Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Alm
Toni

Steinadler-Begegnung an der Gotzenalm

 von Toni

An einem nebligen Herbstnachmittag sitzen wir auf dem schmalen Steig in der Laafeldwand. Hunderte Höhenmeter unter uns liegt das schöne Landtal mit seiner verfallenen Alm, am Gegenhang ragen die riesigen Wandfluchten des Kahlersbergs in den Wolkenlücken auf. Nachdem wir mit der Königssee-Schifffahrt bis Salet gefahren sind und den schweißtreibenden Aufstieg über den Landtalsteig hinter uns gebracht haben, möchten wir an diesem guten Aussichtspunkt ein wenig rasten.

Wildbeobachtungen im Landtal

Mit den Ferngläsern werden nun die zwischen den Nebelschwaden sichtbaren Hänge, Steilflanken und Grasbänder abgesucht. Bald entdecken wir einige Gämsen mit Kitzen friedlich zwischen den Karstfelsen äsend. Oben auf dem Plateau des Kahlersbergs ist hin und wieder das Gehörn eines stattlichen Steinbocks zu erkennen, und ein kleines Rudel Steingeißen mit ihren kugelrund wirkenden Kitzen liegt im Schutt am Wandfuß. Dazu ziehen krächzend einige Kolkraben am Himmel dahin, ein Turmfalke sucht im Rüttelflug über Grasflächen nach Mäusen und ein vielstimmig piepsender Schwarm Zeisige pickt Insekten in den nahen Lärchen ab.

Jagender Steinadler am Kahlersberg

Nach diesen vielen Sichtungen sind wir schon fast wieder im Aufbruch, als unten aus dem Landtal Warnpfiffe von Murmeltieren erklingen. Es ist jeweils nicht die übliche, längere Abfolge von Pfiffen, die auf einen Bodenfeind wie Fuchs, Mensch oder freilaufender Hund hinweist, sondern der einzelne, konzentrierte Pfiff: Luftfeind! Das kann eigentlich nur ein Steinadler sein, der diese Warnungen bewirkt. Sofort springen wir auf und halten mit den Ferngläsern Ausschau. Zuerst ist nichts zu sehen, doch dann fällt uns ein großer Schatten an einer der Wände am Kahlersberg ins Auge. Ein männlicher Adler segelt dort langsam und nah am Hang auf den Hochgschirr-Pass zu. Er hatte offenbar versucht, sich an die hier verstreut lebenden Murmeltiere anzuschleichen, wurde aber von den Nagern früh genug entdeckt. Da ein Angriff nun sinnlos ist, landet er bald in einer toten Lärche und hält nach weiteren Jagdgelegenheiten Ausschau.weiterlesen

Rosi Fürmann

Almabtrieb von der Stoißeralm

 von Rosi
Die Almbauern treiben die mit Fuikln und Daxnbuschn geschmückten Kühe und Kalbinnen beim Almabtrieb auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg - Teisendorf/Anger, Berchtesgadener Land, Rupertiwinkel,

Die Almbauern treiben die mit Fuikln und Daxnbuschn geschmückten Kühe und Kalbinnen beim Almabtrieb auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg – Teisendorf/Anger Foto: (c) roha-fotothek

Almabtrieb von der Stoißeralm auf dem Teisenberg hinunter ins Tal zu den Bauern der Almgenossenschaft Freidling (Teisendorf) am Samstag, 26. September 2015.

Ein wunderbarer Almsommer neigt sich dem Ende zu. Die Senner und Sennerinnen hoch oben auf den Almen fertigen traditionell seit dem 24. August (dem Bartholomästag) die wunderbaren Fuikln und Almbuschen mit den herrlichen Röschchen aus Krepppapier und Span.

beim Almabtrieb von der Wasserfallalm an den Westhängen nördlich des Jenners auf 1.237 Meter ü. NN. in den heimischen Stall zum Obersulzberglehen in der Schönau, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland

Beim Almabtrieb von der Wasserfallalm an den Westhängen nördlich des Jenners auf 1.237 Meter ü. NN. in den heimischen Stall zum Obersulzberglehen in der Schönau – Foto: (c)roha-Fotothek

Viel Arbeit steckt hinter diesen einmaligen Kunstwerken, die dann beim Almabtrieb die Kühe stolz auf den Köpfen ins Tal tragen. Aber nur, wenn der Almsommer für Mensch und Tier auf der Alm, aber auch auf dem Heimathof unten im Tal unfallfrei und besonders ohne Todesfall in der Familie und auf der Alm verlaufen ist, dürfen die Tiere geschmückt werden.

das Basteln des Holzspanröschens für die Fuikln zum Almabtrieb auf der Hochalm in Unken, Salzburger Land (Österreich), im Berchtesgadener Land (Bayern) werden die Fuikln mit denselben Röschen geschmückt

das Basteln des Holzspanröschens für die Fuikln zum Almabtrieb  Foto: (c) roha-Fotothek

weiterlesen

Frühling auf der Halsalm

 von Sepp
Blick von der Halsalm zum Untersberg

Blick von der Halsalm zum Untersberg

Nachdem ich die letzten vier Tage im Rheinland unterwegs war, um für unser schönes Oberbayern die Werbetrommel zu rühren und drei Nächte in der Großstadt Köln verbrachte, hat mich das Berchtesgadener Land nun wieder. Schon auf der Zugfahrt gestern Abend, als mir im Chiemgau die Berge immer näher kommen, wird mir klar, dass ich heute irgendwo raufgehe. Allerdings haben stressige Tage, kurze Nächte im Hotel und das ein oder andere Kölsch am Abend deutliche Spuren hinterlassen: Eine große Tour wird sich also nicht ausgehen. Doch eine kleine Wanderung ist allemal drin. Ich entscheide mich schließlich für die Halsalm.

Am Hintersee in Ramsau wandere ich los. Am Klausbachhaus vorbei geht es auf der Straße entlang ins Klausbachtal. Am Ende der flachen umzäunten Wiese des Nationalparks Berchtesgaden zweigt der Weg zur Halsalm nach rechts ab. Auf dem geschotterten Fahrweg geht es etwa 300 Höhenmeter aufwärts bis in die sogenannte Halsgrube.

Wegweiser Böslsteig auf die Reiter Alm

Wegweiser Böslsteig auf die Reiter Alm

Hier zweigt der Böslsteig ab, ein hochalpiner Steig der auf Bändern durch steile Felswände auf das Hochplateu der Reiter Alm führt. Gleich oberhalb der Abzweigung zum Böslsteig steht eine Bank mit Hinweisschildern zur Adlerbeobachtung: In den Felswänden oberhalb nistet nämlich ein Steinadler. Die Wanderung zur Halsalm ist Teil der Adlerwanderung des Nationalparks Berchtesgaden.

Blick zur Reiter Alm

Blick zur Reiter Alm

Der weitere Weg zur Halsalm führt in weiten Kehren unterhalb des Hohen Gerstfelds erst steiler, zum Schluss dann fast eben, auf die Almfläche. Die Aussicht ist schon am Beginn der ebenen Almfläche wunderschön, besonders der Untersberg wirkt aus dieser Perspektive recht markant.weiterlesen

Die Sennerinnen der Stoißer Alm

 von Sepp
die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Die Stoißer Alm im Rupertiwinkel © RoHa Fotothek Fürmann

Drei Frauen sind es, die für eine Saison ihren Beruf mit dem Alltag einer Sennerin tauschen wollen. Auf Anhieb verstehen sie sich beim ersten Treffen prächtig, obwohl sie sich bis jetzt nicht kannten und freuen sich auf ihre Zusammenarbeit für die nächsten Monate auf der Stoißer Alm (1275 m) auf dem Teisenberg im Grenzgebiet der Gemeinden Anger und Teisendorf im Rupertiwinkel. Sie wissen um die verantwortungsvolle Aufgabe, die sie gemeinsam übernehmen werden und freuen sich auf ein lustiges Beisammensein in Arbeit und Freizeit, wie sie einhellig bestätigen. – Und sie haben eines gemeinsam: Sie wollen viele nette Leute kennenlernen, viel Schönes erleben und viel Erfahrung sammeln in diesem nicht alltäglichen Beruf.

Sennerinnen der Stoißeralm © RoHa Fotothel Fürmann

Die Sennerinnen der Stoißer Alm © RoHa Fotothek Fürmann

Die 51-jährige Andrea ist aufgewachsen in Paderborn und lebt seit 1983 in Bayern, jetzt in Siegsdorf und erzählt stolz, dass sie bereits Oma sei. „Als gelernte Hauwirtschafterin und bis jetzt in der Lebensmittelbranche tätig freue ich mich auf die Aufgabe auf der Stoißer Alm“. Susanne aus Moosham bei Laufen: „Ich bin neugierig auf das Arbeiten auf der Stoißer Alm.“ Als gelernte Kinderpflegerin und im zweiten Berufsleben als Koch bezeichnet sie die Arbeit „auf Saison“ im Winter auf einer Hütte im Zillertal auf 2330 Metrern als „cool“ und lässt sich auch von viel Arbeit nicht abschrecken, wie sie meint. Die Maschinenbaustudentin Stefanie aus Sillersdorf (24 Jahre)  wird mit ihrer Erfahrung in der Gastronomie das Dreierteam komplettieren. Alle drei trafen die Entscheidung, auf die Alm zu gehen, ganz spontan; alle Drei mögen den Umgang mit Menschen und alle drei lieben die Natur; also beste Voraussetzungen für ein Leben und Arbeiten als Sennerin.weiterlesen

Toni

Gamsbrunft am Untersberg

 von Toni
Brünftiger Gamsbock

Brünftiger Gamsbock

Die Schneeflächen in den Hochlagen des Untersbergs sind wie immer durchzogen von den Spuren der Gämsen, die hier an der langgezogenen Südwand ihre Einstände haben. Doch zwischen den normalen Fährten herumziehender Tiere, die meist relativ flach und mit geringen Trittabständen verlaufen, finden sich mit dem Fernglas auch immer wieder völlig andere Spuren. Fast in Falllinie ziehen sie sich die Hänge hinauf und hinunter, und mit den etwa einen Meter messenden Abständen zwischen den Abdrücken zeugen sie von den rasanten Verfolgungsjagden der brünftigen Böcke.

Beginn der Kämpfe

Treffen zwei annähernd gleich große Böcke bei einem Geißrudel aufeinander, so beginnt zuerst ein Zurschaustellen mit gesträubtem Fell, vor allem die Rückenhaare des „Gamsbarts“ werden dabei aufgerichtet. Im Gegensatz zu Stein- oder Rotwild, wo bereits das Gehörn bzw. Geweih Auskunft über Alter und Kondition des Trägers gibt, haben die Krucken der Gämsen keine Statusfunktion. Selbst Böcke die z.B. durch Steinschlag ein oder gleich beide Hörner verloren haben, können in der Brunft bei ansonsten guter Verfassung zum Zug kommen.weiterlesen

Die artenreichsten Almen

 von Sepp
Die bayerischen Gewinner der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 Quelle: Molkerei Berchtesgadener Land

Die bayerischen Gewinner der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 Quelle: Molkerei Berchtesgadener Land

EuRegio Wiesenmeistersschaft 2014

Artenreiche Almen zählen zu den größten Natur- und Kulturgütern, die in den Alpen zu finden sind. Um auf ihre Bedeutung für die Landwirtschaft und den Tourismus aufmerksam zu machen und so auch zu ihrem Erhalt beizutragen wurde die EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 ins Leben gerufen. Initiiert von der Bayerischen Akademie für Naturschutz- und Landschaftspflege (ANL), der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg zeichnet der Wettbewerb die artenreichsten Almen im südöstlichen Oberbayern und im Salzburger Land aus.

Landwirte der Molkerei Berchtesgadener Land ausgezeichnet

Unter den zehn bayerischen Preisträgern sind auch sechs Landwirte, die ihre Milch an die Molkerei Berchtesgadener Land liefern. „Die Auszeichnung ist eine Wertschätzung für die mühsame Arbeit der Landwirte“, erläutert Bernhard Pointner, Molkerei-Geschäftsführer. „Sie leisten mit der Almpflege nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der bayerischen Kulturwirtschaft, sondern auch zur Qualität der Milch, die durch eine vielfältige Fütterung der Kühe maßgeblich beeinflusst wird.“

Auf intensiv bewirtschafteten Wiesen im Flachland findet man heute nur noch knapp über zehn verschiedene Pflanzenarten. Auf den Almflächen, die im Rahmen des Wettbewerbs untersucht wurden, identifizierten die Biologen des eb&p Umweltbüros bis zu 200 verschiedene Arten. Im Rahmen der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 wurden die Almen mit der größten Artenvielfalt ausgezeichnet. Die insgesamt 74 Almen (darunter 19 in Bayern und 55 im Salzburger Land) wurden begutachtet und mittels eines Punktevergabesystems in den Kriterien „Naturschutz“, „Bewirtschaftung“ und „Landschaft“ bewertet.

Die Sieger: Mordaualm und Priesbergalm

In der Kategorie Nieder- und Mittelalm auf Kalk gewann die Mordaualm in der Ramsau im Berchtesgadener Land den ersten Preis. Es konnten 170 verschiedene Arten nachgewiesen werden, 16 davon stehen auf der Roten Liste. Die Priesbergalm, bewirtschaftet von Landwirt Josef Springl, Milchlieferant der Molkerei Berchtesgadener Land, wurde in der Kategorie „Hochalm auf Kalk“ zur artenreichsten Alm gewählt. Die gepflegten Almweiden auf einer Gesamtfläche von ca. 280 Hektar zeichnen sich durch ein sehr schönes, artenreiches Übergangsmoor aus und liegen teilweise im Nationalpark Berchtesgaden.

Die Priesbergalm, bewirtschaftet von Landwirt Josef Springl, Milchlieferant der Molkerei Berchtesgadener Land, wurde bei der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 in der Kategorie „Hochalm auf Kalk“ zur artenreichsten Alm gewählt. Quelle: ANL

Die Priesbergalm, bewirtschaftet von Landwirt Josef Springl, Milchlieferant der Molkerei Berchtesgadener Land, wurde bei der EuRegio-Wiesenmeisterschaft 2014 in der Kategorie „Hochalm auf Kalk“ zur artenreichsten Alm gewählt. Quelle: ANL

Alle Preisträger der Wiesenmeisterschaft findet Ihr auf der Seite der Biosphärenregion Berchtesgadener Land!

 Erhalt der Artenvielfalt ist harte Arbeit

Was es bedarf, damit der Artenreichtum der Almwiesen auch langfristig bewahrt wird, erklärt Landwirtin Christa Brandner, 3. Platzierte in der Kategorie Hochalm auf Kalk und Genossenschaftsmitglied der Molkerei Berchtesgadener Land: „Das wichtigste ist die Almpflege inklusive der guten Beweidung durch das Almvieh.weiterlesen

Almabtrieb von der Wasserfallalm

 von Sepp

Bereits zum dritten Mal verbrachte der heute 22-jährige Markus Nitzinger vom Stoißberg (Gmd. Anger) einen Almsommer auf der Wasserfallalm und der Königsbergalm als Senner der Familie Stanggassinger vom Obersulzberglehen aus der Schönau. Mit Leib und Seele kümmerte sich der gelernte Bäcker den Sommer über um seine Tiere zuerst ab 24. Mai für fünf Wochen auf die Wasserfallalm (Niederalm, 1250 m), dann ging es für 2 Monate hinauf auf die Königsbergalm (Hochalm, 1600 m) und später bis zum Almabtrieb in den heimischen Hof wieder nochmal für 5 Wochen zurück auf die Wasserfallalm. „Ein Senner wie Markus, das ist ein Glücksfall“, schwärmt Franz, der mit seiner Frau Sylvia und den Töchtern Lena und Lisa den heimatlichen Hof  – das Obersulzberglehen – bewirtschaftet. „Er kümmert sich beispielhaft um das Vieh, hat eine gute Hand bei der Herstellung von Butter und Käse und liebt die Gesellschaft von Freunden und vorbeikommenden Wanderern – beste Voraussetzungen für ein Leben auf der Alm.“

Fuikln für den Almabtrieb

Schon Wochen vor den Almabtrieb begann der Senner und die ganze Familie die Fuikln mit den kunstvollen Röschen aus gefärbten Holzspänen zu schmücken und banden die Bauchriemen für die Kühe. Aufkranzen darf man nur, wenn der Almsommer unfallfrei auf der Alm und auf dem heimischen Hof verlief,  kein Tier zu Tode kam oder gar in der Familie ein Todesfall zu beklagen war.

 Almabtrieb von der Wasserfallalm hinunter in die Schönau

Unter dem eindrucksvollen Geläut der großen Kuhglocken verließ dann das Vieh mit dem Senner und den Treibern die Alm und kam nach einem flotten, mehr als  zweistündigen Marsch auf dem heimatlichen Hof an. „Bestimmt nicht das letzte Mal verbrachte ich den Sommer als Senner auf der Alm“. In diese Worte legt Markus seine ganze Liebe zu dieser Arbeit.

Text und Bild © RoHa-Fotothek Fürmann, Teisendorf

Video: Sennerin Elisabeth

 von Sepp

Unser Land: Die Sennerin von der Priesbergalm

Wer den Beitrag über Elisabeth Schellmoser, die junge Sennerin von der Priesbergalm am vergangenen Freitag in der Sendung Unser Land im Bayerischen Fernsehen verpasst hat, kann ihn hier nochmal anschauen. Und wer ihn schon gesehen hat, kann den 14 minütigen Film nochmal genießen. Ehrlich und sympathisch erklärt die junge Frau den Alltag auf der Alm: fernab jeder romantischen Verklärung besteht das Leben einer Sennerin eben aus harter Arbeit!


 
Ein wirklich schöner Beitrag! Euer Sepp

Grenzüberschreitende Almwanderung

 von Ann-Kathrin

43 Kilometer wandern an einem Tag

Start unserer grenzüberschreitenden Almwanderung war der Parkplatz an der Hirschbichlstraße. Vorbei am Klausbachhaus ging es dann in Richtung Hirschbichl. Ein fast ebener Weg führt nahe des Klausbaches (von hier stammt das Trinkwasser der Ramsauer) zur Hängebrücke. Sie ist 55 Meter lang und elf Meter hoch. Dominant zu erkennen an den Pfeilern der Hängebrücke ist das Logo des Nationalparkes Berchtesgaden. Einem Steg folgend gelangt man zu einer Aussichtsplattform, wo man eindrucksvoll die Mühlsturzhörner bewundern kann. Ein schwerer Felzsturz 1999 prägte das Landschaftsbild deutlich. Das ganze schaut ein bisschen aus wie die drei Zinnen des Berchtesgadener Landes.

 

43 Kilometer: Klingt irre, ist irre!

Bei dieser Wanderung bin ich diesmal nicht alleine unterwegs sondern habe fesche und sportliche Begleitung bei mir.  Zuvor informiert, wieviel Kilometer wir wirklich wandern werden, habe ich mich nicht, aber ich ahnte schon, dass das keine Kurzstrecke werden wird. Allerdings wer folgt schon der Einladung „Hey, lass uns 43 Kilometer wandern!“ Schnellen Schrittes geht es auf die Bind-Alm zu. Dort gibt es beim Almkreuz die erste Fotopause.

auf der Bind-Alm

auf der Bind-Alm

Nur wenige Gehminuten von der Bind-Alm befindet sich dann der Grenzübergang Hirschbichl. Nun befinden wir uns im Pinzgau. Ein Salzsäumerweg über den Hirschbichl diente seit dem 13. Jahrhundert der Ausfuhr des Schellenberger und Halleiner Salzes nach Tirol. Noch ein kleines Stück auf der Teerstraße und wir wanderten in Richtung Kammerling-Alm. Im Winter diesen Jahres zog es mich schon mit Schneeschuhen im Gepäck dorthin. Ein wirklich empfehlenswerter Schneeschuhwanderweg!

auf den Kammerling-Almen

auf den Kammerling-Almen

Zu diesem Zeitpunkt peitschte mir ein Sturm um die Nase, da die Kammerling-Almen an einer expornierten Almwiesenfläche liegen. Von hier aus öffnet sich der Blick zu den Loferer Steinbergen. Auch die Gebirgskette der Mühlsturzhörner zeigt sich wieder imposant. Von hier aus hat man schon die Möglichkeit aus einer Wanderung eine mittelschwere bis schwere Bergtour zum Kammerlinghorn zu unternehmen.

Blick zu den Kammerling-Almen

Blick zu den Kammerling-Almen

Nachdem wir die Kammerling-Almen passierten ging es dann leicht bergab und dann einen leicht matschigen Pfad hinunter. Wieder stoßen wir auf eine Forststraße. Es ist noch immer weit bis zur Kallbrunn-Alm. Bis hierher war der Weg überraschenderweise nicht hoch frequentiert, obwohl es Sonntag war und strahlender Sonnenschein herrschte. weiterlesen

Wohin des Weges, junge Frau

 von Sepp

Samstag, 9. August – für den Nachmittag ist ein Gewitter angekündigt. Ich nehme mir vor, den sonnigen Vormittag für eine kleine Wanderung zu nutzen. Das Ziel ist die Kührointalm, nach Aufstieg über den Grünstein. Als ich losfahre hängen dicke Wolken über Berchtesgaden-Königssee. Auf der Straße Richtung Ramsau hingegen lacht mir die Sonne und blauer Himmel von der Reiteralpe entgegen. Statt links zum Parkplatz Hammerstiel abzubiegen, fahre ich also einfach geradeaus weiter. Das Ziel hat sich spontan geändert: Nun heißt es Halsalm!

Auf der Halsalm

Auf der Halsalm

Ich steige über einen schmalen Bergpfad auf und bin schnell oben, da ich allein unterwegs bin. Was heißt allein? Nicht ganz. Schmetterlinge begleiten mich den ganzen Weg über. Immer mal wieder erhasche ich einen herrlichen Blick auf den Hintersee. Auf 1211m, umgeben von einer traumhaften Wiese, liegt die Alm.

Die Halsalm

Die Halsalm

Oben angekommen lasse ich mir nicht das Käsebrot mit frischer Buttermilch entgehen – sau guad. Normalerweise bin ich eher der milde Gouda-Typ, aber hier auf der Alm schmeckt mir sogar der selbst produzierte länger gereifte Bergkäse sehr gut

Deftige Almbrotzeit: Käsebrot und Buttermilch

Deftige Almbrotzeit: Käsebrot und Buttermilch

Mit der Brotzeit mache ich es mir auf einer der Holzbänke bequem, genieße die Köstlichkeit und den Ausblick auf Hochkalter, Ramsau, Hohen Göll und Untersberg. Kühe und Kälber machen das idyllische Bild perfekt.weiterlesen