Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Predigtstuhl

Wanderherbst auf dem Predigtstuhl

 von Sepp
Wanderherbst auf dem Predigtstuhl

Wanderherbst auf dem Predigtstuhl

Für den Wanderherbst auf dem Predigtstuhl haben sich die Betreiber der Seilbahn einiges einfallen lassen, um Wanderer anzusprechen, die zwar den mühsamen und zeitraubenden Aufstieg scheuen, aber die Natur auf dem Hausberg der Alpenstadt Bad Reichenhall dennoch genießen wollen. Dazu wurden zwei Wanderrouten ausgewählt, die auch von Familien und alpinunerfahrenen Gästen begangen werden können. Die dritte Route bietet bereits eine größere Herausforderung. Geführte Gipfelwanderungen und ein Fotowettbewerb runden das Angebot für den Wanderherbst 2015 ab.

Der Bad Reichenhaller Hausberg steigert mit drei eigens beschriebenen Wanderrouten seine Attraktivität für Urlauber und Einheimische. Die blaue Familien- und Genießerroute führt vom Bergrestaurant Predigtstuhl auf den Gipfel und über die Almhütte in der Schlegelmulde wieder zurück.  Die Gehzeit beträgt ca. 30 bis 40 Minuten. Dieser Weg eignet sich auch für Personen, die über keine  Bergerfahrung verfügen. Die rote Route ist sportlicher und biegt gleich nach dem Bergrestaurant nach  rechts talwärts auf den Moosensteig ab. Über die nicht bewirtschaftete Obere Schlegelalm geht es dann über die Schlegelmulde auf den Predigtstuhlgipfel. Die Gehzeit beträgt ca. eine Stunde. Trittsicherheit  und gutes Schuhwerk sind zu empfehlen.

Die schwarze Route eignet sich für alpinerfahrene Berg- und Naturliebhaber. Trittsicherheit,  Schwindelfreiheit und Bergschuhe sind hier zwingend erforderlich. Von der Almhütte auf der  Schlegelmulde geht es über den Hochschlegel und danach im weiten Bogen von Süden her auf den  Karkopf. Gute zwei Stunden sollte man für diese Tour einplanen. Traumhafte Fernblicke in den Berchtesgadener Talkessel sind dafür garantiert. Die rote und schwarze Route lassen sich kombinieren und wer eine weitere Stunde Zeit hat, kann noch den Abstecher zum Dreisesselberg unternehmen un die  Bad Reichenhaller Gipfeltour vollenden.

Neue Kreationen rund um „Wild.Wein.berg“ und „Brotzeit & Bier“

Während die Almhütte auf der Schlegelmulde zu Bier & Brotzeit einlädt, steht das Speisen im Bergrestaurant unter dem Motto „Wild.Wein.berg“. Feinschmecker und Gourmets können sich wieder
auf die Kreationen von Peter Golab und Dennis Hackenberg freuen.

Die Bergstation mit Bergrestaurant auf dem Predigtstuhl

Die Bergstation mit Bergrestaurant auf dem Predigtstuhl

Die Qualität der Küche ist ein Alleinstellungsmerkmal des Bergrestaurants auf dem Predigtstuhl Bad Reichenhall, davon sind dien Eigentümerfamilien Aicher und Posch überzeugt. „Wer auf unserer einmaligen Aussichtsterrasse Platz nehmen will und keinen großen Hunger hat, für den gibt es natürlich auch süße Verführungen und herzhafte Schmankerl“, verrät Marga Posch. Für sie ist es wichtig, dass sich Wanderer überall willkommen fühlen.weiterlesen

Sabrina Moriggl

Predigtstuhl Überschreitung

 von Sabrina
Predigtstuhl_1

Blick auf den Predigtstuhl und Salach.

Predigtstuhl Überschreitung über steinerne Agnes

Schon lange stand der Predigtstuhl auf meiner Liste. Als Einheimische noch nie dort oben gewesen zu sein hat mich immer etwas beschämt. Wie gern wollte ich einmal mit der Seilbahn fahren, aber selbst mit der Einladung auf einen Kaffee konnte ich meine Mutter nicht für die älterste, in Original erhaltene Seilbahn der Welt begeistern. Alleine fahren fand ich langweilig und 22,- Euro für den Spaß zu teuer. Blieb nur der Fußweg. Oft bin ich in den letzten Jahren den Dötzenkopf rauf und runter und hab nach einen Pfad zum Predigtstuhl Ausschau gehalten. Gefunden hab ich ihn trotz Karte nie. Doch letztes Jahr – ich ging mit Helga und Matthias zur steinernen Agnes, wies das Schild dort weiter zum Predigtstuhl. Das behielt ich im Hinterkopf – die Agnes würde mir den Weg hinauf zum Predigtstuhl sichern. Dieses Vorhaben ließ mich nicht mehr los. Und erst vor ein paar Wochen saß ich auf der Terrasse der Tagesbar vom Juhasz, zeigte mit dem Finger zum Predigtstuhl und erklärte entschlossen einer Bekannten. »Da aufi mag i heuer gehen.«

 

Jetzt war die Zeit reif. Ich wollte, musste hoch – es galt mir selbst etwas zu beweisen. Von Freilassing aus kommend über den Hammerauer Berg erstreckt sich eindrucksvoll das Lattengebirge. Ein mulmiges Gefühl beschlich mich. Meine Kondition lag im bescheidenen Bereich im Vergleich zur damaligen Agnesbesteigung – und haben wir damals nicht auch ein wenig gejammert, weil es zwei Stunden permanent aufwärts ging? Kurzentschlossen, um acht Uhr früh, entscheidet sich meine Freundin Ursi mitzukommen, wodurch ein Vorteil klar auf der Hand lag: zwei Autos. Ich parkte meines bei der Predigtstuhlbahn, hüpfte in Ursis VW und zusammen fuhren wir nach Hallthurm zum Wanderparkplatz. Der Plan simpel: Rauf zur Agnes, rüber zum Predigtstuhl, mit der Seilbahn runter. Statt den Bus mein Auto nehmen und Ursis Auto holen. Gesagt getan. Der Aufstieg zur Agnes hatte nichts an seiner schweißtreibenden Steigung verloren. Der erste Aussichtspunkt versöhnt jedoch mit einem tollen Blick hinab ins Land.

Predigtstuhl_2

Auf dem Weg zum Predigtstuhl

Als wir unterhalb der Agnes ankommen, wartet dort bereits eine Gruppe Wanderer. Wir bleiben für einen kurzen Plausch und beschließen für unsere Rast einen etwas ruhigeren Ort aufzusuchen. Also weiter des Weges. Ein umgeknickter Baum ragt mit seinen Ästen über den Weg und zaubert einen verwunschenen Durchgang. Seine noch grünen Blätter streifen unsere Köpfe. Den weichen Trampelweg am Hang folgend umgibt uns eine wunderbare Aussicht auf die Berge.

Predigtstuhl_3

Aussicht auf die Berge

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Predigtstuhlbahn Bad Reichenhall

Predigtstuhlbahn

Die Sommerferien sind angebrochen und wieder wird bewiesen, dass Bayern (gerade Oberbayern) eines der beliebtesten Ferienziele ist. Dazu gehört auch das Berchtesgadener Land. Gerade die beliebtesten Ausflugsziele wie das Kehlsteinhaus, der Jenner oder St. Bartholomä erinnern dann eher weniger an Alpenidylle. Besonders begehrt sind diese Ausflugsziele zu den derzeiten Rekordtemparaturen über 30°. Körperliche Anstrengugen zur Mittagszeit sind gerade bei dieser Hitze nicht besonders zu empfehlen.

So mussten meine Eltern, die mir hier im Berchtesgadener Talkessel einen Besuch abstatten und ich überlegen, wie wir ein Berg- und Naturerlebnis ohne große Anstrengungen erfahren können. Da fiel mir der Predigtstuhl ein. Dort führt die älteste, noch im Original erhaltene Seilbahn der Welt hinauf (Baujahr 1925 – 1928). Tickets habe ich bequem über Kombiticket24 gekauft. Die Predigtstuhlbahn befindet sich im Bad Reichenhaller Ortsteil Kirchberg. Sowohl mit dem Auto als auch mit der Berchtesgadener Land Bahn ist die Predigtstuhlbahn leicht zu erreichen. Da meine Eltern vor Ort sind, findet die Anreise mit dem Auto statt. Schon jetzt am frühen Vormittag ist der Parkplatz ziemlich voll. Ohje! In der Wartehalle und schon mehrere Meter vor dem Eingang hat sich eine Warteschlange gebildet. Mein Vater ist nicht gerade begeistert und hat es schwer sich anzustellen und sich in Geduld zu üben. Doch nach 30 Minuten warten wird er sehen, dass es sich gelohnt hat. Bis dahin – ruhig Blut. In der Warteschlange sehe ich Menschen jedes Alters. Von Familien mit ihren Kindern bis hin zu Personen weit über 70. Die Aufstiegshilfe Predigtstuhlbahn scheint sich auch nach so langer Zeit des Bestehens großer Beliebtheit zu erfreuen. Aufgrund des großen Andranges fährt heute die Bahn im 10 Minuten-Takt. Üblich ist ein 30 Minuten-Takt.

Wir sind gespannt was uns oben erwartet, denn keiner von uns war jemals am Predigtstuhl gewesen. Der Plan durch eine Seilbahnfahrt mal nicht total nass geschwitzt zu sein geht leider nicht auf. Durch das Anstehen in der nicht klimatisierten Wartehalle sind alle total verschwitzt. Endlich ist es dann soweit. 20 Personen werden in eine Kabine ‚gesteckt‘. Gedanken über Massenabfertigung verschiebe ich schnell wieder, denn es geht bergauf und schon bieten sich wunderbare Ausblicke. Vom Saalachsee zum wilden Kaiser, Untersberg, Reiter Alm und Hochstaufen. Während der Fahrt gibt ein Mitarbeiter der Predigtstuhlbahn Informationen zu technischen Details und klärt auf welche Berge und Seen von hier aus zu sehen sind.

Tiefblick Bad Reichenhall

Tiefblick vom Predigtstuhl nach Bad Reichenhall

Nach 8 Minuten ist die Fahrt dann schon wieder vorbei und man kommt in den 70igern an. Wir haben also eine Zeitreise gemacht. Die Wartehalle der Bergstation und die Außenfassade beziehungsweise der Baustil der Bergstation erinnert sehr an die 70iger Jahre. Ein Blick in das Bergstationsrestaurant und man kommt wieder in der Neuzeit an!

urige Wegweiser am Predigtstuhl

urige Wegweiser am Predigtstuhl

Für uns geht es zuerst zum Gipfelkreuz, welches in wenigen Gehminuten von der Bergstation erreicht ist.weiterlesen

Dötzenkopf

Dötzenkopf

Kaum noch ein Berg wo man sie nicht sieht: TrailrunnerInnen. Immer schnell unterwegs, möglichst Leichtgepäck und dazu die moderne bunte Kleidung. Athleten, die über die Steine und Wurzeln im Gebirge schon fast fliegen. Wie soll man das finden? Ist unsere Schnellebigkeit nun auch in den Bergen angekommen? ‚Joggt‘ man nur auf den Berg, da im Alltag zu wenig Zeit für ein Naturerlebnis ist?

Meinen ersten Trailrun machte ich letzten Sommer. Damals war ein nahendes Gewitter der Grund. Ich war mit meiner Mutter am Kärlingerhaus und wollte noch unbedingt zum Feldkogel, also blieb mir nichts anderes übrig als hoch und runter zu joggen. Innerhalb von weniger als 45 Minuten war ich dann wieder zurück am Kärlingerhaus inklusiv der verwirrten Blicke der Wanderer, als das Mädchen mit dem flammenden Haar ohne Gepäck an ihnen vorbei joggt. Als ich wieder am Kärlingerhaus ankam, prasselte wie auf Kommando der Regen runter. Das Gefühl, das mich nach dem Run überkam war schön: Ich fühlte mich unheimlich stark, ich merkte, dass mein Körper noch zu viel mehr in der Lage ist, als ich mir dachte. Und so kam ich zum Trailrunning.

Man sagte mir mal, man solle beim Trailrunning immer mit dem Bergauflaufen beginnen und sich dann so höher steigern. Das war mir oft doch zu anstrengend und so wurden es immer nur downhills.

Heute war es soweit, ich möchte eine Strecke durchgängig mit Verschnaufpausen bergauf joggen – und das bei der derzeitigen Hitzewelle über 30 Grad. Als heutiges Ziel wird es kein geringerer Berg als der Dötzenkopf werden. Zu Berühmtheit gelang dieser 1000er im Lattengebirge durch das sogenannte Dötzenkopf Skyrace. Anfang des Jahres traf sich dort die Elite des Trailrunnings um sich in den verschiedensten Kategorien zu messen, vom schnellsten Lauf bis zu den meisten Läufen hintereinander. Das Ganze entstand durch die sozialen Medien und mithilfe der Uhren mit Zeit- und Höhenmetermessung wurde der eigene Erfolg gepostet in den sozialen Medien.

So mancher würde die TrailrunnerInnen für verrückt halten, aber ich denke, das sind einfach Sportler, die auch gerne in der Natur sind und solange man auch auf den Wegen bleibt stört man niemanden.

Startpunkt für ein Trailrun auf den Spuren der TrailrunnerInnen des Skyraces ist der Wanderparkplatz in Bayerisch Gmain. Das Wanderzentrum ist aber auch für Berggeher, die den ÖPNV nutzen gut erreichbar. Vom Bahnhof in Bayerisch Gmain sind es nur 10 Gehminuten.

Wanderzentrum Bayrisch Gmain

Wanderzentrum Bayrisch Gmain

Schon eine Woche zuvor war ich am Dötzenkopf, allerdings in normalem Wandertempo. So war mir die Strecke schon bekannt. Ich schaue mir die Wegeschilder genauer an und mir fällt auf, dass nur schwere und sehr schwere Bergwege von hier aus starten. Somit der perfekte Startpunkt für alle erfahrenen Berggeher. Auch hier im Wald steht die Luft. Die Dusche heute war unnötig, ich bin jetzt schon total verschwitzt. Was solls. Noch einmal einen kräftigen Schluck Wasser getrunken und los geht’s.weiterlesen

Sommerabend auf dem Predigtstuhl

 von Sepp
Ein Sommerabend an der Predigtstuhlbahn

Ein Sommerabend an der Predigtstuhlbahn

Die Predigtstuhlbahn wird im Juli und August den Bergsommer noch einladender machen und jeden Dienstag und Donnerstag verlängerte Fahrzeiten bis in den Abend anbieten. Seit Anfang Juli kann man mit der historischen Seilbahn zweimal die Woche bis bis 17 Uhr auf den Predigtstuhl, den Bad Reichenhaller Hausberg fahren. Die Talfahrt kann dann zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr stattfinden. Beim Kauf des Tickets ab 15.45 Uhr für die Berg- und Talfahrt gibt es außerdem noch  einen 5 Euro Verzehrgutschein für das Bergrestaurant Predigtstuhl.

Bayerische Tapas am Dienstag

Am Dienstag erwartet die Besucher des Predigstuhls ein bayerisch-gemütlicher Abend mit Bayrisch Tapas. Wählt zwischen einem und drei bayerischen Tapas, die sich hervorragend auf der Aussichtsterrasse des Bergrestaurants genießen lassen. So ist der Ausblick auf die Alpenstadt Bad Reichenhall gleich noch schöner!weiterlesen

Wunderschönes Bad Reichenhall

 von Sepp

Bad Reichenhall ist bekannt als die Bayerische Gesundheitsstadt. Doch die Stadt und ihr Umland hat noch viel mehr zu bieten: Die umliegenden Berge sorgen nicht nur für das schonende und reizarme Klima in der Alpenstadt, sondern bilden auch teilweise hochalpine Ausflugsziele für Wanderer und Bergsteiger. Im obigen Bild von Klaus Schelbert seht ihr die in den Fels gehauene Kapelle am Hochstaufen. Die Kapelle liegt nur wenige Meter neben dem Reichenhaller Haus und ein paar Meter unterhalb des Gipfels und wurde im Jahr 1929 eingeweiht. Bei einer Bergtour auf den Hochstaufen kommt man zwangläufig hier vorbei: Der Weg zum Gipfel führt direkt zwischen Kapelle und Staufenhaus hindurch.

Auf der anderen Seite des Reichenhaller Beckens erhebt sich das Lattengebirge: Seit 1928 macht die Predigtstuhlbahn den Predigtstuhl zum bekanntesten Gipfel im Bergmassiv. Von der Talstation der Seilbahn unweit des Stadtzentrums befördert die Seilbahn ihre Passagiere in etwas über 8 Minuten zur Bergstation. Auf dem Predigtstuhl kann man dann umherwandern und die Höhenluft genießen, oder man kehrt im Bergrestaurant direkt an der Bergstation ein: Liebevoll restauriert versprüht das denkmalgeschützte Ensemble aus Bergstation, Hotel und Restaurant heute wieder den Flair der goldenen Zwanziger Jahre.

Ebenfalls im Lattengebirge befindet sich der Dötzenkopf: Mit seinen 1001 Metern Höhe gilt er gerade mal so als Eintausender, doch die Aussicht am Gipfel ist die eines ganz Großen. Die gesamte Stadt Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain kann man von hier überblicken. Der Aufstieg zum Dötzenkopf von Bayerisch Gmain ist nicht nur bei Genusswanderern beliebt, auch die heimischen Trailrunner haben am Dötzenkopf ihre Trainingsstrecke gefunden.weiterlesen

Auf Skiern übers Lattengebirge

 von Sepp
Blick vom Predigtstuhl auf Bad Reichenhall

Blick vom Predigtstuhl auf Bad Reichenhall

Skitour vom Predigtstuhl nach Bischofswiesen

Was war das heute wieder für ein Traumtag: Strahlender Sonnenschein und fast schon frühlingshafte Temperaturen. Dabei ist es am Morgen, als wir in Bad Reichenhall zu unserer Skitour über das Lattengebirge aufbrechen, noch etwas neblig. Mit der ersten Gondel der Predigtstuhlbahn fahren wir um 9 Uhr auf den Reichenhaller Hausberg, den Nebel haben wir bereits nach wenigen Metern hinter und gelassen. Nach etwas mehr als 8 Minuten haben wir die Bergstation der Seilbahn erreicht. Im Tal sehen wir noch etwas Nebel, doch hier oben herrscht bereits bestes Wetter.

Vom Predigtstuhl zum Karkopf

Wir legen unsere Skier an, die Felle sind schon drauf, und folgen dem Höhenkurweg von der Bergstation der Predigtstuhlbahn zur Schlegelmulde.

Bergstation der Predigtstuhlbahn

Bergstation der Predigtstuhlbahn

Der Weg ist mit den Fellen unter den Skiern etwas gewöhnungsbedürftig, da es bis zur Almhütte immer leicht bergab geht. Doch neben dem geräumten Winterweg ist der Predigtstuhl tief verschneit und so weichen wir stellenweise in den unverspurten Tiefschnee neben dem Wanderweg aus. Die Schlegelmulden Alm erscheint vor uns: In strahlendem Sonnenschein schaut die Terrasse der Almhütte schon sehr verlockend aus, doch jetzt haben wir keine Zeit dafür. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.

Schlegelmulde

Schlegelmulde

Der Hochschlegel erhebt sich aus der Schlegelmulde, er ist der erste Gipfel unserer Lattengebirgs-Überschreitung. Der Anstieg führt auf der ehemaligen Abfahrt des Hochschlegelliftes stellenweise steil auf den Gipfel des 1.688 Meter hohen Berges.

Das Gipfelkreuz auf dem Hochschlegel

Das Gipfelkreuz auf dem Hochschlegel

Am Gipfel angekommen, erkennen wir, dass sich der Nebel über Bad Reichenhall schon aufgelöst hat, weiter nördlich hingegen scheint er etwas hartnäckiger zu sein. Der Ausblick ist atemberaubend, bei besten Sichtverhältnissen lassen wir unseren Blick über Bad Reichenhall und die Berchtesgadener Alpen schweifen: Was für ein traumhafter Tag heute!weiterlesen

Eröffnung Ortovox-Trainingspark

 von Sepp

In der Schlegelmulde auf dem Predigtstuhl

Am kommenden Samstag, den 14. Februar, wird in der Schlegelmulde auf dem Predigtstuhl der Ortovox-LVS-Trainigspark offiziell eröffnet. Für alle, die mit dem Begriff LVS nichts anfangen können: LVS steht für Lawinenverschüttetensuche! Damit es am besten gar nicht erst so weit kommt, dass man ein LVS-Gerät braucht, gilt es, die Gefahrensituatuion genau abzuwägen. Es ist wichtig ein Gespür für den Schnee zu entwickeln, doch das braucht Erfahrung. Und wenn der Notfall doch mal eintritt, sollten Skitourengeher, Freerider und alle, die sich gerne abseits der Pisten im freien Gelände bewegen, wissen was bei der Verschüttung einer Person durch eine Lawine zu tun ist.

Schneeschuhwandern Predigtstuhl

Schneeschuhwandern Predigtstuhl

Damit Ihr für den Fall der Fälle bestens gerüstet sind, gibt es auf dem Predigtstuhl den Ortovox Trainingspark: fest installierte Sender und ausgebildete Guides simulieren hier komplexe Verschüttungsszenarien und bereiten die Teilnehmer der entsprechenden Kurse auf den Ernstfall vor.weiterlesen

Lawinenkunde am Predigtstuhl

 von Sepp

Notfallausrüstung gaukelt oft trügerische Sicherheit vor

Lawinenkunde & Kameradenrettung: Alpin-Koryphäe Peter Geyer mahnt bei Seminar am Predigtstuhl zur Demut und Respekt im winterlichen Gebirge.

Unter der Leitung von Alpin-Koryphäe Peter Geyer, dem ehemaligen Präsidenten des nationalen und internationalen Berg- und Skiführerverbandes, fand in der Schlegelmulde am Predigtstuhl ein Lawinenseminar für Skitourengeher, Variantenfahrer und Schneeschuhwanderer statt, das seit 15 Jahren von einem eingespielten Team rund um Organisatorin Maria Leitenbacher vom Sporthaus Riap, Bergwacht-Ausbildungsleiter Hans Lohwieser und Fördervereinsvorsitzenden Martin Neubauer durchgeführt wird.

Lawinenseminar im dichten Schneetreiben

Lawinenseminar im dichten Schneetreiben

Die Kurse zur Lawinenkunde und Kameradenrettung kommen gleich doppelt der Sicherheit am Berg zu Gute, denn die Teilnehmergebühren werden abzüglich der Unkosten komplett an die Reichenhaller Bergwacht gespendet.

 

Notfallausrüstung als Alibi

„Die Ausbilder haben dabei alle honorarfrei gearbeitet“, freut sich Organisatorin Leitenbacher. Nach einer theoretischen Unterweisung am Samstagabend im Bergwachthaus konnten die Wintersportler am Sonntag auf dem Predigtstuhl ihr Wissen in Geländebeurteilung, Risikoeinschätzung und Lawinenrettung praktisch trainieren. „Sicherheit kommt nie von außen, sondern immer nur vom Bergsteiger selbst“, schreibt der Extremkletterer Alexander Huber am Schluss seines Buches „Die Angst, dein bester Freund“. Viele Skitourengeher, Variantenfahrer und Schneeschuhwanderer wägen sich aber in einer trügerischen Sicherheit, die ihnen ihre Notfallausrüstung mit Verschütteten-Suchgerät (LVS), Schaufel, Sonde, Biwaksack, Erste-Hilfe-Set und Airbag-Rucksack (ABS) vorgaukelt. Sie ist ihr Alibi, wenn sie die Angst ausblenden und sich nicht konkret mit der Situation auseinandersetzen, dass auch wirklich was passieren kann. „Der tollste ABS-Rucksack hilft mir nichts, wenn ich wegen ihm ein höheres Risiko eingehe und damit das gewonnene Plus an Sicherheit wieder zunichtemache“, meint Geyer dazu.weiterlesen

Die Bergwacht an der Predigtstuhlbahn

 von Sepp

Bergwacht testet neues Seilfahrgerät

Steht die Predigtstuhlbahn und fährt nicht mehr, stehen Bergwacht und Bahnbetreiber vor enormen Herausforderungen; ein Evakuierungsszenario, das während der letzten 86 Jahre so zum Glück noch nie eingetreten ist, denn die Grande Dame der Alpen läuft seit ihrer Inbetriebnahme sehr zuverlässig. Im Extremfall müssen aber bis zu 25 Passagiere aus großer Höhe und in rauer Umgebung aus der Gondel gerettet oder gegebenenfalls in der Gondel medizinisch versorgt werden. Der Bahnbetreiber hat nun sein Sicherheitskonzept weiter optimiert und zwei Einmann-Seilfahrgeräte beschafft, mit denen im Notfall ein Bergretter von der Bergstation aus über das Zugseil zur Gondel hinab fahren kann, um die Fahrgäste dort zu betreuen oder medizinisch zu versorgen.

Bergwacht im Einsatz © BRK BGL

Bergwacht im Einsatz © BRK BGL

„Im Winter geht es dabei vor allem um Wärmeerhalt bei längeren Stehzeiten, im Sommer müssen gegebenenfalls Getränke verteilt werden, wenn es sehr heiß ist. Aber auch akute internistische Notfälle sind denkbar“, erklärt Bergwacht-Pressesprecher Marcus Goebel. Obwohl ein längerer Stillstand der Bahn sehr unwahrscheinlich ist, legen die Aufsichtsbehörden die Latte hoch: Auch nahezu undenkbare Fälle müssen gelöst werden können. Es galt ein Rettungskonzept zu entwickeln und praxistauglich zu testen, wobei Unternehmer Max Aicher und Bergwachtchef Dr. Klaus Burger das Projekt und die Testfahrt jeweils zur Chefsache erklärten.

 

Spektakuläre Übung an der Predigtstuhlbahn

Max Aicher nahm in den letzten Wochen das Heft in die Hand. Rechtlich betrachtet sind die Seilbahnrettung, das Risikomanagement und die Beschaffung der notwendigen Ausrüstung originäre Aufgabe des Seilbahnbetreibers. Die örtlich zuständige Bergrettungswache Bad Reichenhall unterstützt die Predigtstuhlbahn dabei in vollen Zügen mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung bei schwierigen Rettungen im unwegsamen und alpinen Gelände. Eine bodengebundene Rettungsübung mit Abseilen fand im Herbst 2013 statt; das Bayerische Fernsehen filmte die spektakuläre Aktion im Bereich der ersten Stütze westlich der Spechtenköpfe zwischen Bildstöckl-Kapelle und Kesselbach. Ebenfalls fand bereits vor Jahren eine Rettung per Seilwinde mit dem Bundeswehr-Hubschrauber aus der Gondel statt.

Seilfahrgerät © BRK BGL

Seilfahrgerät © BRK BGL

Nun waren Bergwacht und Seilbahn-Mitarbeiter wegen hoher Auflagen der Regierung erneut gefordert; alle Eventualitäten waren zu berücksichtigen: Rettung in großer Höhe, kein Hubschrauber-Flugwetter, dazu noch Zeit- und Handlungsdruck. Max Aicher besorgte kurzerhand zwei Seilfahrgeräte aus der Schweiz, mit denen ein Retter sehr luftig am Zugseil abfahrend die Gondel erreichen kann. Akrobatisch über die Aufhänge-Vorrichtungen der Bahn und dann durch die Dachluke gelangt der Bergretter zu den Passagieren, um dort als Ersthelfer die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen.weiterlesen