Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Berchtesgaden

Musikanten Hoagart im Neuhaus Berchtesgaden

 von Sarita
Stoaberg Sängerinnen

Stoaberg Sängerinnen

Zünftiger Musikanten Hoagart* mit Berchtesgadener Musikgruppen im Gasthaus Neuhaus in Berchtesgaden. Bei gutem Wetter im Biergarten, anstonsten in der Gaststube.
Termin: Donnerstag, 11. August 2016, ab 18 Uhr, Eintritt frei.

Mitwirkende:

  • Hirschanger Musi
  • Ziach-Duo Angerer-Fuchs
  • Dreiklang Schneider-Lenz
  • Stoaberg Sängerinnen

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Führung durch den Markt Berchtesgaden

 von Sepp
Blick vom Kurgarten Berchtesgaden über das Königliche Schloss zu den Türmen der Stiftskirche

Blick vom Kurgarten Berchtesgaden über das Königliche Schloss zu den Türmen der Stiftskirche

Am Mittwochabend nahmen uns die Gästeführerinnen Berchtesgaden mit auf eine Führung durch den Markt Berchtesgaden! Die Führungen sind nämlich nicht nur für unsere Gäste sehr interessant, sondern auch für uns Einheimische. Immerhin blickt der Markt Berchtesgaden auf eine mehr als 900 jährige Geschichte zurück und die Gästeführer wissen Vieles zu erzählen, das auch der Einheimische noch nicht weiß.

Wir starten unsere Tour im Kurgarten, direkt vor unserem Büro im Kongresshaus Berchtesgaden. Mit Blick zum Kehlsteinhaus erklären uns unsere beiden Führerinnen die Geschichte der Gründung Berchtesgadens und seine wechselvolle Geschichte vom Augustinerstift zu einer Fürstprobstei und dem mehrmaligen Wechsel der Landeszugehörigkeit nach der Säkularisation bis Berchtesgaden 1810 endgültig an Bayern, damals noch ein Königreich, angeschlossen wurde.

Relief des Almabtriebs in der Mauer zum Kurgarten

Relief des Almabtriebs in der Mauer zum Kurgarten

Vorbei am Triembachereck gehen wir anschließend in die Fußgängerzone Berchtesgaden.

Blick am Triembacherhaus vorbei zum Hohen Brett

Blick am Triembacherhaus vorbei zum Hohen Brett

Die Führerinnen lenken unseren Blick zum ehemaligen Hofrichterhaus am Doktorberg oberhalb des Ortszentrums. Das imposante Gebäude mit dem markanten Walmdach diente im Lauf seiner Geschichte immer wieder als Sitz öffentlicher Einrichtungen. Unter anderem auch als Landratsamt des früheren Landkreises Berchtesgaden und danach als Finanzamt.

Das ehemalige Hofrichterhaus

Das ehemalige Hofrichterhaus

Am Brunnen in der Metzgergasse erklären uns unsere Füherinnen die Geschichte dieser Straße: Tatsächlich gab es früher hier zahlreiche Metzgereien, das Blut der geschlachteten Tiere floß in einer Rinne durch die Straße. Davon ist heute nichts mehr zu sehen: Die Metzgerstraße ist mit ihren Geschäften und Cafés eine der wichtigsten Einkaufs- und Flanierstraßen in der Berchtesgadener Fußgängerzone.weiterlesen

Mountaincart Berchtesgaden

 von Sepp
Mountaincart Berchtesgaden

Mountaincart Berchtesgaden

Rasanter Spaß am Obersalzberg

Seit kurzem könnt Ihr die Rodelbahn am Obersalzberg auch im Sommer runterflitzen. Und zwar mit den Mountaincarts von Adrenalin Berchtesgaden. Dabei handelt es sich um nichtmotorisierte dreirädrige Gefährte mit tiefem Schwerpunkt und starken Bremsen, die ein Fahrgefühl irgendwo zwischen Go-Kart und Schlitten vermitteln. Wir haben das Mountaincart diese Woche ausprobiert.

Los geht’s am Parkplatz an der Schießstätte neben der Talstation der Obersalzbergbahn, unweit vom Ortszentrum Berchtesgaden. Hier steht der Trailer zur Anmeldung. Wir unterschreiben den Haftungsausschluss und leihen uns einen Helm aus.

Ohne Helm geht nicht's beim Mountaincart-Fahren

Ohne Helm geht nicht’s beim Mountaincart-Fahren

Dann geht’s rauf auf den Obersalzberg. An der Scharitzkehlstraße auf 1100 Metern Höhe beginnt die Rodelbahn. Hier sind die Mountaincarts gelagert. Sofort suchen wir uns passende Carts aus, ich schnappe mir gleich eines in Größe XL, damit ich meine langen Beine unterbringe.

Die Mountaincarts gibt's in verschiendenen Größen

Die Mountaincarts gibt’s in verschiendenen Größen

Marco, der Chef von Adrenalin Berchtesgaden, gibt uns hier oben eine ausführliche Einweisung. Neben den Charakteristika der Carts steht vor allem die Sicherheit im Vordergrund. Denn die Rodelbahn ist ein öffentlicher Weg, hier sind viele Fußgänger unterwegs. Es ist also Vorsicht und eine vorausschauende Fahrweise geboten, damit das Miteinander von Mountaincart und Fußgänger funktioniert.Um einen optimalen Ablauf zu garantieren, fährt bei jeder Fahrt ein Guide voraus und sorgt an den relevanten Stellen der Strecke für zusätzliche Sicherheit.weiterlesen

Stadtführung durch Berchtesgaden, Info am Treffpunkt Kurhaus

Stadtführung durch Berchtesgaden, Info am Treffpunkt Kurhaus

Sympathisch, authentisch, informativ, anekdotenreich und unterhaltsam

“Ja mei, so a junger Buab und ganz aus Bremen!!“ Anna Glossner war sichtlich erfreut mich als unwissendes Nordlicht und Neu-Berchtesgadener in ihrem heute eher übersichtlichen Gefolge begrüßen zu dürfen. Auf geht’s auf die Stadtführung durch Berchtesgaden, die von der Interessengemeinschaft der Markt- und Gemeindeführer Berchtesgaden für fünf Euro angeboten wird!

Normalerweise sei die Gruppe um die 8-20 Leute stark, heute „ist aber das Wetter zu gut…aber egal ob zwei oder 30, ich gebe immer mein Bestes um den Leuten eine spannende und lehrreiche Stunde zu bereiten!“ Und Anna hielt ihr Wort, auch wenn am Ende aus der angekündigten Stunde knapp zwei Stunden wurden.

Freundlich und enthusiastisch, mit sympathischer lokaler Mundart führt Anna die kleine Gruppe durch den historischen Ortskern, beantwortet bereitwillig Fragen und packt eine Anekdote nach der nächsten aus ihrem scheinbar unerschöpflichen Arsenal aus.

Von dem Startpunkt am Kurhaus geht es über den Friedhof, wo man viel Interessantes über bekannte verstorbene Berchtesgadener Persönlichkeiten erfährt.

Anna Glossner erzählt von berühmten BerchtesgadenernAnna Glossner erzählt von berühmten Berchtesgadenern

Anna Glossner erzählt von berühmten Berchtesgadenern

In der Franziskanerkirche angekommen, erzählt sich Anna in Höchstform und plagt mit Inbrunst über das Bild, das heutzutage in vielen Köpfen von der Institution Kirche existiert. Eine wahre Freude ihr zuzuhören!weiterlesen

Der Marktbrunnen Berchtesgaden

 von Sepp
Der Marktbrunnen Berchtesgaden vor dem Gasthof Neuhaus

Der Marktbrunnen Berchtesgaden vor dem Gasthof Neuhaus vor der Renovierung

Der Marktplatz Berchtesgaden ist einer der zentralen Plätze im Markt Berchtesgaden. Fast alle Häuser rund um den dreieckigen Platz sind spätmittelalterlichen Ursprungs. In unmittelbarer Nähe des Schlossplatzes, dem Zentrum des politischen und religiösen Lebens in der Fürstprobstei Berchtesgaden, siedelten sich hier die wohlhabenden Bürger Berchtesgadens an. Die Häuser weisen zwar Satteldächer mit der typisch alpenländisch geringen Dachneigung auf, erinnern mit ihren prächtigen Fassaden und ihrer Höhe von bis zu vier Stockwerken ansonsten aber viel mehr an bürgerliche Stadthäuser. Der Gasthof Neuhaus, 1576 als Hoftaverne eröffnet, rundet das denkmalgeschütze Ensemble in Richtung Königliches Schloss ab. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielten einige der bis dahin lediglich verputzten Fassaden eine aufwändige Stuckierung. Besondere Akzente setzte zudem August von Thiersch  mit der Bemalung des Hirschenhauses.

Der Marktplatz Berchtesgaden mit Hirschenhaus und Marktbrunnen

Der Marktplatz Berchtesgaden mit Hirschenhaus und Marktbrunnen

Im Zentrum des Marktplatzes steht der Marktbrunnen. Errichtet wurde der Brunnen bereits 1558, der markante Mittelpfeiler mit dem Löwen kam allerdings erst 1628 hinzu. Mit dem Bau des Marmorbeckens war der Marktbrunnen dann 1677 fertig. weiterlesen

Sabrina Moriggl

© Spargelerzeugerverband Südbayern e.V.

Martina Reinhold ist amtierende Schrobenhausener Spargelkönigin. Die lebenslustige 23-Jährige geht gerne auf Reisen. Eine davon wird sie in die Alpenstadt Bad Reichenhall bringen. Am 2.6.2016 findet am Rathausplatz zum 11. Mal das Spargelfestival statt. Mehrere Gastronomen aus der Region werden aus dem mitgebrachten Schrobenhausener Spargel, der auch vor Ort käuflich zu erwerben sein wird, vielfältige und köstliche Gerichte kreieren. Offiziel „angestochen“ wurde am Viktualienmarkt in München mit Staatsminister Helmut Brunner. Martina II. läutete damit die diesjährige Spargelsasaion ein.

Martina, auf ein Wort: Der Spargel benötigt viel Wärme, durch den Klimawandel schwinden die Übergänge zwischen Frühling und Sommer, es wird heißer und heißer. Ideale Bedingungen für den Spargelanbau? 

„Die Saison beginnt früher, dann muss auch das Stech
ende früher als Johanni (24.6.) sein. Ggf. müssen die Spargelfelder beregnet werden um der Trockenheit entgegen zu wirken und damit nach dem Stechende, der Spargel sich erholen und Nährstoffe in die Rhizome(Wurzel) einlagern kann.“

Flugsandboden, was genau kann ich mir darunter vorstellen?

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Alles andere als sandig: Spargelcremesuppe mit Schwarzbrot Croutons und Sahne.

„Vor Urzeiten wurde ein feiner Sand mit einem bestimmten Lehm- und Schluffanteil durch Stürme angetragen. Im Schrobenhausener Anbaugebiet beträgt dieser Anteil ca. 20%, der für den besonderen nussigen Geschmack des Schrobenhausener Spargels verantwortlich ist.“

Oha. Sag mal Martina, Du stammst selbst aus einem Spargelbetrieb – tut Dir manchmal der Rücken vom Stechen der Spargelstangen weh?

„Anfangs ja, aber daran gewöhnt man sich dann. Wir auf unserem Hof stechen maximal in Spitzenzeiten 4 Stunden in der früh. Das ist dann auch für Frauen machbar.“

Klingt trotzdem ziemlich anstrengend. Spargel wird nach wie vor per Hand gestochen, der Arbeitsaufwand macht rund 50% der Kosten aus. Derzeit wird eine maschinelle Ernte erprobt. Zwar bliebe dadurch mehr Ertrag hängen, aber die Arbeitsplätze würden sich verflüchtigen. Fluch oder Segen?

„Es werden derzeit Erntehilfen wie z.B. Spargelspinnen eingesetzt welche die Arbeit erleichtern. Dennoch wird man in naher Zukunft den Arbeitsaufwand nicht wesentlich verringern können. Der Ertrag einer Spargelanlage wird durch die maschinelle Ernte nicht mehr, nur die Stundenleistung steigt. Sollte sich die maschinelle Ernte durchsetzen, dann kann man sicherlich davon ausgehen, dass es weniger Arbeitsplätze gibt. Dies würde vor allem osteuropäische Arbeitskräfte treffen.“weiterlesen

Frühling am Emmausweg

 von Sepp
Die Kirchleitenkapelle am Ponnzenzenbichl Berchtesgaden

Die Kirchleitenkapelle am Ponnzenzenbichl Berchtesgaden

Viele von Euch kennen wahrscheinlich den Emmausweg in Berchtesgaden nur im Advent. Dann schmücken nämlich mehr als 70 handgefertigte hölzerne Laternen den besinnlichen Rundweg zu den Kirchen und Kapellen in und um den Markt Berchtesgaden. Der Weg ist aber zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang wert, besonders natürlich bei traumhaftem Frühlingswetter. So wie gestern: Bevor es am Abend zu regnen begann, bin ich noch den Emmausweg gegangen.

Ich starte am Kongresshaus Berchtesgaden und gehe über den wunderschönen alten Friedhof zur Franziskanerkirche, der ersten Station des Emmaus-Wegs.

Die Franziskaner Kirche und der Friedhof Berchtesgaden

Die Franziskaner Kirche und der Friedhof Berchtesgaden

Die Kirche „Unserer lieben Frau zum Anger“ ist Teil eines größeren Ensembles. Ursprünglich für die Augustiner Chorfrauen errichtet, wird ein Teil der Gebäude wird heute von polnischen Ordensleuten der Franziskaner genutzt.

Der Läutturm der Franziskaner Kirche

Der Läutturm der Franziskaner Kirche

Durch die Angergasse sehe ich schon die nächste Station des Emmausweges: Die Christuskirche.

Die Christuskirche Berchtesgaden

Die Christuskirche Berchtesgaden

Die Christuskirche liegt etwas oberhalb des Ortszentrums Berchtesgaden am Soleleitungsweg und ist ein wichtiger Knotenpunkt für Spaziergänge im Markt. Von hier aus führt die steilste Stelle des Emmausweges weiter zum Kalvarienberg.

Kalvarienberg Kapelle Berchtesgaden

Kalvarienberg Kapelle Berchtesgaden

Die Hauptkapelle (es gibt auch noch 4 kleinere Nebenkapellen) zeigt die Kreuzigung Jesu anhand lebensgroßer Skulpturen und einer bunten Bemalung.weiterlesen

Gratwanderer: Das Berchtesgaden Cap

 von Sepp
Gratwanderer: Das Berchtesgaden Cap

Gratwanderer: Das Berchtesgaden Cap

Beim Modehaus Unterländer mitten in der Berchtesgadener Fußgängerzone gibt’s was Neues: Das Berchtesgadener Cap! Eine klassische Schirmmütze mit der Silhouette unseres Watzmanns und der Aufschrift Gratwanderer!

Das Modehaus Unterländer blickt auf eine lange Tradition zurück: 1906 eröffnete der Niederbayer Ludwig Unterländer mitten im Ortszentrum Berchtesgadens sein Modehaus. Im Laufe der über 100 Jahre seines Bestehens wuchs die Ladenfläche des Modehauses Unterländer von ursprünglich 100 m² auf mehr als das Zehnfache an. Allerdings nicht durch unschöne Anbauten, sondern durch die Übernahme der benachbarten Gebäude. So ist das Modehaus Unterländer im historischen Markt auch heute noch ein echtes Schmuckstück in der Berchtesgadener Fußgängerzone.weiterlesen

Watzmann Therme übernimmt Vorreiterrolle

 von Sepp
Der Außenbereich der Watzmann Therme im Winter

Der Außenbereich der Watzmann Therme im Winter

In der Watzmann Therme Berchtesgaden ist jeder Gast willkommen – natürlich auch Gäste mit körperlicher oder geistiger Einschränkung! Für Menschen mit Behinderung ist es jedoch nur möglich den Thermenaufenthalt zu genießen, wenn im Vorfeld sowie während des Besuchs einheitliche und vor allem verlässliche Informationen zur Erlebbarkeit der Einrichtung vorliegen. Aus diesem Grund war es für das Team der Watzmann Therme selbstverständlich, an der deutschlandweiten Klassifizierungs-Initiative „Reisen für Alle“ teilzunehmen und das Familienbad nimmt somit eine Vorreiterrolle in der Region ein.

In Deutschland leben etwa 10 Mio. Menschen mit einer Behinderung. Für sie sind detaillierte und verlässliche Informationen über die Nutz- und Erlebbarkeit diverser Einrichtungen eine wesentliche Grundlage für ihre Reiseentscheidung bzw. für ihre Auswahl des Ausflugsziels. Diese Informationen geben Sicherheit und die Freude an der Reise oder dem Ausflug kann bereits im Vorfeld beginnen. Barrierefreier Tourismus ist außerdem eines der wenigen Segmente mit Wachstum und großem ökonomischen Potenzial in Deutschland. Barriere-freiheit ist für etwa 10 % der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 % hilfreich und für 100 % komfortabel – somit ist ein barrierefreies Angebot nicht nur ein Qualitäts- sondern auch Komfortmerkmal!

„Reisen für Alle: barrierefrei und zertifiziert

„Reisen für Alle“ ist die bundesweit gültige Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit. Diese wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Erstmals werden für die Gäste notwendige Informationen durch ausgebildete Erheber erfasst und mit klaren Qualitätskriterien bewertet. Diese wurden in mehrjähriger Zusammenarbeit und Abstimmung mit Betroffenenverbänden sowie touristischen Akteuren entwickelt. Ziel sind transparente und deutschlandweit anerkannte Qualitätskriterien samt verständlicher Darstellung. Für die klassifizierten Betriebe erschließen sich dadurch neue, große und stetig wachsende Kundengruppen.weiterlesen

Die Heilige Pforte in Berchtesgaden

 von Sepp
Das Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden

Das Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden

Berchtesgaden im Heiligen Jahr: „Pforte der Barmherzigkeit“ an der Stiftskirche

Nordportal der Stiftskirche

Nordportal der Stiftskirche

Am 8. Dezember 2015  hat Papst Franziskus hatte im Vatikan das Heilige Jahr 2016 ausgerufen und die seit 15 Jahren verschlossene Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet. Aber nicht nur im Kirchenstaat haben Gläubige die Gelegenheit, eine Heilige Pforte zu durchschreiten: Am 13. Dezember, dem 3. Adventssonntag, wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes die „Pforte der Barmherzigkeit“ am Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden eröffnet. Bis zum 20. November 2016 steht die Pforte ganz im Zeichen der Barmherzigkeit.

Bereits im März dieses Jahres hatte Papst Franziskus ein außerordentliches Heiliges Jahr angekündigt. Dessen Tradition geht ursprünglich auf hebräisches Brauchtum zurück, in dem das „Jubeljahr“ oder „Jubiläum“ alle 50 Jahre begangen wurde. In der katholischen Kirche griff Papst Bonifatius VIII. im Jahre 1300 die Tradition des Jubiläums wieder auf. Im Jahre 1475 legte man einen Rhythmus von 25 Jahren fest. Dieser sollte es jeder Generation ermöglichen, zumindest ein Jubiläumsjahr mitzuerleben.

Ein außerordentliches Heiliges Jahr steht im Zusammenhang mit besonderen Anlässen und unterbricht die zeitliche Abfolge. Der Brauch, außerordentliche Jubiläen auszurufen, geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Im vergangenen Jahrhundert geschah dies zweimal: 1933 feierte Pius XI. den 1900. Jahrestag der Erlösung und 1983 erinnerte Papst Johannes Paul II. an die 1950 Jahre, die seit der Kreuzigung Christi vergangen waren. Zum „Jubiläum der Barmherzigkeit“ werden in den kommenden Monaten in Rom Millionen von Pilgern erwartet, die die „Heilige Pforte“ im Petersdom durchschreiten werden. Wer die weite Reise in den Vatikan nicht antreten kann, hat diesmal in heimatlichen Pfarreien Gelegenheit, eine sogenannte „Pforte der Barmherzigkeit“ zu durchschreiten. „In jeder Diözese der Welt sollen Kirchen mit überregionaler Bedeutung eine Heilige Pforte öffnen“, erläutert der Berchtesgadener Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob. Insgesamt acht Heilige Pforten gibt es in der Erzdiözese München und Freising, darunter eben auch in Berchtesgaden. Dadurch sollen möglichst viele Menschen die Gelegenheit bekommen, am Heiligen Jahr teilzunehmen, ohne extra nach Rom zu reisen.

Die Heilige Pforte in Berchtesgaden

Die Heilige Pforte in Berchtesgaden

Die Pforte der Bamherzigkeit

Betritt man das Nordportal der Stiftskirche Berchtesgaden fällt an der Außenseite die überlebensgroße Figur des „barmherzigen Vaters“ auf. „Er war verloren und ist wiedergefunden“, so heißt es im Lukasevangelium. Der Vater vergibt dem jüngeren seiner beiden Söhne und schließt ihn fest in seine Arme, nachdem dieser viele Jahre, durch das väterliche Erbe begünstigt, in Saus und Braus gelebt hatte. Mit Kalebasse und Wanderstock wird der von seiner unglückseligen Pilgerreise zurückkehrende Jüngling dargestellt. „Das Heilige Jahr ist eine willkommenen Gelegenheit, um die Figur ins Bewusstsein zu rücken“, so der Pfarrer.weiterlesen