St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Mittereislam
Sepp Wurm

Bergtour aufs Kammerlinghorn 2.484 m

 von Sepp
Gipfelkreuz Kammerlinghorn

Gipfelkreuz Kammerlinghorn

Heute habe ich mir nochmal Urlaub genommen und eine Bergtour gemacht, um ein wenig für die 24 Stunden Wanderung beim Wander-Festival am kommenden Samstag zu trainieren. Meine Entscheidung fiel auf das 2.484 Meter hohe Kammerlinghorn, den einzigen Gipfel der Hocheisgruppe, der von einem bezeichneten Wanderweg erschlossen ist.

Das Wetter ist vielversprechend, als ich heute morgen am Hintersee vorbeifahre. Perfektes Bergwetter eben! Und die gute Nachricht ist: Das Wetter soll so bleiben!

stimmungsvoller Morgen am Hintersee

stimmungsvoller Morgen am Hintersee

Auf der Bindalm erleuchtet die Sonne schon die gegenüberliegenden Mühlsturzhörner und den Hügel mit dem Almkreuz, während die Kaser und ein Großteil der Almfläche noch im Schatten liegen.

Die Bindalm am Morgen

Die Bindalm am Morgen

Von der Bindalm führt ein breiter, anfangs recht steiler Fahrweg zur Mittereisalm. Die Alm liegt zum großen Teil noch im Schatten, doch die ersten Strahlen der Sonne blitzen schon über die Berge und ich wandere direkt in die Sonnenstrahlen hinein.weiterlesen »

Sepp Wurm

Bergtour aufs Vorderberghörndl

 von Sepp
Brunnen an der Hocheis Diensthütte

Brunnen an der Hocheis Diensthütte

Nach der Hitzewelle der vergangenen Woche hat es zum Wochenende ordentlich abgekühlt. Die Temperaturen waren an diesem Samstag also eigentlich ideal für eine Bergtour, aber leider war es bewölkt und speziell in den Bergen (besonders rund um den Hochkalter) auch neblig. Nichtsdestotrotz unternahm ich eine kleine Bergtour. Meine Entscheidung fiel auf das Vorderberghörndl, mit einer Höhe von 2.083 Metern einer der kleinerern Gipfel im Hochkaltermassiv.

Die erste Etappe der Bergtour aufs Vorderberghörndl führt über die Bindalm auf einem teilweise recht steilen Forstweg zur Mittereisalm. Knapp unterhalb der Mittereisalm war am Samstag Vormittag ein Bagger damit beschäftigt, die Schäden, die das verherrende Unwetter Anfang Juni auch an diesem Forstweg angerichtet hat, zu beseitigen. Auf der Almfläche angekommen, konnte man vor lauter Wolken keinen der uns umgebenden Gipfel sehen. Bedrohlich dunkel hingen Wolken und Nebel um Kammerlinghorn, Hocheisspitze und die weiteren Gipfel rund um das Hocheiskar. Kurz vor dem verfallenen Kaser zweigt der Steig unbeschildert nach links ab und führt durch den Wald zur Diensthütte, dem letzten Überbleibsel der ehemaligen Hocheisalm. Hinter der kleinen Hütte gabelt sich der Weg: Nach rechts führt der Steig weiter ins Hocheiskar (hier kommt man unter anderem auf die Hocheisspitze) und nach links in Richtung Vorderberghörndl.

Auch hier führt der Weg erstmal auf dem deutlich erkennbaren Pfad durch Wald, vorbei an den sogenannten Totenlöchern – metertiefe Einbuchtungen der Landschaft, deren Enstehungsgeschichte ich leider nicht kenne –

Die Totenlöcher auf dem Weg zum Vorderberghörndl

Eines der Totenlöcher auf dem Weg zum Vorderberghörndl

bevor man an einer kleinen Schneise einige Meter abwärts steigt, um im Anschluss einen großen Schutt– und Geröllkegel zu überqueren. Zwischen den mächtigen Felsbrocken fanden sich noch vereinzelte Schneereste, die allerdings in ihren bescheidenen Ausdehnungen kein Problem darstellten. Nach Überquerung dieser teils steinigen, teils schneebedeckten Passage führen Serpentinen steil über grüne Matten. Eine Gruppe Gemsen graste gerade an einer Stelle, verschwand aber, als wir näher kamen, in den Nebel: Unmöglich, so schnell noch ein Bild von den Tieren zu machen oder sie überhaupt noch zu sehen; hier oben auf etwa 1.800 Metern waren wir mitten im Nebel angekommen, die Sicht reichte nur wenige Meter weit.

Nebel überall - Mystische Stimmung

Nebel überall – Mystische Stimmung

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