Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Rupertiwinkel
Rosi Fürmann

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben

 von Rosi


Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben
„Der schönste Berg der Welt“

„Der schönste Berg der Welt“ – eine Umfrage des Bergsteigermagazins kommt zu diesem, den Watzmann treffend beschreibenden Schluss. Nicht nur die Höhe von 2713 m (die Mittelspitze) sondern ganz besonders seine einmaligschöne Form macht den Watzmann zum Wahrzeichen des Landkreises Berchtesgadener Land.

Die Kirchleitnkapelle auf dem Ponnzenbichl mit dem Watzmann im Hintergrund

Der Watzmann – sagenhaft und sagenumwoben: Wer kennt die Sage nicht? Einst regiert der grausame König Waze oder Wazemann das Land. Er verbreitet mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken unter der Bevölkerung. Auf einer seiner wilden Jagden zerstampft er eine Bauersfamilie mit seinem Ross und die Bäuerin verflucht ihn: Gott soll dich und deine Familie zu Stein verwandeln. Im Nu tut sich die Erde auf, spuckt Feuer und der König mit seiner Familie erstarrt zu Stein.

Frühling mit dem noch verschneiten Watzmann

Aus der Sicht von Norden lässt sich die „Königsfamilie“ erahnen. Links die Watzmannfrau, in der Mitte die Kinder und rechts der Große Watzmann „König Waze“.weiterlesen

Rosi Fürmann

Allerheiligen – Ein Tag des Gedenkens

 von Rosi

Auf dem Friedhof in Teisendorf – ein wegen der hohen Einfriedung mit nach innen offenem Bogengang als „campo santo“ bezeichneter Friedhof im italienischen Stil

Allerheiligen – als „stiller Feiertag“ ein Tag des Gedenkens

„Herrentag aller Heiligen“ heißt bei Johannes Chrysostomos für Antiochien im 4.Jahrhundert der Oktavtag von Pfingsten (Oktavtag von lateinisch octavus, deutsch ‚der achte‘ – er bezeichnet in der katholischen Liturgie den achten Tag nach einem Hochfest im Kirchenjahr). Hält sich in der Ostkirche dieser Termin zur Feier „aller Heiligen“ bis heute, so entsteht im Irland des 8./9. Jahrhunderts als neuer Festtermin der 1. November, der Beginn des Winters. Hintergrund für das Fest ist jetzt nicht mehr die Verbindung zu Ostern, sondern die sterbende Natur, durch die die ewige Welt der Heiligen sichtbar wird. Im 9. Jahrhundert gelangt dann das Allerheiligenfest durch irisch-schottische Missionare so auf den Kontinent, wie es bis heute die katholischen Christen als fester Bestandteil des Jahreskreises feiern.

Der Waldfriedhof in Anger im Berchtesgadener Rupertiwinkel

Ist der 1. November der Gedenktag „Aller Heiligen“, so folgt diesem am 2. November der „Allerseelen-Tag“, der Tag, der die Gläubigen all Ihrer Verstorbenen gedenken lässt. Abt Odilo von Cluny ordnet 998 für all die ihm unterstellten Klöster an, in enger zeitlicher und inhaltlicher Verbundenheit diese Tage zu begehen.  Er hörte der Überlieferung zufolge nach einer Allerheiligenfeier „die Teufel aus dem Berg Vulcano heulen, weil ihnen so viele Seelen entrissen wurden“.

Nicht alle Bundesländer Deutschlands feiern den Allerheiligentag am 1. November als gesetzlichen Feiertag. Nur Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und wir hier in Bayern begehen diesen Tag als einen sog. „stillen Feiertag“; mit einem Verbot öffentlicher, nicht dem ernsten Charakter dieses Tages entsprechenden Unterhaltungsveranstaltungen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Es wacht am „Eingang zum Berchtesgadener Land“: Schloss Staufeneck in Piding am Fuße des Fuderheubergs

Mächtig thront das mittelalterliche Schloss Staufeneck am Fuße des Fuderheubergs hoch über Piding im Berchtesgadener Rupertiwinkel und der Hochstaufen bildet den zu allen Jahreszeiten imposanten Hintergrund für das Bauwerk.

herrlicher Frühling in Piding mit dem Schloss Staufeneck am Fuße des Fuderheuberges und der Schlafenden Hexe (Lattengebirge) im Hintergrund

Auszug aus der Broschüre „Schloss Staufeneck“ von Max Wieser:
Beherrschend ist ihr Platz oberhalb der alten Salzstraße am Talausgang von Bad Reichenhall. Dieser Wächter aus alten Zeiten wurde zum Schutz der Salinenstadt und des Salzhandels erbaut. Der jeweilige Besitzer von Schloss Staufeneck konnte somit die Reichenhaller Salzstraße bewachen und kontrollieren. Anhand alter Zollbücher vom Mauthaus zu Mauthausen können wir feststellen, dass auf dieser Straße ein lebhafter Handel betrieben wurde. Besonders im Winter waren die Salzfuhrleute mit ihren schwer beladenen Salzwagen Tag und Nacht unterwegs. Von Schloss Staufeneck aus konnten die Erzbischöfe von Salzburg den Pulsschlag des Salzhandels fühlen, der zugleich den Lebensnerv von Bad Reichenhall, Traunstein und München bedeutete.weiterlesen

Rosi Fürmann

Was mit einem Versuch der Brauerei Wieninger begann wurde zu einer Erfolgsgeschichte:
Bier – gebraut aus dem Hopfen des Brauerei-eigenen Hopfengarten in Teisendorf  im Berchtesgadener Rupertiwinkel

Aus einer Idee  wird eine Erfolgsgeschichte. Es einfach einmal versuchen: In Teisendorf den eigenen Hopfen für ein eigenes Bier anbauen! – das wollte Brauereichef Christian Wieninger mit seinem damaligen Braumeister.  – Und der „Versuch“ von damals wächst  inzwischen schon mehr als 15 Jahre weithin sichtbar an der B 304 in Teisendorf: Hopfen der Sorte Perle.

Die noch kleine Hopfenplanze mit dem an einem Bodenhaken befestigten Draht, an dem der Hopfen nach oben ranken wird

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Rosi Fürmann


Die Musikkapelle feiert ihr 70-jähriges Bestehen und der Trachtenverein weiht eine neue Fahne

„Brauchtum kommt von brauchen! – weil wir es brauchen, deshalb gehört Brauchtum untrennbar zu unserem gesellschaftlichen Leben!“ Pfarrer Ionel Anghel bringt es in seiner Predigt auf den Punkt. – Und ein Fest in Anger im Berchtesgadener Rupertiwinkel, wie es schöner nicht sein könnte, bezeugt eindrucksvoll diese Worte. Ein überaus gut besuchter Festabend im Festzelt und ein in allen Farben der Tracht von Musikkapellen und Trachtlern leuchtender Anger ließen die Herzen aller höher schlagen in dem Bewußtsein, unter und hinter den Fahnen der Vereine eine starke Säule der Gesellschaft zu sein.

Mit den folgenden Bildern nehme ich Euch mit in diese eindrucksvollen Tage!

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Rosi Fürmann


Der Traditions-Braugastof Alte Post in Teisendorf feiert: 
Er gehört zu den 100 besten Wirtschaften Bayerns

Gerti und Martin Schuhbeck führen nun seit 8 Jahren äußerst erfolgreich die Alte Post in der Marktstraße von Teisendorf. Als Traditionsgaststätte bietet sie für Alle und Jeden den richtigen Rahmen und stellt kleine und große Räumlichkeiten von der urigen Gaststube bis hin zum Saal im zugehörigen Poststall mit Platz für mehr als 300 Personen zur Verfügung.

die Wirtsleute Gerti und Martin Schubeck

Die Marktstraße von Teisendorf lebte seit hunderten von Jahren und lebt genauso heute von den Menschen, die sie nutzen und benutzen. Nicht von ungefähr nennt sich diese Straße mit ihren herrlichen Fassaden das „Schmuckkästchen des Rupertiwinkels“. Brauchte der Mensch sie früher hauptsächlich als Durchgangsstraße für die große Handelsstraße, die von Salzburg Richtung München verlief, ist sie heute mit ihren vielen schmucken, kleinen Läden und den mitten im Ort liegenden Nahversorgern ein Ziel für den täglichen Einkauf und Einkaufsbummel.

Die Marktstraße von Teisendorf – ehemals große Handelsstraße von Salzburg Richtung München

Über die Jahrhunderte gehörten zum Ortsbild der Marktstraße teilweise mehr als zehn Wirtshäuser mit Beherbergungen, um der Flut der zu Fuß oder mit der Pferdefuhrwerk Reisenden und Handel Treibenden Speis und Trank und Übernachtungsmöglichkeit zu bieten und als gesellschaftlicher Mittelpunkt für die gesamte Bevölkerung da zu sein.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die mit dem „Grünen Daumen“: Die Tradition des herrlichen Blumenschmuckes im Berchtesgadener Rupertiwinkel

Der Blumenschmuck im Berchtesgadener Rupertiwinkel – eine Augenweide in der Vielfalt und Pracht an den Häusern und in den Gärten. Tief verwurzelt in der Bevölkerung ist seit Jahrzehnten diese Freude, die Dörfer, die Weiler und Gehöfte in ein Blumenmeer zu verwandeln.

Die Ursprünge der Liebe zu den Blumen geht aber zurück auf eine Zeit, in der besonders der Obst- und Gemüseanbau vorangetrieben werden sollte. Hierzu erließen die Bezirksämter – hier in der Region in Laufen – in den Jahren kurz nach der Jahrhundertwende 1900 die Anordnung, es mögen sich Vereine gründen, die sich besonders um den Obstanbau und die Veredelung von Obstbäumen kümmern sollten.

Zum Obstanbau kommt in den Jahrzehnten nach der Gründung der Vereine der Zweck des Gemüseanbaus hinzu. Hier kommen dann auch die Blumen, zuerst in den Gemüsegärten und später auch an den Häusern ins Spiel, nicht zuletzt wohl, da der damals „Fremdenverkehr“ genannte Tourismus immer mehr zunimmt und Blumenschmuck die mehr und mehr modernisierten und sanierten Häuser ziert.weiterlesen

Bayerns beste Wirtshäuser

 von Sepp
Stammtisch im Braugasthof Alte Post in Teisendorf

Stammtisch im Braugasthof Alte Post in Teisendorf

2 Wirtshäuser aus unserer Heimat unter den 100 besten Heimatwirtschaften

Das Wirtshaus ist in Bayern mehr als eine reine Einkehrmöglichkeit, es ist zentraler Bestandteil unserer Heimat. Die Geschichte unserer Dörfer ist eng mit der Geschichte ihrer Wirtshäuser verbunden. Das Ensemble aus Kirche und Wirtshaus ist das Zentrum eines bayerischen Ortes. In den letzten Jahrzehnten ist allerdings die Zahl der Wirtschaften zurückgegangen. Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat hat im Rahmen eines Wettbewerbs in Kooperation mit dem DEHOGA Bayern e. V. innovative „Heimatwirtschaften“ ausgezeichnet, die sich um den Erhalt dieser bayerischen Kultur in besonderer Weise einsetzen. Unter den Preisträgern sind auch zwei Wirtschaften aus dem Berchtesgadener Land: Der Gasthof Bodner in Schönau am Königssee und der Brauereigasthof Alte Post in Teisendorf.

Der Gasthof Bodner in Schönau am Königssee
Der Gasthof Bodner ist ein uriges und gemütliches Wirtshaus in Schönau a. Königssee. Auf der schönen Sonnenterrasse genießt Ihr den herrlichen Blick in die Berchtesgadener Berge. Die Wirtsleute Elisabeth und Michael Graßl legen größten Wert auf Qualität und Frische:

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Heimatminister Albert Füracker und die Präsidentin des DEHOGA Bayern e. V., Angela Inselkammer, prämieren Elisabeth und Michael Graßl vom Gasthof Bodner in Schönau am Königssee

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Heimatminister Albert Füracker und die Präsidentin des DEHOGA Bayern e. V., Angela Inselkammer, prämieren Elisabeth und Michael Graßl vom Gasthof Bodner in Schönau am Königssee

Die Produkte stammen ausschließlich von ortsnahen Lieferanten. Für die Rindfleischgerichte verwenden die Wirtsleute vorzugsweise Fleisch von Almjungtieren aus eigener Aufzucht. Auch das Wild kommt aus den heimischen Wäldern.

Brauereigasthof Alte Post in Teisendorf

Der Braugasthof Alte Post wurde bereits 1580 erstmals erwähnt, damals als Haus des Handelsmannes Ernst Mayerhofer. Nach etlichen Eigentümerwechseln und zwei Bränden gehört das Wirtshaus seit 1901 zur Brauerei Wieninger und wird seitdem als Brauereigasthof geführt. Die alte Post ist der gesellschaftliche Mittelpunkt der Marktgemeinde Teisendorf im Berchtesgadener Rupertiwinkel. Seit 2011 führen Gerti und Martin Schuhbeck erfolgreich das Wirtshaus. „Wir verstehen uns als Wirtshaus, in dem sich Jeder in allen Altersgruppen wohl fühlt“ – so der Wirt, „und wir sind stolz darauf, den Teisendorfern und den Gästen aus Nah und Fern die Einkehr bieten zu können – in der heutigen Zeit gar keine Selbstverständlichkeit mehr, da inzwischen in immer mehr Orten das Wirtshaus fehlt.“weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Festbogen am Dorfeingang von Anger

 von Rosi

Weithin sichtbar steht der Festbogen am Dorfeingang von Anger
Groß und mächtig begrüßt und verabschiedet er Gäste und Einheimische

Große Feste werfen ihre Schatten mit umfangreichen Planungen und Arbeiten weit voraus – so auch in Anger zur bevorstehenden Fahnenweihe des Trachtenvereins (gegründet am 24. Juni 1900 im Gasthaus Klosterwirt in Höglwörth) und dem 70Jahr-Jubiläum der 1948 gegründeten Trachtenkapelle Anger Höglwörth. Der Trachtenverein entschied, wieder einen der inzwischen schon zu kleinen Berühmtheiten gewordenen Festbögen zum bevorstehenden Jubiläum (14. bis 19. August 2018) am Dorfeingang aufzustellen.

Festbogen zum 80-jährigen Bestehen im August 1980

An großen Vorbildern konnte man sich orientieren und auf Erfahrungen mit dem Bau zurückgreifen, da der Verein bereits zur Fahnenweihe 1967, zum 80-Jährigen 1980 und zum 100-Jährigen im Jahre 2000 Festbögen errichtet hatte. Dem nun stehenden großartigen Bauwerk sieht man die viele Vorbereitung und Arbeit nicht an, die schon mit dem aufwendigen Plan (Reinhard Haider) seinen Anfang nahm.

Rohbau des Festbogens

Der Zimmerer Andreas Dietlinger zeichnet mit seinen vielen Helfern für den Bau der Holzkonstruktion verantwortlich und Sepp Kamml zimmerte eine passgenaue Treppe als sicheren Aufgang bis ganz oben in den Pfeiler des Festbogens, für den der Trachtenverein insgesamt 25 qm gespendetes Rundholz benötigte.weiterlesen