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TV-Tipp: Ines Papert

Ines Papert eröffnet neue Route am Mount Asgard, Baffin Island

Ich habe Euch ja schon von der 15 teiligen TV-Reihe Die Alpen von oben, die ab 3. September jeweils Montag bis Freitag um 19:30 Uhr auf Arte läuft, berichtet und auch, dass in dieser Reihe auch ein Beitrag über die Bergsteigerin Ines Papert bringt.

Ines Papert
Ines-Papert

Ihr letztes Projekt war die Eröffnung einer neuen Route am Mount Asgard in Kanada.

 

Ines Papert, Jon Walsh und Joshua Lavigne

In Begleitung der beiden Kanadier  Jon Walsh und Joshua Lavigne reiste Ines Papert (38) am 17. Juli über Ottawa und Iqualuit in das 1500-Seelendorf “Pangnirtung” im südöstlichen Teil der Baffin-Insel im Nordpolarmeer. Im „Ort des Karibubullen“ angekommen, ging es per Fischerboot 30 Kilometer über den Fjord, ehe sich das dreiköpfige Team schwer beladen zu Fuß entlang des Weasel Valley im Auyuittuq National Park über die Moränenlandschaft in Richtung Mount Asgard auf den Weg machte. Nach dreitägigem, 60 Kilometer langen Fußmarsch – zum Teil durch hüfttiefes Wasser kämpfend – konnte das Basislager am Mount Asgard auf dem Turnerglacier eingerichtet werden. Nach einem Ruhetag wurde zum Warm-Up der Mount Loki über den 700 Meter hohen Südpfeiler (Neuseeländerroute) bestiegen. Möglicherweise die erste Wiederholung der Route und erste freie Begehung 5.10+. Eine Teamstrategie für das eigentliche Vorhaben, die Erstbegehung der Nordwestwand des Südpfeilers am Mount Asgard, wurde am darauffolgenden Tag festgelegt.

Ines Papert in der Wand
Ines Papert in der Wand

Polarsommer in Kanada

Da es während der Polarsommers in Baffin Island nie wirklich dunkel wird, startete das Team bereits tags darauf gegen 2 Uhr morgens bei strahlendem Sonnenschein über den sehr brüchigen Vorbau in Richtung Wandmitte. Aufgrund massiven Steinschlags – ausgelöst durch die hohen Temperaturen in der Wand – mussten Papert und Kollegen mangels Ausweichmöglichkeiten gut geschützt unter einem Felsdach biwakieren. Am nächsten Tag wurde nach 1000 Meter Kletterei der Gipfel des Mount Asgard im Alpinstil erreicht. Ein plötzlicher Wetterumschwung und aufkommender Sturm erschwerten nicht nur die letzten beiden Seillängen, sondern verwehrten Papert, Walsh und Lavigne auch jede Sicht am Gipfel. Zur eigentlichen Crux wurde unter diesen bedrohlichen Bedingungen der Abstieg über brüchiges, nasses und extrem rutschiges Schrofengelände auf der Südseite. Nach einem äußerst ungemütlichen Biwak besserte sich das Wetter so weit, dass der Abstieg über den Gletscher fortgesetzt werden konnte. Ines Papert dazu in einer Email: „Mit einem so schnellen Erfolg haben wir nicht gerechnet. Entsprechend sind wir sehr zufrieden. 29 Seillängen, 1200 Meter Wandhöhe, ohne Portaledge, ohne Fixseile, leicht und schnell, in unserem favorisierten Stil, dem Alpinstil, zu klettern, ist ein sehr passables Ergebnis. Wir haben keine Bolts verwendet – alles clean. Bis auf einen vereisten Kamin und einen vom starken Regen nassen Zug in der Ausstiegslänge konnten wir alles onsight klettern. Jon Walsh erhielt nach Ankunft im Basecamp die traurige Nachricht vom Tod seines Vaters, weshalb wir früher als geplant aus Baffin abreisten.“ „Sensory Overload“ (dt.: Reizüberflutung) wurde als Routenname gewählt.

 

Die Welt ist klein

Amüsantes zum Schluss: Ines Papert traf am Mount Asgard auf ihre „Nachbarn“, die Huberbuam, welche gerade in der Westwand zu Gange sind.

 

Wollt Ihr mehr von Ines Papert sehen, schaltet ein, wenn es heißt Die Alpen von oben, hier findet ihr die genauen Sendetermine  auf ARTE.

 

Euer Sepp BGLT

Mein Name ist Sepp Wurm und ich arbeite seit Sommer 2010 im Tourismus Marketing. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um den Bergerlebnis Berchtesgaden Blog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgaden spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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