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Stadthaus Salzburghofen - Boardinghaus im ehemaligen Mirtlwirt

Stadthaus Salzburghofen – Boardinghaus im ehemaligen Mirtlwirt

Zuhause auf Zeit im Boardinghaus

Der ehemalige Mirtlwirt in Freilassing wurde zum modernen Boardinghaus umgebaut. Es stehen 14 Appartements zur Verfügung, die ähnlich einer privaten Wohnung ausgestattet sind. Sie bieten temporäre Wohnmöglichkeiten für Geschäftsreisende. Auch Touristen können das Angebot nutzen.

Hermann Scharl kann sich noch genau an den Taubenmarkt im ersten Stock erinnern. Sein Großvater nahm ihn als Kind mit. In dem großen Saal des Mirtlwirts war Käfig an Käfig aufgereiht. Ein buntes Treiben und Gegurre, und im Erdgeschoss die Wirtsstube. Hier trafen sich Stammtischler, Einheimische, Auswärtige, Ausflügler, Familien. Der Mirtlwirt im Stadtteil Salzburghofen war ein beliebtes Wirtshaus, früher. 2011 hat die ortsansässige Firma Scharl Wohnbau GmbH das Anwesen erworben und aufwändig renovieren lassen. Das Gebäude stammt wohl aus dem Jahr 1350 und ist eines der ältesten in Freilassing. Zuletzt nagte der Zahn der Zeit an ihm. Es stand leer und verfiel zusehends. Wegen strenger Brandschutzauflagen musste die Wirtschaft aufgegeben werden. Der Besitzer, eine Brauerei, bot das gesamte Areal schließlich zum Verkauf.

Langzeitwohnen für unterwegs

Hinter den dicken, historischen Mauern, wo einst Tauben flatterten und Gäste speisten, sind heute modern ausgestattete Appartements und ein Verwaltungsbereich untergebracht. Die Wohnungen sind zwischen 19 und 55 Quadratmeter groß, verfügen über eine Küchenzeile, Geschirr, Bad mit Dusche, kombinierte Wohn- und Schlafräume oder getrennte Zimmer. Das Ambiente ist einer Privatwohnung ähnlich.

Zimmer im Stadthaus Salzburghofen

Zimmer im Stadthaus Salzburghofen

Das Konzept nennt sich „Boardinghaus“ (Boardinghouse), und richtet sich an Personen, die für längere Zeit eine Unterkunft benötigen. In der Regel sind das Geschäftsreisende, für die ein Boardinghaus eine wohnliche Alternative zum Hotelaufenthalt darstellt. Aus dem Mirtlwirt wurde das Stadthaus Salzburghofen.

Energetischer Standard trotz Denkmalschutz: Aus dem Mirtlwirt wird das Stadthaus Salzburghofen

Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes und der Ausbau mit einzelnen Wohnparzellen war äußerst aufwendig. „Aber wir wollten die Nutzung des Mirtlwirtes als Beherbergungsbetrieb unbedingt aufrechterhalten“, erklärt Hermann Scharl. Er und sein Sohn Dominik – beide sind Architekten – holten für das Projekt mit dem Kollegen Wolfgang Fritsche ein zusätzlich auf Altbausanierung spezialisiertes Fachbüro hinzu.  Weil so viel wie möglich von der historischen Substanz erhalten werden sollte, zogen sich die Arbeiten über fast drei Jahre hin. Allein für die Öffnung der Fensternischen ins Mauerwerk fielen 1.500 Regiestunden an. Sie waren nötig, um nachgebaute, verdeckt liegende Kastenfenster einsetzen zu können.

Der denkmalgeschützte Mirtlwirt in Freilassing

Der denkmalgeschützte Mirtlwirt in Freilassing

Tragende Säulen im Erdgeschoss mussten begradigt und die Treppenanlage wieder verkehrssicher gemacht werden. Das Gebäude wurde teils innen, teils außen gedämmt sowie eine kontrollierte Wohnraumlüftung und eine Pelletheizung installiert. Somit entspricht das Boardinghaus energetisch dem modernen Standard. Die größte Herausforderung stellte allerdings die Erfüllung des Brandschutzes da, sagt Hermann Scharl. „Die Auflagen mit den Ansprüchen eines Boardinghauses in Einklang zu bringen war nicht leicht.“

Service inklusive im Boardinghouse

Die ersten Gäste haben das neue „Stadthaus Salzburghofen“ bereits genutzt. Geschäftsreisende wie Monteure, Geschäftsleute, Ingenieure oder Bauarbeiter schätzen die Unterkunftsart in städtischer Umgebung. Die möblierten Appartements vermitteln das Gefühl vom „Zuhause auf Zeit“. Zusätzlich werden hotelähnliche Leistungen wie wöchentliche Zimmerreinigung, Bettwäsche- und Handtuchservice sowie Waschmaschinen- und Trocknernutzung im Untergeschoss angeboten. Auch der W-LAN Anschluss und SAT-TV sind inklusive. Ein Aufenthalt im Boardinghaus ist auf einen längeren Zeitraum ausgelegt, er beträgt mindestens eine Woche und maximal sechs Monate. Weil sie günstiger ist als eine Hotelnutzung, gleichzeitig aber Service und Wohnlichkeit bietet, kommt diese Form des Langzeitwohnens Firmen entgegen, deren Mitarbeiter eine Zeit lang in den Großraum Freilassing/Salzburg versetzt werden.

Übergangswohnung im Boardinghouse

Übergangswohnung im Boardinghouse

Das Boardinghaus bietet sich ebenso als Übergangswohnen an, bevor ein neues Eigenheim gefunden ist oder zur Unterbringung von Praktikanten aus dem In- und Ausland. Auch Urlauber können das Boardinghaus nutzen, vor allem, wenn sie Unabhängigkeit und Privatsphäre schätzen. Die frühere Gaststube im Erdgeschoss kann außerdem für Veranstaltungen mitgebucht werden. Für die weite Zukunft schließt Hermann Scharl auch eine kleine Gastronomie nicht aus. „Nur ein Taubenmarkt wird im Mirtlwirt sicher nicht mehr stattfinden“, schmunzelt er.

Ein spannendes Konzept! Im Namen der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH wünsche Ich Euch viel Erfolg, Euer Sepp

10 Kommentare

18. August 2017um9:31 von Monika

Wow, das Konzept hört sich richtig gut an. Eine tolle Idee Menschen eine räumliche Möglichkeit zu bieten, egal ob aus beruflichen Motiven oder um als Tourist das schöne Berchtesgadener Land zu entdecken.

Ich bin selbst in Freilassing ansässig und da bekommt man richtig Lust ein solches Projekt zu unterstützen. Auf jeden Fall freue ich mich sehr, wenn ein solch historisches Gebäude, das sich sehr liebevoll gestaltet zeigt, erfolgreich genutzt wird.

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18. August 2017um13:20 von Sepp

> Ja eine tolle Sache, wenn man historische Gebäude nicht nur erhalten, sondern auch einer neuen Nutzung zuführen kann!

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18. August 2017um16:59 von Nick

Die Konzepte für Langzeitwohnen sind einfach unschlagbar. Die Apartments in einem Boardinghouse oder in einem Aparthotel sind viel besser für Geschäftsreisende geeignet als herkömmliche Hotelzimmer. Ich möchte nie mehr auf die Kleinigkeiten verzichten die ich jedes Mal beim Reisen entdecke. Die Zimmer sind meist sehr stilvoll eingerichtet und haben eine Küche mit Küchenutensilien wie Tellern, Löffeln, Wasserkocher, Toaster usw. Ich fühle mich einfach heimisch wenn ich in ein cooles Apartment einziehe und merke, dass die Hoteliers sich Gedanken gemacht haben über die Funktionalität und Design. Das sind zwa Kleinigkeiten, doch diese helfen sehr gegen das aufkommende Heimweh nach ein paar Wochen. Die Zimmer in Stadthaus Salzburghofen – sehen aufjedenfall sehr einladen aus, sehr persönlich. Gefällt mir!

Viele Grüße aus Berlin

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18. August 2017um18:28 von Sepp

> Schön wenn es dir gefällt Nick, es ist wirklich toll geworden. Musst du unbedingt mal testen 😉

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17. April 2018um17:42 von Gabriele Eder/Gruber

Haben die teuerste Wohnung -ebenerdig aus geschäftlichen Zwecken für 1 Monat aus geschäftlichen Gründen angemietet(1250 Euro monatlich!!!!)
Mein Mann und ich mieten seit 2009 Fewos an und können deshalb Bücher schreiben , wie eine anständige und vor allem zweckmäßige Fewo auszusehen hat .
Hier hat es z.B. keinerlei Brot /Schneide -Küchenmesser,keine Biergläser ,keinerlei Weingläser.
Die billigen Kochtöpfe scheinen von Ikea zu sein .Die Griffe wackeln und müssen ständig mit einem Schraubenzieher angezogen werden .
Weiterhin keine Salatschüsseln(die vorhandene klobige Salatschüssel sieht aus wie aus einem Altenheim).
Keine Eierbecher ,nicht genügend Besteck und Geschirr.
Weiterhin besitzen diese Leute die Unverschämtheit ,für den horrenden Preis(weil in Nähe Sazburg)????? noch Waschmachinen und Trockener Gebühren von jeweils 3 Euro einzufordern
Nein danke .Für diesen Preis sind wir woanders wirklich besser aufgehoben.
Lernt mal von Hördinghausen-Herr Holdt.-Fewos!!!!
Hat alles drin. Mit Privatparkplatz -überdacht vor meiner Haustüre .
Auch eine Waschmaschine-Trockner.
Miete im Monat ist für 517 Euro für 2 Personen.
Wir fühlen uns ,als ob wir diesen Vermietern etwas schuldig wären und denen einen Gefallen machen müßten….
Normalerweise ist der bezahlende Kunde der König

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2. Mai 2018um8:56 von Petra Sax-Scharl

Geschätzte Familie Eder/Gruber,
vielen Dank, dass Sie unsere Gäste waren!
Gerne nehmen wir Ihre Anregungen an und setzen sie um. Auch die Deckenlampe, die bei Ihren Umräumarbeiten zu Bruch gegangen ist,
wurde bereits erneuert.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Stadthaus Salzburghofen Team>

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23. April 2018um11:52 von von Leuchtenberg

Das ich nicht lache.
Einen Wasserkocher ? Gibt es hier nicht .
Eierbecher ,genügend Besteck, ästhetische Salatchüsseln ,Weingläser oder anderes ? Sehr minimalistisch das ganze Konzept .
Nur auf bayrische Abzocke aufgebaut.
Monteurbuden halt .
Die Montauere sind ja den ganzen Tag unterwegs und haben ganz andere Ansprüche an eine Unterkunft .
Das Motto in Bayern : „Mia san mia und Dahoam is dahoam.“
Wir fühlen uns als Fremde , nicht als Gäste ……

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3. Mai 2018um8:03 von Petra Sax-Scharl

Sehr geehrter Herr Leuchtenberg,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen uns Ihre Eindrücke und Anregungen zu schildern! Wir sind als junges Team bestrebt uns stetig zu verbessern und daher dankbar für konstruktive Vorschläge.
Wir bedauern daher sehr, dass Sie sich bei uns nicht wie zu Hause fühlen konnten!
Beste Grüße
Ihr Stadthaus Salzburghofen Team

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23. April 2018um16:12 von Thomas Broder

Hab mich im Stadthaus Salzburghofen über 3 Monate wie zu Hause gefühlt. Konnte im Supermarkt gegenüber sogar die Berchtesgadener Milch kaufen, die mich an die Urlabe mit meinen Eltern erinnert hat.

Vielen Dank an Petra für die tollen Empfehlungen in der Umgebung.

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2. Mai 2018um19:40 von Petra Sax-Scharl

Sehr geehrter Herr Broder,
wir haben uns sehr gefreut, Sie als Gast in unserem Hause zu haben! Wunderbar, wenn sich Gäste bei uns wohlfühlen.
Jederzeit wieder!
Vielen Dank für Ihre positive Bewertung.
Beste Grüße
Stadthaus Salzburghofen Team

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