanken hat man das unter anderem der Naturverbundenheit der Einheimischen als auch den Zugezogenen.

Also seid nicht zu schüchtern, trefft euere Tinderella, die süße Kellnerin oder den feschen Hüttenangestellten in einer der atemberaubenden Bergkulissen des Berchtesgadener Landes. Hier habe ich ein paar Orte und Gipfel im Berchtesgadener Land zusammengestellt, die auch eigens von mir getestet worden sind und die für jede Kondition geeignet sind. Ganz gleich was daraus wird, man hat mit Sicherheit einen unglaublich schönen Tag oder Abend verbracht.

Kühroint-Hütte am Watzmann mit Aussichtspunkt Archenkanzel

Kühroint

Kühroint

Diese Wanderung geht zu jeder Jahreszeit. Allerdings lockt nur in den Sommermonaten die Kühroint-Hütte zur Einkehr (für Ausnahmen bitte vorher informieren). Startpunkt wäre hierfür am Besten der Parkplatz Hammerstiel in Hinterschönau. Da der Forstweg bis zur Schapbach-Alm kaum Steigung aufweist bietet dieser sich schon für erste angeregte Unterhaltungen, da dieser einem nicht die Puste nimmt. Ab der Alm wird auch ein klassicher Watzmannblick sichtbar. Hier führt auch der Wanderweg weg von der Forststraße und geradeaus bergauf in längstens einer Stunde zur Kühroint-Hütte. Es empfiehlt sich gleich zum Aussichtspunkt Archenkanzel weiterzuwandern. Dort erwartet die Datingfreudigen ein wunderbarer Tiefblick zum Königssee und zur Halbinsel St. Bartholomä. Einige Ruhebänke wurden dort aufgestellt, diese laden zur gemütlichen Brotzeit ein. Wer nichts dabei hat kehrt nach dem Aussichtsgenuss in der Hütte ein. Der Abstiegsweg erfolgt über den Aufstiegsweg und ist somit auch für Berg-Neulinge leicht geeignet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Ostertipp: Wimbachschloss geöffnet!

 von Sepp
Geöffnet über Ostern und wieder ab 1. Mai

Das Wimbachschloss ist während der Osterferien geöffnet!

Gute Nachrichten für alle Wanderer: Das Wimbachschloss ist vom 19. März 2016 bis zum 3. April 2016, also während der gesamten Osterferien, geöffnet. Wenn Ihr also euren Osterurlaub im Berchtesgadener Land verbringt, macht doch einen Ausflug ins Bergsteigerdorf Ramsau und besucht das Wimbachgries und das Wimbachschloss.

Ausgangspunkt der Wanderung ins Wimbachgries ist die Wimbachbrücke. Am Eingang der Wimbachklamm, die im Frühjahr wieder öffnet, vorbei wird der Wanderweg für ein kurzes Stück recht steil. Dieser Abschnitt ist aber das einzige steile Wegstück, durch das Wimbachgries führt der Weg bei leichter Steigung bis zum Wimbachschloss. Je nach Schneeverhältnissen und Witterungsbedingungen könnt Ihr das Wimbachtal auf ganz verschiedene Weise erleben.  Bei Sonnenschein ist’s natürlich am schönsten zu wandern, besonders wenn die Natur tief verschneit ist.

Das Wimbachschloss im Winter

Das Wimbachschloss im Winter

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Ann-Katrin

Unverspurtes Glück

 von Ann-Kathrin
Blick zum Schottmahlhorn

Blick zum Schottmahlhorn

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder purer Sonnenschein!  Was wäre denn ein Winter ohne Sonne? Da brächte all das Weiß nichts, er wäre trist! Die Sonne ist mein Lebenselixir und somit auch mein Motor, der mich in die Berge treibt. Bei bestem Wetter und einigem Neuschnee geht es von Ramsau Wimbachbrücke heute in Schneeschuhen zur Wimbachgrieshütte.

Vorbei am Wimbachlehen geht es nun in Richtung Wimbachschloss. Ich starte am späten Vormittag. Mir wurde schon prophezeit, dass ich hier hinten im Wimbachgries ganz alleine sein werde. Perfekt! Genau das brauche ich. Doch schon hinter mir bemerke ich zwei Rentnerpaare, die mich gerade beim anschnallen meiner Schneeschuhe begutachen. Schnell weg! Das kann ich gar nicht gebrauchen – ich will meine Ruhe. Also Highspeed an und die Powder-Gaudi beginnt. Der Weg durch das Wimbachgries ist gerade wenn er durchweg gespurt ist die reinste Genuss-Schneeschuhtour. Leider war heute nur bis zum Wimbachschloss gespurt und so lag es an mir, meine Kondition auszupacken und selbst alles zu spuren.

Palfenhörner voraus

Palfenhörner voraus

große Berge - kleine Ann-Kathrin

große Berge – kleine Ann-Kathrin

Zuerst bleibt man auf dem Sommerweg der durch den Wald führt. Erst wenn man an eine Kreuzung gelangt, die nach rechts abzeigt Richtung Wimbachgrieshütte, so geht man im Winter nach links direkt in den Schuttstrom. In der Hoffnung endlich ordentlich Sonne zu tanken und vor allem auch Wärme – werde ich mit starken Winböen begrüßt. Der Wind schlägt mir nur so in Gesicht. Schnell die Sonnenbrille auf, denn sonst bekäme ich wohl kaum meine Augen auf. Auch eine Mütze und dicke Handschuhe müssen übergestreift werden. Wind und Kälte machen aus dem Genuss auf einmal eine Tortour, es ist nun vorbei mit dem Genuss. Schade!weiterlesen »

Ann-Katrin

Welcome to the moon – unsere Reise zum Mond!

 von Ann-Kathrin
Steppenlandschaft

Steppenlandschaft

Wem das Shuttle zum Mond zu teuer ist, für den habe ich eine kostengünstige Alternative: das steinerne Meer! Einer der wenigen Plätze in denen man sich so abgeschieden und weltfremd fühlt.

Meine beste Freundin aus Mannheim ist für ein paar Tage bei mir zu Besuch. Grund war nicht nur der Erholungswert sondern auch mein gut besuchter Vortrag am 3. Oktober im Haus der Berge. Für unsere Reise zum Mond mieten wir kein teueres Shuttle, sondern wir nutzen den öffentlichen Personennahverkehr. Mit der Linie 846 fahren wir bis Wimbachbrücke. Bevor es dann los geht zu unserer Expedition wird am neuen Geldautomaten am Parkplatz der Geldbeutel gefüllt (ganz umsonst ist die Reise zum Mond natürlich nicht).

Die Wimbachklamm lassen wir links liegen (wusstet ihr, dass das Trinkwasser der Berchtesgadener hier entspringt?!). Unsere Trekkingstöcke stellen wir ein und schon kann es los gehen. Schnellen Schrittes wollen wir die Wimbachgrieshütte erreichen. Laut gelben Wegesschild dauert es bis zur ersten Trink- und Esstation drei Stunden. Unser Ziel ist die Hälfte der Zeit. Meine Freundin betreibt Kraftsport, somit habe ich auch eine starke Begleitung für die Tour. Zwar ist es Montag und schon fast Nebensaison, aber trotzdem sind hier einige Wanderer unterwegs. Gut, wir sind aber auch eigentlich zu spät los für solch eine lange Tour. Erst um kurz vor halb 11 starteten wir.

Zwei junge Frauen, sportlich gekleidet (und nicht minder attraktiv) gehen schnellen Schrittes nebeneinander durch das Wimbachgries – das fällt auf! Dementsprechend können wir uns auch Sprüche wie „Sind Sie von der Firma eilig?“ anhören. Mein Konter: „Nein, wir sind von der Firma sportlich!“. Mittlerweile höre ich schon sehr lange solche Sprüche. Wieso kann sich das so mancher nicht einfach verkneifen? Wieso kann nicht jeder so gehen wie er will? Ist doch eigentlich egal, so lange man niemanden anderes gefährdet? Wir sind doch der Freiheit wegen in den Bergen und nicht weil uns andere etwas vorschreiben wollen! Für die Reise zum Mond muss man eben schnell unterwegs sein!

im Wimbachgries

im Wimbachgries

Zeitlich im Plan kommen wir bei unserer ersten Station, der Wimbachgrieshütte an. Auf dem Weg dorthin haben wir uns mit etwas ausgetrockneten Datteln gedopt. „Das sind Energiespender!“, sagt meine Freundin voller Überzeugung. Davon merke ich nichts. Zu dem Zeitpunkt unserer Reise zum Mond bin ich leider etwas geschwächt durch eine Angina. Dank der Pharmaindustrie kann ich einigermasen funktionieren (Bitte keine Meinungsäußerungen dazu, jeder wie er will). Bei der Wimbachgrieshütte dopen wir uns mit Suppe, Kaskrainer, Kartoffelsalat, Speckbrot und Kuchen. Das tut gut! Die Dattel-Weltraumnahrung heben wir für später auf.weiterlesen »

Sepp Wurm

Hirschwieskopf 2.114 m

 von Sepp
Der Hirschwieskopf vor der Südspitze des Watzmanns

Der Hirschwieskopf vor der Südspitze des Watzmanns

Dieser Sommer ist ein echter Traum für alle Wanderer und Bergsteiger. Nach einer etwas durchwachsenen Woche verwöhnt uns das letzte August-Drittel wieder mit perfektem Bergwetter. Ich habe mir gestern extra freigenommen, um ein Bergtour zu machen. Der Hirschwieskopf, ein 2.114 Meter hoher Gipfel im Watzmann-Massiv war mein Ziel.

Der Hirschwieskopf bzw. die Hirschwiese liegt südlich der drei Gipfel der Watzmann-Überschreitung und wird über den Trischübel erreicht. Das heißt: Erstmal geht’s durch das komplette Wimbachgries.

Das Wimbachgries am Morgen

Das Wimbachgries am Morgen

Es ist sehr angenehm zu gehen, da das Wimbachgries noch zum großen Teil im Schatten liegt. Erst kurz vor der Wimbachgrieshütte, als das Tal eine leichte Kurve macht, zeigt sich die Sonne. Jetzt gehe ich genau der tiefstehenden Sonne entgegen. Zum Glück habe ich eine Sonnenbrille dabei, sonst könnte es echt unangenehm werden.

Gegen die tiefstehende Sonne

Gegen die tiefstehende Sonne

Die Wimbachgrieshütte liegt derweil noch im Schatten, der Wegweiser wenige Meter vor der Berghütte hingegen ist schon hell erleuchtet: 3 Stunden  sind es laut gelbem Schild  noch von hier bis zum Hirschwieskopf.

Wegweiser vor der Wimbachgrieshütte

Wegweiser vor der Wimbachgrieshütte

Bis zum Ende des Wimbachtales führt der der Weg weiterhin in sanfter Steigung, erst im Talschluss wird der Weg steiler. Es geht jetzt hoch zum Trischübel, einem wichtigen Knotenpunkt in den Berchtesgadener Alpen.weiterlesen »

Ann-Katrin

Sommergefühle im Wimbachgries im April

 von Ann-Kathrin
am Talschluss des Wimbachgries

am Talschluss des Wimbachgries

Nun werden sich einige fragen, die schon durch die angehängten Fotos gescrollt sind was das mit Sommergefühlen zu tun hat. Zwar liegt an einigen Stellen noch ordentlich was an Schnee – was die Skitourengeher freut – aber die Luft erwärmt sich schon so stark, dass Wanderungen in Sommerkleidung möglich sind. Die Sonne hat schon richtig an Kraft gewonnen. Fast jeder, der hier den Winter miterlebte freut sich über die Wärme, die sich nun einstellte.

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

Als Autofahrverweigerin starte ich meinen heutigen Wandertag in Schönau am Königssee. Von der Oberschönau beim Kramerlehen in Richtung Hammerstiel gibt es einen Weg der zur Wimbachbrücke nach Ramsau führt. Diesen fahre ich mit dem Fahrrad entlang. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Hightech Fahrrad besitze, was auch für den Weg nach Ramsau gar nicht von Nöten ist. Ich fahre ein älteres „Klapperrad“. Liebevoll nenne ich das Fahrrad so, dass ich von einer guten Freundin zur Nutzung bekommen habe, da es einfach unheimlich klappert, wenn man damit über Kopfsteinpflaster fährt. Rund eine halbe Stunde dauert es bis ich von daheim bis nach Ramsau geradelt bin. Es sind ein paar Steigungen zu überwinden. Eine davon hat 20%, das lässt gefühlt die Waden explodieren. Aber danach geht es viel bergab, das tut natürlich gut und macht echt Spaß. Definitv besser als Auto oder Bus fahren! Mein Fahrrad schließe ich am Fahrradständer bei der Nationalpark-Informationsstelle ab. Leider gibt es im Berchtesgadener Talkessel einen Nachholbedarf in Sachen Fahrradständer – vor allem im Berchtesgadener Ortskern.

Nun geht es ein letztes Stück zu Fuß bergan Richtung Wimbachklamm, die zu dem Zeitpunkt noch geschlossen hatte. Auch Wimbach’s Wollstadel der Familie Aschauer war noch geschlossen. In der Morgensonne geht es vorbei am Wimbachschloss und ziemlich zügig Richtung Wimbachgrieshütte. Es fühlt sich einfach super an auf schneefreiem Boden zu laufen und die warme Sonne auf der nackten Haut zu spüren. Das lädt definitv die Batterien auf. Beim Blick zum Aufstieg zur Hochalmscharte wird mir ein lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Diese Seite ist komplett schneefrei und lädt zur baldigen Überschreitung ein.

Imposant - Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Imposant – Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Vor mir leuchten noch schneebedeckte Berge in der Sonne. Trotz, dass Wochenende ist sind nicht viele unterwegs. Entgegen ist mir noch niemand gekommen, fühle mich wie der einzigste Mensch im Wimbachgries. Übrigens ist das Wimbachgries der längste Schuttstrom der Nordalpen. Man sagt auch „Panta Rhei“, alles fließt. Das Wimbachgries ist das Paralelltal zum Königssee. Die Felswände um den Königssee konnten sich einfach besser gegen Erosion durchsetzen. Eine Wanderung ins Wimbachgries sowohl zum Wimbachschloss oder zur Wimbachgrieshütte lohnt sich zu jeder Wetterlage.

Schon bald habe ich die Wimbachgrieshütte erreicht. Gemütliche Wanderer sollten mit drei Stunden bis zur Wimbachgrieshütte rechnen. Sportlichere Geher schaffen es bis dorthin in eineinhalb bis zwei Stunden und eignet sich auch als Vormittagstour.weiterlesen »

Sepp Wurm

Ostermontag am Wimbachschloss

 von Sepp
Wimbachschloss Winter

Das Wimbachschloss am Ostermontag

Die Saison der Berghütten beginnt erst im Mai, doch das Wimbachschloss hat über die Osterfeiertage geöffnet. Da ich die letzten Tage nicht dazu kam, hab ich heute die letzte Chance genutzt und bin zum Wimbachschloss gewandert.

Der April machte heute seinem Ruf alle Ehre: Ich breche im Frühling zur einer kleinen Wanderung auf und lande im tiefsten Winter. Beim Start an der Wimbachbrücke ist es relativ heiter, nur vereinzelt liegen Schneereste am Wegrand. Über das Wimbachlehen marschiere ich in den Wald, vorbei an der Abzweigung zur Wimbachklamm, die vorrausichtlich im Mai wieder geöffnet wird. Nach einem steilen Stück wird der Weg bald wieder flacher. Am Wimbach entlang führt der Wanderweg ins vordere Wimbachgries, wo das Wasser noch an der Oberfläche fließt.

Wasser im Wimbachgries

Wasser im Wimbachgries

Am Wegrand blühen schon die ersten Blumen, doch auch der Schnee wird jetzt mehr. Das Lila der Blumen sorgt für ungewohnte Farbtupfer an diesem grau-weißen Tag.

Frühlingsblumen im Schnee

Frühlingsblumen im Schnee

In dichtem Schneetreiben gehe ich zügig bis zum Wimbachschloss. Der Schnee wird immer mehr je tiefer man ins Wimbachgries vordringt. Auf Höhe des Wimbachschlosses herrscht tatsächlich tiefster Winter.weiterlesen »