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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Kategorie: Ausflugtipps
Milcherfassung im Winter in Maria Gern | Berchtesgaden © Bernhard Huber

Milcherfassung im Winter in Maria Gern | Berchtesgaden © Bernhard Huber

Schwere Schneedecken auf den Dächern, gefürchtete Lawinenabgänge, Schneebruch und rutschige Fahrbahnen: Bayern versinkt gerade im Schnee. Im südlichen Berchtesgadener Land wurde heute Vormittag der Katastrophenfall festgestellt. Doch auch bei Eis und Schnee müssen die Sammeltankwagenfahrer der Molkerei Berchtesgadener Land die Milch bei den Bergbauern auf über 1.000 Meter zwischen Watzmann und Untersberg abholen.

„Das Gefährlichste an den Fahrten auf schneebedeckter Fahrbahn ist, wenn das Fahrzeug ins Rutschen gerät“ weiß Franz Foisner, Milchwagen-Fahrer bei den Pidinger Milchwerken: „Der Winter ist für mich als Fahrer schon eine gefährliche Zeit“, erzählt Franz Foisner, „Ich muss weit hinauf, auf über 1.000 Meter, und auf schmalen Straßen, die teilweise verweht oder nicht geräumt sind.“ Innerhalb von zwei Tagen holen er und seine Kollegen rund 1,6 Millionen Liter Milch von 1.700 Landwirten ab, die teilweise in extremen Gebieten entlang der deutschen Alpenstraße liegen. Die höchste Milchsammelstelle liegt auf 1050 Metern Höhe im Bergsteigerdorf Ramsau.

Milchsammeltankwagen der Bergbauernmilch am Hochschwarzeck in Ramsau © Bernhard Huber

Milchsammeltankwagen der Bergbauernmilch am Hochschwarzeck in Ramsau © Bernhard Huber

Halt macht Franz Foisner bei vielen kleinen Höfen, die zum Teil nur 25 Liter Milch abgeben. Starke Gefälle, gewaltige Steigungen und die schwappende Milch im Wagen sind bei Schnee und Eis eine noch größere Herausforderung. Doch die Fahrzeuge sind für die Extremtouren ausgerüstet: Schleuder- und Schneeketten bringen die Fahrer – und die Milch – sicher an ihr Ziel. „Die Landwirte verlassen sich auf mich, dass ich die Milch in gutem Zustand zur Molkerei nach Piding bringe“, erklärt Franz Foisner, „Würden wir die Milch nicht an vielen Stationen abholen, würden viele Landwirte aufhören, weil sich der Aufwand für einen eigenen Transport für sie nicht lohnt.“ weiterlesen

Rosi Fürmann

Eine Krippe, die Geschichte und Geschichten erzählt: Die großartige Weihnachtskrippe in der Stiftskirche in Laufen an der Salzach

Sie erzählen die Geschichte der Salzschifferstadt Laufen, sie erzählen von „Stille Nacht – Heilige Nacht“ und sie erzählen von einer großartigen Gemeinschaftsleistung: die bis zu 80 cm großen Figuren der Krippe in der Stiftskirche in Laufen a.d. Salzach.

Der Krippenjockl lädt zum Kripperlschauen ein

Wie Dr. Josef Heringer in seiner Beschreibung ausführt, findet sich 1628 eine erste Erwähnung der Krippe und somit kann sie sich als eine der ältesten Krippen nördlich der Alpen bezeichnen. Immer wieder folgern sich aus Kirchenrechnungen interessante Details; so unter anderem die Arbeit berühmter Bildhauer wie Wolf Weißenkirchner und Josef Anton Pfaffinger. Auch die Mutter des berühmten Barockmalers J.M. Rottmayr verlieh als eine bekannte Fassmalerin den um die 100 Figuren Ausdruck und Farbe.

Einer der ältesten, noch erhaltenen Köpfe aus der Krippe

Im 19. Jahrhundert verkam im Zuge der Aufklärung die Krippe mehr und mehr und um 1900 „schifften“ nach mündlichen Überlieferungen verkaufte Figuren salzachabwärts. Nur der Krippenjockl mit seinem lachenden und weinenden Gesicht schien überlebt zu haben.weiterlesen

Rosi Fürmann

Fotokalender Anger-Aufham-Höglwörth 2019

 von Rosi

Ein ganzes Jahr in 13 farbenprächtigen Bildern
Fotos und Geschichten aus der Gemeinde Anger mit Aufham und Höglwörth
im Kalender für 2019

In 13 farbenprächtigen Fotos präsentiert sich die Gemeinde Anger mit Aufham und Höglwörth im Kalender für 2019. Dazu beschreiben Rosi und Hans Fürmann, die im Auftrag der Touristinfo Anger den Kalender (Monatskalendarium) zusammenstellten,  jeweils auf der Rückseite der 12 Blätter mit Geschichte und treffenden Geschichten Land und Leute der Großgemeinde im Landstrich des Berchtesgadener Rupertiwinkels: Mit dem Radl unterwegs,  der farbenprächtige Herbst, gelebtes Brauchtum mit Blasmusik und Tracht, das Heilige Grab von Höglwörth – um nur einiges zu nennen – illustriert mit den jeweils dazu passenden Bildern aus der Großgemeinde.weiterlesen

Rosi Fürmann

Alpenländisches Neujahrskonzert „Durch’s Jahr“

 von Rosi

Archivbild vom Neujahrskonzert am 1. Januar 2017

Alpenländisches Neujahrskonzert „Durch’s Jahr“  mit Hansl Auer

Theater Bad Reichenhall Kurgastzentrum
Dienstag, 1. Januar 2019, 16:00 Uhr

Zu einem musikalischen Spaziergang „Durch’s Jahr“ lädt Volksmusikpfleger Hansl Auer für 1. Januar 2019 um 16:00 Uhr in das Theater im Kurgastzentrum in Bad Reichenhall ein.

Musik und Gesang mit Gruppen aus dem Salzburger Land, dem Chiemgau und dem Rupertiwinkel, aus Berchtesgaden und aus Bad Reichenhall – die Göllwurzen Bläser, der Dreiwinkl G‘sang, die Goldtropfmusi, die Kaltenbach Zithermusi und die Lenzensberg Soatnmusi – stehen im Mittelpunkt dieses Nachmittags. Hansl Auer gibt dabei Einblicke in das Leben im Berchtesgadener Land und im Rupertiwinkel mit Brauchtum und Land und Leuten „Durch’s Jahr“.weiterlesen

Berchtesgaden beim Hoffest im Landwirtschaftsministerium

 von Sepp
Hoffest im Advent | Landwirtschaftsministerium

Hoffest im Advent | Landwirtschaftsministerium

Am Samstag, den 1. Dezember 2018 öffnet das Landwirtschaftsministerium in München wieder von 11 bis 20 Uhr seine Pforten. Beim „Hoffest im Advent“ erwartet Euch ein etwas anderer Christkindlmarkt: Vorweihnachtliche Stimmung, traditionelle Handwerkskunst, regionale Schmankerl, Kutschfahrten, attraktive Kinderprogramme und weihnachtliche Weisen sorgen für eine einzigartige Stimmung im Schmuckhof des Ministeriums. Ministerin Michaela Kaniber aus Bayerisch Gmain wird die Gäste gegen 12.30 Uhr offiziell begrüßen. Zur stimmungsvollen Gestaltung des Christkindlmarktes im Schmuckhof des Ministeriums tragen in diesem Jahr mehrere Aussteller aus Berchtesgaden bei.

Schmecken und Genießen: Regionale Produkte aus Berchtesgaden

Die Berg- und Enzianbrennerei Grassl präsentiert an ihrem Stand die hochprozentigen Spezialitäten aus den Berchtesgadener Bergen. Bestimmt hat die Brennerei auch ein paar Stamperl zum Verkosten dabei…

Der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten beantwortet die Frage, wie fein und bekömmlich Wildbret ist: Nämlich sehr fein und sehr bekömmlich. Deshalb gibt es seit kurzem in Berchtesgaden die Wildboutique, wo man feinste Wildbret aus dem Revier des Berchtesgadener Forstbetriebs kaufen kann.

Wildbret aus Berchtesgaden

Wildbret aus Berchtesgaden

Wer auf der Suche nach ausgewöhnlichen Geschmackserlebnissen ist, kann beim Stand der Metzgerei Ehler aus Bischofswiesen den Salzstollenschinken probieren. Das Besondere: Dieser Speck reift in den Tiefen des Salzbergwerks Berchtesgaden. Die trockene, salzhaltige Luft im Salzstock spiegelt sich im Geschmack des Fleisches wider. Zwei Monate wird der Speck tief drinnen im Berg – circa zweieinhalb Kilometer – und rund 80 Meter unter Tage luftgetrocknet bei zwölf Grad Celsius. „Der Salzstollenspeck schmeckt ähnlich wie der Serrano und der mild-würzige italienische Parmaschinken“, beschreibt Metzgermeister Josef Sprenger seinen Speck.weiterlesen

Rosi Fürmann

Gedächtniskapelle Stille Nacht – Heilige Nacht in Oberndorf

„Stille Nacht – Heilige Nacht“ – das weltberühmte Weihnachtslied
Historienspiel in Laufen a.d. Salzach

Das berühmteste und meist gesungene Weihnachtslied der Welt: Stille Nacht – Heilige Nacht….

Vor 200 Jahren erklang dieses Lied erstmals in der Nikolauskirche in Oberndorf (heute Österreich), einem ehemaligen „Vorort“ von Laufen (Deutschland/Bayern). Die damals nach den Napoleonischen Kriegen mit mancherlei „Hin und Her“ im Jahre 1816 entgültig vollzogene Grenzziehung auf der Salzach brachte unsägliches Leid in die beiden Orte und dieses Lied drückt – in diese Zeit hinein uraufgeführt – so viel Hoffnung und Flehen um Frieden aus. Binnen weniger Jahre trat die einfühlsame Melodie – von Lehrer Gruber zu Weihnachten im Jahre 1818 geschrieben – und dazu der von Pfarrer Mohr schon etliche Jahre vorher in der Urfassung 6 Strophen umfassende Text den „Siegeszug“ um die ganze Welt an.

Pfarrer Josef Mohr – der Verfasser des Textes des Weihnachtsliedes Stille Nacht – Heilige Nacht

Lehrer Franz Xaver Gruber – der Kompnist des Weihnachtsliedes Stille Nacht – Heilige Nacht

Das Altarbild in der Stille Nacht – Heilige Nacht Gedächtniskapelle mit einem Hochrelief „Geburt Christi“ von Bildhauer Hermann Hutter aus dem Jahre 1915

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Kurz vor dem Advent….

 von Sepp
Abendstimmung über Berchtesgaden

Abendstimmung über Berchtesgaden

Spätherbst an der Kirchleiten Kapelle

Noch bevor in der Nacht auf Montag der erste Schneefall des Jahres die Tallagen erreichte, habe ich einen kleinen Abend-Spaziergang gemacht. Und zwar zur Kapelle der Seligpreisungen auf dem Ponnzennenbichl oberhalb vom Markt Berchtesgaden.

Der Soleleitungssteg, der sich an die Felswände oberhalb des Berchtesgadener Ortszentrum anschmiegt, wird gerade saniert. Pünktlich zum Beginn des Berchtesgadener Advents wird der beliebte Weg aber wieder begehbar sein. Bis dahin führt zum Beispiel der Meditationsweg zu den 8 Seligpreisungen vom Nonntal hinauf zum Ponnzenzenbichl. Das Wetter ist an diesem Sonntagnachmittag nicht besonders adventlich, doch die hier schon aufgestellten Laternen deuten an: Bald ist Advent!

Laterne am Emmaus-Weg

Laterne am Emmaus-Weg

Immer zur Vorweihnachtszeit werden nämlich 75 der Berchtesgadener Handwerkskunst nachempfundene Laternen entlang des Emmaus-Weges aufgestellt, Mit Einbruch der Dunkelheit leuchten die Laternen und sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zugegeben: Richtig adventlich ist‘s am Emmaus-Weg erst mit Schnee, doch die Kirchleiten Kapelle verströmt auch bei diesem Spätherbstwetter eine besinnliche Ruhe.

Die Kirchleiten Kapelle im letzten Licht des Tages

Die Kirchleiten Kapelle im letzten Licht des Tages

Die letzten Strahlend er Sonne beleuchten noch den Watzmann, das Blau des Abendhimmels ist von lockeren Wolkenverbänden durchsetzt.weiterlesen

Seit Jahren organisiert Andrea Hartmann mit Leib uns Seele den Bad Reichenhaller Christkindlmarkt – sie hat uns ihre Geschichte erzählt:

„Ich organisiere heuer zum 7. Mal den Christkindlmarkt in Bad Reichenhall. Selbst einen Stand auf dem Markt habe ich seit nunmehr 25 Jahren – ich kann also schon mit Fug und Recht über Erfahrung sprechen. Der Christkindlmarkt, findet zentral auf dem Rathausplatz in Bad Reichenhall statt. Er ist so angeordnet, dass ein schöner Kreis entsteht, so haben wir eine gemütliche und heimelige Atmosphäre.

Unsere Hütten

Unser Markt ist geprägt von Natürlichkeit, darauf legen wir großen Wert. Das geht bei der Dekoration der Hütten los und setzt sich auf dem ganzen Platz fort. Die Stehtische bestehen aus aufgeschlichtetem Holz mit einer Platte drauf. Zwischen den Hütten stehen überall schöne  Tannen und an den Eingängen runden große Tannen das Bild ab. Eine große Veranstaltungshütte aus gehackten Balken bietet Platz für Musik und auch zum Unterstehen, wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Wir haben heuer 22 Stände auf dem Markt, wobei ich großen Wert darauf lege, mehr Handelswaren als Gastronomie-Hütten zu stellen. Hier gibt es zum Beispiel eine Hütte mit dem Namen „Geschenke aus Reichenhaller Hand“. Diese Hütte wird von vielen Händen gemeinsam bestückt, angefangen mit gestrickten Socken, gebastelten Ketten, Holzwaren, Stirnbändern, Töpferwaren und vielen Dingen mehr, die sich toll als Geschenke eignen. Viele Hände arbeiten hier gemeinsam, eine tolle Sache. Ansonsten stellt unsere heimische Saline eine Hütte mit allerlei Salzprodukten, es gibt Korbwaren, einen Holzschnitzer, Gewürze, Handschuhe und Mützen, Honig und Maroni, Christbaumschmuck und vieles mehr.

Von der Predigtstuhlbahn bis zu singenden Kartoffeln

Wir sind wohl der einzige Christkindlmarkt mit einer Gondel – die Predigtstuhlbahn, älteste im Original erhaltene Kabinenseilbahn der Welt – stellt bei uns eine nachgebaute Gondel auf, aus der Gutscheine und Bergprodukte wie Rucksack, Sitzkissen, Mützen usw. verkauft werden.weiterlesen

Unter Tage

 von Sepp
Ein Bergmann im Salzbergwerk Berchtesgaden

Ein Bergmann im Salzbergwerk Berchtesgaden

Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist eines der beliebtesten Ausflugsziele unserer Heimat. Jedes Kind war schon einmal drinnen, doch als erwachsener Einheimischer besucht man Deutschlands ältestes aktives Bergwerk nur selten. Ich war sehr dankbar, als ich vom Salzbergwerk zu einer Sonderführung eingeladen wurde. Heute Vormittag war es dann soweit.

Noch bevor das Bergwerk offiziell seine Tore für Besucher öffnet, treffe ich die anderen Eingeladenen – etwa 20 Personen – am Eingang. Bekannte Gesichter sind darunter, das Salzbergwerk hat Blogger und Instagrammer zu dieser Sonderführung eingeladen. Nach der obligatorischen Einkleidung in einen Bergmann-Overall führt uns mein Namenskollege, der Bergmann Sepp, zum kleinen Zug, der uns ins Innere des Salzbergs befördert.

Mit dem Zug ins Innere des Salzberges

Mit dem Zug ins Innere des Salzberges

Das Fotografier-Verbot unter Tage hat man bei unserer Sonderführung aufgehoben. Eine tolle Sache! Allerdings ist das Fotografieren im Dunklen sehr schwierig. Ich hoffe Ihr verzeiht mir das Bildrauschen und gelegentliche Unschärfen! 650 Meter weit fahren wir mit dem Zug, bis zum Kaiser Franz Sinkwerk. Diese große Halle, die Salzkathedrale, ist der erste Stopp unserer Reise.

Ankunft in der Salzkathedrale

Ankunft in der Salzkathedrale

Während Bergmann Sepp Wissenswertes zum Salzabbau erklärt, schaue ich mich um. Es gibt viel zu sehen.

Beleuchtete Salzsteine

Beleuchtete Salzsteine

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Rosi Fürmann

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben

 von Rosi


Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben
„Der schönste Berg der Welt“

„Der schönste Berg der Welt“ – eine Umfrage des Bergsteigermagazins kommt zu diesem, den Watzmann treffend beschreibenden Schluss. Nicht nur die Höhe von 2713 m (die Mittelspitze) sondern ganz besonders seine einmaligschöne Form macht den Watzmann zum Wahrzeichen des Landkreises Berchtesgadener Land.

Die Kirchleitnkapelle auf dem Ponnzenbichl mit dem Watzmann im Hintergrund

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben: Wer kennt die Sage nicht? Einst regiert der grausame König Waze oder Wazemann das Land. Er verbreitet mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken unter der Bevölkerung. Auf einer seiner wilden Jagden zerstampft er eine Bauersfamilie mit seinem Ross und die Bäuerin verflucht ihn: Gott soll dich und deine Familie zu Stein verwandeln. Im Nu tut sich die Erde auf, spuckt Feuer und der König mit seiner Familie erstarrt zu Stein.

Frühling mit dem noch verschneiten Watzmann

Aus der Sicht von Norden lässt sich die „Königsfamilie“ erahnen. Links die Watzmannfrau, in der Mitte die Kinder und rechts der Große Watzmann „König Waze“.weiterlesen