wachsames Murmeltier
Berge

Wanderung zu den Murmeltieren

Büchsenalm besser gesagt Murmeltieralm © Ann-Kathrin Helbig
Büchsenalm besser gesagt Murmeltieralm © Ann-Kathrin Helbig

Wer hier im Nationalpark Berchtesgaden Murmeltiere sehen möchte, der braucht nicht unnötig nach einem Zoo in der Region schauen. Einfach zur Büchsenalm am Jenner wandern! Dort herrscht die reinste Murmeltierparade. Eine Sichtung ist garantiert. Die Alm befindet sich an der Forststraße, die die Radlfahrer zur Gotzenalm nutzen nahe der Königsbachalm.

wachsames Murmeltier © Ann-Kathrin Helbig
wachsames Murmeltier © Ann-Kathrin Helbig

süße Nager © Ann-Kathrin Helbig
süße Nager © Ann-Kathrin Helbig

Nach 6-7 Monaten wachen die Murmeltiere Mitte/Ende April auf und bevölkern wieder die Almwiesen. Den Sommer über verbringen Sie die meiste Zeit mit dem anfressen ihres Körperfettvorrats für den Winter. Murmeltiere wachen während ihres Winterschlafes nur einmal auf um Urin und Kot abzulassen. Das älteste Männchen wacht zuerst auf und sorgt mit seiner Körperwärme für leichteres Aufwachen der anderen Familienmitglieder. Ganz ganz früher, als der Nationalpark noch nicht Nationalpark war hat man das älteste männliche Tier geschossen, da man es für schwach hielt. Dies erwies sich als großer Fehler. Die Murmeltiere erwachten nicht das eine Mal in ihrem Winterschlaf und so verendete der ganze Familienstamm.

"Zwiderwurzn" - das Murmeltier schaut irgendwie grantig aus
„Zwiderwurzn“ – das Murmeltier schaut irgendwie grantig aus © Ann-Kathrin Helbig
Frühjahrsputz im Murmeltierbau © Ann-Kathrin Helbig
Frühjahrsputz im Murmeltierbau © Ann-Kathrin Helbig
Was ist hier draußen los?! © Ann-Kathrin Helbig
Was ist hier draußen los?! © Ann-Kathrin Helbig

Deswegen ist es auch so wichtig, dass die Murmeltierfamilie zusammenbleibt und ihren Winterschlaf im gemeinsamen Bau verbringt. Gerade die jungen Tiere sind noch weniger Scheu und man kann wie hier an der Büchsenalm ganz nah an sie herankommen. Auch am Kärlingerhaus kann es einem passieren, dass junge Murmeltiere direkt neben dem Wanderer am Weg stehen und einen unverhohlen anschauen.

Murmeltier auch Mankei genannt © Ann-Kathrin Helbig
Murmeltier auch Mankei genannt © Ann-Kathrin Helbig
den Überblick auf der Aussichtskanzel behalten © Ann-Kathrin Helbig
den Überblick auf der Aussichtskanzel behalten © Ann-Kathrin Helbig

Tierische Grüße
eure Ann-Kathrin

Im Winter 2013 verlies ich Familie und Freunde im Südhessischen Viernheim um als Nationalparkmitarbeiterin im Berchtesgadener Land zu leben. Endlich konnte ich meinen Traum wahr werden lassen! Direkt vom Elternhaus rund 600km in die Berge ziehen, was für andere vielleicht ein gewagter Schritt wäre, war für mich das Ende der Sehnsucht. Das Berchtesgadener Land - die Sehnsucht dorthin verspürte ich permanent über Jahre. Ich hörte die Berge nach mir rufen. Bekannt ist mir das Berchtesgadener Land seit ich drei Jahre alt bin, da der beste Freund meines Opas aus Anger ist. So entstand die Verbindung. Mit 24 Jahren gab ich dem Ruf der Berge nach, Koffer gepackt und ab ins Berchtesgadener Land. Ich lebe dort wo ich früher Urlaub machte. Ein lebendiger Traum! Meine Freizeit verbringe ich fast ausschließlich in den Bergen. Nach Feierabend sich an einem sonnigen Tag einfach hinlegen - für mich unmöglich! Ob nun gemütliche Feierabend-Wanderung, Bergwanderung oder Hochtour. Je nach Zeit und Wetterlage mache ich alles. Natürlich fragt man sich mit wem ist denn das "Venema"-Mädel unterwegs? Alleine! Alleine in den Bergen unterwegs zu sein, ist im Kopf vieler zu negativ behaftet. Oft mache ich alleine die interessantesten Begegnungen. Und darum wird es auch in meinen Berichten gehen - Begegnungen am Berg. Mittlerweile bin ich auch in den Printmedien zu finden: "Das Wanderbuch bayerische Hausberge" ISBN-13: 978-3-86246-527-9 Erschienen im Bruckmann Verlag München Auch bei Lesungen der Berchtesgadener Land Autoren bin ich mit dabei. Mehr Infos: http://bgl-autoren.de/

3 Kommentare

  • Martina

    Wieder etwas neues gelernt. Unsere kleinen werden sich über diesen Besuch mit Sicherheit freuen. 🙂

    Danke für den tollen Tipp und Liebe Grüße

    Martina

  • Ulla Förster

    Ein sehr anschaulicher Bildbericht. Auch ich möchte die possierlichen Tiere beobachten und fotografieren. Werde nächsten Frühling in die Region kommen. Habe die Wanderung schon vorgemerkt.
    Vielen Dank für die Fotos und Beschreibungen.
    Liebe Grüße
    Ulla

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