Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wappachtal

Frühherbst am Toni-Michl-Steig in Bayerisch Gmain

 von Fabi

Während am Sonntag Sturm und Unwetter über weite Teile unseres Landes zogen, blieben wir im Berchtesgadener Land zumindest tagsüber davon verschont. Leichter Föhn bescherte uns sogar zeitweise stahlblauen Himmel und Kurze-Hosen-Temperaturen. Also: ab auf den Berg! Für uns Reichenhaller bieten sich unzählige Möglichkeiten zum Wandern, haben wir doch Berchtesgaden, den Wilden Kaiser oder die Leoganger Steinberge direkt vor der Haustüre. Meist fällt die Wahl jedoch auf Hochstaufen oder Lattengebirge, in meinem Fall auf letzteres.

Vom Wanderparkplatz am Bayerisch Gmainer Bergkurgarten startete ich gen Süden in den Einschnitt des Wappachtals. Die anfangs entgegenkommenden Wanderer verteilten sich alle in Richtung Dötzenkopf und Eichelberg, sodass ich die meiste Zeit die Natur komplett für mich hatte. Nach etwa zwanzig Minuten entlang der Tobel und Wasserfälle der Wappach erreichte ich die Stahlbrücke, die weiter in Richtung Alpgartensteig, Hochschlegel und Predigtstuhl geführt hätte. Dafür war es an diesem Sonntag Nachmittag aber leider schon zu spät.weiterlesen

Am Alpgartensteig, kurz vor dem Ziel

Nach einer Woche eher wechselhaften Wetters wurden wir am vergangenen Wochenende mit Temperaturen um die 30 Grad und Sonnenschein entschädigt. Sogar die Gewitter, die jeweils zum Nachmittag angekündigt waren, blieben im Berchtesgadener Land aus. Mehr braucht es nicht, um den Bergfex glücklich zu machen. So fackelten meine Wander-Kumpanin Nicole und ich nicht lange und nutzten die Chance, endlich den Predigtstuhl zu erklimmen. Ohne die „Grand Dame“ versteht sich, nur auf Schusters Rappen.

Auf den Predigtstuhl führen viele Wege, wir entschieden uns für den Alpgartensteig im Gemeindegebiet von Bayerisch Gmain. Dieser beginnt am Wanderparkplatz Bergkurgarten am Fuße des Lattengebirges. Die Zeitangaben von anfangs 4,5 Stunden sollte man nicht allzu ernst nehmen, mit ein wenig Übung schafft man die Strecke in 2,5 Stunden.
Um der Mittagshitze zu entkommen, starteten wir bereits um halb neun in der Früh. Einbalsamiert in Sonnencreme und Zeckenspray wanderten wir durch das schattige Wappbachtal, linksseitig entlang des namensgebenden Gewässers. Dieser Abschnitt des Weges wird als „Alpgartenrundweg“ bezeichnet; man folgt von Anfang an der Beschilderung „Hochschlegel“. Leicht steigt der Rundweg an, gesäumt von zahllosen Frühlingsblühern und den Wasserfällen des Bergbaches.

Der Wappbach

Am Talschluss gingen wir weiter in Richtung Hochschlegel über die Stahlbrücke. So langsam machte sich die Sonne bemerkbar und die stehende Luft im Bergwald erhitzte sich zusehends. In Serpentinen stiegen wir weiter auf ins Innere des Lattengebirges, unterbrochen von kurzen Trinkpausen. Genug Wasser sollte man auf jeden Fall mitnehmen, da nach den letzten Bächen im Tal erst wieder in der Almhütte Schlegelmulde das kühle Nass winkt.weiterlesen