Kultur

Hirschgulasch für Krimifans

Meine Blog-Mitautorin Lisa Graf-Riemann hat zusammen mit ihrem Partner Ottmar Neuburger gerade ihren ersten Berchtesgadenkrimi herausgebracht. „Hirschgulasch“ heißt das Buch, in dem sich der Bogen von der Ukraine bis nach Berchtesgaden spannt. Es sind ungewöhnlichen Figuren in einer fast aberwitzigen Geschichte, die sich zu einer spannenden Lektüre zusammenfügen. Die Mischung aus Krimi, Gaunerkomödie und Roadmovie ist mit einer gehörigen Portion Berchtesgadener Lokalkolorit versehen.

 

Berchtesgadenkrimi Hirschgulasch
Der Berchtesgadenkrimi liest sich witzig und rasant.

 

Ein Toter liegt in einem Trichter zwischen Göll und Hohem Brett. Eindeutig Mord, denn sein Sicherungsseil wurde mit einem Messer durchtrennt. Nur gut, dass Kommissarin Leni Morgenroth als Einheimische genug Bergerfahrung mitbringt um den schwer erreichbaren Tatort untersuchen zu können. Doch wer ist der Tote, der bei Vollmond in den Trichter eingestiegen ist und wer hat ihn hundertfünfzig Meter in die Tiefe stürzen lassen? Der Anfang von allem liegt einen Monat früher im weit entfernten Kiew. Genauer gesagt in der Sperrzone rund um den Reaktor in Tschernobyl. Ein ungewöhnlicher Ausgangspunkt und man darf gespannt sein, wie die Autoren die Verbindung nach Berchtesgaden schaffen.

 

Autorenfoto Hirschgulasch
Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger morden in Berchtesgaden - auf dem Papier.

Es ist eine ungewöhnliche Ausgangsidee, die dieser Krimi zugrunde liegt. Lisa Graf Riemann und Ottmar Neuburger ist sie auf einer Wanderung gekommen. Zusammen haben sie die Idee weitergesponnen und sie schließlich als Roman umgesetzt. Es ist amüsant zu lesen, wie dieses ungleiche unkrainische Trio sich zusammenraufen muss um ihren Plan umzusetzen. Da ist die junge Luba, die in ihrem Blog über die Sperrzone berichtet, der vom Leben gebeutelte Wiktor und die kettenrauchende Historikerin Mirjana. Dass bei so ungleichen Charakteren Spannungen nicht ausbleiben, ist zu erwarten. Doch die Aussicht auf einen Schatz schweißt sie zusammen. Auf der anderen Seite ist da Kommissarin Leni Morgenroth, die eigentlich eine Auszeit auf der Alm sich nehmen wollte, aber erst noch diesen letzten Fall klären muss. Sie ist eine patente Frau die mit beiden Beinen im Leben steht. Das ganze ist gespickt mit zahlreichen Details aus und über Berchtesgaden, mit genauen Beschreibungen mit viel Wiedererkennungswert. Mit „Hirschgulasch“ ist dem Autorenduo eine richtig würzige Mischung gelungen.

„Hirschgulasch“ ist im Emons-Verlag erschienen und kostet 10,90€ und ist in der Bücherstube Berchtesgaden erhältlich.

 

Servus und bis bald!
Christoph

 

 

 

 

Wenn Christoph Merker nicht gerade Bücher in der Bücherstube in Berchtesgaden verkauft oder für die regionalen Zeitungen als Reporter unterwegs ist, sitzt er vor seiner Staffelei und malt. Oder er werkelt in seinem kleinen Garten und manchmal kann man ihm auf seiner Lieblingslaufstrecke, dem Königsseer Fußweg, etwas außer Atem antreffen.

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