Alpenstadt

Der Wings for Life Run in Bad Reichenhall

Für all’ diejenigen laufen, denen es selbst nicht möglich ist

„ Ausgerechnet heute! “ ist mein erster Gedanke, als ich am Sonntag in der Früh aus dem Fenster schaue. Es hat doch tatsächlich geschneit in der Nacht und immer noch fallen dicke Flocken vom Himmel. In wenigen Stunden startet in Bad Reichenhall der Wings for Life App Run. Ok, ich laufe nicht mit, bin aber beim Aufbau des Start- und Zielbereichs eingesetzt. Der Vorplatz der Alten Saline ist das Zentrum des Wohltätigkeitlaufes. Die Wiesen vor dem beeindruckenden Bauwerk sind von einer Schicht nassen Schnees bedeckt. Unbeirrt bauen wir den Startbereich auf.

Streckenchef Philipp Reiter besichtigt derweil die geplante Strecke – natürlich im Laufschritt. In Absprache mit der Bergwacht entscheidet er, nicht bis hinauf zum Dötzenkopf zu laufen, sondern nur bis zum Wappachkopf.

Ab etwa 11 Uhr treffen die ersten Teilnehmer ein. Im neuen Magazin 3 haben wir einen Athletenbereich eingerichtet. Hier können die Läufer frühstücken: Es gibt belegte Brötchen, Müsli, Obst, Eier, Bergbauernmilch Joghurt und Joghurtdrinks und vor allem können sich die Läufer im Trockenen aufwärmen.

Mittlerweile schneit es nicht mehr, stattdessen regnet es. Die Teilnehmer scheint das nicht zu stören, Trailrunner sind ja keine Schönwetter-Sportler: Nässe und Kälte gehören bei dieser Spielart des Bergsports einfach dazu.

Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Start: Phillip Reiter erklärt den Läufen die Strecke als Tennisschläger. Der Stiel des Schlägers führt von der Alten Saline über den Festplatz nach Bayerisch Gmain. Hier beginnt am Wanderzentrum der Kopf des Schlägers. Diese Runde kann dann mehrmals gelaufen werden, bis das Handy brummt: Ein virtuelles Catcher Car begleitet jeden Läufer per App. Es startet quasi eine halbe Stunde nach den Läufern und macht Meter um Meter gut, bis der letzte eingeholt ist.

Um 13 Uhr geben Frau Dr. Brigitte Schlögl, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, und Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner denn Start frei.

Mehr als 100 Läufer rennen los. Unter Ihnen viele bekannte Gesichter wie Stefan Holzner, Stephan Tassani-Prell, David Wallmann und weitere Szengrößen.

Der erste Teil der Strecke führt auf befestigen Wegen von der Alten Saline über den Festplatz nach Bayerisch Gmain. Hier beginnt der Kopf des Tennisschlägers: Die Wege an den Nordhängen des Lattengebirges sind angesichts der Witterung matschig und mit jedem Läufer wird der Untergrund rutschiger. Dem Spaß der Teilnehmer tut das keinen Abbruch. Die Bilder an der Strecke stammen übrigens von Philipp Reiter, der mit seiner Kamera den Lauf begleitet hat.

Die Bergwacht Bad Reichenhall sichert die Strecke an mehreren Stellen.

Trotz der Verhältnisse stürzen sich die Läufer in halsbrecherischer Geschwindigkeit in den Downhill.

Die Teilnehmer trotzen dem miserablen Wetter und den schwierigen Bedingungen unfassbare Leistungen ab: Sebastian Hallmann läuft 6 Runden, die schnellste Frau, Suse Hagelauer 4 Runden.

Mit der Startgebühr der über 100 Teilnehmer und dem Spenden von Salomon und der BGLT pro gelaufenem Höhenmeter konnte ein Betrag von 4000 Euro erlaufen werden, der an die Wings for Life Stiftung zur Rückenmarksforschung.

Auch wenn ich nicht mitgelaufen bin, freue ich mich, meinen Beitrag zu dieser Veranstaltung beigetragen zu haben.

Nächstes Jahr laufe ich dann mit. Versprochen, Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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