Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Klaushöhe

Feierabendwanderung

 von Ann-Kathrin

Von der Klaushöhe zum Rossfeld Hennenköpfl

Feierabend! Die Sonne knallt! Was tun?! Gemütlich in die Sonne legen? In mir steckt noch einiges an Energie, also auf gehts! Wandern! Mein heutiges Ziel sollte das Rossfeld Hennenköpfl werden. Gestartet bin ich am Bahnhof in Berchtesgaden mit der Buslinie 838 in Richtung Buchenhöhe. Ausgestiegen bin ich bei der Haltestelle Klaushöhe. Es ist schon früher Abend und die Sonne steht schon niedrig. Gespannt wie lange ich noch Sonne haben werde laufe ich los. Von der Bushaltestelle Klaushöhe gehe ich ein kleines Stückchen Straße in Richtung Buchenhöhe. In der zweiten Kurve der Straße zeigen Wegweiser wohin ich gehen muss. Ein Stück entlang einer Forststraße und dann links über ein kleines Brückerl in den Wald hinein. Nach ein paar Metern folgt ein weiteres Schild, das in Richtung Rossfeld und Purtschellerhaus zeigt. Nun wird aus einer breiten Forststraße ein Waldpfad. Der Weg ist trotz der hohen Temparaturen recht matschig. Nach ca. 30 Minuten habe ich dann den Perlerkaser erreicht. Vorbei am Perlerkaser überquere ich die Rossfeldstraße zur Enzianhütte von der Enzianbrennerei Grassl. Mittlerweile bieten sich mir tolle Ausblicke zum Hohen Göll.

Blick zum Hohen Göll

Blick zum Hohen Göll

Nun geht es einen ganz leicht steigenden breiten Weg hinauf zum Eckersattel. Umgeben bin ich von Wiesen, wo ich von Rindern neugierig beobachtet werde. Fast alle Augen der Herde sind auf mich gerichtet. Nach kurzer Gehzeit ist dann auch der Eckersattel mit seinem Kreuz erreicht. Von dort aus bietet sich die Möglichkeit zum Purtschellerhaus aufzusteigen. Man kann sich zwischen zwei Aufstiegswegen entscheiden. Einmal den deutschen und einmal den österreichischen Weg. Ich empfinde den österreichischen Weg als bequemer. Für den Aufstieg rate ich den deutschen Weg zu nehmen, da man damit schnell über steile Treppen am Haus ist und für einen knieschonenderen Abstieg wäre der östrreichische Weg zu wählen. Beide Wege sind mit einer roten Wegmarkierung versehen.

am Eckersattel

am Eckersattel

Beim Blick auf die Uhr sehe ich, dass es 19:00 Uhr ist. Ein Aufstieg zum Purtschellerhaus reizt mich ungemein. Aber es wäre die reinste Hetztour. Für gemütliches einkehren wäre keine Zeit und Übernachten ginge leider auch nicht, da ich am nächsten Morgen früh auf Arbeit sein muss. Also wird das Purtschellerhaus als Übernachtungs-/Einkehrpunkt auf ein nächstes Mal verschoben. Nun geht es am Eckersattel links leicht steigend aufwärts in Richtung Ahornbüchsenkopf. Aufgrund lauter „krrrräääh“ Geräusche werde ich aufmerksam. Zwei Tannenhäher sind zwischen den Bäumen unterwegs. Hübsch schauen sie aus. Schnell zücke ich die Kamera, doch leider sind die beiden zu schnell für mich. Toll finde ich am Tannenhäher, dass sie maßgeblich am Bestand der Zirben beteiligt sind. Für den Winter legt der Vogel sehr viele Depots von Zirbelnüssen an. Allerdings findet er nicht alle Depots wieder, wodurch neue Zirben entstehen. Bei der Oberahornalm bietet sich mir ein toller Ausblick zur Göll Ostwand und dem Purtschellerhaus.

Oberahronalm

Oberahronalm

Seit Erreichen des Perlerkasers wird meine Wanderung untermalt durch das Aufheulen der Motorradgeräusche. Mich stört es nicht besonders, allerdings passt es nicht ganz zu der wunderbaren Idylle, die sich mir hier bietet.weiterlesen