Röthbachfall: Deutschlands höchster Wasserfall

Am Südende des Königssees: Deutschlands höchster Wasserfall In zwei Hauptstufen überwindet der Röthbachfall im Süden des Obersees die sogenannte Röthwand, die den Kessel des Königssees und des Obersees von der Röth, der Hochfläche zwischen Steinernem Meer und Hagengebirge, trennt. Erreichen kann man den Röthbachfall über die Fischunkelalm am Obersee. Dazu  muss man natürlich erst mit dem Schiff über den Königssee fahren bis zur Saletalm, und sich dann auf den Weg um den Obersee machen. Diese kleine, etwa 3 Kilometer lange Wanderung führt eindrucksvoll am Ufer des Obersees entlang steiler Felswände zur Fischunkelalm. Hinter der Almfläche wartet ein kleines Waldstück, das noch durchquert werden muss, dann sieht man das Wasser des Röthbachs imposant ins Tal fallen. Seine gesamte Fallhöhe von 470 Meter macht den Röthbachfall zum höchsten Wasserfall Deutschlands. Es mag bekanntere Wasserfälle in Deutschland geben, höhere gibt es nicht. Zudem gehört er mit diesem Ausmaß zu den höchsten Wasserfällen der gesamten Alpen. Interessant ist der Wasserfall auch für Bergsteiger; der durch die Röthwand führende Röth-Steig ist der kürzeste Aufstieg zur Wasseralm, einem beliebten Stützpunkt für Bergtouren, zum Beispiel auf die Teufelshörner. Durch seine Lage im Nationalpark Berchtesgaden und seine relativ komplizierte Erreichbarkeit, blieb der Röthbachfall trotz dieses Höhen-Rekordes von einer weitergehenden touristischen Erschließung verschont und ist das geblieben, was er seit Jahrhunderten ist: Ein beeindruckendes Naturdenkmal. Übrigens: Der zweithöchste Wasserfall Deutschlands befindet sich direkt nebenan: Der Landtalfall liegt etwas weiter nördlich, ergießt sich aber in dasselbe Becken wie sein großer Bruder. Wenn Ihr also mal die Gelegenheit habt, und am Obersee oder an der Fischunkelalm seid, seht euch die beiden Wasserfälle unbedingt mal an, es wird sich lohnen! Euer Sepp