Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Steinernes Meer
Waldi

Bergtour auf den Kahlersberg

 von Waldi
Am Kahlersberg

Am Kahlersberg

Der Kahlersberg lachte mich schon lange an und so beschlossen wir, diese bezaubernde Tour mal wieder zu machen.

Priesbergalm mit Jenner

Priesbergalm mit Jenner

Gestartet wird am Hinterbrandparkplatz. Wir wanderten zur Priesbergalm und dann weiter durch den Stiergraben zum romantisch gelegenen Seeleinsee. Ab und zu konnten wir einen Hirsch röhren hören von der Röth. Nach ca gut 2 Stunden waren wir auf dem Hochgeschirr. Hier teilen sich die Wege, links gehts zum Kahrlersberg und geradeaus kann man zum Königssee oder zur Gotzenalm gehen. Nun gings zakig bergauf. Teilweise sind Seilversicherungen angebracht, für die heiklen Stellen durch das „Mausloch„. Der letzte Teil zieht sich nochmal, geht auch steil und grasig rauf.

Föhnstimmung

Föhnstimmung

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Biwak Tour Schönfeldspitze Hochkönig

 von Sepp
Gipfelkreuz Schönfeldspitze

Gipfelkreuz Schönfeldspitze

Wir haben das perfekte Bergwetter des letzten Wochenendes nochmal zu einer ausgiebigen Bergtour genutzt. Höhepunkt der Tour soll der Hochkönig sein: der 2.941 Meter hohe Gigant ist der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen und direkt auf seinem Gipfel steht das Matrashaus.

Wir starten am Freitagvormittag in Maria Alm am Parkplatz Sandten und steigen – schwer bepackt mit Ausrüstung und Proviant für 3 Tage – zum Riemannhaus in der Ramseider Scharte auf.

Die Ramseider Scharte

Die Ramseider Scharte

Hier oben auf 2.177 Metern Höhe machen wir das erste Mal Pause und genießen den Ausblick ins Steinerne Meer.

Das Riemannhaus 2.177m

Das Riemannhaus 2.177m

Das Steinerne Meer

Das Steinerne Meer

Und wir werfen einen Blick auf den ersten Gipfel unserer Mehrtages-Tour: Die Schönfeldspitze! Der 2.653 Meter hohe Berg ist wegen seiner markanten pyramidenartigen Form auch als Berchtesgadener Matterhorn bekannt. Auf vielen Bildern sieht man  die Schönfeldspitze deutlich als Felsspitze am Südende des Königssees aufragen. Wir entscheiden uns nicht für den Normalweg, sondern für den Aufstieg über den West Grat zum Gipfel und überschreiten somit die Schönfeldspitze. Dieser Weg führt am Gratverlauf entlang bis kurz unterhalb des Gipfels und bietet ein paar wirklich schöne Kletterstellen. Wobei der schwere und große Rucksack die Kletterei doch ziemlich erschwert. Den Gipfel der Schönfeldspitze ziert eines der schönsten Gipfelkreuze der Berchtesgadener Alpen: Ein liegender Jesus bildet den Querbalken des Gipfelkreuzes!weiterlesen

Waldi

Wanderparadies am Funtensee

 von Waldi
Blick vom Schottmahlhorn

Blick vom Schottmahlhorn auf den Funtensee und das Kätlingerhaus

Letzte Woche starteten wir kurz entschloßen ins Steinerne Meer. Mittags fuhren wir mit dem Schiff nach Salet und dann ging’s steil den Sagereckersteig hinauf. Nach ca 3 1/2 Stunden waren wir am Kärlingerhaus, sprich Funtensee oben. Unterwegs röhrten schon die Hirsche und die Wanderung ist wunderschön, sehr abwechslungsreich. Am nächsten Tag gingen wir Richtung Totes Weib / Niederbrunnsulzen und dann rechts weg auf das  Schottmahlhorn. Dieser Steig ist nur ausgedaubt und man muss auch auf das Schottmahlhorn etwas klettern, nicht für jedermann geeignet. Oben hatten wir eine herrliche Sicht auf den Funtensee und die anderen Berge. Dann stiegen wir weiter über Felsen Richtung Riemmannhaus, um dann durch das Viehkogeltal auf den Viehkogel zu steigen. Hier benötigt man auch 3 bis 4 Stunden. Auf dem Viehkogel hat man  eine sehr schöne Sicht auf den Watzmann, Hundstod, Hirschwieskopf.

Im Viehkogeltal

Im Viehkogeltal

Schönfeldspitze

Schönfeldspitze

Am dritten Tag gingen wir auf den Simmetsberg und dann über die Saugasse runter zum Königsee.weiterlesen

auf dem Weg zum Kärlingerhaus

auf dem Weg zum Kärlingerhaus

Vorheriger Beitrag: Almer Wallfahrt Teil 1 – Der Sonne entgegen

Nun war es endlich soweit: Es ging zum Kärlingerhaus, der letzten Raststation der Almer Wallfahrt. Oder besser gesagt dem letzten Bier vor St. Bartholomä. Mit dem Pater und seinem Freund mache ich mich auf den Weg. Durch Grassl Schnaps schon leicht beschwingt geht es am Ufer des Funtensees entlang. Viele Pilger erfrischen sich hier am Kältepol Deutschlands (Kälterekord -45,9°). Wir erfrischen lieber unsere trockenen Kehlen.

Am Haus angekommen herrscht die reine Oktoberfestzeltstimmung. Es wurden Essens- und Getränkezelte aufgebaut und das Hüttenteam und ihre fleißigen Helfer tragen Tracht. Der Pater bekommt gleich wieder eine Maß Bier in die Hand gedrückt. Er trinkt einen Schluck, muss aber auch einen klaren Kopf behalten und so teilen sein Freund und ich die Maß. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden nichts alkoholfreies mehr zu trinken. Beziehungsweise nichts mit Bierinhalt. Bier ist eben das Grundnahrungsmittel der Bayern und da muss man eben als „Zugezogene“ sich angleichen.

am Kärlingerhaus

am Kärlingerhaus

am Kärlingerhaus

am Kärlingerhaus

Der im Talkessel bekannte und beliebte Pater Kajetan geht noch durch die Reihen und unterhält sich mit Freunden und Bekannten währed sein Freund und ich nun Platz genommen haben auf einer der Bierzeltbänke. Seit morgens um 3 kaum gesessen.weiterlesen

Almer Wallfahrt Teil 1 – der Sonne entgegen

 von Ann-Kathrin
Landschaftswechsel ins Funtenseegebiet

Die Almer Wallfahrt auf dem Weg zum Funtensee

Es ist drei Uhr morgens, es ist kühl und es herrscht Trubel am Königssee wie Mittags an einem warmen Sommertag. Busse kommen und gehen, Menschen stürmen dorthin, wenig Rücksicht wird genommen, jeder will einen Platz im Bus ergattern. Ja, ich bin richtig! Heute startet die Almer Wallfahrt und um drei Uhr morgens fahren Zubringerbusse für 12 € nach Maria Alm. Toll, das so etwas angeboten wird! Um viertel nach drei sitze ich dann auch endlich in einem der Busse und es wird über das Wachterl bei Ramsau nach Maria Alm gefahren. Die Fahrt dauert fast eineinhalb Stunden. Ein Bus ist eben auch kein Schnellzug. Im Bus sitzen Pilger, die alleine unterwegs sind, aber auch viele Paare und Gruppen. Ein Gruppe junger Männer ist auch dabei, welche aber wohl die Almer Wallfahrt mit dem Partybus nach Mallorca verwechselten. Neben mich setzt sich ein Mann mittleren Alters. Er erählt mir, dass er sich spontan mit seiner Ehefrau für die Almer Wallfahrt entschied. Trotz, dass er gerne in den Bergen ist, ist das die erste Bergtour in diesem Jahr. Gesprächig bin ich selbst an diesem Morgen nicht, denn ich bin unheimlich übermüdet und es könnte jederzeit sein, dass mir die Augen zufallen.

Endlich kommen wir in Maria Alm an. Viel sehe ich nicht von dem Ort, denn es ist noch zappenduster. An einem Hotelparkplatz werden wir rausgelassen und müssen uns nun anstellen für eine Kasse bei der man Tickets für die Schifffahrt und das Zubringertaxi zum Startplatz bekommt. Da ich nicht besonders groß gewachsen bin, kann ich leider nicht überblicken wie lange die Schlange ist. Wie sich dann hinterher herausstellt, habe ich mehr als eine Stunde für die Tickets angestanden. Schon während des Wartens überfiel mich wieder die Müdigkeit. Auch wenn die Kälte um meine Beine das Beste tat mich wach zu halten. Nur stehen und keine Bewegung lässt den Kreislauf in die Tiefe sinken. Kurzzeitig überlegte ich sogar zurück zu den Berchtesgadener Bussen zu laufen und zu fragen, ob sie mich mitnehmen. Aber jetzt stehe ich so mittendrin in der Schlange, sodass es kein zurück mehr gibt für mich.

Ich schaue zum Himmel hinauf und erkenne auch sogar ein bisschen die Umrisse der Berge. Das steinerne Meer – so nah und doch so fern. Und siehe da! Lichter am Berg. Die anstehende Menge vermutet dort Pilger im Aufstieg zum Riemannhaus. Faszinierend und beeindruckend schaut das aus.
Ich persönlich kenne die Wegstrecke von Maria Alm zum Riemannhaus noch nicht. Während der Wegverlauf vom Riemannhaus durch das atemberaubende Karstplateau des steinernen Meeres zum Kärlingerhaus und St. Bartholomä mir sehr wohl gut bekannt ist. Wie der Aufstieg zum Riemannhaus sein wird, bleibt dann eine Überraschung für mich.

Endlich ist es soweit, ich komme an der Kasse an und kann mir meine Tickets kaufen. Schnell rein in die Zubringertaxen und los gehts im Dunkeln durch das nirgendwo. Ich muss sagen, dass ich mich zwar geschichtlich über die Almer Wallfahrt informierte, aber nicht über den tatsächlichen Ablauf beziehungsweise die Organisation. Mittlerweile bin ich so müde, dass ich insgeheim hoffe, dass das Taxi mich direkt zum Riemannhaus bringt. Man könnte schon fast annehmen, das Anstehen, Bus und Taxi fahren ist schon Buße tun und wallfahren.

Endlich! Endlich angekommen in „Sandten“. Sowas wie ein Wanderparkplatz. Endlich sieht man die steile Wand vor einem, einen Teil der Materialseilbahnstütze und den Sommerstein, auch Eule genannt. Ihr werdet anhand der Fotos schon erkennen, warum der Sommerstein auch Eule genannt wird. Ich schaue mir eines der Wegeschilder an. Zeitangabe drei Stunden – das geht ja noch. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich gerade blau und schwarz verwechsle, aber das schaut so aus als hätte der Aufstiegsweg eine schwarze Markierung. Schwarze Markierungen kenne ich in den Berchtesgadener Bergen nur von luftigen Klettersteigen. Mit Müdigkeit verliert man an Konzentration und so hoffe ich im ersten Moment, dass ich blau und schwarz verwechselte. Nächstes Wegeschild – wieder schwarz. Also gut, da muss ich durch, andere sind auch müde. Ein paar Pilger eilen an mir vorbei. Schaut so als hätten sie das Ganze mit einer Sportveranstaltung verwechselt. Was soll’s! Auf der Forststraße laufe ich mein eigenes Tempo. Mittlerweile ist es schon hell und es dauerte fast drei Stunden bis ich wirklich aufsteigen konnte. Das wird knapp mit der Bergmesse um 8 Uhr am Riemannhaus.

Ständig schaue ich mir die Wand vor mir an und versuche den Wegverlauf zu finden. Und endlich sehe ich was, bunte Punkte in der Wand. Aha da geht’s also entlang.

Bald findet die sich in Kehren windende Forstraße ein Ende und es wird zu einem Pfad. Aber nicht lange. Der mit der schwarzen Markierung versprochene Steig beginnt und ich bin echt überrascht! So einen freundlich (!!!) hergerichteten Steig habe ich noch nie gesehen. Durchgehend seilgesichert, kaum lockere oder lose Steine. So leicht wie mir fällt der Steig nicht jedem, so stehe ich nun im Stau. Stau wie bei der Münchner Ostumfahrung. Mir macht das nichts, ich habe den ganzen Tag Zeit und so nutze ich das Stehen für das Fotografieren und Landschaft genießen.

Aufstieg Riemannhaus

Aufstieg Riemannhaus

Aufstieg Riemannhaus

Aufstieg Riemannhaus

Auf einmal geht es flott weiter. Was ist denn nun passiert?! In schnellen Schritten geht es hinauf. Zwischendurch ärgerne ich mich über meine Stöcke, die wären nicht von Nöten gewesen. Wichtiger ist hier der Einsatz der Hände. Heute bin ich nur mit einem Laufrucksack unterwegs. Diese sind kompakt und nah am Körper und belasten kaum meinen Rücken.weiterlesen

Funtensee-Wanderung zum Ferienauftakt

 von Sepp
Funtensee-Wanderung © Nationalpark Berchtesgaden

Funtensee-Wanderung © Nationalpark Berchtesgaden

Murmeltierbeobachtungen, Geologie zum Anfassen im Steinernen Meer und lustige Hüttenabende: Zum Auftakt der Sommerferien in Bayern organisierte der Nationalpark Berchtesgaden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familien des Landratsamtes Berchtesgadener Land wieder eine Wanderung zum Funtensee.

25 Teilnehmer starteten ihre dreitägige Bergtour unter der Leitung der Nationalpark-Mitarbeiter Sepp Egger und Sabine Aschauer mit dem Aufstieg von Sankt Batholomä am Königssee über die legendäre Saugasse mit ihren 36 Kehren zum Kärlinger Haus am Funtensee. weiterlesen

Rosi Fürmann
Spiegelung des Schottmalhorn im Funtensee

Spiegelung des Schottmalhorn im Funtensee (c)RoHa-Fotothek Fürmann

Der Kältepol Deutschlands in der Hitze des Hochsommers: Der vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop ausgewiesene Funtensee, ein Karstsee im Steinernen Meer auf 1601 m ü. NHN. Durch die topografische Lage des Talkessels bildet sich im Winter ein Kaltluftsee, da die Strahlen der tiefstehenden Sonne hier kaum je bis auf den Grund des Bergkessels fallen und in klaren Nächten die Restwärme abstrahlt. Die kalte Luft aber kann aus der Senke nicht abfließen. Am 24. Dezember 2001 registrierte eine Wetterstation eine Temperatur von −45,9 °C. Interessant ist es, die täglich bei den Wetterberichten als Fußzeile ablaufenen Temperaturen zu beobachten und dort genau auf die Temperatur vom Funtensee zu achten, die immer besonders im Winter enorm von den übrigen Temperaturen abweicht.

In einer Senke liegend bedeckt der See mit einer Uferlinie von 780 Metern etwa 2,5 Hektar Fläche. An der tiefsten Stelle beträgt die Tiefe 5,5 Meter, das Mittel der Tiefe liegt bei 2,5 Meter mit einem Wassereinzugsgebiet von 10 km².

Das Kärlingerhaus

Das Kärlingerhaus (c)RoHa-Fotothek Fürmann

Dem Hauptzufluss Stuhlgraben im Südosten fließt 240 Meter vor der Mündung rechtsseitig der Rennergraben zu. weiterlesen

4 Tage, 145 Kilometer, 8.600 Höhenmeter

 von Sepp
Hauptmann Rainer Hauke 20 Minuten nach dem Start der letzten Etappe vor wunderschöner Kulisse.

Hauptmann Rainer Hauke 20 Minuten nach dem Start der letzten Etappe vor wunderschöner Kulisse

Vier Tage, knapp 145 Kilometer und über 8.600 Höhenmeter – das war die Herausforderung, der sich neun Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall und Bischofswiesen bei den Salomon 4 Trails gestellt haben. Die Soldaten haben die Herausforderung mit Bravour gemeistert.

Der Unteroffizier Ferdinand Würz gehört auch zu den sehr schnellen Läufern, er will bald in die Laufbahn der Feldwebel wechseln

Der Unteroffizier Ferdinand Würz gehört auch zu den sehr schnellen Läufern, er will bald in die Laufbahn der Feldwebel wechseln

Im Ziel in Maria Alm in Österreich waren am Samstag der Jubel und die Erleichterung groß. Neun Gebirgsjäger waren drei Tage zuvor in Berchtesgaden an den Start gegangen, um in zwei Teams für die Etappenorte Berchtesgaden und Bad Reichenhall die 145 Kilometer durch die Berchtesgadener Alpen bis nach Maria Alm am Steinernen Meer zu laufen. „Mein Ziel war es unter die ersten 20 zu kommen, das habe ich geschafft“, sagte der Oberstabsgefreite Florian Rohde.weiterlesen

Das waren die Salomon 4 Trails

 von Sepp
Trailrunner auf der Königsetappe der Salomon 4 Trails

Trailrunner auf der Königsetappe der Salomon 4 Trails © Philipp Reiter

Der Spanier Miguel Ortega Caballero überragt auch auf der finalen vierten Etappe der Salomon 4 Trails 2015 und entthront Titelverteidiger Dimitris Theodorakakos. Den dritten Rang in der Gesamtwertung verteidigt der Südtiroler Daniel Jung gegen Andrew Fallas, der nach drei vierten Plätzen erstmals aufs Podium klettert. Bei den Damen schlägt Favoritin Tina Fischl zurück und sichert sich ihren zweiten Etappensieg – die Gesamtwertung holt sich aber die Schottin Helen Bonsor.

Wer sonst als Miguel Ortega Caballero? Auch die Schlussetappe der Salomon 4 Trails 2015 endete mit einem Triumph des 33-jährigen Spaniers, der die knapp 43 Kilometer und 2660 Höhenmeter von Lofer nach Maria Alm in 4:44.59 Stunden mit seinem vierten Etappensieg beendete. Eine unglaubliche Leistung des Katalanen, der damit in die großen Fußstapfen von Dimitris Theodorakakos getreten ist. Der griechische Titelverteidiger, der 2014 ebenfalls alle vier Etappen für sich entschied, musste sich diesmal mit Rang zwei begnügen.

Dimitris Theodorakakos , der enthronte Titelverteidiger

Dimitris Theodorakakos , der enthronte Titelverteidiger © Philipp Reiter

Rang drei in der Gesamtwertung verteidigte der Italiener Daniel Jung trotz großer Achillessehnenschmerzen gegen den Schotten Andrew Fallas, der die Schlussetappe als Zweiter beendete. Eine Überraschung gelang am letzten Tag indes der Deutschen Bergmeisterin Tina Fischl, die die Königsetappe über das Steinerne Meer souverän gewann und sich damit ihren zweiten Gesamtplatz von der Russin Zhanna Vokueva zurückeroberte. Die sympathische Blondine erkämpfte sich – wie auch im Vorjahr – Rang drei hinter Fischl. Den Gesamtsieg in der Frauenwertung entschied die zweitplatzierte des Tages, die Schottin Helen Bonsor, letztlich mit 15.35,0 Minuten Vorsprung auf Fischl für sich.

Das Ingolstädter Haus

Trailrunner am Ingolstädter Haus © Philipp Reiter

Zuletzt war es etwas ruhiger geworden um Miguel Ortega Caballero, der 2011 mit dem Sieg beim GORE-TEX® TRANSALPINE-RUN erstmals in der Trailrunning-Szene richtig auf sich aufmerksam machte. Nach einigen guten Ergebnissen 2012 und 2013 war der 33-Jährige durch eine Knieverletzung 2014 gezwungen, längere Zeit zu pausieren. Und am 8. Juli 2015 war der Katalane wieder da – und gewann an seinem 33. Geburtstag die 1. Etappe der Salomon 4 Trailsin beeindruckender Manier – und ließ ähnlich souverän noch drei weitere Siege folgen. „Das war heute ganz klar die härteste und längste Etappe, aber auch die eindruckvollste. Eine traumhafte Landschaft dort oben“, kommentierte Caballero den Lauf, der durch das Steinerne Meer führte und mit der 2150 m hohen Weißbachscharte sowie dem 2177 m hoch gelegenen Riemannhaus die höchsten Punkte der Salomon 4 Trails überquerte.

Ankunft am Riemannhaus im Steinernen Meer

Ankunft am Riemannhaus im Steinernen Meer © Philipp Reiter

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Saisonauftakt der Berghütten

 von Sepp
Almidylle im Nationalpark Berchtesgaden

Almidylle im Nationalpark Berchtesgaden

Fernblick statt Fernseher, Bergsee statt Whirlpool und frische Kuhmilch statt Latte Macchiato: Ende Mai startet die Wander-Saison im Berchtesgadener Land. Vom Predigtstuhl (1.613 m) im Norden bis zum Watzmann (2.713 m) im Süden öffnen Berghütten und Almen ihre Pforten für Besucher. Wer in die unberührte Landschaft aufbricht, den Sonnenaufgang am Berg genießt, Gämsen wie Adler beobachtet und Menschen begegnet, die ihre Bergleidenschaft zum Beruf gemacht haben, taucht ein in die ursprüngliche Lebenskultur des südöstlichsten bayerischen Ausläufers. Und kehrt mit unvergleichlichen (Natur-)Erlebnissen nach Hause zurück.

Eine der eindrucksvollsten Hütten-Touren der Region startet vom Parkplatz am Königssee: Die Große Reibn! Hier verabschieden sich Wanderer für vier Tage in die Wildnis, die sie täglich rund fünf Stunden auf ihren Beinen durchstreifen. Gleich zu Beginn müssen knapp 1.000 Höhenmeter überwunden werden, um zur Gotzenalm (1.685 m) und einer ihrer 101 Matratzen zu gelangen. „Vor der Brotzeit lohnt sich der Aufstieg zur nahen Aussichtskanzel Feuerpalven, von der man den schönsten Blick über den Königssee überhaupt genießt“, schwärmt Wanderführer Herbert Wendlinger.

Aussichtspunkt Feuerpalven nahe der Gotzenalm

Aussichtspunkt Feuerpalven nahe der Gotzenalm

Mit der Wasseralm, die am nächsten Morgen lockt, folgt ein besonderer Geheimtipp fürs Hütten-Hopping. Noch vor wenigen Jahren war die kleine Alm, die inmitten von Bergwiesen auf 1.423 Metern im Steinernen Meer liegt, eine reine Selbstversorgerhütte. Heute kann man deftige Kost samt kühlen Getränken genießen und – wenn man einen der 40 exklusiven Schlafplätze erwischt – sogar übernachten. Weil die beschauliche Berghütte mit ihren Lagern als besonders bezaubernder und uriger Fleck im gesamten Nationalpark Berchtesgaden gilt, sollte vorab unbedingt reserviert werden.

Die Wasseralm in der Röth

Die Wasseralm in der Röth

Am dritten Tag wartet das Kärlingerhaus (1.638 m) auf die Wanderer. Der Weg dorthin führt über den Halskopf, vorbei an Grün- und Schwarzsee und die nicht enden wollenden Stufen der „Himmelsleiter“ hinauf. weiterlesen