Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Alm

Die Sennerin von der Priesbergalm

 von Sepp

Sennerin auf der Alm

Elisabeth Schellmoser ist 20 Jahre alt und kommt aus Berchtesgaden. Ihr Vater ist Berufsjäger im Nationalpark Berchtesgaden, Ihre Mutter ist Schneiderin. Und Elisabeth ist Sennerin: Auf der Priesbergalm oberhalb des Königssees verbringt sie den Sommer auf der Alm und kümmert sich um das Vieh.

Elisabeth Schellmoser, die Sennerin von der Priesbergalm

Elisabeth Schellmoser, die Sennerin von der Priesbergalm

Am Freitag, den 22. August, sendet das Bayerische Fernsehen um 19 Uhr in der Sendung „Unser Land„, dem Magazin für Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz, ein Porträt der Sennerin von der Preisbergalm.

 

Die Priesbergalm

Auf etwa 1.500 Metern Höhe liegt die Priesbergalm. Vom Parkplatz Hinterbrand oder der Mittelstation der Jennerbahn ist die Alm in etwa zwei Stunden zu Fuß erreichbar. Besonders der Ausblick auf die direkt gegenüberliegende Watzmann-Ostwand macht die Alm bei Wanderern beliebt.

Priesbergalm

Priesbergalm, im Hintergrund die Watzmann Ostwand

Da es sich bei der Priesbergalm um eine Hochalm handelt, ist die Alm nur während etwa acht Wochen zwischen Anfang Juli und Anfang September bewirtschaftet. Davor und danach weidet das Vieh auf der Niederalm, zum Beispiel auf der Königsbachalm.weiterlesen

Ein Juwel im Nationalpark: Die Regenalm

 von Ann-Kathrin
Regenalm

Regenalm

Die Regenalm ist meist nur denen bekannt, die den Kaunersteig ab Salet gehen. Ich kam zum ersten Mal zur Regenalm im Juni. Ich hatte schon zuvor mal mitbekommen, dass dort auch Pferde seien. Somit kombinierte ich meinen Besuch der Regenalm im Anschluss zu einer Einkehr bei der Gotzenalm. Die Regenalm ist in 30 Minuten längstens zu Fuß von der Gotzenalm zu erreichen. Als ich ankam war ich wirklich froh mal einen Abstecher dorthin gemacht zu haben. Die Alm liegt traumhaft und bietet ein tolles Gebirgspanorama vom steinernen Meer zum Hochkönig und zur anderen Seite hin zur Watzmann-Ostwand. Nicht sicher, ob denn diese bewirtschaftet ist lief ich nur umher und machte Fotos. Auf dem Gebiet der Regenalm ist auch eine Diensthütte des Nationalparks. Von deren Position machte ich auch einige Fotos und sah auf einen Stein einen Mann mit einem Stock sehen, der zu mir sah. Ich dachte mir, dass das der Senner sein wird.

Nach ein paar schönen Foto-Aufnahmen ging ich ins Landtal (siehe Bericht „Way to paradise„). Am Abend saß ich dann wieder bei der Gotzenalm und trinkte noch etwas. Am Tisch gegenüber saß ein Mann, der mir sehr bekannt vorkam. Leider konnte ich nicht zuordnen wieso er mir bekannt vorkam. Als ich dann wieder zurück von der Gotzenalm nach Schönau wollte, stand eben dieser Mann an einer Weggabelung. Prompt sprach er mich an, ob ich das Mädel sei, dass vorhin bei ihm auf der Alm war. Schnell bejahte ich dies und wir kamen ins Gespräch. Als er mir erzählte, dass er einen der Kaser auf der Gotzenalm bewirtschaftete, fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Ich kenne den Mann! Nicht direkt, aber in der Dauerausstellung Vertikale Wildnis im Haus der Berge werden diverse Videoclips über SennerInnen aus dem Berchtesgadener Land gezeigt und er ist einer dieser Senner. Wie sich herausstellt kennt er auch meinen Vorgesetzen gut und hat auch Vieh von ihm auf der Regenalm. Ich versprach ihm so bald wie möglich ihn auf der Regenalm besuchen zu kommen.

Kaser und Diensthütte

Kaser und Diensthütte

Der Senner von der Regenalm

Bei dem Senner von der Regenalm handelt es sich um Hans Sommer (55 Jahre). Ursprünglich kommt er aus Benediktbeuern. Auf die Idee selbst mal auf einer Alm zu leben kam er, als er einen Dia-Vortag sah über das Schweizer Almleben. Hans Sommer nahm sich vor, wenn er bei der Bundeswehr fertig ist, will er selbst auf einer Alm leben. Bevor er als Senner zur Regenalm kam, war er für mehrere Sommer in einem Kaser auf der Gotzenalm. Dort hatte er sich das buttern und kasern selbst angeeignet. Leider geht dies bei der Regenalm nicht, da die Herde hauptsächlich aus Mutter-Kühen besteht und deren Kälber die Milch selbst benötigen, wodurch nicht genug Milch übrig bliebe um diese zu verarbeiten. Ein typischer Tag auf der Alm sieht für ihn so aus, dass er von den Tieren sehr früh geweckt wird, denn sie wollen sich ihr Salz abholen. Das Vieh dort kann sich ganz frei dort bewegen, allerdings muss man natürlich regelmäßig nach den Tieren schauen. So wie vor drei Wochen, als sich eine trächtige Kuh von der Herde abkapselte und ihr junges zur Welt brachte. Die Regenalm ist im Besitz des Nationalparks Berchtsgaden. Bei der Regenalm handelt es sich um einen sogenannten „Rundumkaser“. Um die Stube herum war alles Stall. Mittlerweile ist der Eingangsbereich Arbeits- und Schlafbereich. Im Stubenbereich steht noch ein Kessel und ein Herd von anno dazumal. Solch einen Kaser mit solcher Ausstattung findet man eigentlich nur noch in einem Museum. Fast 40 Tiere sind auf der Regenalm, davon 2 Pferde und 3 Ochsen.weiterlesen

Neueröffnung Almererlebnis-Weg

 von Sepp

Alm-Erlebnis-Weg in der Ramsau neueröffnet

Piding, 20. Juni 2014: Nun wurde der Alm-Erlebnisweg Ramsau im Berchtesgadener Land offiziell von Bürgermeistern, Landrat und Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land eröffnet. Bei einem Rundweg vom Taubensee über die Mordau und Moosen kann man auf 13 Schautafeln viele Aspekte des Almlebens erfahren.

Almerlebnisweg Ramsau

Bei der Eröffnung des Almerlebnisweges Ramsau (von links): Bürgermeister von Bischofswiesen Thomas Weber, Bürgermeister der Ramsau Herbert Gschoßmann, Mordauer Almbauer Franz Kuchlbauer, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land Bernhard Pointner und Vize-Landrat des Berchtesgadener Landes Rudolf Schaupp.

Was ist der Unterschied zwischen einem Niederleger und einem Hochleger? Was versteht man unter Tagweide – Nachtweide und einer Schneeflucht? Auf dem Ramsauer Alm-Erlebnis-Weg, der von der Alpenstraße B 305 auf die Mordaualm, weiter hoch hinauf auf die Lattenbergalm und schließlich zur Moosenalm führt, kann man all diese „almerischen“ Begriffe eindrucksvoll nachvollziehen. Auf insgesamt 13 informativen Schautafeln rund um diese drei wunderschönen Fleckerl Natur wird das Leben auf der Alm mit dem gesamten Umfeld beschrieben und bei einer Einkehr auf der Mordau- oder Moosenalm kann man die Spezialitäten wie z.B. frische Milch und den Almkäse auch gleich ausprobieren.

 

13 Schautafeln erläutern Aspekte des Almlebens

Der Ramsauer Alm-Erlebnis-Weg wurde von der Gemeinde Ramsau in Zusammenarbeit mit der Molkerei Berchtesgadener Land realisiert; zu Beginn der heurigen Almsaison wurden die Schautafeln grafisch erneuert; sie bieten Einblick in das Leben und Arbeiten der Sennerin, berichten über die räumliche Untergliederung einer Alm, geben Einblick über Formen und Entstehung der Landschaft, aber auch über geologische und bodenkundliche Verhältnisse. Man sollte für die ca. vier- bis sechsstündige Wanderung gute Kondition und Trittsicherheit mitbringen. Ausgangspunkt Parkplatz Taubensee an der Deutschen Alpenstraße B 305. Einfache Wanderung zur Mordaualm (1.191 m) auf einem Forstweg; weiter auf alpinem Steig über die Karschneid (1.530 m) zur Lattenbergalm (1.480 m) und weiter zur Moosenalm (1.409 m). Von der Moosenalm führt der Steig hinab zur Schwarzbachwacht und weiter zum Ausgangspunkt.

 

Pressemitteilung Milchwerke Berchtesgadener Land

Heuernte auf der Bindalm

 von Sepp
Heuernte auf der Alm mit Gabel und Rechen

Heuernte auf der Alm mit Gabel und Rechen

Für die einen war es Badewetter, das über das Pfingst-Wochenende herrschte, doch für die Bauern war es Heuwetter: Fast jeder Landwirt hat die heißen Tage genutzt um Heu zu machen. Während auf den Bauernhöfen in den Tälern die Heuernte mittlerweile fast ausschließlich maschinell erfolgt, ist die Heuarbeit auf den Almen noch sehr viel mühsamer. Bei uns auf der Bindalm ist das einzige motorisierte Gerät, das wir zum Heuen verwenden, ein kleiner Motormäher. So ersparen wir uns zumindest das Mähen des Grases mit der Sense, wie es früher üblich war. Die übrigen Arbeitsschritte, von der Futterwerbung bis zur Bergung des trockenen Heus, erfolgen in reiner Handarbeit. Die einzigen Werkzeuge sind Rechen, Gabel und Heunetze.

 

Nach dem Mähen des Grases am Donnerstag, bleibt es bis zum Freitagnachmittag liegen. An der Oberseite ist das feine Gras bereits leicht angewelkt, doch die unteren Schichten sind noch grasgrün. Also wenden wir das Mähgut: Mit einem Rechen wird das Gras dabei büschelweise umgedreht, so dass die bisher der Sonne abgewendeten Gräser oben auf liegen und anwelken können.

Almheu: fein und voller Kräuter

Almheu: fein und voller Kräuter

Auf den Feldern im Tal erfolgt dieser Arbeitsschritt maschinell, und zwar mit von Traktoren gezogenen Kreiselheuern mit einer Arbeitsbreite zwischen 4 und 8 Metern. Diese Maschinen ermöglichen Flächenleistungen von mehreren Hektar pro Stunde. Von dieser Schlagkraft kann man nur träumen, wenn man das Gras mit einem Rechen wendet: Zu viert brauchen wir eine Stunde, um das kleine Feld komplett zu bearbeiten. Und die Arbeitsqualität ist auch eine ganz andere, beim Wenden mit dem Rechen ist eine Häufchen- und Schwadbildung unvermeidlich und erfordert mehrmaliges Wenden. Insgesamt wenden wir das Futter dreimal,  am Freitag, am Samstag und dann nochmal am Sonntagmittag. Dann endlich ist das Gras trocken genug, um auf den Heuboden im Kaser transportiert zu werden.

 

Mit den Rechen formen wir das zu Heu getrocknete Gras schließlich zu Haufen und Schwaden.

Händische Schwadformung mit Rechen

Händische Schwadformung mit Rechen

Aber anstatt, wie im Tal, das Futter mit Traktor und Ladewagen in den Stadel einzubringen, tragen wir auf der Alm das Futter auf den Heuboden oberhalb des Stalles im Kaser. Dazu nutzen wir Heunetze, die wir befüllen, festtreten und verschnüren, um diese Heubündel dann auf den Schultern zum Kaser zu tragen.weiterlesen

Endlich zur Gotzenalm!

 von Ann-Kathrin

Die Gotzenalm stand schon länger auf dem Plan. Anfang April scheiterte der Versuch, da die Schneeschuhe zu Bruch gingen, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann hieß es warten für mich – warten, bis der Schnee auch wirklich weg ist auf dem Weg zur Gotzenalm und auch auf der Gotzenalm selbst.

Die Wettervorhersage versprach einen sonnigen Morgen und Mittag, erst gegen Nachmittag und Abend solle es Schauer und eventuell Gewitter geben. Also ging es dann mit dem ersten Bus nach Hinterbrand (Buslinie 838). Mit leichtem Zeitdruck im Nacken, da man ja nicht in ein Gewitter geraten will, ging es nun gegen kurz vor 10 los. Der Wegweiser sagt mir, dass ich vier Stunden zur Gotzenalm brauchen werde, ich bin gespannt, ob ich genauso lange brauchen werde. Vorbei an den Jennerwiesen und der Mittelstation der Jennerbahn ging es für mich erstmal in Richtung Königsbachalm.

Ausblick auf dem Weg zur Königsbachalm
Ausblick auf dem Weg zur Königsbachalm

Nach ca. 45 Minuten auf fast ebenen breiten Wegen über den Jenner-Westhang ging es den Königsberger Graben hinunter zur Königsbachalm.

Königsbachalm

Königsbachalm

An der Königsbachalm zeigt dann der Wegweiser zur Gotzenalm über den unteren Hirschenlauf. Ich hingegen entscheide mich für die Forststraße. Von dort aus läuft man auf einem breiten und ebenen Weg vorbei an der schön gelegenen Büchsenalm und dem Büchsenkopf, den man nach ca. 10 Minuten aufsteigen wunderbar als Aussichtspunkt nach St. Bartholomä nutzen kann.

Büchsenalm

Büchsenalm

Vorbei an der Büchsenalm führt die Forststraße oberhalb vom Königssee durch ein kleines steinschlaggefährdetes Gebiet. Von dort aus bietet sich schon ein erster Blick hinunter zum Königssee.

Blick zum Königssee

Blick zum Königssee

Schnell hat man dann auch die Gotzentalalm erreicht, wo auch der untere Hirschenlauf auf die Forststraße trifft. weiterlesen

Almauftrieb auf die Bindalm

 von Sepp
Almauftrieb am Hintersee vorbei

Almauftrieb am Hintersee vorbei

Am Samstag war es soweit: Wir haben unsere Kühe auf die Bindalm aufgetrieben. Kalt ist es, als wir in aller Früh am Hof mit der Herde los marschieren, nur wenige Grad über null zeigt das Thermometer. Aber es ist trocken und die Kälte werden wir bald nicht mehr spüren, die Kühe sind nämlich alles andere als langsam unterwegs. Unser Weg führt uns am Hintersee vorbei, der am Morgen in völliger Stille liegt. Ein einzelner Angler ist so früh schon mit dem Boot draußen, ansonsten sind wir allein.

 

Danach geht es durch das Klausbachtal vorbei an der Wildfütterung des Nationalparks Berchtesgaden, wo uns das Jungvieh der hier weideberechtigten Bauern begegnet. Vor dem Übergang zur Hängebrücke erwartet uns die erste ernsthafte Steigung: Den meisten Kühen und Jungtieren ist allerdings nichts anzumerken, sie halten ihr hohes Tempo, lediglich eine etwas ältere Kuh, die vor wenigen Wochen erkrankt, mittlerweile aber bereits wieder genesen ist, hat leichte Probleme mit den schnelleren Tieren mitzuhalten. Am Mitterberg dann, dem bei Radfahrern berüchtigten, weil extrem steilen Anstieg kurz vor der Bindalm, muss diese Kuh endgültig abreißen. So erreichen wir in zwei Gruppen die Almfläche der Bindalm, wo uns der vertraute Anblick der wild zerklüfteten Mühlsturzhörner erwartet.

Mühlsturzhörner von der Bindalm aus gesehen

Mühlsturzhörner von der Bindalm aus gesehen

Bei unserer Ankunft liegt die Alm noch im Schatten,

Ankunft auf der Alm

Ankunft auf der Alm

doch kurz bevor wir an die Almhütten, die sogenannten Kaser, erreichen, kommen die ersten Sonnenstrahlen über den Waldrücken oberhalb der Bindalm.weiterlesen

Musikalisch in den Bergsommer

 von Sepp

Musikalisch vom Frühling in den Bergsommer

Bald geht die Alm– und Berghüttensaison wieder los. Ende Mai werden – mit Ausnahme der hochgelegenen Hütten -im Berchtesgadener Land bereits die meisten Berghütten geöffnet haben. Und auch die ersten Almauftriebe erfolgen am letzten Mai-Wochenende.

Priesbergalm

Priesbergalm

Wie jedes Jahr wird der Almsommer in Schönau am Königssee auch heuer wieder musikalisch: Vom 25. Mai bis zum 20. Juli spielt auf einer Berghütte oder Alm Volksmusik und läutet so schon mal den Sommer ein!

 

Das Programm zum musikalischen Bergsommer

Ab 12 Uhr wird auf den Hütten rund um um den Königssee munter aufspuit, gsunga, glacht und musiziert!

Königsbachalm

Königsbachalm

Die folgenden Hütten und Almen sind an der Aktion beteiligt:weiterlesen

Abend auf der Mordaualm

 von Sepp
Almkreuz der Mordaualm, im Hintergrund das Hochkkalter-Massiv

Almkreuz der Mordaualm, im Hintergrund das Hochkkalter-Massiv

In der Dämmerung zur Mordaualm

Da mittlerweile ja Sommerzeit herrscht, kann man die Abende wieder länger nutzen: Wenn das Wetter passt, kann man sogar jetzt schon kleine Feierabend-Touren machen. Am Montag zum Beispiel war ich am Abend auf der Mordaualm! Es war noch hell, als ich am Parkplatz am Taubensee losging, aber die Sonne war schon hinter dem Lattengebirge verschwunden. Als ich auf der Mordau ankam, lag die Alm schon komplett im Dunkel, während die auf der anderen Seite des Ramsauer Talkessels gelegenen Gipfel von Watzmann und Hochkalter von der untergehenden Sonne noch beleuchtet wurden.  Ich ging zum Almkreuz, das auf einer Erhebung oberhalb der Kaser steht und diesen schönen Blick auf die Ramsauer Bergwelt bietet..

Das Almkreuz vor Watzmann und Hochkalter

Das Almkreuz vor Watzmann und Hochkalter

Feierabend-Wanderung

Da ich relativ schnell unterwegs war, empfand ich die Temperatur als sehr warm, solange ich mich bewegte. Als ich auf der Alm dann zur Ruhe kam und mich setzte, merkte ich erst den kühlen Wind! Zum Glück hatte ich Mütze, Kapuzenpulli und Windstopper dabei.weiterlesen

Neue Schindeln braucht das Dach

 von Sepp
Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Früher waren sie fester Bestandteil der Bauernöfe und Häuser, heute sieht man sie im Tal nur noch sehr vereinzelt: Schindeln auf dem Dach. Auf den Almen hingegen ist das Schindeldach immer noch die häufigste Form der Dacheindeckung.  Wir haben den das milde Wetter genutzt, und begonnen, das Legschindelach unseres Kasers auf der Bindalm umzudecken und kaputte Schindeln auszutauschen.

Das Holz für die Schindeln muss genau ausgesucht werden: es muss gerade und feinwüchsig sein, sowie unbedingt astfrei, worauf es auf 70 Zentimeter abgelängt, gespalten und mit einem breiten Messer, das auf beiden Seiten einen Griff hat, nachbearbeitet wird. Durch das Spalten wird der natürliche Faserverlauf des Holzes nicht zerstört, was die gespaltene Schindel haltbarer macht als ein gesägtes Exemplar. Für die Legschindeln kommen bei uns Schindeln aus Fichte zum Einsatz. Die Schindeln werden überlappend verlegt, das bedeutet, lediglich etwa ein Drittel der einzelnen Schindel ist der Witterung ausgesetzt. Das Legschindeldach muss etwa alle fünf Jahre umgedeckt werden, wobei eine noch nicht der Witterung ausgesetzte Seite der Schindel nach oben kommt.

Umdecken des Schindeldachs

Umdecken des Schindeldachs

So können die Schindeln zumindest theoretisch viermal verwendet werden. In der Praxis sind einige der Schindeln durch die Witterungseinflüsse aber nicht mehr zu gebrauchen und werden durch neue Exemplare ersetzt.weiterlesen

Toni

Frühlingstour zur Gotzental-Alm

 von Toni

Dem Frühling auf der Spur

Unter einem weißblauen Himmel ging es am Mittwoch wieder hinauf in die Berge, um das Voranschreiten des Frühlings zu verfolgen. In der jetzigen Übergangszeit, wo für die Schifahrer in der Regel schon zu wenig und für die Wanderer noch zu viel Altschnee liegt, hat man die Natur fast für sich allein. Entsprechend einsam war bereits der Start an der geschlossenen Jennerbahn-Talstation. Im lockeren Trab ging es in der Sonne an den letzten Häusern vorbei zum Beginn des Hochbahnwegs. Hier, wo sich im Sommer oft die Wanderer in schnaufenden Massen hinaufbewegen, war nun keine Menschenseele unterwegs.

 

Auf der Hochbahn nach Königsbach

Gesäumt von Frühlingsblumen zog sich der steile Sandweg am Fuß des Jenners entlang, mit den Vogelstimmen im Bergwald als einzigem Geräusch weit und breit.

Königsbachalm

Jenner und Königsbachalm

Bald war die Aussichtskanzel mit dem grandiosen Blick auf Watzmann und Königssee erreicht, und kurze Zeit später die noch verlassene Königsbachalm. Auch hier war alles ungewohnt still – keine Pfiffe von Murmeltieren, keine Kuhglocken, nirgends eine quietschende Mountainbikebremse. In einem letzten kleinen Spurt ging es jetzt noch über den von Schmelzwasser fast überquellenden Königsbach hinweg und einen steilen Fußweg hinauf, dann war auch das erste Ziel erreicht: der schöne Aussichtspunkt über der Büchsenalm.

 

Über Stock und Stein ins Gotzental

Hier am Beginn des Altschnees konnte man der Sonne fast bei ihrem Vormarsch gegen die weiße Masse zusehen. Überall gluckerten kleine Rinnsale den ausapernden Hang hinab, auf dem Schwärme von Finken und Drosseln bei der Futtersuche herumhopsten.

Weg nach Gotzental

Der Weiterweg nach Gotzental

Nach kurzem Verschnaufen und einigen Fotos ging es wieder weiter, nämlich den malerischen Pfad hinüber ins Gotzental entlang. Im aufgeweichten Boden sah man ständig die Spuren von Gams, Hirsch und Reh, während im Wald ringsherum die Spechte aus Leibeskräften trommelten. Über Stock und Stein führte der Weg bald wieder hinaus auf die felsige Weide der Gotzental-Alm und zum nächsten dramatischen Watzmannblick. weiterlesen