Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Hochstaufen – Stadtberg mit alpinem Charakter

 von Ann-Kathrin
Das Reichenhaller Haus am Hochstaufen

Das Reichenhaller Haus am Hochstaufen

Mächtig erhebt er sich über Bad Reichenhall und zeigt sich als Tor zu den Berchtesgadener Bergen: Der Hochstaufen ist mitunter einer der „vielseitigsten“ Berge. Ob nun als normale Wanderung, anspruchsvoller Klettersteig, geheimer Steig oder alpiner Bergweg – der Hochstaufen hat für jeden was zu bieten.

Heute stelle ich euch eine meiner Lieblingsrouten auf den Hochstaufen vor. Begleitet werde ich heute von einer guten Freundin mit Ihrem Hund. Allerdings sollte diese Aufstiegsroute nur mit Hunden mit alpiner Erfahrung begangen werden (gilt auch für nicht-trittsichere Menschen). Startpunkt ist in Piding-Urwies mitten im Wald, allerdings nicht zu verfehlen da ein Hinweisschild direkt an der Landstraße zu finden ist. Dort kann man parken und dann geht es los Richtung Steiner-Alm. Die Steiner-Alm kenne ich noch gut aus Kindheitstagen. Damals als doch etwas unsportliches Stadtkind eine wirklich anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. Heute gut genug um etwas warm zu werden. Der Weg zur Steiner-Alm besteht zum Teil aus Forststraße und Waldweg. Eine stetige Steigung ist vorhanden, aber trotzdem total familiengerecht.

 Bei der Steiner Alm

Bei der Steiner Alm

An der Alm angekommen ragt markant vor uns der Hochstaufen wie eine unerklimmbare Wand. Man kann kaum erahnen oder erkennen wo dort nun ein Wanderweg entlang gehen soll. Die Steiner-Alm ist umgeben von saftigen Wiesenfeldern und schaut nach absoluter Idylle aus, der Hochstaufen der absolute Kontrast dazu. Ab hier wird der Wanderweg schmaler, wurzeliger und steiler. Wir haben heute unsere Wanderstöcke dabei. Die helfen schneller voran zu kommen. Zur aktuellen Sommersaison habe ich mir ein paar Faltstöcke gekauft. Diese sind wirklich nur zu empfehlen durch ihr geringes Gewicht und Packmaß. Perfekt für vielseitige Bergtouren.

Schnell haben wir die Waldgrenze erreicht und kommen in felsigeres Gelände. Der Weg ist schmal und ausgesetzt(er). Ab hier beginnt es mir besonders zu gefallen. Eigentlich noch nicht viele Höhenmeter gemacht und trotzdem schon kommt ein alpines Gefühl auf. Ganz klar – nicht ohne Grund ist das einer meiner liebsten Aufstiegswege auf den Hochstaufen. Zwischendurch gibt es Seilsicherungen, zwischendurch nicht. Vor allem die Stellen mit gestuftem Fels oder zum Teil mit Seil haben es mir angetan. Auch unser vierbeiniger Kollege kommt gut voran. Man sieht ihm förmlich die Freude an. Vorteil dieser Aufstiegsvariante ist auch, dass dieser Weg am Morgen/Vormittag schattseitig gelegen ist.

Fesliger Aufstieg

Fesliger Aufstieg

auffi geht's!

auffi geht’s!

Alpines Feeling vor den Toren Bad Reichenhalls

Alpines Feeling vor den Toren Bad Reichenhalls

Felsiger Aufstieg zum Gipfel

Felsiger Aufstieg zum Gipfel

Umgeben von kreisenden und kreischenden Dohlen schweift der Blick zum Nachbar Zwiesel, Staufenkar bis hinunter zum Frillensee. Im Gegensatz zum Aufstieg von Bad Reichenhall ist dieser Steig heute nicht so hoch frequentiert. Nach einigen Kehren und Steigungen erreichen wir bald das Gipfelplateau. Doch bevor wir zum Kreuz gelangen gehen wir noch durch ein tibetisches Tor. Wie jetzt?! Wie sind wir jetzt vom bayerischen Hochstaufen nach Tibet gelangt? In den Bergen ist eben alles möglich und auch Platz für alle Glaubensrichtungen und Herkunftsländer.

Tibetisches Tor vor Gipfelkreuz Hochstaufen

Tibetisches Tor vor Gipfelkreuz Hochstaufen

Gipfelkreuz Hochstaufen

Gipfelkreuz Hochstaufen

Am Gipfel angelangt ist es selten einsam. Weil der Gipfel wie ein Plateau ist gibt es aber genug Platz für alle. Von hier wird der Blick frei auf die Berchtesgadener Berge, Bad Reichenhall und unsere Labestation. Das Reichenhaller Haus wird liebevoll von Familie Frommelt geführt. Gerne kehrt man hier ein, alleine schon wegen der herzlichen Begrüßung von Christine. Das Bier schmeckt hier natürlich noch drei Mal besser als im Tal. Wodurch wir uns nicht lange am Gipfel aufhalten und direkt unsere Weißbier im Reichenhaller Haus ansteuern. Nach diversen Weißbier und Brotzeit machen wir uns so langsam auf den Rückweg. Durch das versumpfen auf der Hütte und der Sonnenterasse sind wir braun gebraten wie die Hendl – aber glücklich und zufrieden!

Den Rückweg begehen wir genauso wir unseren Aufstiegsweg.

Viel Spaß beim Nachwandern!

P.S.: Der Hochstaufen ist einer der wenigen Berge in unserem Landkreis, der lange schneefrei bleibt sowohl im Frühling als auch im Frühwinter.

Alternative Aufstiegsmöglichkeiten:

Hochstaufen von Schloss Staufeneck

Hochstaufen über Fürmannalm und Steineralm

 

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