Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Loipe
Lisa-Graf-Riemann

Langlaufen in Marktschellenberg

 von Lisa
Langlauf Loipe in Scheffau Marktschellenberg

Langlauf Loipe in Scheffau Marktschellenberg

Das kann man derzeit, und zwar ganz toll. Man muss nur hinauf in die Scheffau fahren, wo es eine bestens gespurte Loipe gibt, für klassische Langläufer wie für Skater. Das heißt, eigentlich sind es ja drei Loipen oder Schleifen.

Loipenplan Scheffau Marktschellenberg

Loipenplan Scheffau Marktschellenberg

Die leichteste, ohne Steigungen, in sozusagen die „Stadionrunde“ durchs Scheffauer Moos. Sie ist 1,2 Kilometer lang und bietet schöne Ausblicke in die Runde. Man begegnet herrlichen Kaltblut-Pferden, die kleine Dampfwolke durch die Nüstern blasen und kann ansonsten im Kreis meditieren.

Kaltblut-Pferde in der Scheffau genießen den WInter

Kaltblut-Pferde in der Scheffau genießen den WInter

Dann gibt es eine Querverbindung hinüber zur Neusieden-Loipe. Sie ist zwar nur 1,5 Kilometer lang, lässt sich aber auch zwei- oder dreimal befahren, da sie recht abwechslungsreich sanft auf und ab geht und man auf ihr einen fantastischen Blick auf das verschneiten Untersbergmassiv hat. Am Reiterhof vorbei kommt man auf einer kleinen Steigung wieder zurück auf die Moos-Runde.weiterlesen

Das Skilanglaufen ist der Anka's Sucht

 von Ann-Kathrin

Ja, ich gebe es zu: ich bin einfach vollkommen empfänglich für Süchte. Glücklicherweise nicht für die, die Leben zerstören. Bei mir ist das Berggehen auch eine Art Sucht, vor allem im Sommer und Herbst ist an Schlaf kaum zu denken, wenn da draußen vor die Haustüre diese Berge stehen. Das ist für mich Lebensqualität! Es gibt mir ein unheimliches Glücksgefühl!

 

Mittlerweile lebe ich ein Jahr und ein paar zerquetschte Monate im Berchtesgadener Talkessel. Das Berggehen lag mir schon seit Kindesbeinen durch meine Familie im Blut, nur eines war vollkommen neu für mich nach meinem Umzug: WINTER! Den gab es in meiner alten Heimat kaum noch. Ich kann mich noch nicht einmal erinnern wann das letzte Mal ein paar Zentimeter Schnee dort lagen. Dementsprechend war Wintersport nie ein Thema. Da wir alle in der Familie eher Freunde der Wärme sind, kamen auch Wintersporturlaube nie in Frage. So, und nun lebe ich Mitten in den Bergen und es ist Winter. Irgendwas muss man ja tun. Dementsprechend habe ich schnell angefangen viel auf Schneeschuhen in meinem ersten Winter unterwegs zu sein. Allerdings sollte man sich für das Erlebnis Schneeschuhwandern einen ganzen Tag Zeit nehmen (siehe: http://blog.berchtesgadener-land.com/2015/02/22/schneeschuh-trekking-stahlhaus/). Somit ist Schneeschuhwandern nicht unbedingt in den Arbeitsalltag miteinbaubar.

 

Also musste ich mir etwas anderes überlegen. Ein zusätzliches Hobby suchen. Nur eines sollte es nicht sein: kostspielig. Viele von euch werden wissen, wie teuer die Erstanschaffung einer Skiausrüstung und erst recht wie teuer eine Skitourengeherausrüstung beim Neuerwerb ist. Also fällt das schon einmal flach. Dann musste ich daran denken, wie all diese Skilangläufer bei mir in der Schönau ihre Kreise ziehen und wie elegant das Ganze aussieht und es liegt quasi vor der Haustüre. Mein Interesse war definitiv geweckt. Bevor ich mich mit dem Thema Wintersport befasste, dachte ich es gäbe nur eine Sorte Ski und mit der kann man alles machen, wie zum Beispiel Langlauf und Skitouren. Weit gefehlt! Es gibt für jede verschiedene Bewegungs-/Gleitart einen speziellen Ski. Also habe ich mich erst einmal informiert bei einer Bekannten, wie schwer Skilanglaufen denn sei. Das sei einfach zu lernen, meinte sie. Schritt zwei folge zugleich indem ich mich nach einer Ausrüstung umschaute. Und habe dabei definitv ein Schnäppchen gemacht. Ich habe eine komplette Skilanglaufausrüstung für 140 € bekommen. Zudem entschied ich mich für den klassischen Laufstil. Da es ja mein neues Hobby werden soll, möchte ich lange davon zehren, dementsprechend möchte ich mir das Ganze selbst beibringen (bitte nicht nachmachen: eure Leisten werden es euch danken!).

 

Ganz früh morgens war es dann soweit. Das erste Mal auf Brettern, die gleiten können. Eine vollkommen neue und fremde Bewegungsart. Der erste Schritt ist getan, ich kann darauf stehen ohne umzufallen oder auszurutschen. Im Internet habe ich mir zuvor diverse „Tutorials“ angeschaut. Dann mal los! Da ich das Thema „Schwierigkeitsunterschiede“ ausversehen ignorierte, war meine erste Loipe eine mittelschwere Loipe. So stehe ich auf meinen Ski und fange an zu fahren. Und es klappt!  Es macht Spaß – eine ganz neue Bewegung!

 

Da die Sicht schlecht war, habe ich ausversehen und glücklicherweise bei meinen ersten Langlaufschritten das Gefälle hinunter zu fahren auser Acht gelassen.

Auf der Loipe Watzmann Schönau

Auf der Loipe Watzmann Schönau

Am nächten Morgen als ich wieder auf eben dieser Loipe stand bei klarer Sicht, ging es dann für mich das Gefälle hinunter. Drei mal leicht kurvig gehts in einem Zug runter. Davor stand ich gerade, nicht ganz sicher ob ich es wagen soll. Aber was soll schon passieren, denke ich naiv.

morgens auf der Langlaufloipe 'Watzmann' in Schönau

morgens auf der Langlaufloipe 'Watzmann' in Schönau

Erstes Gefälle: die linke Spur ist weg, Gleichgewicht verloren und batsch auf den Hintern! Zweites Gefälle: ich werde super schnell und die Ski werden schon richtig laut, vor Schock verliere ich das Gleichgewicht, wieder Hinternlandung! Drittes Gefälle: soll ich mir das noch geben?! Ich überlege, mache es, da die letzten beiden Stürze gar nicht so schlimm waren und sause hinunter ohne Sturz. Diese Liason meines Gesäßes mit der Loipe wurde dann belohnt mit einem starken Ziehen bei beiden Leisten. Allerdings nahm mir das Fallen ein bisschen die Angst und die Tage danach bin ich auf eine leichte Loipe gewechselt.

 

Mittlerweile bin ich in meiner dritten Skilanglaufwoche und ich kann kaum an etwas anderes denken. Ich liebe dieses Gleitgefühl, der ganze Körper kommt in Bewegung und es macht bessere Laune. Jeden Morgen gehe ich in der Schönau für mindestens eine Stunde Skilanglaufen. Wenn es mal nicht klappte, war es kein guter Tag. Leider ist in den letzten Tagen des öfteren der Regen in den Talkessel gekommen, wodurch meine geliebte Loipe so langsam vor sich hin vegetiert. Heute fuhr ich schon fast nur auf Grasbüscheln. Dementsprechend schaue ich mich nach einer Alternative um. Hier am Hochschwarzeck, Scharitzkehl, Scheffau und in der Oberau gibt es sogenannte Höhenloipen bei denen der Schnee einfach länger lieben bleibt und die Qualität des Schnees besser ist. In der Oberau hat man einfach ein tolles Watzmannpanorama und auf Scharitzkehl beeindruckt die hohe Göllwand. Beide haben auch Anfängerloipen und auch Skating ist dort möglich.weiterlesen

Langlauf an der Scharitzkehl

 von Sepp
Zufahrt zur Scharitzkehl

Zufahrt zur Scharitzkehl

Stimmungsvoller Langlauf an der Scharitzkehlalm

An der Scharitzkehlalm sind die Langlaufbedingungen den ganzen Winter auch ohne Schneekanonen sehr gut. Das verdankt die Loipe nicht nur ihrer Höhenlage auf 1.100 Metern, sondern auch weiteren topographischen Gegebenheiten. Die Scharitzkehlalm wird nämlich von steil aufragenden Felswänden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Zur Info: Die Bilder entstanden heute Vormittag, dennoch erinnerte die Stimmung an der Scharitzkehl eher an den Abend.

Nach links ragen die Wände des Kehlsteins steil empor: Das Kehsteinhaus war heute vormittag zwar in der Sonne, aber weiter unten kam keine Sonne hin, dementsprechend kalt war es auch.

Kehlstein in der Sonne

Kehlstein in der Sonne

In Richtung des Hohen Göll (2.522m) grenzen die Abbrüche der Göll Westwand hinter dem darunterliegenden Endstal die Scharitzkehl von den Strahlen der Sonne ab.

Scharitzkehlalm vor Pflughörndl

Scharitzkehlalm vor Pflughörndl

Markant erhebt sich in dieser Richtung das Pfughörndl (2048m).weiterlesen