Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wintertraum

Schneeschuh-Trekking Teil 3

 von Ann-Kathrin
Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Carl-von-Stahl Haus in der Sonne

Heute werde ich über eine Schneeschuh-Tour schreiben, die eher eine etwas anstrengendere ist. Hierbei lohnt es sich eine Nacht auf der Berghütte mit einzuplanen, wenn ihr weiter lest bzw. scrollt, dann wisst ihr warum 😉 Das Naturerlebnis wird natürlich besonders atemberaubend, wenn ihr bei gutem Wetter, also bei Sonnenschein eure Tour startet. Am Besten ihr parkt euer Auto am Großparkplatz am Königssee oder ihr nützt die Buslinie 841 ab Berchtesgaden Bahnhof und steigt bei der Jennerbahn aus. Hier habt ihr nochmals die Möglichkeit euch mit Proviant zu versorgen. Bei der Bäckerei Zechmeister bekommt ihr nicht nur leckere Köstlichkeiten sondern auch Heißgetränke und kalte Getränke. Wichtig ist es auch Wechselkleidung mit einzupacken. Ihr werdet schwitzen! Und zwar sowas von!

Nun geht es los!
Wie so oft bin ich bei dieser Tour auch alleine unterwegs. Der Rucksack lastet schwer, da dort noch die Schneeschuhe dranhängen. Erst wenn genügend Schnee am Untergrund vorhanden ist, sollte man diese um die Wanderschuhe schnallen, sonst schadet das den Krallen der Schneeschuhe. Vorbei an der Jennerbahn-Talstation geht es entlang der Straße und der gelben Wegeschilder in Richtung Stahlhaus/Schneibsteinhaus. Die Dauer wird mit vier Stunden einfach angegeben. Je nach Kondition und je nachdem wie viel Zeit man sich für diese Schneeschuh-Tour gibt kann man mit mehr oder weniger  Aufstiegszeit rechnen. Vier Stunden sind nur ein Orientierungswert. Im Sommer folgt man der Beschilderung hinauf zum Hochbahnweg. Im Winter nutzt man als Schneeschuhgeher denselben Aufstieg wie die Skitourengeher. Dazu gehe ich über die Piste bei der Gabelung wo es weiter zum Malerwinkelrundweg geht und laufe ein Stück am rechten Rand der Piste. Bald geht es in den Wald hinein und gehe den sogenannten Pletzergraben hinauf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, Pisten mit Schneeschuhen zu kreuzen ist grausig! Man fühlt sich mit all den Pistenfahreren deplatziert, nur die Skitourengeher fragen interessiert wie es sich denn mit den Schneeschuhen so gehen lässt oder fragen neckisch wo ich denn meine Ski gelassen habe. Die Spucke verschlägt es ihnen aber dann, wenn das „Dirndl“ locker an ihnen vorbeizieht.

diesem Hinweisschild folgen

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Am Hochbahnweg angelangt begegnet man nur Schneeschuhwanderern oder Skitourengehern. Beide Personengruppen sind besonders unter der Woche nicht in zu großer Anzahl anzutreffen. So begegnete mir ein entgegenkommender Skitourengeher erst oberhalb der Königsbachalm am Königsbergergraben hinab. Stichwort Königsbachalm: Wer wie ich eine Nacht im Carl-von-Stahl Haus verbringen möchte, den lädt die Königsbachalm zum Sonnenbad und zur ersten Brotzeit ein. Im Winter ist die Königsbachalm nicht bewirtschaftet, also bitte selbst versorgen. Je nach Schneelage zieht der Königsbergergraben nochmal richtig Energie. Auch der Hochbahnweg mit seiner stetigen Steigung benötigte schon eine gute Kondition. Sobald es wieder ebenmäßiger wird kommt man an eine Weggabelung, geradeaus geht es zur Enzianbrennhütte des Bergbrenners „Hubsi“, die aber im Winter geschlossen ist und noch ein Stückchen weiter geht es zur Priesbergalm. Hier kommen über die hohen Rossfelder die Skitourengeher von der sogenannten kleinen Reibe zurück. Sehnsüchtig denke ich darüber nach auch in naher Zukunft Skitouren zu gehen. Doch leider muss man dazu erst einmal Skifahren lernen, inkl. Pistenabfahrt. Ich bin da eher eine Person, die das Naturerlebnis schätzt und bei sturem Pisten runtersausen, stelle ich mir das Naturerlebnis eher gering vor. Anders beim Skitouren gehen, hier ist man in denselben Gebiet „bergsteigerisch“ unterwegs, wie man es auch im Sommer ist. Durch das Aufsteigen mit Fellen kann um sich herum die Natur intensiv miterleben.

Genug der Träumerei, ich folge der Beschilderung Stahlhaus. Es geht nun recht angenehm daher, vor allen Dingen ist es hier sehr ruhig. Kein Wintersporttrubel. Vorbei am Zugang zum Königstal, wo man zur Königstalalm gelangt (hier bitte nicht hinfolgen, im Sommer wunderbare Einkehr, urige Almhütte) gehe ich weiter linkshaltend. Vorbei an einem hellblauen Kasterl geht es dann wieder steigend hinauf. Das Aufsteigen kann zwischendurch monoton und kräfteraubend sein, aber sobald sich der Wald lichtet, erkennt man wie sehr sich die Mühe lohnte.

Blick zur Jenner-Bergstation

Blick zur Jenner-Bergstation

Es geht noch leicht steigend bergan. Aber um mich herum öffnet sich eine Bilderbuchlandschaft. Die Landschaft schaut aus wie Watte. Ich erkenne Schneeschuhgeher- und Skitourengeherspuren, aber Tierspuren wie die eines Schneehasen oder von Alpendohlen sind im frischen Tiefschnee zu erkennen. Eine der Almhütten ist sogar so eingeschneit, dass ich nur noch einen Teil des Daches erkenne. Und da sagt einer, hier gäbe es zu wenig Schnee…

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

eingeschneite Berghütten im Jennergebiet

Nun sehe ich schon das Schneibsteinhaus, das seinen Namen vom hinter sich liegenden Berggipfel hat. Die letzte Berghütten auf deutschem Boden sozusagen.

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Schneibsteinhaus mit Schneibstein

Das Carl-von-Stahl Haus steht schon auf österreichischem Boden und ist eine Berghütte des österreichischen Alpenvereines, der Sektion Salzburg. Geführt wird diese vom deutschen Hüttenwirt Peter Pruckner.

Carl-von-Stahl Haus

Carl-von-Stahl Haus

Die letzten Meter sind trotz der nicht extremen Steigung doch noch ein bisschen kräfteraubend durch den längeren Anstieg. Ich muss mich selbst immer zu Pausen ermahnen/zwingen. Eigentlich würde ich überall in einem Zug hoch laufen, ohne Essen, ohne Trinken. Aber das ist eher kontraproduktiv für den Körper. Kurz vor dem Stahlhaus trinke ich noch einen Schluck Cola, die süße Brause gibt noch einmal ein bisschen Engergie. Oben angekommen, erwartet mich eine atemberaubende Winterlandschaft. Ein zauberhafter Tiefblick ins Bluntautal, hinauf zum Schneibstein, den Göll Nordwänden und hinüber zum steinernen Meer, dem großen Hundstod und der Watzmann-Ostwand.weiterlesen

Schneeschuh-Trekking Teil 2

 von Ann-Kathrin

Schon wieder Grünstein? Darüber wurde doch schon so oft geschrieben und fotografiert. Der wird sich doch wohl in den letzten Monaten nicht verändert haben?! OH DOCH! Der Winter bietet wieder ganz andere und neue Perspektiven.

Noch eine weitere Besonderheit: Der Aufstieg ab Schönau-Hammerstiel zum Grünstein ist sogar als Schneeschuhwanderweg ausgeschrieben! Wie ich schon im vorherigen Artikel (Schneeschuhtrekking Teil 1) angekündigt, werde ich Schneeschuhrouten aller Kategorien vorstellen. Diesmal ist es eine einfache Route.

Wegweiser für Schneeschuhgeher

Wegweiser für Schneeschuhgeher

Die Route führt entlang der Forststraße, bei der man bei guter Kondition in spätestens einer Stunde bei der Grünsteinhütte angelangt. Hier lichtet sich der Bergwald und bietet schon zauberhafte Aussichten. Der Schnee glitzert in der Sonne und ist so weich, man könnte meinen es sei Watte.

bei der Grünsteinhütte

bei der Grünsteinhütte

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Schneeschuh-Trekking Teil 1

 von Ann-Kathrin

Was gibts wohl besseres als an einem wunderschön sonnigen Wintertag in der Früh einen Anruf zu bekommen, dass man heute frei bekommt?!

Blick zum Grünstein im Aufstieg

Blick zum Grünstein im Aufstieg

 

Da ich weder Ski fahren noch Skitouren gehen kann, geht es für mich auf die Schneeschuhe. Bei der Wahl der Route sollte man darauf achten, dass man keine Route wählt, die eine Piste kreuzt oder man zu sehr den Skitourengehern in die Quere kommt. In nächster Zeit werde ich ein paar solcher Routen vorstellen – von leicht bis schwer.

 

Heute entscheide ich mich dazu eine Tour zur Kühroint-Alm und der Archenkanzel zu unternehmen, eine mittelschwere Tour. Startpunkt ist in Schönau-Unterstein, wo ich mich in Richtung Bobbahn/Grünstein/Kühroint halte. Für mich der schnellste zu erreichende Einstieg. Alternativ gäbe es noch die Aufstiegsmöglichkeit über den Wanderparkplatz Hammerstiel in der Oberschönau oder Wimbachbrücke in Ramsau.

 

Die Schneeschuhe schnalle ich mir aber erst kurz bevor ich oberhalb der Bobbahn ankomme. Für eine angenehme Tour empfehlt es sich Trekkingstöcke mit Wintertellern zu nutzen. Entscheidender Faktor für die Dauer der Tour ist auch die Schneelage. Liegt sehr viel frischer Puderzuckerschnee, versinkt man trotz der Schneeschuhe, allerdings verhindern diese ein Rutschen und man hat die totalle Kontrolle im Schnee. Konstant steigend geht es hinauf, unter anderem quert man den Einstieg des Grünsteinklettersteiges, der aber in den Wintermonaten nicht passierbar.

Jenner und ein Teil des hohen Brettes

Jenner und ein Teil des hohen Brettes

Vorbei an der Klingeralm, die etwas oberhalb und versteckt neben dem Weg legt. Es wird noch steiler. Ganz schön knackig! Man sollte nicht das Gewicht der Schneeschuhe vergessen. Das gibt stramme Waden. Auch im Winter kommt man ganz schön ins schwitzen. Hier bewährt sich wieder das Zwiebelprinzip. Aber am Besten sollte man sich im Aufstieg sowieso nicht allzu dick anziehen. Denn fatal ist wenn man verschwitzt ankommt und keine warme Wechselkleidung bei hat. Man kühlt super schnell aus und das kann gefährlich werden. Zweistellige Minusgrade und eisige Winde sind am Berg im Winter ganz normal.

 

Mittlerweile steige ich schon fast eineinhalb Stunden durch den Winterbergwald. So gut wie keine ebenen Wegabschnitte, immer nur bergauf. Das fordert mich, aber auch genau das was ich brauchte. All die Energie, die sich auf ansammelte muss raus. Und je anstrengender es wird umso mehr Glückshormone werden bei mir ausgestoßen. Paradox, aber immer mehr zeichnet sich ein lächeln auf meinen Gesicht ab. Bald verlasse ich den breiten Weg und dieser wird schmaler, nach über zwei Stunden stetig steigend und ohne Pausen mit konstanter Geschwindigkeit freue ich mich über die endlich frei werdende Sicht auf den Jenner, hohen Göll, Brett und Habengebirge. Vor mir die Watzmannfamilie, eine kleine Dunstwolke steigt aus dem Watzmannkar hervor und neben der Watzmannfrau strahlt die Sonne.

Watzmann und -frau

Watzmann und -frau

Nur noch wenige Meter und die Kühroint-Alm ist erreicht. Eine eisige Brise weht mir um die Nase. Den Schal ziehe ich mir bis zur Nase hoch und eine Sonnenbrille setze ich mir auf. Der Schnee reflektiert die Sonne stark und der Wind ist nicht gerade gut für die Augen. Eine Sonnen- oder Schutzbrille macht das Ganze angenehm.weiterlesen

Wintertraum Kehlstein (1837m)

 von Ann-Kathrin

Der Winter und der Schnee lässt zwar gerade etwas auf sich warten, wobei ich da ehrlich gesagt zugeben muss, dass mir das sehr taugt. Warum? Ich bin unmotorisiert und muss vieles zu Fuß gehen, beispielsweise zur Arbeit eine bis eineinhalb Stunden, bei Schnee und Glatteis wird das wohl länger dauern. Klar, es gibt Buslinien, aber die fahren abends nicht mehr…

 

Genug Selbstmitleid! Jetzt komme ich zur schönen Seite des Winters und einer meiner Lieblingsplätze. Ein Geheimtipp ist er sicherlich nicht: der Kehlstein (1837m). Im Sommer tummeln sich sehr seeeehr viele Besucher, die mit der Buslinie und dem Aufzug das Kehlsteinhaus besichtigen und die Aussicht genießen. Im Winter herrscht hier oben das Gegenteil. Die Buslinie wurde schon im Oktober eingestellt und eine Bewirtung des Kehlsteinhauses findet auch nicht mehr statt.

 

Bitte beachtet: Die Kehlsteinstraße ist auch außerhalb der Busfahrzeiten für Fußgänger gesperrt, besonders die Lawinengefahr macht die Strecke im Winter extrem gefährlich! Der sichere Aufstieg zum Kehlsteinhaus führt über den Ofnerboden an der Rofeld-Panoramastraße!

Blick zum Watzmann und Schönau

Blick zum Watzmann und Schönau

Nebelschleier über dem Königssee

Nebelschleier über dem Königssee

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

tolle Winterstimmung

tolle Winterstimmung

Obwohl es diesen Winter noch kaum geschneit hat, liegt in den Hochlagen der Berchtesgadener Berg schon etwas Schnee. Sind die Temperaturen mild, so reicht es, mit einfachen Wanderschuhen und Trekkingstöcken mit Wintertellern unterwegs zu sein. Falls man sich unsicher ist, bessser Spikes oder Schneeschuhe mitnehmen.

 

Es ist noch früh am Morgen und ich habe meine Lampe vergessen. Allerdings gehört im Winter eine Lampe oder Stirnlampe sowieso zum Standard, da es wirklich sehr früh dunkel wird. Sobald die Baumgrenzen überschritten ist, bieten sich atemberaubende Ausblicke. Einfach faszinierend!weiterlesen

Christoph

Wintermorgen

 von Christoph
Wintermorgen

Die ersten Strahlen der Morgensonne auf dem verschneiten Watzmann

Fünf Gründe, warum man jetzt ins Berchtesgadener Land kommen sollte:

  • es ist traumhaft
  • es ist traumhaft
  • es ist traumhaft
  • es ist traumhaft
  • es ist traumhaft

Der Schnee ist ein Traum, die Sonne scheint vom blauen Himmel und Weihnachten steht vor der Tür. Was will man mehr.

Servus und bis bald!
Christoph