Berge

Steinbocknachwuchs am Windschartenkopf – Kleine Reibn

Als wir näher kommen, geht das Jungtier auf Sicherheitsabstand
Das Steinbockkitz beobachtet uns interessiert aus ein paar Metern Sicherheitsabstand

Wunderschöne Tagestour mit zwei Highlights: Auf der Kleinen Reibn unterhalb des Windschartenkopfes stand ein kleines Steinbockkitz direkt vor uns auf dem Weg. Später gabs noch eine richtige Erfrischung im 13°C kalten Seeleinsee.

Erfrischende Abkühlung - Aber lange hält man es nicht aus im 13°C kalten Wasser
Erfrischende Abkühlung – Aber lange hält man es nicht aus im 13°C kalten Wasser

Am Samstag, den 30.7.2016 waren wir zu viert auf der Kleinen Reibn („Gloa Reib“, „Kloa Reib“) unterwegs. Wir starteten unsere Tour am Parkplatz Hinterbrand. Nach dem kurzen Weg zur Mittelstation, geht es links entlang der Skipiste hinauf in Richtung Jenner. Nach der Bergstation vom Krautkaserlift geht es über den Ziehweg weiter zur Mitterkaseralm und von dort aus weiter zum Grat unterhalb des Jenner. Nach kurzer Überlegung entschließen wir uns den Jenner nicht mitzunehmen und gehen links weiter in Richtung Stahlhaus. Das Stahlhaus lassen wir links liegen und haben unser erstes Etappenziel, den Schneibstein bereits im Blick. Der Gipfel scheint nah zu sein, trotzdem zieht sich der Aufstieg noch ganz schön und wir sind froh als wir nach ca. drei Stunden endlich angekommen sind und Brotzeit machen können.

Blick zurück aufs Tal von der Krautkaserbahn
Blick zurück aufs Tal von der Krautkaserbahn
Morgensonne, nähe Mitterkaseralm
Morgensonne, nähe Mitterkaseralm
Blick auf Fagstein und hohe Rossfelder (im Schatten)
Blick auf Fagstein und hohe Rossfelder (im Schatten)
Das Etappenziel Schneibstein bereits im Blick
Das Etappenziel Schneibstein bereits im Blick
Aufstieg zum Schneibstein
Aufstieg zum Schneibstein
Blick auf den Jenner
Blick auf den Jenner
Blick auf Fagstein, Windschartenkopf und Kahlersberg, im Hintergrund das Steinerne Meer
Blick auf Fagstein, Windschartenkopf und Kahlersberg, im Hintergrund das Steinerne Meer
Das Gipfelkreuz am Schneibstein
Das Gipfelkreuz am Schneibstein
Felswan am Göllmassiv
Felswan am Göllmassiv
Der weitläufige Gipfel am Schneibstein lädt zum Brotzeit machen ein, im Hintergrund versteckt sich der Watzmann in Wolken
Der weitläufige Gipfel am Schneibstein lädt zum Brotzeit machen ein, im Hintergrund versteckt sich der Watzmann in Wolken

Nach einer knappen Stunde Pause marschieren wir weiter in Richtung Seeleinsee. Von hier an geht es eigentlich fast nur noch bergab, der anstrengendste Teil der Tour liegt somit schon hinter uns. Da das Wetter besonders schön war, waren wir nicht die einzigen, die unterwegs waren. Zwischenzeitlich hatten wir schon Angst, dass wir keine Steinböcke zu Gesicht bekommen, auf Grund der vielen Wanderer. Der Abstieg führt uns am Windschartenkopf vorbei und dann ist es endlich so weit. In den Geröllfeldern unterhalb des Weges erspähen wir zwei Steinböcke. Kurz darauf wird es richtig kitschig. Ein kleines Steinbockkitz steht direkt vor uns auf dem Weg und frisst gemütlich frisches Gras. Links über uns in der steilen Grasflanke unterhalb des Windschartenkopfes erpähen wir zwei weitere ausgewachsene Tiere. In Kombination mit der beeindruckenden Bergwelt wirken die Tiere mit den markanten Hörnen einfach anmutig.

Das Steinbockkitz grast direkt vor uns am Weg
Das Steinbockkitz grast direkt vor uns am Weg
Als wir näher kommen, geht das Jungtier auf Sicherheitsabstand
Als wir näher kommen, geht das Jungtier auf Sicherheitsabstand

Nach der kurzen Pause zur Steinbockbetrachtung wird der Weg etwas anspruchsvoller in Richtung Seeleinsee. Teils führt die Kleine Reibn über zerklüftete Felsen und dann durch ein paar Latschenfelder wo man immer mal wieder die Hände benutzen muss. Während wir daran unseren Spaß haben, schimpft ein entgegenkommender Wanderer über den „tollen Weg“, aber so ist das nun mal im alpinenen Gelände. Den Seeleinsee haben wir bereits einige Zeit im Blick aber auch hier zieht es sich, bis wir den See erreichen. Dort erwarten uns nach knapp 6 Stunden viele andere Wanderer die eine verdiente Pause einlegen. Nach ein paar Minuten hin und her entschließen wir uns das Outfit zur Badehose zu wechseln und Basti und ich springen in den See. Während ich nach 3 Metern schwimmen Schnappatmung bekomme und wieder das weite suche, krault Basti einmal durch den ganzen See, Repsekt! Animiert von unserer Abkühlung entschließt sich auch Emmy noch zu einem Sprung ins Kühle nass.

Der Seeleinsee ist einer der schönsten Flecken im Berchtesgadener Land
Der Seeleinsee ist einer der schönsten Flecken im Berchtesgadener Land
Rund um den See genießen die Wanderer ihre Pause
Rund um den See genießen die Wanderer ihre Pause
Erfrischende Abkühlung - Aber lange hält man es nicht aus im 13°C kalten Wasser
Erfrischende Abkühlung – Aber lange hält man es nicht aus im 13°C kalten Wasser

Nach dem wir wieder trocken und aufgewärmt sind, marschieren wir weiter. Über den Hirschenlauf geht es hinunter zur Priesbergalm. Dort gönnen wir uns noch ein Erfrischungsgetränk. Danach gehts noch knapp 1,5 Stunden auf einer Forststraße zurück an der Mittelstation der Jennerbahn vorbei zum Parkplatz Hinterbrand. Die Hitze, 20km Strecke und ca. 1.500 Höhenmeter haben uns doch ganz schön geschafft. Auf Grund der ausgiebigen Pausen waren wir insgesamt 9,5 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit bei gemütlichem Tempo betrug ca. 7,5 Stunden.

Letzter Stop Priesbergalm, der Watzmann versteckt sich nachwievor
Letzter Stop Priesbergalm, der Watzmann versteckt sich nachwievor

Euer Christian

Mein Name ist Christian Thiel und ich war von 2012 bis 2017 bei der BGLT beschäftigt. In den ersten beiden Jahren durfte ich das Berchtesgadener Land auf Messen vertreten und war für Auslandsmarketing zuständig. Bis 2017 war ich im kaufmännischen Bereich tätig und für die Finanzen der BGLT verantwortlich. In meiner Frezeit bin ich am liebsten sportlich draußen unterwegs. Im Sommer spiele ich Tennis, unternehme Berg- und Mountainbiketouren oder genieße die Seen im BGL und Umgebung. Im Winter gehe ich gerne Skifahren und seit kurzem auch Skitouren. Als waschechter Rupertiwinkler genieße ich vor allem die kurzen Wege in die heimischen Berge, in die Stadt Salzburg und zu den Seen und Bergen im Salzkammergut.

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