Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Wanderung

Zu Besuch beim Bergbrenner am Funtensee

 von Sepp
Bergbrenner Lukas (re.) mit Talbrenner Max am Funtensee

Bergbrenner Lukas (re.) mit Talbrenner Max am Funtensee

Am vorletzten Wochenende durfte ich unsere Pressewanderung begleiten: Wir haben ausgewählte Journalisten eingeladen, mit uns zum Funtensee zu wandern und den Bergbrenner der Enzianbrennerei Grassl zu besuchen. Bergführer Hansi Stöckl von der Bergsteigerschule Watzmann hat die Tour gemeinsam mit Bergwanderführer Jens Badura vom berg_kulturbüro Ramsau geführt.

Frühmorgens am Königssee

Ich treffe unsere Journalisten und Begleiter in der Früh am Königssee. Wir nehmen das erste Schiff nach Bartholomä, das um acht Uhr ablegt. Neben unserer Gruppe haben sich schon zahlreiche weitere Wanderer und Bergsteiger eingefunden, die schon möglichst früh über den See fahren wollen.

Mit dem ersten Boot über den Königssee

Mit dem ersten Boot über den Königssee

35 Minuten dauert die Fahrt bis zur Anlegestelle St. Bartholomä. Auf der Halbinsel herrscht so früh am Tag noch eine ungewohnte Ruhe. Wir geben den Teilnehmer unserer Pressewanderung Zeit, das weltberühmte Ensemble abseits des üblichen Trubels zu erkunden.

Kurz nach halb neun auf Bartholomä

Kurz nach halb neun auf Bartholomä

Um 9 Uhr, kurz bevor das zweite Schiff des Tages ankommt, treffen wir uns wieder. Hansi und Jens erklären der Gruppe den Weg: Auf unserer etwa 10 Kilometer langen Strecke werden wie circa 1000 Höhenmeter überwinden, die legendäre Saugasse durchqueren und nach etwa 5 Stunden am Kärlingerhaus ankommen.

Durch die Saugasse zum Funtensee

Das erste Stück des Weges ist recht gemütlich, flach geht’s am Ufer des Königssees und durch den Wald in Richtung Eisbach.

Durch den Wald in Richtung Eisbach

Durch den Wald in Richtung Eisbach

Dann beginnt der Aufstieg: In etlichen Kehren gewinnen wir rasch an Höhe, wandern am Schrainbachwasserfall vorbei und entlang des klammartigen Schrainbachs zur Diensthütte auf der ehemaligen Schrainbachalm. Die kurze Pause hier nutzen Hansi und Jens, um den Teilnehmern die Wanderakademie der Bergsteigerschule Watzmann zu erklären. Dieses zweiteilige Kursprogramm vermittelt Wandernovizen die grundlegenden Techniken des Bergwanderns.

Bergführer Hansi Stöckl | Bergsteigerschule Watzmann

Bergführer Hansi Stöckl | Bergsteigerschule Watzmann

Wir wandern weiter an der Abzweigung zur Sigeretplatte vorbei durch den urwüchsigen Wald und erreichen die offene Fläche der verfallenen Unterlahneralm. Hier beginnt die Saugasse.

Am Beginn der Saugasse

Am Beginn der Saugasse

36 Kehren führen durch einen schmäler werdenden Einschnitt, 400 Höhenmeter müssen wir überwinden, bevor der Weg wieder flacher wird.

Blick zurück in die Saugasse

Blick zurück in die Saugasse

Am Ziel sind wir aber noch lange nicht. Nach der Saugasse ändert sich das Landschaftsbild dramatisch: Üppiges Grün säumt jetzt den schmalen Weg.weiterlesen

Am Alpgartensteig, kurz vor dem Ziel

Nach einer Woche eher wechselhaften Wetters wurden wir am vergangenen Wochenende mit Temperaturen um die 30 Grad und Sonnenschein entschädigt. Sogar die Gewitter, die jeweils zum Nachmittag angekündigt waren, blieben im Berchtesgadener Land aus. Mehr braucht es nicht, um den Bergfex glücklich zu machen. So fackelten meine Wander-Kumpanin Nicole und ich nicht lange und nutzten die Chance, endlich den Predigtstuhl zu erklimmen. Ohne die „Grand Dame“ versteht sich, nur auf Schusters Rappen.

Auf den Predigtstuhl führen viele Wege, wir entschieden uns für den Alpgartensteig im Gemeindegebiet von Bayerisch Gmain. Dieser beginnt am Wanderparkplatz Bergkurgarten am Fuße des Lattengebirges. Die Zeitangaben von anfangs 4,5 Stunden sollte man nicht allzu ernst nehmen, mit ein wenig Übung schafft man die Strecke in 2,5 Stunden.
Um der Mittagshitze zu entkommen, starteten wir bereits um halb neun in der Früh. Einbalsamiert in Sonnencreme und Zeckenspray wanderten wir durch das schattige Wappbachtal, linksseitig entlang des namensgebenden Gewässers. Dieser Abschnitt des Weges wird als „Alpgartenrundweg“ bezeichnet; man folgt von Anfang an der Beschilderung „Hochschlegel“. Leicht steigt der Rundweg an, gesäumt von zahllosen Frühlingsblühern und den Wasserfällen des Bergbaches.

Der Wappbach

Am Talschluss gingen wir weiter in Richtung Hochschlegel über die Stahlbrücke. So langsam machte sich die Sonne bemerkbar und die stehende Luft im Bergwald erhitzte sich zusehends. In Serpentinen stiegen wir weiter auf ins Innere des Lattengebirges, unterbrochen von kurzen Trinkpausen. Genug Wasser sollte man auf jeden Fall mitnehmen, da nach den letzten Bächen im Tal erst wieder in der Almhütte Schlegelmulde das kühle Nass winkt.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Stoißer Alm auf dem Teisenberg

 Jodeln lernen auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg

Zu den Liedern in der Volksmusik des Alpenraumes gehört häufig der zwischen den Strophen, am Schluss eingebaute oder als Solo dargebotene Jodler. Jodeln nennt man das Singen ohne Text auf Lautsilben nur in der Bruststimme oder im schnellem Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme. Vielstimmig gesungen ergibt sich ein ganz besonderer musikalischer Hochgenuss.

Jungrinder auf der Stoißer Alm Auf dem Teisenberg

Auf vorhistorische Zeiten dürften die Ursprünge des Jodelns zurückgehen. Es verständigten sich jodelnd über Täler hinweg die Senner, Hirten, Waldarbeiter und Köhler und jodelnd lockten die Senner oftmals ihr weitverstreutes Vieh auf den Almweiden an. Man nennt diese Jodler von Alm zu Alm auch  Almschrei (Almschroa) oder Juchzer (Juchetzer, Jugitzer, Juschroa).weiterlesen

Panorama auf dem Gipfel des Lattenbergstoa.

Entlang der „Gmainer Rundtour“

Sonntag Morgen, strahlend blauer Himmel, der Wetterbericht spricht von Regen am Nachmittag – was tun? Hier schaffen die zahllosen kleineren Rundwege im Lattengebirge bei Bayerisch Gmain Abhilfe. Der Gebirgszug, der den Talkessel der Alpenstadt Bad Reichenhall vom Hochtal der Ramsau und Bischofswiesen trennt, ist mit schroffen Felsspitzen gespickt, von romantischen Tälern durchzogen und von mediterran anmutenden Kiefernwäldern bedeckt. Einen geradezu exemplarischen Teil dieses Gebirges erschließt die sogenannte „Gmainer Rundtour“ als Teil des SalzAlpenSteiges.weiterlesen

Ursula

Immer wieder ein erhebendes Erlebnis

 von Ursula

Die Hutschn auf der Marxenhöh. War dieser herrliche Aussichtspunkt oberhalb von Berchtesgaden schon immer ein beliebter Aussichtspunkt, so erfreut er sich seit letztem Jahr besonderer Beliebtheit bei Familien mit kleinen Kindern und Erwachsenen, die gern mal aushängen wollen. Denn hier hat Andreas Baumann eine seiner besonderen Hutschn aufgehängt, damit sich jedes Kind, jede Frau und jedermann daran erfreuen möge. Ein Platz, an dem man gerne Zeit verbringt!

Wegweiser zur Kneifelspitze

Wir beginnen unsere Tour am Salzbergwerkparkplatz. Von hier sind es laut Wegweiser 1 ¼ Stunden, eine realistische Zeitangabe für entspannte Wanderer. Mit meiner Tochter und ihrer Freundin, die ungestüm losstarten (aus Vorfreude oder um schnell die sonntägliche Spaziergangspflicht hinter sich zu haben?), werden wir es etwas schneller schaffen.

Villa Stöhr Berchtesgaden

Führt der Weg auch erst über kleinere Straßen, ist er doch von Beginn an aussichtsreich. Nach wenigen Metern liegt zu unserer Linken die herrschaftliche Villa Alpenruhe, auch Stöhrvilla, genannt. Mitte des 19 Jahrhunderts als „Villa als Landhaus“ erbaut, machte 1897 der Textilfabrikant Paul Rudolf Eduard Stöhr aus Leipzig eine kleine Burg mit Turm und neogotischen Elementen daraus. Wohlhabend und wohltätig wie er war, unterstützte Stöhr auch großzügig den Bau der Berghütte am Untersberg.  Nachdem es zeitweise ein Wappenmuseum beheimatet hatte, wird es von seinem heutigen Besitzer offensichtlich mit viel Geld, aber ebenso mit Gespür und Wertschätzung gepflegt.

Watzmann

Immer wieder zeigt sich König Watzmann. In diesen Wochen, wenn im Tal die Wiesen satt grün werden und leichte Blusen und T-Shirts die Funktionsmerinojacken endgültig abgelöst haben, scheint unser Schicksalsberg – so wie auch die anderen hohen Gipfel rund um Berchtesgaden – besonders mächtig. Schneeweiß glänzend schwebt er förmlich über dem erblühenden Leben im Tal.weiterlesen

Rosi Fürmann

Laternenzauber in Höglwörth / Anger

 von Rosi

Laternenzauber in Höglwörth auf dem Weg um den See

Höglwörther Laternenzauber – 800 Laternen weisen in stockdunkler Dezembernacht den Weg um den See

Wie mag es Maria und Josef ergangen sein bei Ihrem Gang von Nazareth nach Bethlehem vor mehr als 2000 Jahren? „Des war a weiter Weg daselm, von Nazareth nach Bethlehem. Berg und Tal und große Wälder, Möser, Wiesn, Ötzn, Felder, gache Leitn, tiafe Grabn, wias halt mia aa überall habn.  Schattnseitig warn de Weg vereist, da hat da Josef d’Frau dann gweist, na wars für sie net gar so gfährlich und net so mühsam und beschwerlich.“ So beschreibt der berühmte Teisendorfer Mundartdichter Karl Robel († 2017) in seiner Rupertiwinkler Weihnachtsgschicht den langen Weg.

die Weihnachtskrippe vor der Kirche des Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See in der Gemeinde Anger im teifverschneiten Rupertiwinkler Winter

Laternenzauber in Höglwörth auf dem Weg um den See – auf dem Steg mit den vielen Lichtern der Laternen

Die Schützengesellschaft Höglwörth-Anger lädt alljährlich am 1. Adventswochenende ein, symbolisch mit Maria und Josef zu gehen und Herberge zu suchen – seit 2011 für groß und klein ein ganz besonderes Ereignis im Advent, in der Zeit des Wartens auf das Christkind:  Nicht „Christkindlmarkt-Kommerz“ sollte es sein, was die Schützen wollten und sie begeistern mit ihrer Idee des Höglwörther Laternenzaubers.weiterlesen

Rosi Fürmann

der ehemalige Gutshof der Brauerei Wieninger in der Ramsau – gelegen an der ehemaligen Salzstraße zwischen Anger/Höglwörth und Teisendorf

Weißbierfest in der Ramsau – idyllisch gelegen an der ehemaligen Salzstraße zwischen Anger/Höglwörth und Teisendorf!

Sonntag – 30. Juli 2017 von 10.00 bis 19.00 Uhr  – veranstaltet von den Högler Schnalzern – nur bei schöner Witterung

Ein Genuss für den Gaumen mit Kulinarischem für den Mittagstisch und bei Kaffee und Kuchen und ein musikalischer Hochgenuss für den ganzen Tag!

Ein Prost mit Weißbier

Um 10 Uhr zelebriert die Geistlichkeit einen Feldgottesdienst unter freiem Himmel mit den Kirchenbläser der Bergschützenkapelle.weiterlesen

Frühlings-Abend auf der Kneifelspitze

 von Sepp
Blick von der Kneifelspitze hinüber zum Watzmann

Blick von der Kneifelspitze hinüber zum Watzmann

Wunderschöne Frühlingstage waren das; mit warmen, fast schon schwülen Temperaturen bis in die Abendstunden. Ich habe das Wetter am Donnerstagabend zu einer kleinen Wanderung auf die Kneifelspitze genutzt. Bei fast schon sommerlichen Temperaturen bin ich auch auf dieser kurzen Strecke ganz schön ins Schwitzen gekommen. Doch gelohnt hat sich der Aufstieg auf alle Fälle: Die Aussicht von der Kneifelspitze zeigte sich nämlich von ihrer schönsten Seite.

Über den Weg auf die Kneifelspitze brauche ich Euch nicht viel zu erzählen, schon oft wurde der Weg beschrieben. Besonders der klassische Anstieg von der Kirche Maria Gern, den auch ich gewählt habe. Stattdessen will ich Euch ein paar Eindrück vom weitläufigen Gipfel der Kneifelspitze zeigen. Zum Beispiel von der Paulshütte: Die Berggaststätte steht direkt auf der Kneifelspitze und ist einer der schönsten Aussichtspunkte überhaupt.weiterlesen

Aussicht auf trockeneres Wetter gibt es ja für das Wochenende und mein heutiger Vorschlag für eine kleine Wanderung mit Kindern kann man theoretisch auch bei Regen machen – nämlich zum Kugelbachbauer in Karlstein, einem Ortsteil der Alpenstadt Bad Reichenhall.

Wir starten auf dem Wanderparkplatz Kugelbachbauer/ Paul-Gruber-Haus, zu dem es schon ein Stück kurvig bergauf geht.

Die ersten paar Minuten auf dem Forstweg sind eigentlich auch schon die „knackigsten“ vom gesamten Aufstieg, was für unseren Großen, der alles alleine geht, eine gute Motivation ist, hat er das „Schlimmste“ also schon hinter sich und bis auf die letzten paar Meter zum Almgasthof, die noch einmal eine leichte Steigung aufweisen, geht es relativ gerade und gemütlich dahin.

Blick durch die Bäume zum Gasthof Kugelbachbauer

Circa bei der Hälfte der gesamten Strecke geht dann rechts einmal ein schmales Wegerl zum bekannten Karlsteiner Klettergarten rauf. Dort steht ausserdem (linkerhand) ein großer Felsen, auf dem wir schon als Kinder unsere ersten  mutigen Kletterversuche wagten und auch unsere Beiden dürfen sich dort ein wenig im Kraxln versuchen.

Mit der Aussicht auf ein „Kracherl“ schaffen wir dann auch noch den Endspurt und genießen die nette Bewirtung, während die Kinder wahlweise im Sandkasten spielen, auf der langen Hutschen schaukeln oder einfach auf der Wiese rumlaufen.weiterlesen

Wanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
Frühling am Wimbachschloss

Frühling am Wimbachschloss

Frühlings-Wanderung zum Wimbachschloss

Die letzten Tage haben den Winter nochmal zurückgebracht ins Berchtesgadener Land, und zwar gewaltig: Selbst in den Tallagen hat es bis zu einem halben Meter geschneit. Auf den Bergen noch deutlich mehr! Da ich – im Gegensatz zu vielen Anderen – keine Lust mehr aufs Skitourengehen habe, entscheide ich mich am Samstag für eine kleine Wanderung. Da trotz des Tauwetters auf den Gipfeln immer noch recht viel Schnee liegt, entscheide ich mich für eine Wanderung ins Wimbachgries. Zum Glück hat das Wimbachschloss während der Osterferien geöffnet, so kann ich dort gemütlich einkehren 😉

Startpunkt ist die Wimbachbrücke im Bergsteigedorf Ramsau. Ich gehe an der Wimbachklamm vorbei – leider ist die kleine Schlucht wegen der Glätte zur Zeit geschlossen – doch der Weg ins Wimbachgries ist im vorderen Bereich komplett aper.

Der Weg ins Wimbachgries

Der Weg ins Wimbachgries

Je tiefer ich ins Wimbachtal hineingehe, um so mehr Schnee liegt entlang des Weges. Stellenweise leuchten die bunten Frühlingsblumen, sie haben den späten Schneefall scheinbar gut überstanden.

Frühlingsblumen im Wimbachgries

Frühlingsblumen im Wimbachgries

Sogar ein paar Schusternagein entdecke ich. Beim Blick hinauf zum Watzmann hingegen ist von Frühling nichts zu sehen: Die Watzmann Westwand präsentiert sich tiefverschneit und über dem Watzmanngrat wehen Sturmböen. weiterlesen