Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Winterwandern

Winterwanderung auf Kühroint

 von Sepp
Die Kühroint Alm, dahinter der Watzmann

Die Kühroint Alm, dahinter der Watzmann

Heute habe ich die Kührointalm besucht. Wo sich sonst im Winter Schlittenfahrer und Skitourengeher auf dem Weg zum Watzmannkar tummeln, bin ich heute nahezu alleine unterwegs. Bei den aktuellen Verhältnissen ist nur Winterwandern möglich, die anderen Wintersportarten müssen noch ein bisschen warten.

Ich starte am späten Vormittag an der Wimbachbrücke in Ramsau. Eine breite Forststraße führt hinauf bis zur Schapbachalm. Vereinzelt ist der Weg vereist, doch kein Problem: Ich gehe einfach auf der Seite des Weges.  Ab der Schapbachalm ist der Weg dann nahezu vollständig von einer dünnen Schicht Schnee und Eis bedeckt. Die eisigen Stellen sind ganz schön rutschig, doch im oberen Bereich der Schapbachalm zweigt der Wanderweg nach links von der Forststraße ab und führt durch den Wald. Eine etwa 5 bis 10 Zentimeter dicke Schneeschicht bedeckt den Weg, vereinzelte frische  Spuren sind aber zu sehen. Ich bin also doch nicht ganz alleine unterwegs heute. Ein kurzes Stück führt der Weg jetzt wieder auf der Forststraße entlang, bevor der Weg nach rechts in den Wald abzweigt und schließlich auf der Kühroint-Alm wieder aus dem Wald heraustritt.

Das Ensemble auf der Kühroint Alm

Das Ensemble auf der Kühroint Alm

Der Blick zum Watzmann ist jetzt eigentlich frei, doch leider verdecken ein paar Wolken, die im Watzmannkar hängen, den großen Watzmann. Ich gehe in Richtung der Kühroint-Hütte, vorbei an der Kapelle zum Gedenken der Opfer der Berge.weiterlesen

Winter-Wanderprogramm des Nationalparks

 von Sepp
Winterwander-Programm Nationalpark Berchtesgaden

Winterwander-Programm Nationalpark Berchtesgaden

Von Dezember bis April bietet der Nationalpark Berchtesgaden in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee über 230 Veranstaltungen für Gäste und Einheimische an. Das neue Winter-Wanderprogramm 2015/2016 ist erschienen und liegt ab sofort kostenfrei in den Tourist-Informationen der Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Schönau am Königssee und Ramsau sowie in den Infostellen des Nationalparks auf.

Neu im Programm ist die Veranstaltung „Rotwild im Winter“, die Naturfreunde an insgesamt acht Terminen im Klausbachtal über die Anpassungen des Rotwildes an den harten Bergwinter informiert. Auch die „Musikalische Wintergeschichte“ ist neu: Ein Angebot der Nationalparkverwaltung, das sich an Familien mit Kindern richtet und zum Mitmachen animiert. „Klassiker“ wie die traditionellen Fahrten mit dem Pferdeschlitten zur Wildfütterung im Klausbachtal werden wieder ab dem 25. Dezember angeboten, Platzreservierungen für eine Mitfahrt auf der Kutsche sind ab 15. Dezember unter der Rufnummer +49 8657 1431 möglich.

Pferdeschlittenfahrt im Klausbachtal | Nationalpark Berchtesgaden

Pferdeschlittenfahrt im Klausbachtal | Nationalpark Berchtesgaden

Spannung und Diskussionsstoff versprechen die fünf Termine der traditionellen Winter-Vortragsreihe, die jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Nationalparkzentrum Haus der Berge in Berchtesgaden stattfindet. Lesungen aus Werken über die Berchtesgadener Alpen und Vorträge über die Wildkatze oder den Berchtesgadener Sternenhimmel sowie zu Bienen, Wespen und Hornissen runden das Angebot ab. Erstmals präsentiert Prof. Dr. Hubert Job von der Universität Würzburg am 04. Februar 2016 die Ergebnisse seiner groß angelegten Studie zu den wirtschaftlichen Effekten des Nationalparks Berchtesgaden.weiterlesen

Winter auf der Soleleitung

 von Sepp
Auf dem Weg zum Lockstein

Auf dem Weg zum Lockstein

Vom Salzbergwerk zum Haus der Berge

Als ich heute Nachmittag am Salzbergwerk Berchtesgaden bin, scheint das Wetter von Minute zu Minute besser zu werden. Um die Sonnenstrahlen und die verschneite Landschaft genießen zu können, entscheide ich mich, zu Fuß ins Büro zurück zu gehen. Und zwar über den Soleleitungsweg. Der Soleleitungsweg beginnt nämlich direkt am Salzbergwerk und führt über den Steg oberhalb des Marktes Berchtesgaden bis zum Haus der Berge! Bei strahlendem Sonnenschein marschiere ich los in Richtung Nonntal, dem ältesten Ortsteil von Berchtesgaden.

Zwischen den alten Bürgerhäusern mit wunderschönen Fassaden führt der Weg entlang der Straße in Richtung Zentrum. Gerade als der Watzmann am Ende der Straßenschlucht über Berchtesgaden auftaucht, zweigt beim sogenannten Kanzlerhaus der Soleleitungsweg nach rechts ab. Über Treppen und einen schmalen Weg geht`s auf den Lockstein.

Unterhalb der Lockstein-Kapelle zweigt sich der Weg, ich folge der Soleleitung in Richtung Haus der Berge. Obwohl die Kirchleiten-Kapelle immer einen Abstecher wert ist.

Wegweiser unterhalb der Locksteinkapelle

Wegweiser unterhalb der Locksteinkapelle

Vorbei an den Info-Tafeln zu den Deicheln/Holzröhren, aus denen die historische Soleleitung bestand, geht`s unterhalb des Mitterweinfeld-Lehens über die Doktorberg-Straße zum Wald in Richtung des Soleleitungssteges.

Auf dem Soleleitungssteg über Berchtesgaden

Zuerst führt der Weg fast durchgehend auf einer Holzkonstruktion durch den Wald, bevor sich immer wieder schöne Blicke auf den Markt Berchtesgaden mit der dominanten Stiftskirche ergeben.

Blick von der Soleleitung zum Markt Berchtesgaden

Blick von der Soleleitung zum Markt Berchtesgaden

An der Reichenbachnische, einem markierten Aussichtspunkt mit Info-Tafeln, genieße ich den schönen Ausblick auf Berchtesgaden: ein Bad im Whirlpool auf der Dachterrasse des Hotel Edelweiss wäre jetzt auch nicht schlecht.weiterlesen

Kehlstein am 23. Dezember

 von Sepp
Der verschneite Fußweg zum Kehlsteinhaus

Der verschneite Fußweg zum Kehlsteinhaus

Die warmen Temperaturen und der Mangel an Schnee lassen zurzeit nicht gerade Weihnachts-Stimmung aufkommen. Selbst auf den Bergen liegt kaum Schnee. Ich würde gerne eine kleine Skitour machen, doch bei den Verhältnissen ist daran gar nicht zu denken. Stattdessen bin ich am 23. Dezember nochmal auf den Kehlstein gewandert.

Der Weg zum Buswendeplatz liegt auf der Schattenseite des Obersalzberges und ist dementsprechend noch von einer dünnen Schneeschicht bedeckt. Zahlreiche Spuren ermöglichen aber einen problemlosen Aufstieg. Ab der Buswendeplatte liegt dann etwas mehr Schnee, stellenweise türmt sich der Schnee an vom Wind zusammengewehten Stellen bis zu einem halben Meter (!) hoch.

Aber auch der Weg über die Serpentinen vom Buswendeplatz zum Kehlsteinhaus ist gut gespurt, scheinbar sind in den letzten Wochen schon etliche Wanderer hier hoch marschiert (Auch Ann-Kathrin war ja letztens am Kehlstein). Ein kalter Wind auf den letzten hundert Höhenmetern unseres Aufstiegs und das verschneite Kehlsteinhaus sorgen für eine winterliche Atmosphäre.

Winter am Kehlstein

Schnee am Kehlsteinhaus

Beim Blick von der oberhalb des Kehlsteinhauses gelegenen Aussichtsplattform auf das Berchtesgadener Tal verschwindet die winterliche Atmosphäre schnell wieder: Das gesamte Tal ist absolut schneefrei, auch die Gipfel sind lediglich leicht angezuckert.

Das Kehlsteinhaus am 23. Dezember

Das Kehlsteinhaus am 23. Dezember

Auch König Watzmann trägt zurzeit nur ein hauchdünnes, fast durchsichtiges Winterkleid.weiterlesen

Wandertipp: Toter Mann

 von Sepp

Winterwanderung (?) am Hochschwarzeck

In Ermangelung entsprechender Skitouren-Möglichkeiten werden halt wieder die Bergschuhe geschnürt. Die großen Gipfel kann man zwar nicht machen, aber kleine Touren sind durchaus möglich. Wir waren zum Beispiel letztens am Toten Mann! Eigentlich ist der Toter Mann wie auch das danebenliegende Hirscheck mit der Gaststätte Hirschkaser ein klassisches Skitourenziel bzw ein Familien-Skigebiet, doch der fehlende Schnee ermöglicht eine problemlose Wanderung über den bekannten Aufstiegsweg vom Hochschwarzeck. Lediglich an zwei Stellen lag überhaupt noch Schnee. Selbst die letzten Meter bis zum Gipfel waren nur leicht von Schnee bedeckt. Ob da der Begriff Winterwanderung überhaupt der passende ist? Die Verhältnisse erinnern schon sehr an den Frühling!

Watzmann und Hochkalter

Watzmann und Hochkalter

Oben angekommen überraschte uns ein kräftiger kalter Wind! Obwohl die Bezoldhütte geöffnet war, setzten wir uns draußen auf die windgeschützte Seite der Hütte zur Brotzeit.

Die Bezoldhütte am Toten Mann

Die Bezoldhütte am Toten Mann

An der Bezoldhütte

Der Ausblick vom Toten Mann ist immer wieder herrlich: Am späten Nachmittag, als wir oben waren, zeigte sich der Himmel bedrohlich dunkel, lediglich die letzten Strahlen der hinter dem Hochkalter langsam untergehenden Sonne brachte den Horizont kurzzeitig zum Leuchten. Wunderschön!

Nachmittag am Toten Mann

Nachmittag am Toten Mann

Es ist zwar schade, dass momentan kaum Schnee liegt, aber dafür kann man Touren machen, die sonst erst wieder im Frühling möglich sind. Nutzen wir das Wetter aus, denn was den Winter dieses Jahr betrifft: Ich glaube, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!

 

Euer Sepp