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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Kategorie: Kultur
Rosi Fürmann

Alpenländisches Neujahrskonzert „Durch’s Jahr“

 von Rosi

Archivbild vom Neujahrskonzert am 1. Januar 2017

Alpenländisches Neujahrskonzert „Durch’s Jahr“  mit Hansl Auer

Theater Bad Reichenhall Kurgastzentrum
Dienstag, 1. Januar 2019, 16:00 Uhr

Zu einem musikalischen Spaziergang „Durch’s Jahr“ lädt Volksmusikpfleger Hansl Auer für 1. Januar 2019 um 16:00 Uhr in das Theater im Kurgastzentrum in Bad Reichenhall ein.

Musik und Gesang mit Gruppen aus dem Salzburger Land, dem Chiemgau und dem Rupertiwinkel, aus Berchtesgaden und aus Bad Reichenhall – die Göllwurzen Bläser, der Dreiwinkl G‘sang, die Goldtropfmusi, die Kaltenbach Zithermusi und die Lenzensberg Soatnmusi – stehen im Mittelpunkt dieses Nachmittags. Hansl Auer gibt dabei Einblicke in das Leben im Berchtesgadener Land und im Rupertiwinkel mit Brauchtum und Land und Leuten „Durch’s Jahr“.weiterlesen

Christoph

Vom Zauber der staaden Zeit

 von Christoph
Das stimmungsvolle Weihanchtsbuch aus Berchtesgaden

Ein stimmungsvolles Hausbuch, das die ganze Familie durch den Advent begleitet.

Das neue Buch von Willi Meilinger führt durch den Advent. Vom Fest des Heiligen Andreas bis zu Maria Lichtmeß beschreibt der Autor diese besonderen Tage vor Weihnachten. „Vom Zauber der staaden Zeit” ist im Plenk Verlag erschienen und begleitet stimmungsvoll die ganze Familie durch diese wunderbare Zeit. Schon sein Buch „Der Hl. Nikolaus und seine Kramperln und Buttnamndl“ hat die Leserinnen und Leser, ob Groß oder Klein, begeistert.

Nachdem Willi Meilinger das Nikolausbuch veröffentlicht hatte, fing er an, alles über die besonderen Tage vor Weihnahcten zu sammeln. Dabei hatte er nicht nur Erwachsene sondern auch die Kinder im Blick und herausgekommen ist ein richtiges Hausbuch, das für die ganze Familie geeignet ist. „Mit dem Buch will ich die staade Zeit Wirklichkeit werden lassen.” Das Buch soll helfen, sich vom Advent verzaubern zu lassen. Ausgehend vom Fest des Heiligen Andreas, bei dem von heute noch gültigen Wetterregeln die Rede ist begleitet das Buch den Leser und die Leserin durch die Adventszeit. Die heilige Barbara mit den Barbarazweigen wird beschrieben, die Roratemessen in der Pfarrkirche, der Heiligen Maria wird gedacht, die Heilige Luzia, wie sie über den Schloßplatz zieht wird beschrieben genauso wie der Brauch rund um die Rauhnächte. Berchtesgaden bildet dabei immer den Hintergrund. In jedem Kapitel führt Meilinger allgemein in das Fest oder den Brauch ein und kommt dann auf die lokale Eigenheiten im Talkessel zu sprechen.

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Der größte Berchtesgadener Christbaum

 von Sepp
Der größte Berchtesgadener Christbaum vor dem AlpenCongress

Der größte Berchtesgadener Christbaum vor dem AlpenCongress

Der Berchtesgadener Advent ist dieses Jahr um eine Attraktion reicher: Auf dem Platz vor dem AlpenCongress steht der größte Berchtesgadener Christbaum aller Zeiten. 12 Meter hoch ist der Baum, der mit überdimensionalen Berchtesgadener Christbaumschmuck geschmückt ist. Werni Prünster hat Arschpfeifenrössel, Schaukel- und Steckenpferd, Sterne, Grillenhäuserl und weitere Figuren in liebevoller Handarbeit nachgebildet.

Heute wurde der Baum geschmückt: Mitarbeiter des Berchtesgadener Bauhofes und die Drehleiter der Feuerwehr Berchtesgaden unterstützen Werni Prünster beim Schmücken des Baumes.

Werni Prünster hängt die großen Figuren auf

Werni Prünster hängt die großen Figuren auf

Die zwischen 50 Zentimeter und einem Meter großen Figuren sind der Berchtesgadener War nachempfunden, dem traditionellen Holzkunsthandwerk, das seit 1911 auch als Christbaumschmuck verwendet wird. Da Figuren dieser Größe aus Holz zu schwer für den Baum sind, hat Werni Prünster Styropor verwendet und die Formen mit mehreren Schichten Lack überzogen. Das Arschpfeiffenrössl und die weiteren Schmuckstücke sind so nicht nur leicht, sondern auch wetterfest.

Ein überdimensionales Arschpfeiffenrössl

Ein überdimensionales Arschpfeiffenrössl

Insgesamt zieren etwa 50 Christbaumanhänger den Baum und erweisen der traditionellen Berchtesgadener Handwerkskunst eine beeindruckende Referenz.weiterlesen

Rosi Fürmann

Gedächtniskapelle Stille Nacht – Heilige Nacht in Oberndorf

„Stille Nacht – Heilige Nacht“ – das weltberühmte Weihnachtslied
Historienspiel in Laufen a.d. Salzach

Das berühmteste und meist gesungene Weihnachtslied der Welt: Stille Nacht – Heilige Nacht….

Vor 200 Jahren erklang dieses Lied erstmals in der Nikolauskirche in Oberndorf (heute Österreich), einem ehemaligen „Vorort“ von Laufen (Deutschland/Bayern). Die damals nach den Napoleonischen Kriegen mit mancherlei „Hin und Her“ im Jahre 1816 entgültig vollzogene Grenzziehung auf der Salzach brachte unsägliches Leid in die beiden Orte und dieses Lied drückt – in diese Zeit hinein uraufgeführt – so viel Hoffnung und Flehen um Frieden aus. Binnen weniger Jahre trat die einfühlsame Melodie – von Lehrer Gruber zu Weihnachten im Jahre 1818 geschrieben – und dazu der von Pfarrer Mohr schon etliche Jahre vorher in der Urfassung 6 Strophen umfassende Text den „Siegeszug“ um die ganze Welt an.

Pfarrer Josef Mohr – der Verfasser des Textes des Weihnachtsliedes Stille Nacht – Heilige Nacht

Lehrer Franz Xaver Gruber – der Kompnist des Weihnachtsliedes Stille Nacht – Heilige Nacht

Das Altarbild in der Stille Nacht – Heilige Nacht Gedächtniskapelle mit einem Hochrelief „Geburt Christi“ von Bildhauer Hermann Hutter aus dem Jahre 1915

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Eine Woche lang hat das Umweltbildungsteam des Nationalparks Berchtesgaden an der Erstellung des Trickfilmes „Alp(en)Traum“ gearbeitet

Eine Woche lang hat das Umweltbildungsteam des Nationalparks Berchtesgaden an der Erstellung des Trickfilmes „Alp(en)Traum“ gearbeitet

Beim bayernweiten Jugendfilmwettbewerb unter dem Motto „Genug für alle – für immer“ hat ein Beitrag aus dem Nationalpark Berchtesgaden den ersten Preis gewonnen. Insgesamt wurden in Immenstadt elf Filme in vier Kategorien prämiert, die von Jugendlichen gedreht wurden und sich mit nachhaltigen Lebensstilen beschäftigen.

Der Film „Alp(en)Traum“ des Umweltbildungsteams aus dem Nationalpark Berchtesgaden sicherte sich den ersten Preis in der Kategorie „Medienpädagogisch begleitete Filme“. In kreativer Stop-Motion-Technik beleuchtet der Trickfilm kritisch die zunehmende touristische Erschließung der Alpen: Die Hintergrundszenerie bildet eine unberührte Berglandschaft. Ein einzelner Wanderer betritt diese Landschaft und macht mit seinem Smartphone Fotos, die er im Internet veröffentlicht. So erreicht seine Nachricht online schnell eine große Zahl von Menschen. Drei unterschiedliche Investoren entwickeln Geschäftsideen. Die ursprüngliche Idylle und Ruhe weicht einem kunterbunten und lauten Vergnügungspark. Der gleiche Wanderer findet die Landschaft nach ein paar Jahren stark verändert vor. Seine neuen Posts im Internet stoßen auf Ablehnung. Das Gebiet ist verbraucht. Der Fotograf sucht sich wieder eine neue, unbekannte Landschaft und das Spiel beginnt von vorne.

Unter der Leitung des Medienpädagogen Günter Klarner erarbeiteten acht Praktikantinnen und Praktikanten des Nationalparks Berchtesgaden ein kreatives Drehbuch und setzten die aufwändigen Dreharbeiten im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ um. Die Filmproduktion fand im Rahmen des alpenweiten „YourAlps“-Projekts statt, das zum Ziel hat, Jugendlichen wieder eine bessere Identifikation mit dem Lebensraum Alpen zu ermöglichen und einer Entfremdung von der Natur entgegen zu wirken.

TV-Tipp: Landgasthäuser Weihnachten

 von Sepp

Am Freitag, den 7. Dezember 2018, sendet das Bayerische Fernsehen eine neue Folge seiner qutotenstärksten Sendung: Landgasthäuser! Filmemacher Werner Teufl besucht in der aktuellen Folge unter anderem das Berchtesgadener Land und zeigt, wie bei uns der Advent gefeiert wird. 17 der insgesamt 30 Minuten widmet sich die Weihnachtsausgabe der Landgasthäuser unserer Heimat, dem Berchtesgadener Land.

Berchtesgadener Advent und Wirtshaus Goldener Bär

Handwerkskunst am Berchtesgadener Advent

Kunsthandwerk am Berchtesgadener Advent

Im winterlichen Berchtesgaden erleben Einheimische wie Gäste eine herrliche Adventszeit vor der Kulisse des Watzmanns: Pferdekutschen klappern durch den historischen Ortskern und überall duftet es nach Glühwein und gebrannten Mandeln. Der Berchtesgadener Advent ist einer der stimmungsvollsten Christkindlmärkte überhaupt!

Feuerzangenbowle | Berchtesgadener Advent

Feuerzangenbowle | Berchtesgadener Advent

Im Traditionswirtshaus Goldener Bär, mitten im Markt Berchtesgaden, serviert Peppi Haslinger seinen Gästen ein Duo von Reh und Rind mit Kräuterkruste und Dörrzwetschgen im Speckmantel.weiterlesen

Werke von Anton Reinbold im Museum Schloss Adelsheim

Werke von Anton Reinbold im Museum Schloss Adelsheim

Oder: Eine Retroperspektive zum 50. Todestag des Berchtesgadener Künstlers Anton Reinbold im Museum Schloss Adelsheim

Heute vor 50 Jahren starb Anton Reinbold. Der Maler gilt nicht nur als einer der bekanntesten Künstler unserer Heimat, sondern auch als Erfinder des Berchtesgadener Christbaums. Doch dazu später mehr. Das Museum Schloss Adelsheim widmet dem Künstler aus diesem Anlass eine Sonderausstellung. Ich habe eine unerwartete Gelegenheit genutzt und mich von Christoph Karbacher, dem ehemaligen Direktor des Museums, durch die Ausstellung führen lassen.

Christoph Karbacher, der ehemalige Direktor des Museums

Christoph Karbacher, der ehemalige Direktor des Museums

Christoph Karbacher war nicht nur Direktor des Heimatmuseums, sondern auch mein langjähriger Kunstlehrer im Gymnasium. Er scheint alles zu wissen über Leben und Werk des Malers: 1881 als Sohn eines Kaminkehrers in Berchtesgaden geboren, besucht der junge Anton Reinbold die damalige „Industrie-Zeichnungsschule“, seine Eltern geben dem Berufswunsch „Kunstmaler“ des jungen Mannes nach anfänglicher Skepsis nach. 1896 beginnt der junge Berchtesgadener seine Ausbildung in München. Zwei Jahre besucht er die Kunstgewerbeschule und eine Privatschule, anschließend studiert er fünf Jahre lang an der Akademie der bildenden Künste. Nach seinem Abschluss bei Professor Ludwig Herterich unternimmt der junge Maler Auslandsreisen nach England, Holland und Belgien. Ab 1906 folgen die ersten Ausstellungen in München sowie Veröffentlichungen in Kunst- und Kulturzeitschriften. Ein erster Höhepunkt ist die Verwendung von Reinbolds Bild „Berchtesgadener Christkindl“ als Titelbild der Weihnachtsausgabe der Zeitschrift „Jugend“. Auch privat läuft es gut für Anton Reinbold: Im Dezember 1912 heiratet er seine Marie und begibt sich mit Ihr auf eine halbjährige Reise nach Rom. 1913 zieht er mit seiner Ehefrau nach Berchtesgaden.

Wie viele Männer seiner Generation muss Anton Reinbold 1914 in den Krieg ziehen. An der Front entstehen zahlreiche Zeichnungen. Mehrere Feldzeitungen, unter anderem die von ihm mitbegründete „Die bayerische Landwehr“, drucken seine Bilder.

"Die bayerische Landwehr" Feldzeitung

„Die bayerische Landwehr“ Feldzeitung

Anton Reinbold ist Mitbegründer der Vereinigung der Berchtesgadener Maler, dem Vorläufer des 1925 gegründeten Berchtesgadener Künstlerbundes. In den 1920er Jahren entwirft Reinbold das Berchtesgadener Notgeld und gründet mit Gleichgesinnten die Berchtesgadener Bauernkunst.weiterlesen

Die Schäffler kommen

 von Sepp
Schäfflertanz in Berchtesgaden

Schäfflertanz in Berchtesgaden

Das Warten hat ein Ende: Nach sieben Jahren tanzen im Februar und März 2019 die Berchtesgadener Schäffler wieder.

Seit 1928 ist der Schäfflertanz Tradition in Berchtesgaden. Seit dieser Zeit haben die Schäffler, die damals tatsächlich die Fassbinder des Hofbrauhauses Berchtesgaden waren, elfmal getanzt. Lediglich im Kriegsjahr 1942 musste der Tanz ausfallen.

Die Tradition des Schäfflertanzes geht auf das Jahr 1517 zurück. Eine verheerende Pest wütete damals in München und Umgebung. Tausende Menschen fanden den Tod. In der Bevölkerung ging das Grauen um, niemand dachte mehr an Frohsinn. Die Zunft der Fassmacher wollte den Menschen wieder Mut machen und erfand einen fröhlichen Tanz. Herzog Wilhelm IV. und sein jüngerer Bruder Ludwig X. waren von der Idee und seiner Ausführung so angetan, dass sie ausdrücklich den Wunsch äußerten, der Tanz möge alle sieben Jahre, zur ewigen Erinnerung und Mahnung an die schreckliche Pestzeit, wiederholt werden.

Schlange, Laube, Kreuz und Krone heißen die Tanz-Formationen

Schlange, Laube, Kreuz und Krone heißen die Tanz-Formationen

Der Schäfflertanz wird nur alle 7 Jahre aufgeführt, und zwar in der Zeit zwischen dem Freitag vor dem Faschingswochenende und Faschingsdienstag. In Berchtesgaden findet der erste Tanz an der Grund- und Mittelschule am Bacheifeld statt, der zweite dann vor dem Rathaus für Bürgermeister, die Angestellten und Arbeiter der Gemeinde sowie für alle Berchtesgadener. Weitere Tänze können bei den Schäfflern bestellt werden, insgesamt werden wohl so um die 80 Tänze aufgeführt werden.

Die Schäffler tanzen vor dem Berchtesgadener Rathaus

Die Schäffler tanzen vor dem Berchtesgadener Rathaus

Der Schäfflertanz beginnt mit dem Einmarsch: 10 Musikanten der Marktmusik Berchtesgaden führen den Zug an und spielen den bayerischen Defiliermarsch. Auf die Musiker folgt der Fahnenträger, der Vorstand, die Reifenschwinger, die Fasslklopfer und 18 Tänzer mit den grünen Bögen. Zwei Vortänzer führen die bunte Truppe an, die Reihenfolge der Tänze ist festgelegt: Schlange, Laube, Kreuz und Krone heißen die Tanzfiguren. Nach den Tänzern folgen die Fasllklopfer, die einen Eisenreifen auf das Fass setzen. Danach folgt der Reifenschwinger, der den mit Schnapsgläsern bestückten Reifen schwingt und ein Hoch auf den Besteller des Tanzes ausruft.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben

 von Rosi


Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben
„Der schönste Berg der Welt“

„Der schönste Berg der Welt“ – eine Umfrage des Bergsteigermagazins kommt zu diesem, den Watzmann treffend beschreibenden Schluss. Nicht nur die Höhe von 2713 m (die Mittelspitze) sondern ganz besonders seine einmaligschöne Form macht den Watzmann zum Wahrzeichen des Landkreises Berchtesgadener Land.

Die Kirchleitnkapelle auf dem Ponnzenbichl mit dem Watzmann im Hintergrund

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben: Wer kennt die Sage nicht? Einst regiert der grausame König Waze oder Wazemann das Land. Er verbreitet mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken unter der Bevölkerung. Auf einer seiner wilden Jagden zerstampft er eine Bauersfamilie mit seinem Ross und die Bäuerin verflucht ihn: Gott soll dich und deine Familie zu Stein verwandeln. Im Nu tut sich die Erde auf, spuckt Feuer und der König mit seiner Familie erstarrt zu Stein.

Frühling mit dem noch verschneiten Watzmann

Aus der Sicht von Norden lässt sich die „Königsfamilie“ erahnen. Links die Watzmannfrau, in der Mitte die Kinder und rechts der Große Watzmann „König Waze“.weiterlesen

Rosi Fürmann

Allerheiligen – Ein Tag des Gedenkens

 von Rosi

Auf dem Friedhof in Teisendorf – ein wegen der hohen Einfriedung mit nach innen offenem Bogengang als „campo santo“ bezeichneter Friedhof im italienischen Stil

Allerheiligen – als „stiller Feiertag“ ein Tag des Gedenkens

„Herrentag aller Heiligen“ heißt bei Johannes Chrysostomos für Antiochien im 4.Jahrhundert der Oktavtag von Pfingsten (Oktavtag von lateinisch octavus, deutsch ‚der achte‘ – er bezeichnet in der katholischen Liturgie den achten Tag nach einem Hochfest im Kirchenjahr). Hält sich in der Ostkirche dieser Termin zur Feier „aller Heiligen“ bis heute, so entsteht im Irland des 8./9. Jahrhunderts als neuer Festtermin der 1. November, der Beginn des Winters. Hintergrund für das Fest ist jetzt nicht mehr die Verbindung zu Ostern, sondern die sterbende Natur, durch die die ewige Welt der Heiligen sichtbar wird. Im 9. Jahrhundert gelangt dann das Allerheiligenfest durch irisch-schottische Missionare so auf den Kontinent, wie es bis heute die katholischen Christen als fester Bestandteil des Jahreskreises feiern.

Der Waldfriedhof in Anger im Berchtesgadener Rupertiwinkel

Ist der 1. November der Gedenktag „Aller Heiligen“, so folgt diesem am 2. November der „Allerseelen-Tag“, der Tag, der die Gläubigen all Ihrer Verstorbenen gedenken lässt. Abt Odilo von Cluny ordnet 998 für all die ihm unterstellten Klöster an, in enger zeitlicher und inhaltlicher Verbundenheit diese Tage zu begehen.  Er hörte der Überlieferung zufolge nach einer Allerheiligenfeier „die Teufel aus dem Berg Vulcano heulen, weil ihnen so viele Seelen entrissen wurden“.

Nicht alle Bundesländer Deutschlands feiern den Allerheiligentag am 1. November als gesetzlichen Feiertag. Nur Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und wir hier in Bayern begehen diesen Tag als einen sog. „stillen Feiertag“; mit einem Verbot öffentlicher, nicht dem ernsten Charakter dieses Tages entsprechenden Unterhaltungsveranstaltungen.weiterlesen