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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Kategorie: Kultur
Rosi Fürmann

„Die Himmelsleiter“
Salzgeschichte an der ehemaligen Soleleitung zwischen Bad Reichenhall und Traunstein

Salz – das weiße Gold – es prägte und prägt die Geschichte von Bad Reichenhall über Jahrtausende bis in das Jetzt. Immer wieder trifft man in dieser Region auf Zeugnisse aus dieser Zeit – ganz besonders eindrucksvoll dabei die geniale Pionierarbeit der ersten „Pipeline“ der Welt. In dieser „Pipeline“ – die Soleleitung gelangte die Sole von Bad Reichenhall nach Traunstein.

Das Erleben dieser Geschichte lässt sich mit einer abwechslungsreichen Mountainbike-Tour (mit oder ohne E) „Rund um den Hochstaufen“ verbinden. Mit dem Start in Piding (im Berchtesgadener Rupertiwinkel) führt die Strecke durch Mauthausen und weiter entlang der Saalach (Bad Reichenhall) über Nonn hinauf auf den Jochberg und über den Jochbergsattel dann wieder stetig bergab bis nach Weißbach a.d. Alpenstraße.

Weißbach a.d. Alpenstraße

In Weißbach a.d. Alpenstraße lässt sich ganz besonders und hautnah ein Teil der ehemaligen „Pipeline“ bewundern: „Einmal die Himmelsleiter von oben nach unten schauen“ – in Weißbach an der Alpenstraße ist das möglich. Die Radlstrecke führt direkt an diesem, aus der damaligen Zeit noch bestehenden Zeugnis der grandiosen, die Soleleitung erst möglich machenden Technik vorbei. Der Radl/Wanderweg entlang der ehemaligen Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein führt geradewegs die Himmelsleiter hinauf, um von dort oben an dem alten Hochbehälter der ersten Pipline der Welt einen grandiosen Panoramablick über das Tal um Weißbach zu genießen.

„Die Himmelsleiter“ in Weißbach a.d. Alpenstraße

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Rosi Fürmann

Was mit einem Versuch der Brauerei Wieninger begann wurde zu einer Erfolgsgeschichte:
Bier – gebraut aus dem Hopfen des Brauerei-eigenen Hopfengarten in Teisendorf  im Berchtesgadener Rupertiwinkel

Aus einer Idee  wird eine Erfolgsgeschichte. Es einfach einmal versuchen: In Teisendorf den eigenen Hopfen für ein eigenes Bier anbauen! – das wollte Brauereichef Christian Wieninger mit seinem damaligen Braumeister.  – Und der „Versuch“ von damals wächst  inzwischen schon mehr als 15 Jahre weithin sichtbar an der B 304 in Teisendorf: Hopfen der Sorte Perle.

Die noch kleine Hopfenplanze mit dem an einem Bodenhaken befestigten Draht, an dem der Hopfen nach oben ranken wird

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Die Zeit auf der Mittereisalm ist vorbei

 von Sepp
Pinzgauer Jungvieh auf der Mittereisalm

Pinzgauer Jungvieh auf der Mittereisalm

Ende Juli haben wir einen Teil unserer Jungtiere von der Bindalm auf die höhergelegene Mittereisalm getrieben. Genau zwei Monate haben die Tiere dort oben verbracht. Nun, da die Weide erschöpft ist und die Schneefallgrenze rasch sinken kann, haben wir die Jungtiere am Donnerstagabend zurück zur restlichen Herde geholt.

Es ist etwa 18 Uhr als sich 3 Generationen unserer Familie auf der Bindalm treffen. Meine Eltern, die Sennleute, sind gerade mit der Stallarbeit fertig, als ich mit meinem Schwager und zwei seiner Töchter ankomme. Gemeinsam gehen wir hinauf zur Mittereisalm. Nachdem es den ganzen Tag geregnet hat, ist es jetzt am Abend zumindest trocken. Nach einer halben Stunde erreichen wir die Mittereisalm. Von den Tieren ist nichts zu sehen! Auch auf die Rufe meines Vaters, dessen Stimme sie genau kennen, lassen sich die 6 Jungtiere nicht blicken. Wahrscheinlich haben Sie sich im hintersten Winkel der Almfläche verkrochen. Meine Schwager und ich machen uns auf die Suche. Die Mittereisalm wirkt klein, doch gibt es einige versteckte Winkel, die vom Kaser aus nicht zu sehen sind und wo die Kühe auch niemanden hören. In so einem Winkel finden wir die Tiere. Als sie uns hören, kommen sie schon gelaufen.

Im hintersten Winkel der MIttereisalm

Im hintersten Winkel der MIttereisalm

Nach einem Geländebuckel hören die Tiere dann auch die gewohnte Stimme ihres Senners und beginnen zu laufen. 5 Tiere nehmen den direkten Weg über eine felsdurchsetzte Flanke der Alm, nur eine nimmt den ausgetreten Vieh Pfad, der in einem großen Bogen zum Kammerlinghorn-Weg und auf diesem zum Kaser hinabführt.weiterlesen

Bergbauernmilch hilft bei Wassermangel am Stahlhaus

 von Sepp
Bergabauernmilch Tankwagen am Jenner Speicherteich

Bergabauernmilch Tankwagen am Jenner Speicherteich

Wassertransport mit Milchlaster und Unimog

Die sommerlich-heißen Temperaturen der letzten Wochen sorgten auch am Carl von Stahl Haus am Torrener Joch auf über 1.700 Höhenmeter für Wassermangel. Während das Wasser im Normalfall als Regen von oben kommt, gesammelt und aufbereitet wird, fand es angesichts der langen Trockenperiode einen neuen Weg: 6.300 Liter Trinkwasser wurden mit einem Milchtankwagen der Bergbauernmilch und einem Unimog der Zimmerei Aschauer auf die Alpenvereinshütte der Sektion Salzburg transportiert.

Das Trinkwasser der Gemeinde Schönau a. Königssee wurde mit dem Milchtankwagen der Molkerei Berchtesgadener Land vorbei am Jenner Speicherteich hinauf zur Königsbachalm auf 1.190 Höhenmeter transportiert.

Der Milchlaster auf dem Weg zur Königsbachalm

Der Milchlaster auf dem Weg zur Königsbachalm

An der Königsbachalm wurde das Wasser in Behälter umgefüllt und die letzten gut 500 Höhenmeter mit einem geländegängigen Unimog der Zimmerei Aschauer aus Schönau a. Königssee zum Carl-von-Stahl-Haus befördert.weiterlesen

Gestern hat es endlich wieder geklappt – nachdem der letzte, mögliche Termin wegen des Schlechtwetterrisikos abgesagt werden musste, hatten wir Alpenstädter und unsere Gäste gestern Abend endlich Glück: Die alljährlich im Sommer geplante „Kurgartenbeleuchtung“ durfte stattfinden. Dabei handelt es sich um ein abendliches Lichterfest im Königlichen Kurgarten mit musikalischer Untermalung.

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Rosi Fürmann

Der betörende Duft der Kräuter und die wunderbare Vielfalt der Farben – eine Wohltat für Herz, Seele und Gemüt

15. August – Mariä Himmelfahrt – auch „Großer Frauentag“ genannt – in Anger im Berchtesgadener Rupertiwinkel

 Betörend der Duft, der einen willkommen heißt zum Binden der als einmalig zu bezeichnenden Kräutersäule für die Angerer Pfarrkirche. Eine große Schar an Frauen des Trachtenvereins Anger-Höglwörth und des Obst- und Gartenbauvereines treffen sich am Vortag von Mariä Himmelfahrt auf dem Stoißberg, hier die vielen, selber gesammelten und von vielen Spendern gebrachten Kräuter und Blumen – wie auch in den anderen Pfarreien landauf landab – zu kleinen Buschen zu binden; hier in Anger aber mit der Besonderheit, ihre über 300 Sträuße an einer drei Meter hohen, mit Moos umbundenen Holzsäule zu befestigen.

eine große Mengen von gespendeten Kräutern und Blumen wartet auf die Verarbeitung

mehr als 300 Sträuße binden die fleißigen Helfer

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Der Almsommer auf der Bindalm

 von Sepp
Sommerabend auf der Bindalm

Sommerabend auf der Bindalm

100 Tage dauert der Almsommer auf der Bindalm, das heißt: Der Almsommer 2018 ist schon wieder zu zwei Dritteln vorbei. Gerade aktuell haben meine Eltern als Sennleute auf der Alm aber einiges zu bewältigen.

Sanierung der Hirschbichlstraße

Zurzeit wird gerade die Hirschbichlstraße saniert. Das hat mehrere Auswirkungen. Zum einen fährt der Almerlebnisbus nur eingeschränkt und an manchen Tagen überhaupt nicht. Für Mountainbiker gibt es Sperrungen und Umleitungen. Auch die Almbauern und Sennleute dürfen bzw. können zurzeit nicht mit dem Auto fahren. Da meine Eltern momentan also quasi abgeschnitten sind von der Außenwelt, habe ich sie gestern Abend eben zu Fuß besucht. Der Wanderweg zur Bindalm ist von den Bauarbeiten nämlich nicht betroffen. Und so wandere ich auf dem bekannten Weg vom Hintersee an der Nationalpark-Infostelle Klausbachhaus vorbei hinein in das Klausbachtal.

Blick hinauf zu den Mühlsturzhörnern | Ramsauer Dolomiten

Blick hinauf zu den Mühlsturzhörnern | Ramsauer Dolomiten

Das Highlight auf der Strecke ist die Hängebrücke über den Mühlsturzgraben.

Die Hängebrücke über den Mühlsturzgraben

Die Hängebrücke über den Mühlsturzgraben

Die 55 Meter lange und 11 Meter hohe Konstruktion wurde 2010 gebaut und ersetzt eine kleine Brücke über den Klausbach, die nahezu jährlich nach Hochwasser, kleineren Felsstürzen und Lawinen neu gebaut werden musste.

seit 2010 führt die Hängebrücke über den Klausbach

seit 2010 führt die Hängebrücke über den Klausbach

Da ich meistens im Klausbachtal mit dem Bike unterwegs bin, gehe ich nur selten über die Hängebrücke. Jetzt am Abend ist es besonders schön, da nur ganz wenige Leute unterwegs sind.

leichte Schwingungen sind deutlich spürbar

leichte Schwingungen sind deutlich spürbar

Beeindruckend, wie intensiv die massive Konstruktion schwingt und dennoch jederzeit absolutes Vertrauen erweckt.weiterlesen

Watzmann ermittelt – Neue TV Serie

 von Sepp
«Watzmann ermittelt»: Neue Krimiserie für ARD-Vorabend

«Watzmann ermittelt»: Neue Krimiserie für ARD-Vorabend

Drehstart für neue Serie mit Andreas Giebel in Berchtesgaden

Seit zwei Wochen wird in Berchtesgaden wieder fürs Fernsehen gedreht: „Watzmann ermittelt“ heißt die neue ARD Vorabendserie! Andreas Giebel spielt darin den Berchtesgadener Hauptkommissar Benedikt Beissl, der einen neuen Kollegen bekommt. Der neue im Revier, Jerry Paulsen, ist der Gegenentwurf zum redseligen und hemdärmeligen Beissl, nicht nur optisch! Dazu ist der Neue auch noch der Freund von Beissl über alles geliebter Tochter Johanna. In vorerst acht Folgen werden Verbrechen in der Berchtesgadener Idylle gelöst, menschliche Konflikte ausgetragen und vor allem: Unsere wunderschöne Heimat präsentiert.

Deutschlands schönstes Polizeirevier: Die Villa Bayer in Berchtesgaden

Wichtigster Drehort jeder Krimiserie ist das Polizeirevier. Für „Watzmann ermittelt“ dient die tatsächliche Polizeistation Berchtesgadens als Kulisse. Und die könnte schöner nicht sein. Die Berchtesgadener Polizei residiert nämlich in der denkmalgeschützten Villa Bayer gegenüber vom Haus der Berge.

Blick vom Haus der Berge zur Villa Bayer

Blick vom Haus der Berge zur Villa Bayer

Das prächtige Haus hat eine wechselvolle Geschichte: 1874 vom Prager Großkaufmann Josef Bayer erbaut, überstand die Villa Kriege und Abrisspläne, diente als Lager für die Nazis, wurde nach Kriegende von den Amerikanern beschlagnahmt, dient als Wohngebäude, wurde Spekulationsobjekt und 1969 zum Abriss freigegeben. 1978 wendet sich das Blatt für die Villa Bayer: Das Gebäude wird wegen seiner zeitgeschichtlichen und baukünstlerischen Bedeutung in die Denkmalliste aufgenommen und von 1985 bis 1987 sorgfältig restauriert. Seither dient die Villa Bayer als Dienststelle der Polizei Berchtesgaden. weiterlesen

Hoch hinauf zu Lärchen-Zirbenwäldern und Almen

 von Sepp
Die Regenalm im Nationalpark Berchtesgaden

Die Regenalm im Nationalpark Berchtesgaden

40 Jahre Nationalpark-Sonderprogramm: Jetzt anmelden

Der Nationalpark Berchtesgaden feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass bietet die Nationalparkverwaltung von Mai bis Oktober über 30 Sonderveranstaltungen an. Am Samstag, 11. August, begleiten die Botanik-Experten Prof. Dr. Jörg Ewald und Fritz Eder interessierte Pflanzenliebhaber hinauf zu den LärchenZirbenwäldern auf der Reiter Alm. Diese Wälder, die zahlreiche seltene Arten beherbergen, stellen in Bayern eine wahre Rarität dar. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr am Parkplatz Schwarzbachwacht und endet um 15.00 Uhr an der Neuen Traunsteiner-Hütte. Eine mögliche Übernachtung muss von den Teilnehmern selbständig organisiert werden.

Am Samstag, 1. September, führt der langjährige Nationalpark-Mitarbeiter und Kenner der Almwirtschaft Hans Maltan „Vom Niederleger zum Hochleger“. Auf einer langen Bergtour über die Gotzenalm, Regenalm und Laafeldalm tauchen die Teilnehmer ein in die 1.000-jährige Almgeschichte und erfahren mehr über ehemalige, heute nicht mehr bewirtschaftete Almen im Hagengebirge. Treffpunkt ist um 7:00 Uhr am Parkplatz Hinterbrand, Rückkehr gegen 17:00 Uhr. Für beide Führungen ist eine sehr gute Kondition, absolute Trittsicherheit und eine komplette Bergausrüstung Voraussetzung.

Eine Anmeldung ist unter der Rufnummer: +49 8652 979060-0 erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Lisa-Graf-Riemann

Bad Reichenhall leuchtet

 von Lisa

Franzosen würden von »Son et Lumière« reden, Briten vom »Summer Night’s Dream«, die Bad Reichenhaller nennen es ganz einfach, und schon seit vielen Jahren: »Kurgarten-Beleuchtung«.  Da kommt aber keiner, um einen Lichtschalter anzudrehen. Sondern drei bis vier Mal im Jahr, in besonders schönen und warmen Sommernächten, schwärmen viele viele Helfer aus, um den Kurgarten in ein Fest von Licht und Farben und Musik zu verwandeln. Der große Brunnen vor dem Gradierwerk wird in Blau und Rot und Lila angestrahlt und zum Leuchten gebracht.

Hunderte, vielleicht sogar Tausende von bunten Papierlampions werden aufgehängt und von fleißigen Helfern mit Kerzen bestückt. Gläschen mit Lichtern werden in den Rasenflächen  zu Sternen und anderen Mustern arrangiert.

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