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Fressen ihn die Raben – Ein Alpenkrimi

 von Sepp

Lauert das Böse in der Provinz? Mir ist es nicht noch nicht aufgefallen, aber in der deutschen Krimiszene hat sich scheinbar diese Einsicht durchgesetzt. So viele Krimis spielen heutzutage nicht mehr in den Städten und Ballungsräumen sondern auf dem Land. Vieleicht liegt es ja auch an den Verkaufserfolgen der Reihe um den griesgrämigen Allgäuer Kommisar Kluftinger, in dessen Sog Krimis aus der Provinz immer mehr Leser finden. Während der Kommissar aus Kempten in mittlerweile fünf Romanen seine eigentümlichen Fälle löste, wurde das Berchtesgadener Land als Handlungsort bisher eher stiefmütterlich behandelt.

 

Ein Alpenkrimi, der im Berchtesgadener Land spielt, ist Fressen ihn die Raben des Kölner Autors Volker Streiter.

 

Volker Streiter: Fressen ihn die Raben

Volker Streiter: Fressen ihn die Raben

 

Während Kluftingers Leichen sich im Dickicht der Allgäuer Traditionen und Beziehungen vestrickt haben, packt Volker Streiter größere Themen an: Ein mit Neonazis besetzter Bus explodiert am Königssse, und am Koglerhaus(!) am Funtensee wird in bester Walser Tradition ein (Gastronomie-) Kritiker ermordet.

 

Die Krimihandlung selbst ist durchaus spannend und ansprechend, wenn auch nicht wirklich originell. Den Erstberuf des Autors -Polizist- merkt man den Schilderungen der kriminalisitischen Szenen an und  die Beschreibung der Berchtesgadner Bergwelt zeigt seine große Verbundenheit  zum Berchtesgadener Land!

Schade hingegen: von Lokalkolorit, der Essenz eines jeden Provinzkrimis, ist in diesem Buch wenig zu spüren.

 

Wer aber Krimis mag und die Berchtesgadener Alpen, sollte hier ruhig zugreifen!

 

Euer Sepp BGLT

 

Volker Streiter: Fressen Ihn die Raben

  • Broschiert: 247 Seiten
  • Verlag: Prolibris Verlag Rolf Wagner; Auflage: 1., Aufl. (25. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935263805
  • ISBN-13: 978-3935263801

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