Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Berchtesgadener Hochthron

Frühjahrstour auf den Untersberg

 von Ann-Kathrin
Bergrast mit Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Bergrast mit Watzmannblick © Ann-Kathrin Helbig

Frühjahr: In den Bergen bedeutet das aufgeweichter Schnee, in höhreren Lagen harter Schnee, der gut trägt und warme Temperaturen. So wie auch zu der Tour zum Untersberg/Berchtesgadener Hochhtron. Am häufigsten wird der Berchtesgadener Hochthron über Hintergern und das Gatterl bestiegen. Weniger Publikumsverkehr auf den Berchtesgadener Hochthron ist, wenn man über Bischofswiesen-Winkel aufsteigt. Hierbei sollte man sich nicht abschrecken lassen, dass der Aufstieg mit 5 Stunden ausgeschrieben ist. Das ist einfach nur sehr großzügig angegeben.

Am Ortsrand von Winkl (Alternativ auch ab Hallthurm) startet man zuerst auf einer Forststraße in Richtung Niernthalsattel. Schnell wandelt sich diese in einen schmaleren Waldpfad stetig bergauf. Fast zwei Stunden ist man nur im Wald, wodurch man auch bei sommerlichen Temperaturen hier noch einen kühlen Kopf behält. Am heutigen Tage ist sogenannte Inversionswetterlage. Da bin ich gespannt ab welcher Höhe ich endlich über dem Nebelmeer bin. Vorher habe ich aber über die Webcam der Funtenseetauern gespickt, wo in etwa die Nebelgrenze sein wird. Die Webcam nutzte ich sehr oft, gerade im Frühjhar um zu sehen ab welcher Höhe der Schnee noch liegt oder wie weit hoch das Nebelmeer aufragt. Ab dem Scheibelkopf bin ich über dem Nebelmeer. Leider wird dieser schöne, kreuzbesetzte Aussichtspunkt oft übersehen. Auch beim Blick ins Gipfelbuch entdeckt man zum Großteil nur einheimische Einträge. Dieser schöne Platz lädt mich zum rasten und Gedanken schweifen ein.

Auf dem Scheibelkopf © Ann-Kathrin Helbig

Auf dem Scheibelkopf © Ann-Kathrin Helbig

Nach einer weiteren halben Stunde ab dem Scheibelkopf erreicht man den Altschnee. Hier ist auch das Gatterl, wo der Weg mit dem Stöhrweg zusammentrifft. Stetig steigend mit häufigem Einsinken geht es nun in Richtung Stöhrhaus. Die Frühlingssonne wärmt schon sehr stark und die letzte Stunde des Aufstieges ist man der Sonne komplett ausgesetzt. Wie auch der Schnee, wodurch das unangenehme Einsenken entsteht. Hier lohnt es sich zäh zu sein, die Aussicht ist zwar atemberaubend, aber der Weg ist eindeutig nicht das Ziel wenn es so unangenehm ist.

auf dem Untersberg © Ann-Kathrin Helbig

auf dem Untersberg © Ann-Kathrin Helbig

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Die Watzmannfamilie präsentiert sich im winterlichen Kleid.

Schneeschuhtour auf den Untersberg – Vorbereitung auf das Winter Outdoor-Festival

In zwei Wochen werde ich am 6. BGL Winter Outdoor-Festival teilnehmen, das in diesem Jahr mit einem Schneeschuh-Special aufwartet. Um mich schon einmal mit dem Material vertraut zu machen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, stundenlang mit Schneeschuhen auf und ab durch Schnee zu marschieren, habe ich mir letzte Woche ein paar Schneeschuhe bei der Ski- und Snowboardschule Berchtesgaden-Oberau ausgeliehen.

Nachdem die höheren Lagen des Berchtesgadener Landes an den Tagen zuvor mit etwas Neuschnee beschenkt wurden, verjagte die Sonne am Sonntag gemeinsam mit ihrem Komplizen ‚Wind‘ endlich mal wieder die Wolken und gab den Blick auf die winterliche Bergwelt frei. Diesen idealen Wintertag nutzte ich, um eine Schneeschuh-Expedition auf den Untersberg zu starten und meine ersten Erfahrungen mit den praktischen Fortbewegungsmitteln zu sammeln. Das Winter Outdoor-Festival kann kommen!

Winter Outdoor-Festival: Schneeschuh-Special 2017 vom 3. bis 5. März

Am ersten Märzwochenende ist es wieder so weit und das Winter Outdoor-Festival, einer der absoluten Höhepunkte der Wintersaison im Berchtesgadener Land, findet zum mittlerweile sechsten Mal statt. Das Basecamp der von der Grassl Event & Promotion Services GmbH organisierten Veranstaltung ist wie auch schon im letzten Jahr das Explorer Hotel Berchtesgaden in Schönau am Königssee.

In diesem Jahr ist das Festival komplett auf die immer populärer werdende Aktivität des Schneeschuhwanderns ausgerichtet und bietet geführte Schneeschuhtouren für Einsteiger und Fortgeschrittene. Die Teilnehmer können  dabei traditionell zwischen einer 3, 6, 9 und 12-Stunden-Schneeschuhtour auswählen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein kulinarisches und musikalisches Rahmenprogramm wenn am Samstagabend alle Teilnehmer zur Finisher Pasta Party mit Live-Musik zusammenkommen.

Während die 3-Stunden-Tour am Sonntag, den 5. März stattfindet, machen sich die Teilnehmer der 6, 9- und 12- Stunden-Tour bereits am Samstag auf in die Berchtesgadener Winter-Bergwelt. Ihr habt also die Qual der Wahl und könnt eure Entscheidung angepasst an Kondition und Erfahrung treffen.

Ich habe mich für die 9-Stunden-Wanderung entschieden, die hoch über dem Königssee über die Hochbahn zur Königsbachalm und anschließend zur Bergstation der Jennerbahn führt. Nach einer Stärkung in der Berggaststätte Jenner und einen Abstecher auf den Jennergipfel geht es im Anschluss über den den kleinen Spinnergraben, die Jennerwiesen und die Mittelstation wieder talwärts. Über die Routenführung der weiteren Touren, Startzeiten, Ticketpreise und Nächtigungsmöglichkeiten im Explorer Hotel könnt ihr euch hier informieren.

Das Explorer Hotel ist wieder Dreh-und Angelpunkt des Winter Outdoor – Festivals.

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Frühwinter auf dem Berchtesgadener Hochthron

 von Ann-Kathrin
eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

Noch bevor wir hier im Tiefschnee versunken sind, herrschte bestes Wanderwetter. Gut, die Wanderwege hatten schon eine leichte Schneeauflage und waren zum Teil aalglatt, aber wenn man Grödel hat ist das alles kein Problem. So auch zu einer Wanderung von Hintergern/Maria Gern zum Berchtesgadener Hochthron am Untersberg. In Hintergern kann man optimal und kostenfrei parken oder alternativ mit Buslinie 837 bis zur Endstation Hintergern fahren. Da es mittlerweile sehr kalt ist und Minusgrade auch am Tag herrschen, ziehe ich am schattigen Parkplatz eine Vollgarage über mein Auto. Bekannte von mir sagen dazu, es sei mein Verhüterli für’s Auto. Tja, auch mein Auto schützt sich eben 😉 Aber Spaß beiseite, bei kostenfreien Parkplätzen, wo das Parkticket nicht sichtbar sein muss, sind diese Teile Gold Wert. Einfach abziehen und schon ist alles in einem Ruck frei gelegt – ja, ich weiß alles sehr zweideutig.

Wie auch immer, zuerst geht es schnee- und eisfrei stetig steigend vorbei an den letzten Häuser von Hintergern, bevor man, vorbei an einem Lamagehege (ob es auffällt wenn ich mir eines ausleihe, mich draufsetze und es mich hochträgt oder bei ungeräumten Straßen im Winter mich zur Arbeit bringt?! Hm?!) hinein in den Wald. Als nun die Forststraße schmaler und der Weg sich in Richtung Gatterl schlingert beginnt auch nun der Schnee und vor allem Eis. Also wird wieder was übergezogen. Kein Verhüterli. Grödel. Oder Schneeketten für die Füße. Jedenfalls sind die Teile einfach der Hammer. Damit bin ich schon über einen zugefrorenen See spaziert. Somit wird der vereiste Aufstiegsweg zu einem Spaziergang.

Bis zum Gatterl am Stöhrweg war es sonnig und windstill. Kaum am Gatterl angelangt gibt es ersteinmal eine fette Windpeitsche ins Gesicht. Aua! Um meine Haut im Winter zu schützen schmiere ich mir immer eine fettige Babycreme ohne Wasserzusatz ins Gesicht. Manchmal schaut das ziemlich daneben aus, aber dafür gibts keinen Gefrierbrand. Das letzte Stück über Stufen und durch Latschen bis zum Stöhrhaus und dem Gipfel des Berchtesgadener Hochthrones zieht sich am meisten bei dieser Wanderung. Kaum vorstellbar, dass ich im Herbst 2015 bei einem Berglaufwettkampf hierhoch teilnahm. Ich wundere mich öfter mal über mich selbst …

So, durch Schnee (glücklicherweise nicht zu tief) geht es weiter zum Gipfel. Der Schnee macht die Wege und Steige noch viel schmaler bzw. sind sie kaum noch vorhanden. Bitte aufpassen, der Untersberg ist ein Löcherkäse. Hier ist alles voller Höhlen und Dolinen.

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

eingefrorenes Gipfelkreuz © Ann-Kathrin Helbig

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Katharina Huber
Hochthron3

Mystische Stimmung im Klettersteig am Untersberg

Kaum einem anderem Berg in den deutschen Alpen wurde bisher in den Medien so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dem Untersberg. Oft bezeichnet als Wunderberg, Zauberberg oder magischer Berg ist dieser nicht nur wegen seines rotfarbenen Mamors bekannt, sondern auch wegen seines gigantischen Höhlensystems. Auch die bekannte Höhle Riesending, welche noch heute den Höhlentiefenrekord für Deutschland von mehr als 1000 Metern hält, oder Deutschlands größte Eishöhle, die Schellenberger Eishöhle, verbergen sich im Felsmassiv des Untersbergs. Eine Vielzahl der Höhlen ist bis heute noch unerschlossen – kein Wunder, dass dieser Berg schon in frühen Jahrhunderten die Menschheit faszinierte und viele Sagen und Mythen erzählt wurden. Ob nun Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa im Untersberg auf dessen Auferstehung wartet, sei dahin gestellt – Mystik und Magie strahlt dieser Berg allemal aus.

Magisch und mystisch – zwei sehr gute Schlagworte um meine Klettersteig-Tour auf den Berchtesgadener Hochthron im frühen Juni zu beschreiben, was ihr durch die Bilder sicherlich verstehen könnt.

Der Zustieg
Um bereits die Mittagsstunden am Gipfelkreuz genießen zu können, starten wir früh am Morgen am Parkplatz Hinterrossboden in Ettenberg. Die Sonne lässt sich bereits am blauen Himmel blicken und beleuchtet die morgendlichen Nebelschwaden, die noch die Gipfel der Berge umhüllen. Allein für diesen Anblick hat sich das frühe Aufstehen schon gelohnt! Auf Forstwegen und Pfaden wandert man vom Parkplatz aus ungefähr 2 bis 2,5 Stunden über den Scheibenkaser zur Einstiegsstelle des Klettersteigs. Trotz noch angenehmer Temperaturen kommen wir schnell ins Schwitzen und sind froh über den Schatten der Bäume und die kühle Brise, die uns ab und zu erfrischt. Als wir das Latschenfeld kurz vor dem Scheibenkaser erreichen, staune ich nicht schlecht. Erstmals präsentiert sich die gewaltige Ostwand des Hochthrons hautnah und macht sich ihren Namen alle Ehre: Imposant thront sie inmitten von Nebelschwaden, die an ihren Felsen hochziehen, was den Berg beinahe unnahbar erscheinen lässt. Nach kurzer Beobachtung der Wettersituation stellen wir fest, dass der Nebel wohl nicht in nächster Zeit verschwinden wird und beschließen ohne Pause weiterzuziehen. Mitten im Nebel wird die Stimmung außergewöhnlich: Geräusche werden dumpf und klingen größtenteils ganz ab. In der Ferne sieht man eine Schar Gämse an steilen Hängen balancieren und alles was man hört, ist das Knirschen der Steine unter uns.

Der Einstieg
Nach diesem schönen Zustieg erreichen wir schließlich den Anseilplatz und legen die komplette Klettersteig-Ausrüstung an. Denn diese darf auf dem mit Schwierigkeit C/D ausgezeichneten Klettersteig auf keinen Fall fehlen!weiterlesen

Bergtouren im Dunkeln

 von Ann-Kathrin
Nachtstimmung auf dem Dützenkopf © Max Nikelski

Nachtstimmung auf dem Dützenkopf © Max Nikelski

Keine Angst vorm schwarzen Mann…

Gerade im Winter und im Herbst, wo die Tage immer kürzer sind richtet man sich immer nach dem Sonnenauf- und untergang, um bei Wanderungen und Bergtouren möglichst nicht in die Dunkelheit zu geraten. Allerdings kann dies sogar ganz schön sein und sogar der krönende Abschluss eines perfekten Tages sein. Um der Dunkelheit ohne Schrecken entgegen zu gehen braucht es das passende Equipment. Unverzichtbar ist eine Stirnlampe. Ich habe eine von LED Lenser, welche so stark ist, man könnte meinen es sei ein Autoscheinwerfer.

BGLT-Bloggerin Sabrina perfekt ausgestattet

BGLT-Bloggerin Sabrina perfekt ausgestattet

In so mancher Vollmondnacht ist sogar eine Stirnlampe nicht einmal von Nöten. Im Tal die flackernden Lichter der Straßen, Häuser, Sterne und die Berge glitzern, eine perfekte Symbiose. In die Dunkelheit zu geraten bei einer Bergtour ist nicht immer zum Nachteil, allerdings sollte dies besser passieren, wenn man auf dem Rückweg ist und nicht wenn man sein Tagesziel noch nicht erreichte. Ein paar meiner Lieblingsdunkelheitstouren möchte ich euch vorstellen beziehungsweise wie ich dazu gekommen bin.

Alles fing an, als ich wochenends im Carl-von-Stahl Haus arbeitete. Sonntagabends hörte ich schon auf den 1736m Höhe mein Bett im Tal rufen. Es kostete mich Überwindung um 0 Uhr aus der Hütte zu gehen nach einem Arbeitstag den ganzen Weg alleine im Dunkeln bis nach Schönau am Königssee zu laufen. Zuerst war es echt beklemmend. Aber dann siegte die Vernunft, denn was soll denn passieren? Monster gibt es nicht! So lernte ich auch zum ersten Mal eine Nachtweide kennen. Mitten in der Nacht sind die Kühe wach/aktiv und jedes Mal wenn ich mit meiner Stirnlampe vorbeikam blieben sie wie angewurzelt stehen und schauten direkt in mein Licht. Jeder Abstieg war ein Erlebnis. In der Dunkelheit am Hochbahnweg mit den Stadtlichtern von Berchtesgaden & Schönau sah ich zum ersten Mal einen Fuchs in freier Wildbahn.weiterlesen

Lieblingsplätze: der Scheibenkaser

 von Ann-Kathrin
Scheibenkaser

Der Scheibenkaser am Untersberg

Über den Scheibenkaser habe ich schon in vorherigen Arikeln geschrieben. Doch nun stelle ich euch diesen schönen Platz in einem gesonderten Artikel vor. Unter uns: Es ist einer meiner Lieblingsplätze! Was einen Lieblingsplatz ausmacht: schnell zu erreichen, ruhig, tolle Aussicht und sich einfach wohl fühlen! All das wird mir am Scheibenkaser geboten.

Der Scheibenkaser am Untersberg ist lange noch nicht so bekannt wie andere Almhütten, wie die Schärtenalm oder Bind-Alm. Klar, zum Scheibenkaser gibt es keinen Fahrweg und bewirtschaftet wird dieser auch nicht wie die anderen bekannteren Almhütten im Berchtesgadener Talkessel. Der Almbauer des Scheibenkasers führt mühsam im Frühjahr seine Tiere hier hoch. Im Sommer geht es dann weiter zum höher gelegenen Zehnkaser am Untersberg. Im Herbst werden die Tiere wieder zurück zum Scheibenkaser geführt. Wer schon selbst hier unterwegs war, weiß, dass Wege wie der Rosslandersteig oder das Leiterl zum Zehnkaser schmal sind und dort sind dann die imposanten Kühe/Rinder unterwegs. Noch vor langer Zeit wurden auch Almhütten im Landtal bestoßen, hierbei wurde das Vieh über den Landtalsteig hinaufgetrieben. Ein gefährliches Unterfangen, denn damals war der Landtalsteig nicht so gepfelgt wie er heute ist. Doch damals waren die Almbauern darauf angewiesen, da es im Tal nicht genug Futter für ihr Vieh gab.

Wenn ich zum Scheibenkaser aufsteige, dann mache ich dies meist über den Gatterlweg hinauf nach Ettenberg. Da ich kein Auto besitze, nutze ich die Buslinie 840 ab Berchtesgaden Bahnhof in Richtung Salzburg. Bei der Haltestelle Kugelmühle steige ich aus. Gerade wenn man die Wanderung als Rundtour macht lohnt sich die Nutzung des ÖPNV. Über eine Brücke biege ich nach recht ab und folge der Beschilderung „Gatterlweg“. Über diesen sich in Kehren windenden Weg steige ich zügig hinauf nach Ettenberg. Wer sein Tempo hält, gelangt sogar in 30 Minuten an die Wallfahrtskirche Ettenberg.

Wallfahrtskirche Ettenberg

Wallfahrtskirche Ettenberg

Ettenberg ist einfach malerisch! Zerstreut liegen schöne Bauernhöfe, welche im Rücken umgeben vom Untersberg beziehungsweise Berchtesgadener Hochthron sind. Unter der Woche ist es hier unheimlich ruhig. Auch beim Mesnerwirt neben der Kirche. Hier bleibe ich immer kurz stehen und schaue mich um. Von hier kann man schon gut den Scheibenkaser erkennen. Er liegt direkt unter dem Berchtesgadener Hochthron an einer steil abfallenden Wiese.weiterlesen

Berchtesgadener Hochthron

 von Ann-Kathrin

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben!

Lange war es schon geplant die Tour auf den Berchtesgadener Hochthron am Untersberg. Schon von Berchtesgaden aus kann man an Schönwetter-Tagen das Störhaus erkennen, welches exponiert nahe der Steilwände des Berchtesgadener Hochthrones steht.

 

Startpunkt meiner Tour ist Hintergern. Zu erreichen mit dem Auto oder mit der Buslinie 837. Man folgt am Gasthof Bachgüttl der Straße entlang und schon gelangt man an gelben Wegeschilder, die den Weg zum Störhaus über den sogenannten Stöhrweg bezeichnen. Als Dauer ist 4,5 Stunden angegeben. Schnell gelangt man in den Wald hinein und ein Waldweg führt einen stetig steigend hinauf. Nicht lange und der Blick lichtet sich. Der Weg ist schmal und man ist überwältigt von der Macht der steilen Felsflanken des Untersberges. Das Stöhrhaus ist noch deutlicher zu sehen. Zu sehen ist auch das sogenannte „Leiterl„, dort geht es dann in schmalen Kehren hinauf zum Almgebiet des „Zehnkasers„.

Blick zum Störhaus

Blick zum Störhaus

Blick zum Untersberg/Berchtesgadener Hochthron

Blick zum Untersberg/Berchtesgadener Hochthron

Der Weg ist schon recht hoch frequentiert. Ich steigere mein Tempo, denn ich empfinde es als unangenehm wenn jemand hinter mir läuft. Klar, die Berge sollen eigentlich ein Ort der Ruhe sein, gerade in Zeiten unserer schnellebigen Gesellschaft. Das „Leiterl“ geht es nun hinauf und der Weg ist mittlerweile sehr schmal und auch steinig/geröllig. Da der Weg aber keine hohen Steigungen aufweist, ist der Weg als Rotpunktmarkierung richtig kategorisiert.

 

Der Berchtesgadener Hochthron 1973m ü. NN

Fast die ganze Zeit war ich der Sonne ausgesetzt. Meine Nase freut sich jetzt schon am Ende des Tages rot zu leuchten. Trotz, dass ich mich mit hohem Lichtschutzfaktor schütze, ziehe ich mir regelmäßig einen Sonnenbrand auf der Nase zu. Am Weidegebiet des Zehnkasers angelangt geht es dann um die Kurve und man ist auf der Rückseite des Untersberges angelangt. Hier ist es schattiger und man steigt nun durch Latschenbüsche die letzten Meter zum Störhaus hinauf.
Am Stöhrhaus angekommen bin ich erstmal überrascht wie klein es ist. In meiner Vorstellung stellte ich mir eine ähnlich große Berghütte wie das Kärlingerhaus oder Watzmannhaus vor. Erstmal wird nicht eingekehrt, sondern die letzten Minuten und Meter zum Gipfelkreuz des Berchtesgadener Hochthrones werden erklommen.weiterlesen

Sommertour in Marktschellenberg

 von Sepp

TV-Tipp: Entdeckungsreise durch Bayern

Mit der Sommertour geht die Abendschau des Bayerischen Fernsehens auf Entdeckungsreise durch Bayern, denn:  Urlaub zu Hause macht Spaß – vor allem wenn man in einem Urlaubsland zu Hause ist. Die Abendschau gibt Tipps, wo es im Freistaat am schönsten ist. Deshalb macht ein Team der Abendschau mit Moderatorin Anja Marks am Mittwoch, den 27. August mit der Sommertour Station in Marktschellenberg.

BR Moderatorin Anja Marks

BR Moderatorin Anja Marks

Vom Ortsteil Ettenberg wird  zwischen 17:30 Uhr und 18:45 Uhr live gesendet. Auch Wettermoderatorin Kathrin Rohrmoser wird vor Ort sein.

 

Almbachklamm, Klettersteig und Eishöhle

Beim Mesnerwirt  am Ettenberg endet die Wanderung durch die Almbachklamm,

Almbachklamm Wanderung

Almbachklamm Wanderung

Moderatorin Anja Marks wirft einen Blick in die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung,

Messnerwirt und die Wallfahrtskirche am Almberg

Wallfahrtskirche Ettenberg und der Messnerwirt

sie informiert sich über den Berchtesgadener Hochthron Klettersteig am Untersberg,weiterlesen

Untersberg Überschreitung

 von Sepp
Wolken am Untersberg

Wolken am Untersberg

Nach einigen verregneten Tagen zeigte sich gestern endlich wieder die Sonne und bescherte uns einen wunderbaren Sonntag mit bestem Wanderwetter. Wir haben den Tag zu einer Überschreitung der deutschen Seite des Untersbergs genutzt: Von Maria Gern über das Stöhrhaus zur Toni Lenz Hütte nach Marktschellenberg führte uns die Tour.

Wir starten unsere Bergtour etwa um halb acht in Maria Gern. (Bester Ausgangspunkt der Tour ist die Hintergern, wo es allerdings keine Parkmöglichkeit gibt. Die Buslinie 837 des RVO fährt allerdings ab 8:15 stündlich vom Bahnhof Berchtesgaden zur Haltestelle Hintergern). Vorbei am Untersberg-Lehen folgen wir dem Weg durch den Wald bis wir auf etwa 1.300 Metern Höhe den Stöhrweg erreichen, der von Bischofswiesen heraufführt. Von hier sehen wir das erste Etappenziel unserer Tour: Das Stöhrhaus. Leider hängt eine Wolke genau am Untersbergkamm und verdeckt teilweise die Sicht.

Bis zur Talstation der Materialseilbahn führt der Weg fast eben an der Almbachwand, dem Osthang der Rauhen Köpfe, entlang, bevor die schon von weitem sichtbaren Serpentinen weiter nach oben führen. Nach den Serpentinen betreten wir durch ein kleines Gatterl die Almfläche der Zehnkaser-Alm und genießen einen Bilderbuch-Ausblick auf Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe.

Blick von Zehnkaser zu Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe

Blick von Zehnkaser zu Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe

Jetzt sind wir bereits auf dem Hochplateau des Untersberg, der Weg zum Stöhrhaus führt nun bei lediglich leichter Steigung durch einen latschenbewachsenen Rücken.

Am Stöhrhaus rasten wir natürlich erstmal und stärken uns. Leider hängt die Wolke immer noch über dem Untersberg und verdeckt uns die Sicht in den Berchtesgadener Talkessel.

Stöhrhaus am Untersberg

Stöhrhaus am Untersberg

Nach Norden hingegen herrschen beste Sichtverhältnisse.  Zudem sorgen die Wolken für relativ kühle Temperaturen, wir halten uns also gar nicht lange auf, sondern marschieren weiter.weiterlesen

Toni

Adlerbegegnung auf dem Untersberg

 von Toni

Frühjahrstour im Januar

Da die Schneebedingungen in Berchtesgaden am letzten Wochenende eher den üblichen Verhältnissen im April entsprachen, stand eine Frühjahrstour auf dem Programm. Wir wollten mal wieder auf den Untersberg, und um auf der Bischofswieser Westflanke möglichst viel Sonne abzubekommen, ging’s ausnahmsweise erst mittags los. Von Hallthurm aus wanderten wir ein kurzes Stück auf der Forststraße und bogen dann auf den Almsteig ab, der unter Einheimischen wegen seines sehr steilen, holprigen Verlaufs über Stock und Stein nur der „Knieschnackler“ genannt wird.

 

Auf dem berühmt-berüchtigten Knieschnackler

Kettensägenkunst am Knieschnackler

Kettensägenkunst

Vorbei an struppigen Windwurfflächen und überhängenden Kalksteinwänden ging es in der Sonne hinauf. In den umliegenden Felsen entdeckten wir einige altbekannte Adlerhorste, die jedoch momentan noch nicht von den großen Greifvögeln genutzt werden – die Brutzeit beginnt erst Ende März. Kleine Marienbildern in Felsnischen und einige Marterl für Verunglückte zeugten entlang des Steigs von seiner langen Nutzungsgeschichte… und ein Kettensägenkunstwerk von der Kreativität der hiesigen Forstarbeiter. Bald erreichten wir die beiden etwas luftigen Drahtseilpassagen und kamen danach wieder in unproblematisches Waldgelände. Doch schon ein kurzes Stück weiter stießen wir, deutlich tiefer als gedacht, auf den ersten Altschnee. Dieser sollte uns bis hinauf zum Gipfel erhalten bleiben, also wurden Gamaschen und Stöcke ausgepackt und die mühselige Spurarbeit auf dem nur mäßig ausgetretenen Pfad begann.

 

Zäher Aufstieg im Schnee

Diesmal hatten wir wegen der folgenden Schinderei wenig Aufmerksamkeit für die Fährten und Zeichen der verschiedenen Bergtiere übrig. Ob Gamstritt oder Schneehasenspur, Spechthöhle oder erfrorene Tannenmeise, wir würdigten alles nur mit einem kurzen Blick und stapften weiter im knietiefen Schnee dahin. Irgendwann erreichten wir endlich die Zehnkaser-Alm und querten nun ein wenig flacher am Hang entlang hinüber zum Gatterl und dem Stöhrweg, der von Maria Gern heraufzieht.

Die Zehnkaser-Alm im Winter

Die Zehnkaser-Alm

Ab hier wurde die Spur deutlich besser und die letzten Etappen am Stöhrhaus vorbei zum Berchtesgadener Hochthron verliefen immerhin etwas weniger schweißtreibend.weiterlesen