St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Ann-Katrin

Zwiesel – Gamsknogel Überschreitung

 von Ann-Kathrin
Blick zum Zennokopf © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Zennokopf © Ann-Kathrin Helbig

Noch bevor nun der Herbst endgültig bei uns im Berchtesgadener Land ankam, bin ich noch eine „end-of-summer-tour“ gegangen. Eine Runde, die ich eigentlich nur bei Schneebedeckung kenne. Die Zennokopf – Zwiesel – Gamsknogel Überschreitung ist eine beeindruckende Rundtour mit einigen, für Ungeübte, ausgesetzten Schlüsselstellen. Aber keine Sorge, zur besseren Einschätzung habe ich diese Stellen für euch fotografiert.

Start für die Tour ist der Wanderparkpatz Jochberg in Schneizlreuth.
Hier die Adresse:
Jochberg 10
83458 Schneitzelreuth

Hier lasse ich mein Auto stehen (kostenfreies parken) und starte in Richtung Zwieselalm über den Mulisteig. Dieser Mulisteig führt über etliche Holz- und Wurzeltreppen hinauf zur Zwieselalm. Die bewirtschaftete Alm bietet tolle Tiefblicke auf die Alpenstadt Bad Reichenhall. Von der Zwieselalm wird zuerst der recht unbekannte Gipfel des Zennokopfes erreicht. Dieser gefällt mir von seiner Lage wirklich sehr gut und steht zu unrecht im Schatten seines größeren Bruders Zwiesel. Hier kommen auch die Hochstaufenüberschreiter auf dem Steig heraus, dementsprechend hat man von hier auch tolle Tiefblicke zum Grat. Über eine leicht steigende Latschenwiese erreicht man dann den Hauptgipfel, den Zwiesel 1.781m. Durchschnittliche Wanderer sollten mit 3 Stunden auf den Zwieselgipfel rechnen.

Auf dem Zwiesel © Ann-Kathrin Helbig

Auf dem Zwiesel © Ann-Kathrin Helbig

Von hier startet nun die Gratüberschreitung. Man kann auch schon zum nächsten und letzten Gipfel schauen – dem Gamsknogel 1750m. Dieser liegt eine Stunde vom Zwiesel entfernt. Erst ist der Gratrücken ganz bequem zu erwandern. Durch die dichten Latschen erkennt man nicht wie steil es auf beiden Seiten bergab geht. Danach folgt ein stetiges bergauf- und bergab. Die ausgesetzten Stellen werden mit Seilen überwunden. Erfahrene Berggeher sollten hier keine Probleme haben, Trittsicherheit hat hier oberste Priorität. Aber seht selbst:

auf dem Weg zum Gamsknogel © Ann-Kathrin Helbig

auf dem Weg zum Gamsknogel © Ann-Kathrin Helbig

aufwärts am Seil © Ann-Kathrin Helbig

aufwärts am Seil © Ann-Kathrin Helbig

aufwärts am Seil © Ann-Kathrin Helbig

aufwärts am Seil © Ann-Kathrin Helbig

Gerade gegen Nachmittag knallt die Sonne auf dem Gratrücken sehr stark. Wer nicht zu stark geblendet werden möchte braucht eine starke Sonnenbrille. Da zu diesem Zeitpunkt bekannt ist, dass der Sommer dann nun ein Ende hat, genieße ich jeden Sonnenstrahl. Ich liebe den Sommer und gerade in den Bergen ist die Luft wie parfümiert und ein Windhauch fühlt sich wunderbar geschmeidig an auf der Haut. Wahrlich – ich bin ein Sommerkind! Lange raste ich deswegen auf dem Gamsknogel. Da ich meine Tour erst am Nachmittag gestartet habe, begegnet mir heute niemand. Auch bei den vorherigen Malen, war diese Rundtour vergleichweise gering frequentiert.

Gamsknogel © Ann-Kathrin Helbig

Gamsknogel © Ann-Kathrin Helbig

auf dem Gamsknogel © Ann-Kathrin Helbig

auf dem Gamsknogel © Ann-Kathrin Helbig

Der Abstieg vom Gamsknogel erfolgt über die Kohlerlam zurück zum Pakrplatz Jochberg. Dieser Abstieg fühlt sich immer etwas zäh an, denn lange Zeit geht man stur in Kehren bergab durch einen Wald- und Wurzelpfad. Da es nun gegen Abend ist und sich nun ein Gewitter anmeldet, jogge ich zum Parkplatz. Ein super Ventil um den Geist und Körper zu reinigen.

Natürlich eignet sich die Runde auch perfekt als Rundtour 😉

Viel Spaß beim Nachmachen, eure Ann-Kathrin

1 Kommentar

26. September 2017 um 20:32 von Andi Leutgeb

Hallo Ann-Kathrin

Ja des is wirklich a scheene Tour.
I machs immer in umgekehrter Richtung und sie ist nie überlaufen.
Deine Berichte les ich immer gern,da ich auch sehr oft in den wunderschönen Bergen unterwegs bin.
Wenn du Lust hast kannst ja mal gern einen kurzen Blick auf meine Facebook Seite werfen.
Ich wünsche Dir weiterhin viele schöne Touren und das wichtigste,
bleib gesund.

Viele Grüße
Andi

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