Berge

So schaut`s aus an der Jenner Bergstation

Am Pfingstwochenende geht die neue Jennerbahn in den Vollbetrieb, das heißt sie fährt bis zur Bergstation. Auf 1.800 Metern Höhe arbeiten noch dutzende fleißige Hände, um den Innenausbau bis zum Wochenende zum großen Teil fertig zu stellen. Die Arbeiten im Außenbereich ruhen momentan noch wegen der Birkhuhn Balz, ab Mitte Juni wird dann weiter an den Außenanlagen gebaut.

Ich hatte am Dienstag die Möglichkeit, die Bergstation zu besichtigen. Jenny Rasp, bei der Jennerbahn verantwortlich für Marketing und Veranstaltungsmanagement, empfängt mich an der Talstation und begleitet mich.

Tatsächlich fahren die Gondeln schon länger bis zur Bergstation und transportieren Arbeiter und Material auf den Berg. Auch heute herrscht reger Betrieb. Als ich mit Jenny schon in der Gondel sitze räumen Mitarbeiter der Jennerbahn und des Nationalparks Berchtesgaden Material auf ein zum einem Lastenghänge umfunktioniertes Spezialfahrzeug zum Transport von Flugdrachen hinter uns. Heute wird nämlich die Nationalpark-Infostelle in der Bergstation aufgebaut.

Fast lautlos gleiten wir dann hinauf. In wenigen Minuten erreichen wir die Mittelstation, nach ein paar weiteren Minuten taucht die Bergstation vor uns auf.

Im Normalbetrieb wird die neue Jennerbahn die 1.170 Höhenmeter von der Tal- bis zur Bergstation in etwa 17 Minuten überwinden.

An der Bergstation herrscht reges Treiben. Zahlreiche Arbeiter wuseln umher, die Spannung und Aufregung der Beteiligten ist spürbar. Alle freuen sich, wenn es endlich losgeht. Wobei die Arbeiten an der Bergstation noch den ganzen Sommer dauern werden. Jenny führt mich vom Bahnsteig hinab ins Erdgeschoss.

Hier entsteht – quasi als Foyer – die Nationalpark-Infostelle. Zukünftig ist die Infostelle auch personell besetzt, dann steht ein Ranger des Nationalparks den Besuchern Rede und Antwort .

Ebenfalls auf dieser Ebene befinden sich edle Toiletten und ein Umkleideraum inklusive Dusche für Skitourengeher am Jenner.

Anschließend geht es in die Jenneralm. So heißt die Gastronomie in der Bergstation. In der Hauptstube finden 150 Personen Platz, zwei weitere Stuben bieten Platz für nochmals jeweils 50 Personen.

Highlight der Jenneralm ist aber die Terrasse. Von hier erstreckt sich der Blick vom Hagengebirge bis ins Steinerne Meer.

Ein Stockwerk höher liegt ein weiterer Raum, die sogenannte Lounge, die für besondere Anlässe genutzt werden kann. Und nochmal ein Stock drüber befindet sich das Trauungszimmer. Hier kann man zukünftig u.a. standesamtlich heiraten. Und dieses Angebot wird, wie mir Jenny erzählt, schon ordentlich nachgefragt.

Auch wenn der umgangssprachlich Piazza getaufte große Platz zwischen Seilbahn-Funktionsgebäude und Gastronomie-Gebäude noch an eine Baustelle ist, lässt die Holzverkleidung der oberen und die Naturstein Klinkerung der unteren Gebäude das endgültige Aussehen der Bergstation schon ganz gut erahnen.

Fast schon fertig präsentierte sich bei meinem Besuch der Souvenir Shop an der Ostseite der Bergstation. Hier gibt es zukünftig allerlei Andenken an die Fahrt mit der Jennerbahn.

Über dem Souvenir Shop entsteht außerdem noch eine Ausstellung des Nationalparks zum Thema Fels. Das wird aber noch dauern und am Eröffnungswochenende nicht fertig sein. Ebenso wie viele Außenbereiche sich dann noch als Baustelle präsentieren werden. Wenn Ihr in nächster Zeit mit der Bahn hochfahren und zu Fuß runter- oder weitergehen wollt, gibt es nur den Blitzweg: Das ist der kurvenreiche Weg, der von der Bergstation hinunter zum Sulzbergkaser auf der Königsbergalm führt. Die weiteren Wege sind noch nicht begehbar.

Bitte beachtet, dass immer noch zahlreiche Schneefelder die Wege stellenweise bedecken. So auch am Blitzweg und am Weg zum Jenner-Gipfel. Informiert Euch bei der Planung einer Wanderung beim Nationalpark Berchtesgaden, den örtlichen Tourist-Infos oder bei der Alpinen Auskunft. Den aktuellen Wegezustandsbericht des Nationalparks gibt’s übrigens auch online. Gutes und festes Schuhwerk ist bei einem Besuch des Jenners unerlässlich.

Am kommenden Wochenende feiert die Jennerbahn die Eröffnung der Bergstation. Am Samstag und Sonntag gibt es spezielle Angebote:

  • Erwachsene zahlen für die Berg- und Talfahrt nur 10 Euro
  • Kinder und Jugendlich bis 17 Jahre fahren gratis
  • Ein Rahmen Programm vom Tal bis zum Berg sorgt für Unterhaltung für Groß und klein

Also kommt vorbei und schaut Euch die neue Bergstation der Jennerbahn an. Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

3 Kommentare

  • Claudia Swiderski

    Hallo liebe Berchtesgadener.
    Meine Familie und ich machen schon über 25 Jahre in dieser wunderbaren Umgebung Urlaub. Wir freuen uns schon sehr die ganze Strecke bis zur Bergstation zu fahren. Aber mal ganz ehrlich die Preise sind schon echt hoch. Es ist ja toll, dass am Pfingstwochenende günstige Preise die Leute locken. Aber was ist mit denen, die nicht die Möglichkeit haben mal eben kurz die weite Strecke zurückzulegen. Bin wirklich traurig, dass den Urlaubern nicht mal mit Kurkarte Vergünstigungen eingeräumt werden. Vor allem Behinderten mit B für Begleitung. Pfiat di bis nächstes Jahr

  • Manfred G.

    ….ich bin öfters am Königssee und Schönau, …zuletzt Anfangs Mai…
    hat halt’s Wetter her gepaßt , …geschneit und nasskalt, …der Jenner im Nebel !!!
    ….alternativ in Berchtesgaden im „“Haus der Berge““, ganz toll….
    …ein weiterer Trip war Salzburg mit Festung …auch gut…
    …freue mich auf die neue Seilbahn zur „Halbzeit“, …. vielleicht Schifoahrn oder ganz aufi‘ ….
    ….ist halt auch ein bisserl „Heimat“, danke..

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