Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Christian Thiel

Sonnenuntergang am Zwiesel

 von Christian
Sonnenuntergang

Die Sonne ist schon kurz vor dem Verschwinden

Am vergangenen Sonntag, den 13.12.2015 habe ich mich kurzfristig entschlossen auf den Zwiesel zu gehen. Das Wetter war gut und da es in den vergangenen Wochen kaum geschneit hat, ist es ohne Probleme möglich auch in diesen Höhenlagen zu wandern. Eigentlich wollte ich spätestens mittags starten, irgendwie ließ mich allerdings die Couch nicht so recht aus und den Podestplatz von Felix Neureuther wollte ich auch nicht verpassen. Um 13:45 dann schnell alles nötige zusammengesucht und ab zum Wanderparkplatz am Listwirt.

Muli

„Mulisteig“

Zwiesel

Blick vom „Mulisteig“ auf die Zweiselalm und Kaiser-Wilhelm-Haus

Um 14:30 Uhr konnte ich dann endlich starten, da ich allein unterwegs war mit Musik im Kopfhörer. Ziel war es bis zum Sonnenuntergang um ca. 16:00 Uhr am Gipfel zu sein – ein optimistisches Ziel wie sich später rausstellen sollte. Die ersten Meter waren ziemlich anstrengend, da ich ein wenig zu schnell gestartet bin. Vorbei am Listsee und entlang der Strommasten geht es ein Stück aufwärts bis man zu einer großen Forststraße kommt, die erst in den letzten Jahren gebaut wurde. Der Forststraße folgt man eine ganze Weile bis zum Beginn des „Mulisteigs“.

Blick auf Zwieselam und Reichenhall

Blick auf Bad Reichenhall von der Zwieselalm

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang über den Gipfeln

Blick auf Reichenhall

Blick auf die Berchtesgadener Alpen mit Watzmann und Hochkalter kurz überhalb der Zwieselalm

Auf dem „Mulisteig“ gehts über Wurzeln und Stufen hinauf in Richtung Zwieselalm. Nach ca. 1:05 Stunden hab ich die Zwieselalm erreicht. Da ich unten ein wenig zu viel Gas gegeben habe bin ich körperlich schon leicht angeschlagen. Die Sonne ist aber noch über den Gipfeln der anderen Berge und so versuche ich weiter schnell zu sein, um am Gipfel noch Sonne zu haben. Das Schild „Zwiesel – 1 Stunde“ war allerdings schon bisschen frustrierend.

IMG_4195

Schnee in Latschen

„Schneefahrbahn“ in den Latschen überhalb der Zwieselalm

Kurz überhalb der Zwieselalm geht es dann auf einem Pfad hinein in die Latschen. Ab dort begann auch der Untergrund auf Schnee zu wechseln. Ich war sogar überrascht, dass doch durchegehend so viel Schnee (20-30 cm) lag. Der Schnee war aber kein Problem, da der Weg gut eingetreten war, nur an zwei oder drei Stellen war es ein wenig eisig. Immer wieder zeigt sich die Sonne knapp über den Gipfeln, ein toller Anblick. Kurz darauf hat sie sich jedoch entschlossen sich hinter den Bergen zu verabschieden, kurz bevor ich am Gipfel war. Die Beine waren schon ganz schön schwer, drum war ich auf den letzten Metern richtig langsam. Nach ca. 1:40 Stunden erreichte ich dann etwas ausgelaugt endlich den Gipfel. Der Wind wehte ziemlich stark und es war kalt. Nur kurz umziehen, ein paar Fotos und einen Schluck trinken, dann ging’s nach ca. 15 Minuten wieder Richtung Tal.

Zennokopf

Blick zum Zennokopf im Abendhimmel

Staufen von Zwiesel

Blick auf den Hochstaufen kurz unterhalb vom Gipfel des Zwiesel

Gipfelkreuz Zweisel

Gipfelkreuz Zweisel

Beim Aufstieg kamen mir jede Menge Leute entgegen, die letzten jedoch schon kurz überhalb der Zwieselalm, deshalb musste ich den Abstieg ebenfalls alleine antreten. In der Hektik zu Hause hatte ich meine Stirnlampe nicht gefunden und deshalb nur eine Taschenlampe eingepackt. Da ich mit Stöcken unterwegs bin, bleibt die Taschenlampe aber erstmal im Rucksack. Schon um ca. 17:15 Uhr also ein Stück unterhalb der Zweiselalm, war es komplett dunkel. Nach kurzer Gewöhnungsphase stellen sich die Augen darauf ein und es ist auch im Wald keine Lampe nötig. Kurz vor Ende des „Mulisteigs“ habe ich dann drei Leute mit Stirnlampen eingeholt die mir zuvor entegegen kamen. Ein paar Meter gehen wir zusammen, dann biege ich auf die Forstraße ab, der Rest muss zum Parkplatz Jochberg.

Schneefeld unterhalb des Gipfels

Schneefeld unterhalb des Gipfels

Reichenhall bei Nacht

Blick auf die Alpenstadt Bad Reichenhall bei Nacht

Nach der Forststraße brauche ich dann doch kurz die Taschenlampe, im dichten Wald ist es zu dunkel. Um Punkt 18:00 Uhr komme ich nach 3:30 Stunden wieder am Auto an. Ich habe mich mit ein paar Freunden im Listwirt verabredet, da mein Cousain dort als Koch arbeitet. Nach der verdienten Russenhalbe und lecker Essen, gehts nach Hause.

Euer Christian

1 Kommentar

14. März 2017um15:17 von Stadt- und Bergerlebnis Bad Reichenhall: Schneeschuhwanderung am Predigtstuhl

[…] Fußgängerzone zu verbinden. Die Alpenstadt Bad Reichenhall, eingebettet zwischen Hochstaufen und Zwiesel auf der einen Seite und Lattengebirge auf der anderen Seite ist eine dieser Orte, an dem sich Berg- […]

antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert*