Winter-Berchtesgaden-Skitour

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Bier und Salz: Die Reichenhaller und Ihr Schatz

 von Sepp
Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen

Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen

In diesem Jahr dreht sich in Bad Reichenhall alles um das Weiße und das flüssige Gold. Die Alpenstadt feiert gleich zwei Jubiläen: 400 Jahre Soleleitung und 525 Jahre Bürgerbräu.

Die Soleleitung: Erste Pipeline der Welt

Die Entdeckung der Solequellen unter der Stadt 1613 stellt die Saline vor eine große Herausforderung. Denn die Wälder um Bad Reichenhall können den Brennholzbedarf zur Verarbeitung der Sole nicht decken. Also beauftragt Herzog Maximilian den herzoglichen Hofbaumeister Simon Reiffenstuel und seinen Vater Hans. Ihre Aufgabe: Der Bau einer Soleleitung nach Traunstein. Auf einer Strecke von 32 Kilometern werden 8400 handgebohrte Holzrohre, sogenannte Deicheln, verlegt!

Deicheln: handgebohrte Holzrohre

Deicheln: handgebohrte Holzrohre

Sieben von Wasserkraft angetriebene Hebewerke werden gebaut, damit die Sole die immer wieder auftretenden Geländekuppen überwinden kann. 1619 kommt in der Traunsteiner Saline die erste Reichenhaller Alpensole an. Ein technisches Meisterwerk ist entstanden!

In der Alten Saline

In der Alten Saline

1808 wurde die Soleleitung vom Legendären Konstrukteur Georg Friedrich von Reichenbach modernisiert und bis nach Rosenheim verlängert. Am 1. Juli 1958 floss zum letzten Mal Sole durch diese Röhren.

Bürgerbrau: Seit 525 Jahren das Bier der Reichenhaller

Das Bürgerbräu besteht seit 525 Jahren. 1494 wurde erstmals eine Brauerei am Standort des Bürgerbräus urkundlich erwähnt. Das Bürgerbrau ist heute die einzige Brauerei der Stadt. Schon 1493 – und damit 23 Jahre vor dem Bayerischen Reinheitsgebot- verpflichteten sich die Reichenhaller Brauer einer Bierordnung: „Ein jeder Brauer soll gemäß dem Eid, den er geschworen hat, nichts anderes für das Bier gebrauchen als gutes, beschautes und sachgerecht hergestelltes Malz, Wasser und Hopfen.“ Die Hauptabnehmer der Brauerei sind damals die Arbeiter der Saline. Die Arbeiter erhalten einen Teil Ihres Lohns in Naturalien: Dieser Deputat-Lohn sichert allen Salinenarbeitern einen Haustrunk zu. Der Haustrunk löscht den Durst und schützt dank dem Reichenhaller Reinheitsgebot die Arbeiter vor ernsthaften Erkrankungen.weiterlesen

Mit Tourenski und Schneeschuhen zum Rotwild

 von Sepp
Fortsbetriebsleiter Dr. Daniel Müller (r.) mit seinen Helfern

Fortsbetriebsleiter Dr. Daniel Müller (r.) mit seinen Helfern

Mit Heuballen auf dem Rücken und Tourenskiern oder Schneeschuhen an den Füßen sichern Forstbetriebsleiter, Revierjagdmeister und Förster der Bayerischen Staatsforsten mit Vertretern des Bayerischen Jagdverbands die Versorgung des Rotwildes am Ristfeuchthorn.

Die Lawinengefahr ist gering als Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller und seine Mitstreiter in Melleck – kurz vor der österreichischen Grenze – die Heuballen schultern. Einen Tag zuvor meldet Hans Niederberger, Leiter der Hochwild-Hegegemeinschaft Berchtesgaden und Ehrenvorsitzender der Kreisgruppe Berchtesgadener Land am Vortag seinem Stellvertreter Dr. Daniel Müller, dass vier Stück Rotwild unterhalb der Sellarnalm im Schnee feststecken. „Mit einem Hubschrauber muss Heu auf den Berg geflogen werden“ schlägt Niederbergervor. Da ein Hubschrauber das Wild und die geschützten Raufußhühner aber in eine kräftezehrende Flucht jagen würde, wird der Plan verworfen. Stattdessen soll das Rotwild mit duftendem Heu zur Wildfütterung ins Tal gelockt werden.weiterlesen

Lawinenhunde trainieren am Obersalzberg

 von Sepp

Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau

Die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau hat ihren diesjährigen Lawinenhundelehrgang vom 17. bis zum 21. Januar aufgrund der Witterungs- und Lawinensituation auf die Scharitzkehlalm am Obersalzberg in Berchtesgaden verlegt. „Auf dem Hochplateau der Reiter Alm wären wir vor allem in der Nacht und bei Nebel und Schneefall bei einem scharfen Einsatz abgeschnitten gewesen, da uns kein Hubschrauber schnell genug abholen und auf die Lawine fliegen hätte können“, erklärt Staffelleiter Stefan Strecker, der für die unbürokratische Hilfe des Berchtesgadener Bürgermeisters Franz Rasp sehr dankbar ist. Nachdem die starken Schneefälle eine Durchführung auf der Reiter Alm unmöglich gemacht hatten, genehmigte der Bürgermeister der Marktgemeinde Berchtesgaden kurzfristig und unbürokratisch die Durchführung im Bereich der Langlaufloipe an der Scharitzkehlalm und stellte zudem eine Pistenraupe samt Fahrer zur Verfügung, mit der ansonsten Loipen und Pisten präpariert werden.

Dadurch konnten  insgesamt sieben voll ausgebildete Suchhundeteams (Status C) ihre jährlich vorgeschriebene Rezertifizierung und jeweils zwei A- und zwei B-Hundeführer ihren Grundlehrgang und Aufbaulehrgang besuchen: Staffelleiter Stefan Strecker mit seinem Zabo (C, Bad Reichenhall), sein Stellvertreter Achim Tegethoff mit seiner Cira (C, Marquartstein), der überregional geschätzte und anerkannte Hunde-Ausbilder Michael „Much“ Partholl mit seinem Kantos (C, Ramsau), Jörg Riechelmann mit seinem Enzo (C, Bad Reichenhall), Martin Wagner mit seiner Chica (C, Marktschellenberg), Hannes Hörterer mit seinem Ferry (B, Schleching), Kurt Becker mit seinem Askan (C, Berchtesgaden), Thomas Pöpperl mit seinem Lasko (B, Berchtesgaden), Korbinian Conway mit seiner Lana (C, Ruhpolding), Antonia Purrer mit ihrem Gustl (B, Marquartstein), Jürgen Triebler mit seiner Layla (A, Marquartstein) und Wolfgang Fehringer mit seinem Samu (A, Inzell).weiterlesen

Unterwegs mit Nationalpark-Ranger Dominik Joosten

 von Sepp
Nationalpark-Ranger Dominik Joosten mit einer Praktikantin auf der Kührointalm.

Nationalpark-Ranger Dominik Joosten mit Praktikantin Anna auf der Kührointalm.

Dominik Joosten hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der ausgebildete Förster merkt schnell, dass ihn das traditionelle Holzgeschäft weniger interessiert als der Naturschutz. So landet er als Ranger beim Nationalpark Berchtesgaden! Als Schutzgebietsbetreuer – so heißt der Beruf des Rangers im Behördendeutsch – schaut Dominik auf die Einhaltung der Nationalparkverordnung, macht Umweltbildung und unterstützt die Forschung! Zusammen mit 14 Ranger Kollegen kümmert sich Dominik um die 210 KM² große Fläche des Nationalparks Berchtesgaden.

Überregional machte Dominik im August 2018 Schlagzeilen, als er zusammen mit anderen Rangern Hund Barry nach elf Tagen aus einer Felswand am Südende des Königssees rettet.

Ranger Dominik Joosten, Revierleiter Tilman Piepenbrink, Mitarbeiter Wolter von Plettenberg, Ranger Fritz Eder und Ranger-Leiter Jochen

Ranger Dominik Joosten, Revierleiter Tilman Piepenbrink, Mitarbeiter Wolter von Plettenberg, Ranger Fritz Eder und Ranger-Leiter Jochen

TV-Tipp: Heimat der Rekorde

Für die neue Folge der Sendung Heimat der Rekorde hat ein Team des Bayerischen Rundfunks Dominik und seine Praktikantin Anna bei ihrem Einsatz im einzigen Alpennationalpark Deutschlands begleitet. weiterlesen

Wildfütterung unter Extrembedingungen

 von Sepp
Das Wintergatter im Pfaffenthal

Das Wintergatter im Pfaffenthal

Spätestens mit der Ausrufung des Katastrophenfalls wird offensichtlich: So viel Schnee in so kurzer Zeit hat es schon lange nicht mehr im Berchtesgadener Land gegeben. Zahllose Helfer, unterstützt von Bundeswehr, Feuerwehren und technischem Hilfswerk versuchen den Schneemassen auf Straßen und Dächern Herr zu werden. Derweil machen sich Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten auf dem Weg zum Wintergatter Pfaffenthal im Bergsteigerdorf Ramsau.

Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden

Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden

Aufgrund der Zersiedelung und Verbauung der Auelandschaft ist das Rotwild gezwungen in seinen Sommereinständen zu überwintern. Hier wird es über den Winter mit Heu, Rüben und Grassilage versorgt, bis die Vegetation wieder genug Nahrung bietet. Aufgrund der großen Neuschneemengen stellt sich die Versorgung der Wildtiere jedoch als extrem schwierig heraus. Der Weg zum Wintergatter ist mit meterhohem Schnee bedeckt, abgebrochene Bäume liegen quer und immer wieder ist das Knarzen und Brechen von Ästen und Gipfeln durch den Wald zu hören.

Es kommt auch in anderen Wintern vor, dass die Straße zugeschneit ist und im Normalfall würde sich Berufsjäger Max Schmid mit den Skiern auf den Weg machen. Doch dies ist derzeit aufgrund der Gefahrenlage unmöglich. Das Wild verbraucht zum Glück derzeit nur wenig Energie. Es steht in der Regel windgeschützt beisammen und hat den Stoffwechsel auf ein Minimum heruntergefahren. „Es ist Ehrensache, dass unser Rotwild täglich gefüttert wird,“ sind sich Max und Christian mit allen anderen Revierjägern am Forstbetrieb Berchtesgaden einig. Von Tag zu Tag wird der Zugang kräftezehrender und Besserung ist nicht in Sicht.weiterlesen

Milcherfassung im Winter in Maria Gern | Berchtesgaden © Bernhard Huber

Milcherfassung im Winter in Maria Gern | Berchtesgaden © Bernhard Huber

Schwere Schneedecken auf den Dächern, gefürchtete Lawinenabgänge, Schneebruch und rutschige Fahrbahnen: Bayern versinkt gerade im Schnee. Im südlichen Berchtesgadener Land wurde heute Vormittag der Katastrophenfall festgestellt. Doch auch bei Eis und Schnee müssen die Sammeltankwagenfahrer der Molkerei Berchtesgadener Land die Milch bei den Bergbauern auf über 1.000 Meter zwischen Watzmann und Untersberg abholen.

„Das Gefährlichste an den Fahrten auf schneebedeckter Fahrbahn ist, wenn das Fahrzeug ins Rutschen gerät“ weiß Franz Foisner, Milchwagen-Fahrer bei den Pidinger Milchwerken: „Der Winter ist für mich als Fahrer schon eine gefährliche Zeit“, erzählt Franz Foisner, „Ich muss weit hinauf, auf über 1.000 Meter, und auf schmalen Straßen, die teilweise verweht oder nicht geräumt sind.“ Innerhalb von zwei Tagen holen er und seine Kollegen rund 1,6 Millionen Liter Milch von 1.700 Landwirten ab, die teilweise in extremen Gebieten entlang der deutschen Alpenstraße liegen. Die höchste Milchsammelstelle liegt auf 1050 Metern Höhe im Bergsteigerdorf Ramsau.

Milchsammeltankwagen der Bergbauernmilch am Hochschwarzeck in Ramsau © Bernhard Huber

Milchsammeltankwagen der Bergbauernmilch am Hochschwarzeck in Ramsau © Bernhard Huber

Halt macht Franz Foisner bei vielen kleinen Höfen, die zum Teil nur 25 Liter Milch abgeben. Starke Gefälle, gewaltige Steigungen und die schwappende Milch im Wagen sind bei Schnee und Eis eine noch größere Herausforderung. Doch die Fahrzeuge sind für die Extremtouren ausgerüstet: Schleuder- und Schneeketten bringen die Fahrer – und die Milch – sicher an ihr Ziel. „Die Landwirte verlassen sich auf mich, dass ich die Milch in gutem Zustand zur Molkerei nach Piding bringe“, erklärt Franz Foisner, „Würden wir die Milch nicht an vielen Stationen abholen, würden viele Landwirte aufhören, weil sich der Aufwand für einen eigenen Transport für sie nicht lohnt.“ weiterlesen

Überdosis Schnee am Hochschwarzeck

 von Sepp
2 Meter Schnee am Hochschwarzeck

2 Meter Schnee am Hochschwarzeck

Jedes Jahr wartet die Hochschwarzeck Bergbahn sehnsüchtig auf Schnee. Auf den Pisten des kleinen Skigebietes im Bergsteigerdorf Ramsau gibt es nämlich keinen Maschinenschnee. Auch in diesem Winter ist der Saisonstart eine Zitterpartie. Ausgerechnet vor den Weihnachtsferien lassen extrem milde Tage den vorhandenen Schnee dahinschmelzen. Dennoch gelingt es dank des Einsatzes der Mitarbeiter den Ski- und Rodelbetrieb rechtzeitig zu den Weihnachtsferien zu starten.

Was vor einer Woche noch Mangelware ist, gibt es nun im Überfluss: Am Hochschwarzeck fällt in den letzten Tagen der Schnee gleich meterweise. Fast zu viel für das kleine Skigebiet! Die Schneelast der Bäume ist mittlerweile so groß, dass die Skitourenaufstiegs-Route, die Rodelbahn und die Winter-Wanderwege gesperrt werden. Sturmböen lassen keinen Betrieb der Sesselbahn zu.

Mitarbeiter der Bergbahn und Helfer sind im Dauereinsatz. Die Talstation des Schmuckenlifts wird gerade von ihrer tonnenschweren Last befreit.

Die Talstation des Schmuckenlifts

Die Talstation des Schmuckenlifts

Fangnetze an den Pisten werden ausgegraben und wieder funktionstüchtig gemacht.weiterlesen

Sophie kocht: So schmeckt die Region

 von Sepp
Sophie Lödermann | Sophie kocht

Sophie Lödermann | Sophie kocht

Heimatverliebt und naturverbunden, ein absoluter Genussmensch“  So beschreibt sich meine Kollegin Sophie Lödermann selbst. Ihre große Leidenschaft ist das Kochen! An dieser Leidenschaft lässt Sie uns in Zukunft teilhaben: Sophie kocht heißt das Herzensprojekt der Freilassingerin. In diesem Blog entführt uns Sophie in das kulinarische Berchtesgadener Land. Denn Sophie kocht nicht einfach, sie kocht mit frischen saisonalen Produkten aus unserer Region!

Sophie kocht ist dabei mehr als eine Sammlung von Sophies Lieblingsrezepten: Sie nimmt uns mit zum Einkaufen auf Bauern- und Wochenmärkte, in kleine Geschäfte, zu Landwirten und Gemüsebauern, schaut dem Schnapsbrenner über die Schulter, besucht den örtlichen Bäckermeister und noch vieles mehr.

Einkauf am Wochenmarkt

Einkauf am Wochenmarkt

Noch steckt Sophies Blog in den Kinderschuhen, gerade mal ein paar Stunden ist die Seite online. Und doch hat Sophie schon etliche Gerichte gekocht. Fleischliebhaber finden hier Rezepte, genau wie Vegetarier. In den Kategorien Fleisch, Fisch, Vegetarisch und Backen stellt Sophie Ihre Rezepte vor.

Für Vegetarier: Brotauflauf

Für Vegetarier: Brotauflauf

Aus der Kategorie Fleisch: Hirschgulasch

Aus der Kategorie Fleisch: Hirschgulasch

Für Fischfreunde: Saibling mit Wintersalat

Für Fischfreunde: Saibling mit Wintersalat

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Der Zauberwald im Bergsteigerdorf Ramsau

Der Zauberwald im Bergsteigerdorf Ramsau

Gar nicht winterlich war das Wetter zu Weihnachten: Statt Sonne und Schnee gab es viel Regen und Wind! Am ersten Weihnachtsfeiertag war es dann zumindest trocken. Das habe ich zu einem kleinen Spaziergang durch den Zauberwald zum Hintersee genutzt.

Vom Parkplatz am Nordufer des Hintersees spaziere ich auf dem Wanderweg in Richtung Zauberwald. Den Blick zum Hochkalter gerichtet passiere ich das nordöstliche Ende des Sees und wandere hinein in den Wald.

Blick über den Hintersee zum Hochkalter

Blick über den Hintersee zum Hochkalter

Nach wenigen Metern verlasse ich den breiten Weg und biege rechts ab. Der Naturlehrpfad Zauberwald führt mich in einigen Kurven etliche Höhenmeter hinab zur Ramsauer Ache. Jetzt bin ich im Zauberwald.

Im Zauberwald

Im Zauberwald

Ich folge dem Weg am Fluss. Oft schon bin ich hier entlanggewandert, doch jedes Mal wieder fasziniert mich die Schönheit dieses Waldes. Besonders bei so trübem Wetter macht der Zauberwald seinem Namen alle Ehre.weiterlesen

Rosi Fürmann

Eine Krippe, die Geschichte und Geschichten erzählt: Die großartige Weihnachtskrippe in der Stiftskirche in Laufen an der Salzach

Sie erzählen die Geschichte der Salzschifferstadt Laufen, sie erzählen von „Stille Nacht – Heilige Nacht“ und sie erzählen von einer großartigen Gemeinschaftsleistung: die bis zu 80 cm großen Figuren der Krippe in der Stiftskirche in Laufen a.d. Salzach.

Der Krippenjockl lädt zum Kripperlschauen ein

Wie Dr. Josef Heringer in seiner Beschreibung ausführt, findet sich 1628 eine erste Erwähnung der Krippe und somit kann sie sich als eine der ältesten Krippen nördlich der Alpen bezeichnen. Immer wieder folgern sich aus Kirchenrechnungen interessante Details; so unter anderem die Arbeit berühmter Bildhauer wie Wolf Weißenkirchner und Josef Anton Pfaffinger. Auch die Mutter des berühmten Barockmalers J.M. Rottmayr verlieh als eine bekannte Fassmalerin den um die 100 Figuren Ausdruck und Farbe.

Einer der ältesten, noch erhaltenen Köpfe aus der Krippe

Im 19. Jahrhundert verkam im Zuge der Aufklärung die Krippe mehr und mehr und um 1900 „schifften“ nach mündlichen Überlieferungen verkaufte Figuren salzachabwärts. Nur der Krippenjockl mit seinem lachenden und weinenden Gesicht schien überlebt zu haben.weiterlesen