Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wanderung
Toni

Die Berchtesgadener Steinböcke

 von Toni
Steinbock im Hagengebirge

Steinbock im Hagengebirge

Auf einer sommerlichen Wanderung durch das Hagengebirge kann man in gewissen Gegenden eine Begegnung mit Steinböcken fast garantieren. Allerdings war das beileibe nicht immer so. Die ursprüngliche Population dieser beeindruckenden Wildziegen wurde bereits im ausgehenden Mittelalter massiv durch offizielle Jagd und Wilderei gleichermaßen reduziert. Der Steinbock galt als „wandelnde Apotheke“ und unter anderem seinem Gehörn, den Magensteinen und dem Herzkreuz, einer kreuzförmig verknöcherten Sehne am Herzen, wurden allerlei Wunderwirkungen nachgesagt. Die Auseinandersetzungen zwischen Jägern und Wilderern um diese begehrte Beute gipfelten so oft in Blutvergießen und Morden aus dem Hinterhalt, dass letztlich ein Salzburger Erzbischof den Totalabschuss der Steinböcke befahl, um den Gewalttätigkeiten ein Ende zu setzen.

Erst im Jahr 1920 wurde im Salzburger Blühnbachtal der Versuch gestartet, dieses Wild wieder im Hagengebirge heimisch zu machen. Auf deutscher Seite begann die Wiederansiedlung im Jahr 1936 auf einen Erlass von „Reichsjägermeister“ Herman Göring hin, der dieses „urdeutsche Wild“ wieder heimisch machen und letztlich auch wieder erlegen wollte. Mit immensem finanziellem und personellem Aufwand wurde in der Nähe der Wasseralm in der Röth ein 15 Hektar großes Gehege errichtet, und sogar eine eigene Seilbahn zum Transport der Tiere von der hinteren Fischunkelalm hinauf zum Landtalsteig gebaut.weiterlesen

Watzmannhaus Wanderung

 von Sepp
Das Watzmannhaus 1.915m

Das Watzmannhaus 1.930m

Die milden Temperaturen im November machen auch jetzt noch Bergtouren in die höheren Lagen möglich. Zum Beispiel aufs Watzmannhaus. Die große Berghütte liegt auf 1.930 Metern Höhe, dennoch liegt kaum noch Schnee auf dem Weg hier rauf. Natürlich ist das Watzmannhaus zurzeit schon geschlossen, allerdings gibt es im Nebengebäude einen Winterraum, wo man sich im Fall der Fälle aufwärmen kann.

Als Anstieg wählen wir die Variante von der Wimbachbrücke auf dem bezeichneten Alpenvereinsweg 441 über Stubenalm und Mitterkaseralm.

Die Stubenalm am Watzmann

Die Stubenalm am Watzmann

Dieser Weg ist der meistbegangene Aufstieg zum Watzmann, Mitte November allerdings treffen wir gerade mal eine Handvoll weitere Wanderer. Zwei davon überholen uns im Laufschritt! Trailrunning ist scheinbar tatsächlich der neue Trend! Wir hingegen lassen es gemütlich angehen, an der Mitterkaseralm machen wir ausgiebig Rast.

An der Mitterkaseralm

An der Mitterkaseralm

An der Waldklima-Forschungsstation des Nationalparks Berchtesgaden, etwas oberhalb der Mitterkaseralm, wird aus dem breiten Wanderweg ein anspruchsvoller Bergweg. Der Weg ist jetzt schmaler, steiler und nicht mehr geschottert sondern führt über Steine und Wurzeln.

Über Serpentinen überwinden wir die Höhendifferenz von der Mitterkaser- zur Falzalm. Natürlich machen wir hier kurz Pause, um das obligatorische Foto vom Kaser auf der Falzalm vor dem kleinen Watzmann zu knipsen.

Falzalm, dahinter der kleine Watzmann

Falzalm, dahinter der kleine Watzmann

Leider ist das Wetter trüber als erwartet, zum Gehen herrschen aber besten Bedingungen. Und: Angesichts der Jahreszeit ist es natürlich viel zu warm!  Über den sogenannten Schaflboden führen weite Kehren über die Almfläche der Falzalm in alpineres Gelände.

Der Herrgott am Schaflboden

Der Herrgott am Schaflboden

Eine kurze drahtseilversichte Stelle markiert den Beginn des letzten Abschnitts zum Watzmannhaus. Das letzte steile Stück, das in den Sattel unterhalb des Hauses führt, ist die einzige Stelle, die noch von Schnee bedeckt ist. weiterlesen

Herbstwanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
Das Wimbachschloss

Das Wimbachschloss

Es ist Samstagnachmittag und es herrscht bestes Wanderwetter. Eine kleine Wanderung muss sein. Aber wohin? Vielleicht angeregt durch den gestrigen TV-Bericht entscheide ich mich für eine Tour zum Wimbachschloss. Ein befreundetes Pärchen begleitet mich mit ihrem 10 Wochen alten Sohn, der die Tour im Kinderwagen mitmachen darf

Am frühen Nachmittag brechen wir an der Wimbachbrücke auf. Am Wimbachlehen wird aus der asphaltierten Straße ein breiter Kiesweg. Als links der Weg in die Wimbachklamm abzweigt, beginnt am Normalweg ein Steilstück, das steilste im gesamten Wimbachgries. Den Kinderwagen hier hoch zu schieben fordert schon ganz schön Kraft. Doch nach wenigen Metern wird der Weg wieder flacher. Das Wimbachtal weitet sich jetzt zunehmend, das Wasser, das am Taleingang noch oberirdisch fließt, läuft jetzt unterhalb des Schotters: Hier ist das Wimbachgries so, wie man es kennt.

Nachmittags im Wimbachgries

Nachmittags im Wimbachgries

Auf der rechten Seite des breiten Schuttstroms führt der Wanderweg in sanfter Steigung weiter. Stellenweise wird der Wald am Rande des Tales dichter, die Kombination aus tiefenstehendem Gegenlicht und dem herbstlich verfärbten Laub der Bäume erzeugt eine fantastische Stimmung.

herbstlicher Wald im Wimbachtal

herbstlicher Wald im Wimbachtal

Sobald sich der Wald wieder lichtet, werfe ich einen Blick zum Watzmann. Sehr schön sieht man heute über die Westwand hinauf zum Watzmanngrat. Erinnerungen an meine Watzmann-Überschreitung vor knapp zwei Wochen werden wach.

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

Nach einer letzten etwas steileren Stelle des Weges erreichen wir schließlich das Wimbachschloss.

Gestern Abend berichtete das Bayerische Fernsehen über das Wimbachschloss. Besonders die Wildgerichte standen im Mittelpunkt des Berichtes. Wir hingegen blieben an diesem Nachmittag vegetarisch und bestellten Spinatknödel und Germknödel. Sehr zu empfehlen.weiterlesen

Es wird Herbst am Grünstein

 von Sepp
Herbst am Grünstein mit Blick zum Watzmann

Herbst am Grünstein mit Blick zum Watzmann

Es wird Herbst: Die Blätter der Bäume verfärben sich und auf den Bergen liegt schon etwas Schnee. Ganz deutlich habe ich das gestern Abend gemerkt bei einer kleinen Wanderung auf den Grünstein. Und vor allem: Ganz schön frisch war es, als die Sonne unterging.

Als ich gegen halb sechs am Parkplatz Hammerstiel ankomme, ist es noch relativ warm. Doch im Wald, wo die Sonne nicht hinkommt, ist es schlagartig kühl. Also beste Bedingungen für eine zügige Wanderung. Über die Herz-Kreislauf-Testwanderung gehe ich den Berg hoch. Die Bäume lassen nur stellenweise die Strahlen der Sonne durch, dann ergeben sich aber wunderschöne Stimmungen.

Die Sonne bricht sich ihren Weg

Die Sonne bricht sich ihren Weg

Der Wald am Grünstein ist stellenweise ziemlich licht, meistens aber relativ dicht, so dass nicht wirklich viel Sonne auf den Weg scheint.weiterlesen

Sonnenuntergang am Kehlstein

 von Sepp
Das Kehlsteinhaus am Abend

Das Kehlsteinhaus am Abend

Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in ganz Deutschland: Das Kehlsteinhaus. Imposant thront es auf einem Ausläufer des Hohen Göll, erschlossen durch die in den Fels gesprengte Straße. Hier kann man nochmal den Größenwahn und Spektakelwert nationalsozialistischer Architektur erleben. Dass der Kehlstein einer der schönsten Aussichtspunkte im Berchtesgadener Talkessel ist, gerät darüber manchmal fast in Vergessenheit. Am Abend jedoch, wenn die Dämmerung das Kehlsteinhaus verschluckt und der Abglanz der Sonne den Horizont nur mehr erahnen lässt, wenn man an diesem sonst so belebten Ort alleine ist, drängt sich die Schönheit unserer Berge wieder in den Vordergrund.

Nachdem die Busse die letzten Ausflugsgäste vom Kehlsteinhaus wieder ins Tal gebracht haben, wird der Kehlstein zum Revier einheimischer Wanderer und Radfahrer. Vom Ofnerboden an der Roßfeld-Panoramastraße führen zahlreiche, zum Teil sogar asphaltierte Wege aus der Zeit des Baus der Kehlsteinstraße zur Wendeplatte der Busse am Eingang zum Aufzug ins Kehlsteinhaus. Zu Fuß geht es jetzt die letzten etwa einhundert Höhenmeter auf einem schmalen Weg über einige Serpentinen zum Kehlsteinhaus und schließlich weiter zum Gipfel des Kehlstein.

Kehlstein Gipfelkreuz vor dem Hohen Göll

Kehlstein Gipfelkreuz vor dem Hohen Göll

Zahlreiche Bänke laden zum verweilen ein, alle mit einer fantastischen Aussicht auf die Berchtesgadener Alpen, das Salzburger Land und je nach Fernsicht bis in den Chiemgau…

Blick vom Kehlstein zum Watzmann

Blick vom Kehlstein zum Watzmann

Am Gipfel des Kehlsteins beginnt ein Rundweg, der teilweise mit Stahlseilen gesichert und mit Holzstufen gangbar gemacht wurde und führt durch alpines Gelände in Richtung Mannlgrat, dem Klettersteig zum Hohen Göll.weiterlesen

Abend auf der Mordaualm

 von Sepp
Almkreuz der Mordaualm, im Hintergrund das Hochkkalter-Massiv

Almkreuz der Mordaualm, im Hintergrund das Hochkkalter-Massiv

In der Dämmerung zur Mordaualm

Da mittlerweile ja Sommerzeit herrscht, kann man die Abende wieder länger nutzen: Wenn das Wetter passt, kann man sogar jetzt schon kleine Feierabend-Touren machen. Am Montag zum Beispiel war ich am Abend auf der Mordaualm! Es war noch hell, als ich am Parkplatz am Taubensee losging, aber die Sonne war schon hinter dem Lattengebirge verschwunden. Als ich auf der Mordau ankam, lag die Alm schon komplett im Dunkel, während die auf der anderen Seite des Ramsauer Talkessels gelegenen Gipfel von Watzmann und Hochkalter von der untergehenden Sonne noch beleuchtet wurden.  Ich ging zum Almkreuz, das auf einer Erhebung oberhalb der Kaser steht und diesen schönen Blick auf die Ramsauer Bergwelt bietet..

Das Almkreuz vor Watzmann und Hochkalter

Das Almkreuz vor Watzmann und Hochkalter

Feierabend-Wanderung

Da ich relativ schnell unterwegs war, empfand ich die Temperatur als sehr warm, solange ich mich bewegte. Als ich auf der Alm dann zur Ruhe kam und mich setzte, merkte ich erst den kühlen Wind! Zum Glück hatte ich Mütze, Kapuzenpulli und Windstopper dabei.weiterlesen

Ursula

Wer hat Angst vor dem Höllgrabenteife?

 von Ursula

Familienwanderung am Salzberg

Geht es Euch auch so? Auch wenn es rund um Berchtesgaden unzählige Wandermöglichkeiten gibt, fällt mir auf die Frage „Wo könnten wir denn heute hingehen?“ nicht immer gleich das Passende ein. Am Soleleitungsweg waren wir erst letzte Woche mit der Oma, am Hintersee bin ich zu sehr verführt, einen Käsekuchen zu essen (geht aktuell nicht, da Fastenzeit), auf den Brandkopf rauf ist zu kurz, um die Kinder auszupowern, auf der Kneifelspitze sind beim schönen Wetter am Wochenende zu viele andere Menschen, den Toten Mann finden die Kinder grad fad, am Jenner liegt noch Schnee….

Deswegen waren wir am vergangenen Samstag am Salzberg unterwegs. Getroffen haben wir uns an der Schnitzschule und haben gleich den ersten Kindertriumpf aus dem Ärmel gezogen: Auffahrt mit der Obersalzbergbahn bis zur Mittelstation.

Los geht`s in der nostalgischen Kabinen der Obersalzbergbahn

Los geht`s in der nostalgischen Kabinen der Obersalzbergbahn

Von hier ging es erst den Rennweg Richtung Watzmann entlang. Die Jungs haben sich gleich mal ein paar Stecken gesucht um Star Wars zu spielen, meine Tochter hat sich die Kleine geschnappt und versucht sie zu bemuttern.

Vor der uns der Berg der Berge...

Vor der uns der Berg der Berge...

Eigentlich geht man die erste Hälfte der Wanderung immer auf der Straße. Da die hier aber wirklich selten befahren wird und man einen für viele unbekannten Fleck auf der Berchtesgadener Landkarte erkundet, macht das überhaupt nichts.weiterlesen

Wanderung auf die Halsalm

 von Sepp

Frühlingswanderung oberhalb des Hintersees

Die Almen im Berchtesgadener Land sind zwar noch nicht bewirtschaftet (das wird noch etwa zwei Monate dauern), dennoch lohnt sich schon jetzt ein kleiner Ausflug. Zum Beispiel auf die Halsalm oberhalb des Hintersees in Ramsau.

Blick auf den Hintersee von der Halsalm

Blick auf den Hintersee von der Halsalm

Mehrere Aufstiegsvarianten

Es gibt drei Aufstiegs- und Abstiegsvarianten zur Halsalm

  1. Vom Parkplatz am Klausbachhaus in Richtung Klausbachtal und dann nach rechts auf dem breiten Wanderweg über die Halsgrube und zur Halsalm
  2. Vom Parkplatz Fernseben auf zuerst auf einem Forstweg, dann auf einen schmalen Steig zur Halsalm
  3. Vom Hintersee über einen schmalen Steig am Antonigraben entlang zum Steig, der von Fernseben kommt.weiterlesen

Rauher Kopf, 1604 m

 von Sepp
Gipfelkreuz vor Watzmann und Hochkalter

Gipfelkreuz Rauher Kopf vor Watzmann und Hochkalter

Bei traumhaftem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen machten wir gestern eine Bergtour auf den Rauhen Kopf, einen Vorgipfel am südlichen Ausläufer des Untersberg-Massives. Durch seine relativ leichte Erreichbarkeit – bis auf eine stahlseilversicherte Stelle und ein paar unschwierige Kletterstellen ist die Tour eine einfache Wanderung – und seine Alleinlage ist der Rauhe Kopf ein beliebter Aussichtspunkt in den Berchtesgadener Bergen und im Frühjahr, wenn auf den höheren Bergen noch Schnee liegt, traditionell eine der ersten Touren.

Als Ausgangspunkt wählten wir die Kastensteinerwand oberhalb Bischofswiesens: Hier weist das gelbe Schild des Alpenvereins eine Zeit von 3 Stunden bis zum Gipfel aus. Unsere Tour führt über einen anfangs sehr steilen Wirtschaftsweg durch den Wald, bis wir auf eine breite Forststraße treffen, deren Verlauf wir etwa 200 Meter bis zum blauen Kastl, einem markanten Bildstock an der Abzweigung zum Rauhen Kopf, folgen.

Blick vom Blauen Kastl zum Watzmann

Blick vom Blauen Kastl zum Watzmann

Von hier führt eine schmaler Weg durch den lichten Wald am Südhang des Unterberges hinauf. Beeindruckende Zirben säumen den Weg, und immer wieder leuchten zahlreichen Schneerosen auf dem Waldboden. Weiter oben, müssen wir vereinzelte Schneeflächen überqueren, die zumindest den Winter noch erahnen lassen. Doch in den Latschen unterhalb des Gipfels steigen die Temperaturen auf einen Schlag: Am Gipfel ist eindeutig schon Frühling.

Rauher Kopf Gipfel, dahinter der Untersberg

Rauher Kopf Gipfel, dahinter der Untersberg

Als wir am Gipfel des Rauhen Kopfes ankommen sind wir alleine und haben die Aussicht für uns alleine. Im Norden ragt der Berchtesgadener Hochthron in die Höhe, das Störhaus ist deutlich zu sehen.weiterlesen

Wanderung auf den Grünstein

 von Sepp

Von Hammerstiel auf den Grunstein

Der Grünstein ist einer der aussichtsreichsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen und durch seine leichte Erreichbarkeit ein gern besuchter Ausflugsberg. Ich war gestern oben, nachdem mich das schöne Wetter und der strahlende Sonnenschein am Morgen schon recht früh aus dem Bett trieben. Der Weg war sehr gut begehbar, in den meisten Bereichen staubtrocken, lediglich die letzten 50 Höhenmeter unterhalb der Grünsteinhütte führen über Schnee. Von der Hütte bis zum Gipfel hingegen war es wieder aper.

 

Zwischen Winter und Frühling

Am Gipfel angekommen, packe ich mich erstmal in ein trockenes Shirt und ziehe eine dicke Jacke an. Denn trotz der strahlenden Sonne ist es etwas kühl hier oben, besonders wenn hin und wieder ein leichtes Windchen weht.  Der Ausblick ist wie immer fantastisch! Besonders der Watzmann präsentiert sich von seiner schönsten Seite.

Der Watzmann vom Grünstein aus

Der Watzmann vom Grünstein aus

Das Watzmannkar scheint tiefverschneit und leuchtet fast zwischen Großem und Kleinem Watzmann hervor. Der Anblick dieses weißen Riesen täuscht über den schneearmen Winter hinweg. Doch beim Blick in die andere Richtung wird Schneemangel sichtbar: Unterhalb des Untersberges erstreckt sich der Berchtesgadener Talkessel in frühlingshaftem Grün.weiterlesen