Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wimbachgries

Sommergefühle im Wimbachgries im April

 von Ann-Kathrin
am Talschluss des Wimbachgries

am Talschluss des Wimbachgries

Nun werden sich einige fragen, die schon durch die angehängten Fotos gescrollt sind was das mit Sommergefühlen zu tun hat. Zwar liegt an einigen Stellen noch ordentlich was an Schnee – was die Skitourengeher freut – aber die Luft erwärmt sich schon so stark, dass Wanderungen in Sommerkleidung möglich sind. Die Sonne hat schon richtig an Kraft gewonnen. Fast jeder, der hier den Winter miterlebte freut sich über die Wärme, die sich nun einstellte.

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

Als Autofahrverweigerin starte ich meinen heutigen Wandertag in Schönau am Königssee. Von der Oberschönau beim Kramerlehen in Richtung Hammerstiel gibt es einen Weg der zur Wimbachbrücke nach Ramsau führt. Diesen fahre ich mit dem Fahrrad entlang. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Hightech Fahrrad besitze, was auch für den Weg nach Ramsau gar nicht von Nöten ist. Ich fahre ein älteres „Klapperrad“. Liebevoll nenne ich das Fahrrad so, dass ich von einer guten Freundin zur Nutzung bekommen habe, da es einfach unheimlich klappert, wenn man damit über Kopfsteinpflaster fährt. Rund eine halbe Stunde dauert es bis ich von daheim bis nach Ramsau geradelt bin. Es sind ein paar Steigungen zu überwinden. Eine davon hat 20%, das lässt gefühlt die Waden explodieren. Aber danach geht es viel bergab, das tut natürlich gut und macht echt Spaß. Definitv besser als Auto oder Bus fahren! Mein Fahrrad schließe ich am Fahrradständer bei der Nationalpark-Informationsstelle ab. Leider gibt es im Berchtesgadener Talkessel einen Nachholbedarf in Sachen Fahrradständer – vor allem im Berchtesgadener Ortskern.

Nun geht es ein letztes Stück zu Fuß bergan Richtung Wimbachklamm, die zu dem Zeitpunkt noch geschlossen hatte. Auch Wimbach’s Wollstadel der Familie Aschauer war noch geschlossen. In der Morgensonne geht es vorbei am Wimbachschloss und ziemlich zügig Richtung Wimbachgrieshütte. Es fühlt sich einfach super an auf schneefreiem Boden zu laufen und die warme Sonne auf der nackten Haut zu spüren. Das lädt definitv die Batterien auf. Beim Blick zum Aufstieg zur Hochalmscharte wird mir ein lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Diese Seite ist komplett schneefrei und lädt zur baldigen Überschreitung ein.

Imposant - Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Imposant – Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Vor mir leuchten noch schneebedeckte Berge in der Sonne. Trotz, dass Wochenende ist sind nicht viele unterwegs. Entgegen ist mir noch niemand gekommen, fühle mich wie der einzigste Mensch im Wimbachgries. Übrigens ist das Wimbachgries der längste Schuttstrom der Nordalpen. Man sagt auch „Panta Rhei“, alles fließt. Das Wimbachgries ist das Paralelltal zum Königssee. Die Felswände um den Königssee konnten sich einfach besser gegen Erosion durchsetzen. Eine Wanderung ins Wimbachgries sowohl zum Wimbachschloss oder zur Wimbachgrieshütte lohnt sich zu jeder Wetterlage.

Schon bald habe ich die Wimbachgrieshütte erreicht. Gemütliche Wanderer sollten mit drei Stunden bis zur Wimbachgrieshütte rechnen. Sportlichere Geher schaffen es bis dorthin in eineinhalb bis zwei Stunden und eignet sich auch als Vormittagstour.weiterlesen

Ostermontag am Wimbachschloss

 von Sepp
Wimbachschloss Winter

Das Wimbachschloss am Ostermontag

Die Saison der Berghütten beginnt erst im Mai, doch das Wimbachschloss hat über die Osterfeiertage geöffnet. Da ich die letzten Tage nicht dazu kam, hab ich heute die letzte Chance genutzt und bin zum Wimbachschloss gewandert.

Der April machte heute seinem Ruf alle Ehre: Ich breche im Frühling zur einer kleinen Wanderung auf und lande im tiefsten Winter. Beim Start an der Wimbachbrücke ist es relativ heiter, nur vereinzelt liegen Schneereste am Wegrand. Über das Wimbachlehen marschiere ich in den Wald, vorbei an der Abzweigung zur Wimbachklamm, die vorrausichtlich im Mai wieder geöffnet wird. Nach einem steilen Stück wird der Weg bald wieder flacher. Am Wimbach entlang führt der Wanderweg ins vordere Wimbachgries, wo das Wasser noch an der Oberfläche fließt.

Wasser im Wimbachgries

Wasser im Wimbachgries

Am Wegrand blühen schon die ersten Blumen, doch auch der Schnee wird jetzt mehr. Das Lila der Blumen sorgt für ungewohnte Farbtupfer an diesem grau-weißen Tag.

Frühlingsblumen im Schnee

Frühlingsblumen im Schnee

In dichtem Schneetreiben gehe ich zügig bis zum Wimbachschloss. Der Schnee wird immer mehr je tiefer man ins Wimbachgries vordringt. Auf Höhe des Wimbachschlosses herrscht tatsächlich tiefster Winter.weiterlesen

Herbstwanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
Das Wimbachschloss

Das Wimbachschloss

Es ist Samstagnachmittag und es herrscht bestes Wanderwetter. Eine kleine Wanderung muss sein. Aber wohin? Vielleicht angeregt durch den gestrigen TV-Bericht entscheide ich mich für eine Tour zum Wimbachschloss. Ein befreundetes Pärchen begleitet mich mit ihrem 10 Wochen alten Sohn, der die Tour im Kinderwagen mitmachen darf

Am frühen Nachmittag brechen wir an der Wimbachbrücke auf. Am Wimbachlehen wird aus der asphaltierten Straße ein breiter Kiesweg. Als links der Weg in die Wimbachklamm abzweigt, beginnt am Normalweg ein Steilstück, das steilste im gesamten Wimbachgries. Den Kinderwagen hier hoch zu schieben fordert schon ganz schön Kraft. Doch nach wenigen Metern wird der Weg wieder flacher. Das Wimbachtal weitet sich jetzt zunehmend, das Wasser, das am Taleingang noch oberirdisch fließt, läuft jetzt unterhalb des Schotters: Hier ist das Wimbachgries so, wie man es kennt.

Nachmittags im Wimbachgries

Nachmittags im Wimbachgries

Auf der rechten Seite des breiten Schuttstroms führt der Wanderweg in sanfter Steigung weiter. Stellenweise wird der Wald am Rande des Tales dichter, die Kombination aus tiefenstehendem Gegenlicht und dem herbstlich verfärbten Laub der Bäume erzeugt eine fantastische Stimmung.

herbstlicher Wald im Wimbachtal

herbstlicher Wald im Wimbachtal

Sobald sich der Wald wieder lichtet, werfe ich einen Blick zum Watzmann. Sehr schön sieht man heute über die Westwand hinauf zum Watzmanngrat. Erinnerungen an meine Watzmann-Überschreitung vor knapp zwei Wochen werden wach.

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

Nach einer letzten etwas steileren Stelle des Weges erreichen wir schließlich das Wimbachschloss.

Gestern Abend berichtete das Bayerische Fernsehen über das Wimbachschloss. Besonders die Wildgerichte standen im Mittelpunkt des Berichtes. Wir hingegen blieben an diesem Nachmittag vegetarisch und bestellten Spinatknödel und Germknödel. Sehr zu empfehlen.weiterlesen

Die Pächter vom Wimbachschloss

 von Sepp
Wimbachschloss im Herbst

Wimbachschloss im Herbst

Seit 2010 bewirtschaften Catharina Strobl und Sebastian Lichtmannegger die Berggaststätte Wimbachschloss. Das ehemalige Jagdschloss der Wittelsbacher liegt ium Wimbachtal und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste wie auch für Einheimische. Besonders im Herbst ist die Wanderung zum Wimbachschloss sehr beliebt, durch seine günstige Lage ist die Berghütte, die am längsten geöffnet hat: Bis zum 1. November hat das Schloss geöffnet, natürlich vorausgesetzt die Witterung spielt mit. Tipp: An diesem Wochenende hat auch die Wimbachgrieshütte am Talschluss des Wimbachgrieszum letzten Mal geöffnet bevor es in die verdiente Winterpause geht!

Am Freitag, den 10. Oktober sendet das Bayerische Fernsehen in Abendschau – Der Süden zwischen 17:30 Uhr und 18 Uhr ein Kurzporträt der Wirtsleute Cathi und Seba.weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Vier Frauen – drei Watzmanngipfel

 von Lisa

Unsere Watzmannüberschreitung

Es waren ja viele letzten Freitag, 1.8., dem wetterstabilsten Tag der Woche, oben auf dem Watzmann. Allein 120 Personen haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Watzmannhaus übernachtet. Aber wir waren die einzige reine Frauengruppe, die die Watzmannüberschreitung gewagt hat. Wir, das sind: Anni, Christine, Karin und Lisa (ich). Für mich war die Überschreitung ein 5 Jahre lang gehegter Wunsch und seit diesem Jahr ein echtes Ziel. Ich habe den ganzen Frühling und Sommer dafür trainiert. Das heißt: viele Bergtouren gegangen, auch Klettersteige (Grünstein, Mannlgrat rauf und runter), und Konditionstraining 3 bis 4-mal wöchentlich, Radlfahren und Schwimmen, dazu Muskelaufbau, damit die Knie den Abstieg durchhalten. Fazit: Es hat sich ausgezahlt!

Aber der Reihe nach. Donnerstagnachmittag, 31.7., Aufstieg aufs Watzmannhaus vom Hammerstiel aus – 2 Stunden und 40 Minuten erst im Sprühregen, dann im Vollregen. Für das schlechte Wetter wurden wir entschädigt durch Begegnungen der besonderen Art: Drei Bergmandl, glänzend schwarze Alpensalamander, kreuzten unseren Weg. Eine Begegnung für Herz.

 

Dann ein gutes Essen, eine Runde Zirbenschnaps und ein angenehmes Nachtlager im Watzmannhaus. Aufstehen um 5 Uhr, aber dann haben wir doch getrödelt und kamen erst um 6 Uhr los. Ich war langsam, aber um 8 Uhr war ich auch oben am Hocheck, beim goldenen Christus am Kreuz und meiner feschen Damencrew, die schon für Furore sorgt.

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Allwetterziel – das Wimbachgries

 von Ann-Kathrin

Panta Rhei – Alles fließt! Und heute auch auf meinen Kopf.

Der Wetterbericht versprach für den heutigen Tag miserables Wetter. Es soll ordentlich regnen. Trotzdem wollte ich meinen freien Tag aktiv nutzen. Auch neue Bergschuhe hatte ich mir besorgt, die eingelaufen werden mussten. Es gibt im Berchtesgadener Talkessel einige Wanderwege, die auch bei Regenwetter begangen werden können. Man sollte sich keinesfalls von einem schlechten Wetterbericht abschrecken lassen, außer es ist ein Gewitter/Unwetter gemeldet. Einer dieser Wanderwege, die man auch bei Schlechtwetter gehen kann, ist der Weg zur Wimbachgrieshütte durch den Schuttstrom. Das Wimbachgries ist eines der drei Haupteinschnitte der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden. Der Ramsaudolomit des Wimbachgrieses konnte sich im Gegensatz zum Dachsteinkalk des Watzmannes und des Königssees weniger gegen die Erosion durchsetzen.

Wimbachgries

Wimbachgries

Bequem steige ich an der Bushaltestelle Wimbachbrücke aus. Die Linie 846 hält dort vom Bahnhof Berchtesgaden kommend, als auch vom Hintersee kommend. Die Wolken versprechen schon den nahenden Regen. Nichdestotrotz mache ich mich auf den Weg. Ausgerüstet mit Schutzhülle, Schirm und Regenjacke sollte der Regen mir kaum was ausmachen. Fast schon ebenmäßig geht es in 45 Minuten zum Wimbachschloß und überraschenderweise ist der Weg hoch frequentiert. Kaum bin ich 5 Minuten hinterm Wimbachschloß kommt der Regen. Starkregen. Na, toll. Immer daran denken, warum man aufstieg! Die Schuhe müssen eingelaufen werden und Bewegung schadet nicht. Also wird der Gedanke ans Umkehren sofort verworfen!

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Toni

Watzmann-Überschreitung bei Traumwetter

 von Toni

Letzten Donnerstag war es wieder einmal soweit: wir hatten uns die Watzmann-Überschreitung vorgenommen. Ein Zimmer auf dem Watzmannhaus war am Vortag noch schnell gebucht worden, also ging es am späten Nachmittag von der Wimbachbrücke aus über Stuben- und Falzalm hinauf zur Unterkunft. Wegen des leuchtenden Sonnenuntergangs und der schönen Abendstimmung verlief der Aufstieg zwar mit seinen vielen Aussichts- und Fotopausen nur schleppend, aber wir erreichten im letzten Licht das Haus noch rechtzeitig. Schon nach kurzem Sitzen in der Gaststube wurden wir etwas unsanft zwecks Hüttenruhe in den Schlafraum gescheucht, aber der Start am nächsten Morgen war ohnehin recht früh geplant.

Sonnenuntergang über der Reiteralm

Sonnenuntergang über der Reiteralm

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Wimbachgries Wanderung

 von Sepp

Das Wimbachtal: eine unfertige Landschaft

Zwischen Watzmann und Hochkaltermassiv liegt das Wimbachtal: riesige Ströme von Sand und Schutt prägen das etwa 10 Kilometer lange Tal. Auch wenn der Wanderer durch das Wimbachtal nichts davon merkt, sind die Schuttströme immer noch in Bewegung und formen die Landschaft, ganz fertig wird sie hier aber nie sein.

Wimbachgries

Wimbachgries

Auf den ersten Kilometern des Tales wird die Sandfläche noch durch den hier an der Oberfläche fließenden Wimbach durchbrochen, weiter taleinwärts verschwindet das Wasser: Der Bach läuft jetzt unterirdisch.

Wasser

Der Wimbach

Die Landschaft im hinteren Bereich des Wimbachtales, das sogenannte Wimbachgries ist rau und grob, nicht so lieblich wie in anderen Bereichen des Nationalparks Berchtesgaden, aber genauso beeindruckend. Gegen Ende des Tales weitet sich das Wimbachgries auf eine Breite von über 1,5 Kilometern, die wildzerklüfteten Gipfel der Palfenhörner und die weiteren das Tal umschließenden Berge sorgen für ein eindrucksvolles Panorama.

Ein Baum wächst aus Sand

Ein Baum wächst aus Sand

Schneereste an der Wimbachgrieshütte

Auf Höhe der Wimbachgrieshütte liegen noch vereinzelte Scheereste, doch richtig winterlich wird es erst bei einem Weiterweg: weiterlesen

Der Nationalpark informiert

 von Sepp

Das Jahr 2013 im Nationalpark Berchtesgaden

Das Jahr 2013 war ein besonders ereignisreiches im Nationalpark Berchtesgaden. Vor rund 100 Gästen informierten Nationalpark-Leitung und Mitarbeiter im Gasthaus Oberwirt in der Ramsau über die Eröffnung des Haus der Berge, Hochwasserschäden im Klausbachtal, Watzmann-Almen, Felssturzgefahr im Wimbachtal, den Waldbrand am Königssee, Pläne für die Neugestaltung der Informationsstellen, sabotierte Klimastationen und gestohlene Motorsägen.

Nationalpark Berchtesgaden informiert 2014

Ramsauss Bürgermeister Herbert Gschossmann (2.v.r.) und Schönaus Bürgermeister Stefan Kurz (2.v.l.) sowie die Nationalparkverwaltung mit Leiter Dr. Michael Vogel (l.) und Stellvertreter Dr. Roland Baier (r.)

„Wir sollten offen miteinander umgehen und den Dialog suchen. Konstruktive Kritik ist immer willkommen und sollte auf allen Seiten beherzigt werden“, schloss Herbert Geschossmann, Bürgermeister von Ramsau, nach rund zweieinhalb Stunden die sechste Auflage der öffentlichen Veranstaltung „Der Nationalpark informiert“. In der abschließenden Diskussionsrunde interessierten sich die Bürger vor allem für den Zustand der Wege und Steige im Nationalpark, die rechtlichen Hintergründe zur  Trennung von Wald und Weide sowie für die Müllsituation am Malerwinkel-Rundwanderweg. Außerdem wurde angeregt, die Gäste im Jennerbereich besser über den Nationalpark zu informieren – mittels Schautafeln oder sogar mit einer neuen Informationsstelle. „Diese Anregung ist sehr gut, aufgrund der finanziellen Situation kann ich hier aber noch keine Zusagen machen“, erläuterte der Nationalparkeiter.

 

Wimbachschloss und Watzmann-Almen

Als abgeschlossen betrachten sowohl Ramsaus Gemeindeoberhaupt Herbert Gschossmann als auch Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel die Diskussionen um die Öffnungszeiten des Wimbachschlosses. Für Nationalpark-Leiter Dr. Vogel steht fest: „Das Wimbachschloss war, ist und bleibt eine Tagesgaststätte. Mit den Pächtern haben wir uns bezüglich der Öffnungszeiten geeinigt.“ Und Gschossmann ergänzt: „Es wurde eine gute Lösung für beide Seiten gefunden. Jetzt sollte von außen kein Öl mehr ins Feuer gegossen werden“.weiterlesen

Keine Gefahr für die Wimbachgrieshütte

 von Sepp

Absturzgefährdeter Felsturm bedroht Hütte nicht

Das Gutachten zur Beurteilung der Gefährdungssituation für die Wimbachgrieshütte durch Felssturz ist fertig. Geologe Dr. Stefan Kellerbauer aus Marktschellenberg stellte die Ergebnisse seiner Studie kürzlich der Nationalparkverwaltung und den Naturfreunden Deutschland/Bezirk München als Eigentümer der Hütte vor. Sowohl vom Boden als auch aus der Luft hat sich der Experte das „Griesköpfl“ ganz genau angeschaut. Das Ergebnis: Für die Hütte besteht keine Gefahr, lediglich der Wanderweg im direkten Hüttenumfeld könnte gefährdet sein und wird geringfügig verlegt.

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

„Der kleine Felsturm am Griesköpfl, rund 500 Meter oberhalb der Wimbachgrieshütte, wird irgendwann abbrechen“, soviel steht für den Geologen Dr. Stefan Kellerbauer fest. Nur wann? „Das kann niemand genau sagen. Ein Abbruch ist in den nächsten Jahren nicht auszuschließen, auf längere Sicht zu erwarten. Was wir aber vorhersehen können, sind die anfallenden Gesteinsmengen und die voraussichtliche Sturzbahn“. Der kleine Nordturm auf einer Höhe von rund 1.850 Metern hat ein Volumen von rund 400, maximal 600 Kubikmeter Fels. Zum Vergleich: Beim Felssturz am Kleinen Mühlsturzhorn im benachbarten Klausbachtal waren im Jahr 1999 rund 250.000 Kubikmeter Fels ausgebrochen. „Eine direkte Gefährdung der Wimbachgrieshütte durch den Absturz des Felsturms kann ausgeschlossen werden, da ein großer Felsrücken auf rund 1.500 Metern Höhe direkt oberhalb der Hütte diese vor Felsstürzen schützt“, so der Experte. Der Standort der seit mehreren hundert Jahren bestehenden Hütte im hinteren Wimbachtal wurde in der Vergangenheit damit sehr bewusst gewählt.

 

Wanderweg wird verlegt

Dr. Kellerbauer empfiehlt, den Weg im direkten Hüttenumfeld zu verlegen, um eine Gefährdung von Wanderern auszuschließen. „Wenn der Nordturm abbricht, kommt viel feines Material herunter, keine großen Blöcke“, hat der Geologe ermittelt. weiterlesen