Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Winter

Ostermontag am Wimbachschloss

 von Sepp
Wimbachschloss Winter

Das Wimbachschloss am Ostermontag

Die Saison der Berghütten beginnt erst im Mai, doch das Wimbachschloss hat über die Osterfeiertage geöffnet. Da ich die letzten Tage nicht dazu kam, hab ich heute die letzte Chance genutzt und bin zum Wimbachschloss gewandert.

Der April machte heute seinem Ruf alle Ehre: Ich breche im Frühling zur einer kleinen Wanderung auf und lande im tiefsten Winter. Beim Start an der Wimbachbrücke ist es relativ heiter, nur vereinzelt liegen Schneereste am Wegrand. Über das Wimbachlehen marschiere ich in den Wald, vorbei an der Abzweigung zur Wimbachklamm, die vorrausichtlich im Mai wieder geöffnet wird. Nach einem steilen Stück wird der Weg bald wieder flacher. Am Wimbach entlang führt der Wanderweg ins vordere Wimbachgries, wo das Wasser noch an der Oberfläche fließt.

Wasser im Wimbachgries

Wasser im Wimbachgries

Am Wegrand blühen schon die ersten Blumen, doch auch der Schnee wird jetzt mehr. Das Lila der Blumen sorgt für ungewohnte Farbtupfer an diesem grau-weißen Tag.

Frühlingsblumen im Schnee

Frühlingsblumen im Schnee

In dichtem Schneetreiben gehe ich zügig bis zum Wimbachschloss. Der Schnee wird immer mehr je tiefer man ins Wimbachgries vordringt. Auf Höhe des Wimbachschlosses herrscht tatsächlich tiefster Winter.weiterlesen

Geschwindigkeit bringt Sicherheit

 von Ann-Kathrin

„Geschwindigkeit bringt Sicherheit!“ Diesen Satz habe ich heute gefühlte 100 Mal gehört. Was soll  mir das sagen? Ich kann doch nur schnell sein, wenn ich sicher bin. Ein unsicherer Skifahrer fürchtet sich doch vor der Geschwindigkeit. Also wie ist dieser Satz zu verstehen?
Heute finden meine zweiten zwei Skikursstunden statt. Wieder zusammen mit Friedl Höllbacher vom Alpincenter Wintersportschule Berchtesgaden-Obersalzberg.

Alpincenter Wintersportschule Berchtesgaden-Obersalzberg

Alpincenter Wintersportschule Berchtesgaden-Obersalzberg

Auch er verwedet des öfteren eben diesen Satz. Ich frage Friedl nach dem tieferen Sinn dieses Satzes, da ich einfach nicht dahinter komme, wie dieser zu verstehen ist. Das eine funktioniert doch nur mit dem anderen. Friedl Höllbacher verdeutlicht mir die Bedeutung durch das Fahrrad fahren. Erst wenn ich eine gewisse Geschwindigkeit mit dem Fahrrad fahre, kann ich stabiler auf dem Fahrrad sitzen und auch Kurven fahren. Bin ich sehr langsam oder bleibe stehen, kann ich nicht mehr ohne das Gleichgewicht zu verlieren auf dem Fahrrad sitzen. Das macht Sinn!

 

Und so soll es auch beim Skifahren sein. Je schneller man ist umso leichter fällt das Kurven fahren. Theorie verstanden, jetzt muss das Ganze in die Praxis umgesetzt werden! Auch heute nutzen wir das beim Alpincenter Wintersportschule Berchtesgaden-Obersalzberg gelegene Skigebiet beim staatlichen Gutshof am Obersalzberg. Leider ist es heute nicht so sonnig wie beim letzten Mal. Man erahnt durch den grauen Schleier die Sonne, aber sie hat einfach nicht die Kraft sich gegen die graue Suppe durchzusetzen. Ganz schön eisig ist es! Das habe ich nun auch gelernt, dass in der Skifahrersprache „eisig“, nicht wie ich es tue auf die Luft oder Temparatur bezogen wird, sondern man bezeichnet damit den Untergrund beziehungsweise die Piste. Jedenfalls mir war trotz der Skibekleidung ziemlich kalt.

 

Heute trage ich außerdem den perfekten Skischuh! Ein Modell von Lowa. Es ist genauso wie es eine Freundin mir beschrieb: Wenn du den perfekten Skischuh gefunden hast, dann fühlt er sich an wie ein Hausschuh. Wir gleiten sofort hinüber zum Tellerlift, um sich wieder „einzufahren“. Die erste Abfahrt ist wieder ein bisschen holprig, aber bei der zweiten läuft es wieder. Bei der dritten Auffahrt mit dem Tellerlift erklärt mir Friedl, dass ich mal wenn ich das Gewicht auf ein Bein verlagere, das andere Bein anheben soll vom Boden auf dem kein Gewicht liegt. Klingt für mich erst einmal nach einer Akrobatenummer. Bin schon froh, wenn ich im Stehen meine Ski inklusive Schuh vom Boden abheben kann. Friedl fährt wieder vor und gibt mir Zeichen zum anheben meines Beines. Auch wenn ich es gerne täte, das schaffe ich nicht. Wieder Auffahrt mit dem Tellerlift. Zweiter Versuch immer das Bein kurz anzuheben, auf dem gerade kein Gewicht liegt. Ich konzentriere mich und es klappt.

so langsam fühle ich mich sicherer auf den Ski

so langsam fühle ich mich sicherer auf den Ski

Dann ist es soweit. Es soll zu einem anderen Lift gewechselt werden und die Piste dort ist steiler. Friedl Höllbacher traut mir das zu. Ich mir selbst nicht so ganz. Aber dank Friedls ruhiger und einfühlsamer Art fühle ich mich an seiner Seite sicher und lasse mich auf die Steigerung ein. Diesmal fahren wir mit einem sogenannten Schlepplift. Hierbei kann man zu zweit nebeneinander hinauffahren. Und es ist die Möglichkeit sich auch mal zu unterhalten. Oben angekommen, geht mir sprichwörtlich die Flatter. Meine Beine werden irgendwie butterweich. Es ist schon steiler, als die Piste auf der ich sicher und sogar „voll Schuss“ hinunterdüsen konnte. Friedl fährt wieder rückwärts mir gegenüber, sodass er mich jedes Mal auffangen kann, falls was wäre. Er gibt wieder die Richtung an, ob nun rechts oder links.weiterlesen

Ice, ice Baby…

 von Ann-Kathrin

Zur Info: Dieser Bericht stammt aus dem Herbst des letzten Jahres

 

Heute hatte ich das Vergnügen einen befreundeten Nationalpark-Ranger bei seinem St. Bartholomä Dienst zu begleiten. Bei einem Nationalpark-Ranger handelt es sich nicht um einen klassischen Waldarbeiter oder um einen Job, der nur im Freien stattfindet. Klar, handwerkliche Arbeit wird auch gefordert – so wie heute, in der geschlossenen Informationsstelle auf St. Bartholomä müssen ein paar Reparaturen vorgenommen werden. Mein bayrischer Ersatz-Papa Nationalpark-Ranger ist einer der am längsten im Nationalpark-Dienst tätigen. Nationalpark-Dienst beinhaltet Informationsstellen-Dienst, Fachführungen, Umweltbildungsarbeit und auch klassische Büroarbeit.

 

Für einen Arbeitstag auf St. Bartholomä hätte man sich keinen schöneren Tag wünschen können. Strahlender Sonnenschein und die Sonne gibt tatsächlich ein bisschen Wärme ab. Bei der Überfahrt mit den Elektrobooten der Schifffahrt bieten sich stimmungsvolle Aussichten. Ein leichter Nebelschleier umschmeichelt die Halbinsel St. Bartholomä. Die steilen Flanken des Watzmannstockes und des steinernen Meeres ragen spitz hervor.

stimmungsvolle Überfahrt übder den Königssee nach St. Bartholomä

stimmungsvolle Überfahrt

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Schneeschuh-Trekking Teil 3

 von Ann-Kathrin
Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Heute werde ich über eine Schneeschuh-Tour schreiben, die eher eine etwas anstrengendere ist. Hierbei lohnt es sich eine Nacht auf der Berghütte mit einzuplanen, wenn ihr weiter lest bzw. scrollt, dann wisst ihr warum 😉 Das Naturerlebnis wird natürlich besonders atemberaubend, wenn ihr bei gutem Wetter, also bei Sonnenschein eure Tour startet. Am Besten ihr parkt euer Auto am Großparkplatz am Königssee oder ihr nützt die Buslinie 841 ab Berchtesgaden Bahnhof und steigt bei der Jennerbahn aus. Hier habt ihr nochmals die Möglichkeit euch mit Proviant zu versorgen. Bei der Bäckerei Zechmeister bekommt ihr nicht nur leckere Köstlichkeiten sondern auch Heißgetränke und kalte Getränke. Wichtig ist es auch Wechselkleidung mit einzupacken. Ihr werdet schwitzen! Und zwar sowas von!

Nun geht es los!
Wie so oft bin ich bei dieser Tour auch alleine unterwegs. Der Rucksack lastet schwer, da dort noch die Schneeschuhe dranhängen. Erst wenn genügend Schnee am Untergrund vorhanden ist, sollte man diese um die Wanderschuhe schnallen, sonst schadet das den Krallen der Schneeschuhe. Vorbei an der Jennerbahn-Talstation geht es entlang der Straße und der gelben Wegeschilder in Richtung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Die Dauer wird mit vier Stunden einfach angegeben. Je nach Kondition und je nachdem wie viel Zeit man sich für diese Schneeschuh-Tour gibt kann man mit mehr oder weniger  Aufstiegszeit rechnen. Vier Stunden sind nur ein Orientierungswert. Im Sommer folgt man der Beschilderung hinauf zum Hochbahnweg. Im Winter nutzt man als Schneeschuhgeher denselben Aufstieg wie die Skitourengeher. Dazu gehe ich über die Piste bei der Gabelung wo es weiter zum Malerwinkelrundweg geht und laufe ein Stück am rechten Rand der Piste. Bald geht es in den Wald hinein und gehe den sogenannten Pletzergraben hinauf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, Pisten mit Schneeschuhen zu kreuzen ist grausig! Man fühlt sich mit all den Pistenfahreren deplatziert, nur die Skitourengeher fragen interessiert wie es sich denn mit den Schneeschuhen so gehen lässt oder fragen neckisch wo ich denn meine Ski gelassen habe. Die Spucke verschlägt es ihnen aber dann, wenn das „Dirndl“ locker an ihnen vorbeizieht.

diesem Hinweisschild folgen

diesem Hinweisschild folgen

Am Hochbahnweg angelangt begegnet man nur Schneeschuhwanderern oder Skitourengehern. Beide Personengruppen sind besonders unter der Woche nicht in zu großer Anzahl anzutreffen. So begegnete mir ein entgegenkommender Skitourengeher erst oberhalb der Königsbachalm am Königsbergergraben hinab. Stichwort Königsbachalm: Wer wie ich eine Nacht im Carl-von-Stahl Haus verbringen möchte, den lädt die Königsbachalm zum Sonnenbad und zur ersten Brotzeit ein. Im Winter ist die Königsbachalm nicht bewirtschaftet, also bitte selbst versorgen. Je nach Schneelage zieht der Königsbergergraben nochmal richtig Energie. Auch der Hochbahnweg mit seiner stetigen Steigung benötigte schon eine gute Kondition. Sobald es wieder ebenmäßiger wird kommt man an eine Weggabelung, geradeaus geht es zur Enzianbrennhütte des Bergbrenners „Hubsi“, die aber im Winter geschlossen ist und noch ein Stückchen weiter geht es zur Priesbergalm. Hier kommen über die hohen Rossfelder die Skitourengeher von der sogenannten kleinen Reibe zurück. Sehnsüchtig denke ich darüber nach auch in naher Zukunft Skitouren zu gehen. Doch leider muss man dazu erst einmal Skifahren lernen, inkl. Pistenabfahrt. Ich bin da eher eine Person, die das Naturerlebnis schätzt und bei sturem Pisten runtersausen, stelle ich mir das Naturerlebnis eher gering vor. Anders beim Skitouren gehen, hier ist man in denselben Gebiet „bergsteigerisch“ unterwegs, wie man es auch im Sommer ist. Durch das Aufsteigen mit Fellen kann um sich herum die Natur intensiv miterleben.

Genug der Träumerei, ich folge der Beschilderung Stahlhaus. Es geht nun recht angenehm daher, vor allen Dingen ist es hier sehr ruhig. Kein Wintersporttrubel. Vorbei am Zugang zum Königstal, wo man zur Königstalalm gelangt (hier bitte nicht hinfolgen, im Sommer wunderbare Einkehr, urige Almhütte) gehe ich weiter linkshaltend. Vorbei an einem hellblauen Kasterl geht es dann wieder steigend hinauf. Das Aufsteigen kann zwischendurch monoton und kräfteraubend sein, aber sobald sich der Wald lichtet, erkennt man wie sehr sich die Mühe lohnte.

Blick zur Jenner-Bergstation

Blick zur Jenner-Bergstation

Es geht noch leicht steigend bergan. Aber um mich herum öffnet sich eine Bilderbuchlandschaft. Die Landschaft schaut aus wie Watte. Ich erkenne Schneeschuhgeher- und Skitourengeherspuren, aber Tierspuren wie die eines Schneehasen oder von Alpendohlen sind im frischen Tiefschnee zu erkennen. Eine der Almhütten ist sogar so eingeschneit, dass ich nur noch einen Teil des Daches erkenne. Und da sagt einer, hier gäbe es zu wenig Schnee…

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

Nun sehe ich schon das Schneibsteinhaus, das seinen Namen vom hinter sich liegenden Berggipfel hat. Die letzte Berghütten auf deutschem Boden sozusagen.

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Das Carl-von-Stahl Haus steht schon auf österreichischem Boden und ist eine Berghütte des österreichischen Alpenvereines, der Sektion Salzburg. Geführt wird diese vom deutschen Hüttenwirt Peter Pruckner.

Carl-von-Stahl Haus

Carl-von-Stahl Haus

Die letzten Meter sind trotz der nicht extremen Steigung doch noch ein bisschen kräfteraubend durch den längeren Anstieg. Ich muss mich selbst immer zu Pausen ermahnen/zwingen. Eigentlich würde ich überall in einem Zug hoch laufen, ohne Essen, ohne Trinken. Aber das ist eher kontraproduktiv für den Körper. Kurz vor dem Stahlhaus trinke ich noch einen Schluck Cola, die süße Brause gibt noch einmal ein bisschen Engergie. Oben angekommen, erwartet mich eine atemberaubende Winterlandschaft. Ein zauberhafter Tiefblick ins Bluntautal, hinauf zum Schneibstein, den Göll Nordwänden und hinüber zum steinernen Meer, dem großen Hundstod und der Watzmann-Ostwand.weiterlesen

Christoph

Hintersee, was sonst?

 von Christoph

Ein Spaziergang um den Hintersee in der Ramsau ist immer schön. Besonders natürlich bei der derzeit herrschenden traumhaften Wetterlage.

Hintersee im Winter

Nicht ganz zugefroren präsentiert sich der Hintersee

Das Schöne am Hintersse ist, dass man in einer knappen Stunde einmal drum herum laufen kann. Es hängt ganz von den Pausen ab, die man einlegt um den Ausblick zu genießen.

Hochkalter vom Hinterssee aus gesehen

Hochkalter vom Hinterssee aus gesehen

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Skilifte Weissbach an der Alpenstraße

 von Michi

Am Montag den 9.2.2015 strahlt das Bayerische Fernsehen zwischen 15 Uhr und 16.45 Uhr seine Sendung „wir in Bayern“, unter anderem mit dem Thema  „Skilifte Weissbach an der Alpenstraße“ aus. Redakteur Matthias, Kameramann Volker, sowie Tonmann Kristof besuchten die Betreiber des Skiliftes. Den Skilift Weissbach gibt es nun mittlerweile schon seit über 40 Jahren (1969). Im Jahr 1989 haben Peter Eicher, Hermann Meyer und Franz Hinterseer den Lift übernommen und stecken seitdem viel Kraft, Energie und Herzblut in ihr kleines Skigebiet. Leider spielt das Wetter bzw. der Schnee nicht immer mit und dadurch konnte der Lift zum Beispiel im Winter 2013/2014 nur an drei Tagen öffnen.

Betreiber des Skiliftes: Franz Hinterseer und Peter Eicher

Betreiber des Skiliftes: Franz Hinterseer und Peter Eicher

Das Skigebiet bietet seinen Gästen einen 450 m langen Schlepplift, sowie einen 150 m langen „Babylift“, die bestens für Kinder und Anfänger geeignet sind. Der gut präparierte familienfreundliche Sonnenhang bietet ideale Verhältnisse für die ganze Familie

Kinderlift-Weissbach an der Alpenstraße

Kinderlift-Weissbach an der Alpenstraße

Durch den großflächigen und gefahrenfreien Auslauf ist der kleine Lift für die ersten Gehversuche auf Ski und Abfahrten der Kleinkinder besonders gut geeignet.weiterlesen

Ein Winternachtstraum

 von Sepp

Winterwandern am Hintersee

Der Hintersee in Ramsau ist zu jeder Jahreszeit eine Ausflug wert, besonders aber im Winter entfaltet er seine besondere Magie. Nach einer Winterwanderung durch den Zauberwald präsentiert sich am See ein Winterwunderland. Dirk Weber hat eine wunderschöne Abend-Stimmung eingefangen:

 Abend an der Scharitzkehl

Im Winter ist die Scharitzkehl-Alm am Obersalzberg beliebtes Ziel für Langläufer! Besonders die sportlichen Skater fühlen sich hier wohl, denn das gesamte Loipennetz ist auch für den freien Stil präpariert. Die meisten Langläufer hier oben werden gar nicht mitkriegen, vor welch fantastischer Kulisse sie hier laufen. Anton Maltan hat auf diesem Bild eine fantastische Stimmung an der Scharitzkehl festgehalten:

 Der winterliche Thumsee

Im Sommer ist der Thumsee mein Lieblings Badesee, er ist zwar kühler als manch anderer See, aber wärmer als die Bergseen in den Hochlagen. Doch auch im Winter ist der See bei Bad Reichenhall einen Ausflug wert. Zwischen steil aufragenden Felswänden und Grashängen liegt der Thumsee ganz still, die schneebedeckte Eisfläche verströmt auch schon ein richtig romantisches Winter-Flair. Charly Maier hat die wunderbare Stimmung perfekt eingefangen:

Der Königssee

Natürlich darf in dieser Hitparade der Winterromantik der Königssee nicht fehlen. Anstatt Sankt Bartholomä oder eine andere bekannte Perspektive zeige ich Euch lieber dieses Bild von Bea Mazur, das ich entdeckt habe: Es zeigt die Seelände, also die einzig zugängliche Uferseite des Königssee mit den Hotels und Geschäften. Wo tagsüber viel Trubel herrscht, ist am Abend Ruhe eingekehrt, die stimmungsvolle Beleuchtung und die schneebedeckten Dächer der Bootswerften sorgen für einen spannenden Kontrast. Und der Untersberg im Hintergrund scheint über den See zu wachen.

 Der Watzmann von Maria Gern aus

Ihr alle kennt das Bild: Der Watzmann mit der Wallfahrtskirche Maria Gern im Vordergrund. Viele Fotografen haben sich an diesem Motiv versucht, auch Achim Sieger. Und das mit großem Erfolg: Der Watzmann im Abendrot ist ein echter Hingucker:weiterlesen

Nacht-Schneeschuhtour

 von Ann-Kathrin

Öfter mal was neues!

Sonntagabend und man weiß nichts mit sich anzufangen. Das Fernsehprogramm gibt nichts her und das Nachtleben sowieso nicht, da die meisten Montagmorgen wieder arbeiten müssen. Das muss ich natürlich auch, aber ein paar Stunden weniger Schlaf zu haben als sonst macht mir rein gar nichts aus. Das Wetter war den ganzen Sonntag über bescheiden. Grauer Himmel und Dauerschneefall. Schon seit längerem schwirrte mir eine Idee durch den Kopf: eine Nacht-Schneeschuhtour. Ich, die Dunkelheit, das Krachen des Schnees und sonst nichts. Das ist es!

 

Inspiriert wurde ich durch die Webcam auf den Funtenseetauern, die in diesem Sommer installiert wurde. Die hochauflösenden Fotos, die vor allem in der Nacht geschossen werden sind echt beeindruckend. Auf www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern gibt es unter anderem auch Webcams aus dem Jennergebiet und der Ramsau. Gerade die Webcam in Richtung steinernes Meer, sodass man noch einen Teil der Schönfeldspitze sieht dient dem Lawinendienst, sie wurde extra deswegen so positioniert.

http://www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern/

http://www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern/

So, nun hieß es richtig anziehen nach dem Zwiebelprinzip und ganz wichtig: heißen Tee und Wechselkleidung einpacken. Eingehüllt in Schneehose und -jacke, Fleecepullover und Sturmhaube geht es los in Schönau-Unterstein. Die Schneeschuhe habe ich an meinem Rucksack fest gemacht. Ich laufe zum Königsseeparkplatz, vorbei an der Jennerbahn-Talstation, vorbei am Kreßgraben und dann der Beschilderung Brandkopf (bitte nicht bei Neuschnee und Dunkelheit den Aufstieg über den steilen Stufenweg nutzen!) folgend.

 

Ab dort heißt es dann umsatteln. Schneeschuhe anziehen, Stirnlampe aufsetzen und die Trekkingstöcke aufziehen. Glücklicherweise hat das letzte Haus vor dem Einstieg einen Bewegungsmelder, sodass ich richtig gut sehen kann während ich die Schneeschuhe anziehe. Alles umgesattelt! Los gehts in den dunklen Bergwald! Meine Stirnlampe ist die reinste Funzel! Gerade mal 3 Meter kann ich sehen und das auch nicht besonders hell. Ersatzbatterien habe ich dabei, aber ist auch nicht gerade das Beste Modell meine Stirnlampe. Was solls, was dich nicht umbringt macht dich nur härter!

 

Die ersten paar Meter in den Bergwald hinein sind beklemmend. Aber das Gefühl ist schnell überwunden als ich die ersten Lichter unten in Berchtesgaden und Schönau sehe. Leider ist es eher neblig durch den Schneefall, aber der Grünstein schimmert etwas heraus und wirkt jetzt in der Nacht mächtig. Nun kommen die ersten Steigungen und es geht stetig steigend hinauf in den Bergwald. Der Schnee ist sehr weich, wodurch ich auch durch das Nutzen von Schneeschuhen gut versinke. Mittlerweile habe ich mich mit der Dunkelheit angefreundet. Sogar schwitzen tue ich ziemlich. Ab und zu schaue ich nach rechts und links in der Erwartung vielleicht doch ein Tier zu entdecken, aber derzeit bin ich wohl als einzigste unterwegs. Nichts zu hören.

 

Bald erreiche ich das Gasthaus Vorderbrand. Auch dort ist es dunkel, nur in einem Raum (wahrscheinlich die privaten Räumlichkeiten ?) brennt noch Licht. Nun sind es nur noch rund 15 Minuten bis zum Gipfel. Mittlerweile schneit es hier oben heftiger. Der Schnee weht mir ins Gesicht und in die Augen. Ich sollte mir jetzt endlich mal eine Schutzbrille zulegen mit Fensterglas. Dann endlich bin ich am Gipfelkreuz angekommen. Durch den leichten Nebel sehe ich die Beleuchtung der Jennerbahn. Von Bergen oder dem Tal ist eher wenig zu sehen. Also Fernsicht dank Schneefall gleich 0. Trotzdem bin ich super beschwingt und happy.weiterlesen

Wintersonne

 von Ann-Kathrin

Mich hat es richtig erwischt. Wo ich dachte, dass es alle paar Jahre mich krankheitsmäßig umhaut, haute es mich um. Meine lateinische, ekelhafte Diagnose breite ich hier nun nicht aus, nur soviel: ich musste Antibiotika nehmen. Nicht gerade ein Freund solcher Medikamente bin ich, aber die Qual war mir einfach zu schlimm und eines habe ich mir im Leben geschworen: Du lebst nur einmal, quäle dich nicht. Diese Weisheit kann man auf alle Belange des Lebens übertragen. So, da war ich dann schon 2 Tage unter Antibiotikaeinfluss und am heutigen Tag soll es Traumwetter geben. Sonne pur und klarer blauer Himmel. In der Früh schaue ich zum Fenster heraus. Tatsächlich! Endlich! Die heiß ersehnte Sonne. Doch ich soll mich ja schonen. Aber ist es nicht eine noch größere Qual in einer der schönsten Ferienregionen zu leben und dann bei diesen perfekten Bedingungen daheim zu schmoren?! Eine Wanderung fiel leider ganz aus, so lebensmüde bin ich dann doch nicht. Ich wusste, dass heute mein geschätzer boarischer Ersatzpaps von den Nationalparkrangern heute Dienst bei der Wildfütterung im Klausbachtal hat. So fuhr ich dann mit dem ÖPNV (Linie 846) zum Hintersee.

 

Zusammen saßen wir dann im Stüberl vorm Kamin und schauten nach draußen.

Kamin

Kamin

Einen kleinen Spaziergang zur Ragert-Alm unternahmen wir auch um meinen lädierten Kreislauf wieder in Schwung zu bekommen. Trotz, dass die Sonne stark schien, so konnte sie kaum Wärme abgeben. Dazu kommt, dass das Klausbachtal eines der kältesten Täler im Berchtesgadener Talkessel ist.

die Ragert-Alm

die Ragert-Alm

Die Fernsicht ist grandios. Man kann beobachten wie stürmisch es gerade an den Berggipfeln zugeht und man kann einige Tierspuren noch erkennen.weiterlesen

Die letzte Rauhnacht

 von Sepp
Zwischen den Jahren: Winter auf Kühroint

Zwischen den Jahren: Winter auf Kühroint

Zwischen den Jahren: Rauhnächte in Bayern

Die Nacht vom 5. Zum 6. Januar ist die letzte Rauhnacht. Diese Nächte um den Jahreswechsel werden regional unterschiedlich interpretiert, üblicherweise ist die Thomasnacht bzw. die Wintersonnwende – also die längste Nacht des Jahres – vom 21. zum 22. Dezember die erste Rauhnacht. Die letzte ist traditionell die Nacht vor dem Dreikönigstag am 6. Januar. Im Brauchtum des Berchtesgadener Landes sind die Rauhnächte, wie im gesamten altbayerischen Raum, tief verwurzelt. Mit dem Beten des Rosenkranzes sowie des Abbrennens von Weihrauch sollen die bösen Geister, die zwischen den Jahren besonders aktiv sind, ausgetrieben werde. Auch der Lärm der Weihnachtsschützen dient ja diesem Zweck.

Weihnachtsschützen

Weihnachtsschützen

Das Beten und Ausräuchern der Wohnräume und vor allem auch des Vieh-Stalls mit Weihrauch hat sich besonders in den bäuerlich geprägten Dörfern Bayerns bis heute erhalten und zeugt von einer tiefen Volksfrömmigkeit. Im Berchtesgadener Land wird heutzutage überwiegend nur noch an drei Rauhnächten geräuchert:weiterlesen