Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Winter Outdoor Tage

Skitour im Nebel aufs 3. Watzmann-Kind

 von Sepp
Bergführer ins Watzmannkar

Bergführer ins Watzmannkar

Neben der 12 Stunden Schneeschuhwanderung war die Skitour durchs Watzmannkar aufs 3. Watzmann-Kind der sportliche Höhepunkt der Winter Outdoor Tage 2015. Insgesamt meldeten sich 15 Personen an, die unter Führung eines erfahrenen Bergführers das 3. Kind erstürmen wollen. Auch das schlechte Wetter am Sonntag mit dichtem Nebel in den Hochlagen hielt die Tourengeher nicht von ihrem ambitionierten Vorhaben ab.

Startpunkt unserer Skitour ist der Parkplatz Hammerstiel in Schönau. Nach der Überprüfung unserer LVS-Geräte brechen wir auf. Zuerst führt ein eingefahrener Forstweg durch den Wald unterhalb des Grünsteins zur Schapbachalm. Die Alm am Fuße des Watzmann überqueren wir auf der breiten Forststraße, die nach Kühroint führt. Allerdings nur bis zur sogenannten Benzinkurve. Hier machen wir ein erstes Mal eine kurze Rast und trinken etwas.

Erste Rast an der Benzinkurve

Erste Rast an der Benzinkurve

Denn jetzt beginnt der anstrengende Teil der Skitour: Bis zur Benzinkurve ist es relativ flach, und man bewegt sich auf befestigten Wegen mit geilchmäßiger Schneeauflage. In der Kurve allerdings zweigt der Weg in Richtung Watzmann-Kar ab. Über eine steile Schneise machen wir jetzt richtig viele Höhenmeter.

Schneise oberhalb Benzinkurve

Schneise oberhalb Benzinkurve

Die Steilheit des Geländes erfordert sauberes Gehen: je steiler das Gelände ist, umso wichtiger ist die zentrale Position auf dem Ski, um genügend Druck auf die Felle ausüben zu können. Andernfalls rutscht man nach hinten weg! Oft hilft aber beim Aufstieg ins Kar nur noch eine Spitzkehre, d.h. die Skier werden nacheinander um nahezu 180 ° gedreht. So steigen wir in Serpentinen bis zur Waldgrenze auf. Der anfangs dichte Wald wird immer lichter, statt zwischen Bäumen, gehen wir jetzt zwischen Felsen entlang.

Skitour im Nebel im Watzmannkar

Skitour im Nebel im Watzmannkar

Und schon beim Eintritt ins untere Watzmann-Kar bemerken wir  immer wieder Felsen, die man zwar kaum sieht, aber unter einer dünnen Schneedecke deutlich spürt. Viel Schnee liegt auch hier oben nicht!weiterlesen

Skitour zum Hirschkaser

 von Sepp
Aufstieg während der Skitour zum Hirschkaser

Aufstieg während der Skitour zum Hirschkaser

Nur noch 3 Wochen bis zu den Winter Outdoor Tagen: Ich werde am Sonntag, den 22. Februar bei den Winter Outdoor Tagen entweder die Skitour ins Watzmannkar und aufs 3. Kind oder die Skitour auf den Hohen Göll mitmachen. Damit ich mich dann nicht blamiere, versuche ich mich entsprechend vorzubereiten. Als Ramsauer ist mein bevozugtes Skitouren-Trainingsgebiet das Hochschwarzeck. Heute bin ich zum 5. mal in diesem Jahr mit den Tourenskiern zum Hirschkaser aufgestiegen. Doch so schön wie heute, war es noch nie in diesem Jahr.

Als ich meine heutige Skitour am Morgen starte, sieht es nicht danach aus, als würde ich besonders viel Sonne oder blauen Himmel sehen. Das Hochschwarzeck präsentiert sich bei leichtem Schneefall eher grau in grau. Doch schon während des Aufstieges lässt der Schneefall nach.

Die Aufstiegsspur präsentiert sich in bestem Zustand: Heute sind erst ein paar Skitouren-Geher vor mir hier hoch gegangen. Hin und wieder blitzt jetzt schon ein Stück blauer Himmel durch die Bäume.

Skitouren-Aufstiegsspur am Hochschwarzeck

Skitouren-Aufstiegsspur am Hochschwarzeck

Landschaftlich ist es ja ohnehin ein Traum am Hochschwarzeck, doch heute ist nochmal schöner als sonst: Der frische Pulverschnee bedeckt Bäume und Boden und verwandelt die Umgebung in eine Bilderbuch-Winter-Landschaft. Je höher ich aufsteige, umso heller wird es: Der blaue Himmel kontrastiert wunderbar mit dem Weiß des frischen Schnees!

Skitourengeher auf dem Weg zum Hirschkaser

Skitourengeher auf dem Weg zum Hirschkaser

Kurz vor mir sehe ich jetzt einen weiteren Skitourengeher. Dieser hat seinen Hund dabei und bewältigt gerade die letzten Meter zum Hirschkaser.

Skitourengeher mit Hund

Skitourengeher mit Hund

Die Fahne des Hofbrauhaus Berchtesgaden weht weithin sichtbar auf der Terrasse des Hirschkasers und mobilisiert nochmal zusätzliche Kraftreserven: Die letzten Meter der Skitour, die ich am Rand der Piste überwinde, gebe ich nochmal richtig Gas bis ich schließlich vor der Berggaststätte stehe.

Hirschkaser

Hirschkaser: Berggaststätte am Hochschwarzeck

Als ich gerade die Felle von meinen Skiern ziehe, sehe ich einen Skibergsteiger den Berg förmlich hinauf-fliegen: Es ist Toni Palzer, der Weltklasse Skibergsteiger aus Ramsau, der ein wettkampffreies Wochenende für eine Trainingseinheit an seinem Hausberg nutzt. Während ich meine Felle im Rucksack verstaue, ist Toni Palzer schon wieder über alle Berge: Er hat seine Felle abgezogen, ohne die Ski abzuschnallen. Als ich nach kurzer Einkehr im Hirschkaser meine Ski zur Abfahrt fertig mache, kommt Toni Palzer schon wieder den Berg heraufgestürmt: Er ist mal eben ins Dorfzentrum der Ramsau abgefahren und schnell nochmal hierher hochgelaufen! Ein Wahnsinn, der Kerl!weiterlesen