Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Schönau a. Königssee

Historisches Holztriftfest am 9. September

 von Sarita
Holztrift

Holztrift

40 Jahre Nationalpark Berchtesgaden und Gemeinde Schönau am Königssee:

Im Jahr 2018 feiern der Nationalpark Berchtesgaden und die Gemeinde Schönau a. Königssee ihr 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass leben alte Traditionen wieder auf: Am Sonntag, 9. September, findet am Königssee das historische Triftfest statt. Bei der Trift werden Baumstämme auf dem Wasserweg transportiert – so, wie es am Königssee nachweislich erstmals im Jahr 1602 stattfand. Über 370 Jahre lang bis zum Jahr 1970 wurde am Königssee Holz über die Ache zu den Lagerplätzen transportiert. Beim historischen Triftfest werden insgesamt rund 50 Festmeter Holz in vier Meter langen Stämmen von der Seeklause am Königssee rund 500 Meter weit über die Triftrinne zum Triftplatz am Königsseer Fußweg transportiert.

Die Trift findet jeweils um 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr statt und dauert pro Vorgang rund 20 Minuten. Das Fest wird vom Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber um 11:00 Uhr am Triftplatz mit einem Fassanstich offiziell eröffnet. Einheimische und Gäste sind herzlich eingeladen, für Musik und Verpflegung ist gesorgt.

Der Eintritt ist frei. Parken ist am Parkplatz Königssee möglich.

Bergbauernmilch hilft bei Wassermangel am Stahlhaus

 von Sepp
Bergabauernmilch Tankwagen am Jenner Speicherteich

Bergabauernmilch Tankwagen am Jenner Speicherteich

Wassertransport mit Milchlaster und Unimog

Die sommerlich-heißen Temperaturen der letzten Wochen sorgten auch am Carl von Stahl Haus am Torrener Joch auf über 1.700 Höhenmeter für Wassermangel. Während das Wasser im Normalfall als Regen von oben kommt, gesammelt und aufbereitet wird, fand es angesichts der langen Trockenperiode einen neuen Weg: 6.300 Liter Trinkwasser wurden mit einem Milchtankwagen der Bergbauernmilch und einem Unimog der Zimmerei Aschauer auf die Alpenvereinshütte der Sektion Salzburg transportiert.

Das Trinkwasser der Gemeinde Schönau a. Königssee wurde mit dem Milchtankwagen der Molkerei Berchtesgadener Land vorbei am Jenner Speicherteich hinauf zur Königsbachalm auf 1.190 Höhenmeter transportiert.

Der Milchlaster auf dem Weg zur Königsbachalm

Der Milchlaster auf dem Weg zur Königsbachalm

An der Königsbachalm wurde das Wasser in Behälter umgefüllt und die letzten gut 500 Höhenmeter mit einem geländegängigen Unimog der Zimmerei Aschauer aus Schönau a. Königssee zum Carl-von-Stahl-Haus befördert.weiterlesen

Meine erste Fahrt mit der neuen Jennerbahn

 von Sepp
Ich schwebe über den Specihersee

Meine erste Fahrt mit der neuen Jennerbahn

Seit etwa drei Wochen fährt die neue Jennerbahn bis zur Mittelstation. Ich bin heute zum ersten Mal mit der neuen Bahn gefahren.

Es ist acht Uhr, als ich an der Talstation der Jennerbahn ankomme. Eine Treppe weist mir den Weg von der unteren Ebene, wo Intersport Renoth residiert, nach oben.

Herzlich Willkommen an der neuen Jennerbahn

Herzlich Willkommen an der neuen Jennerbahn

Hier befinden sich die Kassen. Hinter der Scheibe begrüßt mich ein lächelnder Bekannter: Guido hat heute Kassendienst. Da so früh noch nicht allzu viel los ist, bleibt genug Zeit für ein Schwätzchen. Voller Freude erzählt mir Guido von der neuen Bahn und wie sehr sich die Arbeiter freuen, dass nach der langen Bauphase die Bahn – zumindest im Teilbetrieb bis zur Mittelstation – wieder fährt.

An der Kasse der Jennerbahn

An der Kasse der Jennerbahn

Im Inneren der Talstation wecken nostalgische Bilder und eine Gondel der alten Jennerbahn Erinnerungen. Unzählige Male bin ich mit den kleinen und engen Gondeln gefahren, zum Skifahren im Winter oder auch zum Arbeiten. Noch als Schüler war ich mehrmals als Aushilfskraft bei der Jennerbahn beschäftigt. Schöne Zeiten…

Erinnerung an die alte Jennerbahn

Erinnerung an die alte Jennerbahn

Die Ruhe in der Talstation erstaunt mich: Während in den alten Stationsgebäuden ein ständiger Lärmpegel herrschte, der Unterhaltungen in normaler Lautstärke unmöglich machte, verursacht die neue Bahn nur ganz leise Hintergrundgeräusche. Die Gondeln laufen fast lautlos über Rollen und Schienen. Die Arbeiter der Jennerbahn genießen diesen Komfortgewinn sichtlich. Begeistert erzählt mir der Schaffner im Tal von den Vorzügen der neuen Bahn. Beim Betreten der Gondel fällt mir sofort der absolut ebene Einstieg auf: Vom Bahnsteig zur Kabine besteht überhaupt kein Niveau Unterschied!

Vollkommen eben ist der Einstieg in die Gondeln

Vollkommen eben ist der Einstieg in die Gondeln

Und dann geht es los: Sanft, aber schnell saust die Gondel aus der Station. Auch in der Gondel ist es extrem leise. Und geräumig! Kein Vergleich zu den beengten Verhältnissen in den alten Gondeln. Überhaupt wirken die Gondeln extrem edel: Ich weiß nicht, wie strapazierfähig und schmutzabweisend der weiße Bezug der Sitzbank ist, aber er sorgt für ein sehr nobles Ambiente.weiterlesen

Heute schreiben wir den 14. Februar. Besser bekannt als Valentinstag. Tag der Liebenden – oder doch eher ein kommerzieller Tag?!

Liebe findet meines Erachtens jeden Tag statt. In Blicken, Begegnungen, Gesprächen mit unseren Mitmenschen. Dennoch möchte ich den heutigen Tag nutzen, um meiner Liebe zu einem speziellen Thema Raum zu geben: Dem Watzmann.

Der Watzmann im Winterkleid

Wusste ich bis vor über zwei Jahren nicht, um welchen Berg es sich da genau handelt, der sich vor meinen Augen präsentierte – kann ich mir nun einen Alltag ohne den Ausblick auf dieses Weltwunder nicht mehr vorstellen.

Mit einer sagenumwobenen Höhe von 2.713 Metern ist er der zweithöchste Berg Deutschlands. Für uns Einheimische steht außer Frage, dass er gleichwohl der schönste Berg Deutschlands ist!weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Schrainbach-Wasserfall am Königssee

 von Rosi
der Schrainbachfall am Königssee

der Schrainbachfall am Königssee

Der Schrainbach-Wasserfall am Königsee

Eine leichte Wanderung führt von der Halbinsel Hirschau mit der so berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Königssee in rund einer halben Stunde nach hinten zum wildromantischen Schrainbachfall, dessen Wasser sich teils senkrecht in den Königssee ergießt.

der Schrainbachfall am Königssee

der Schrainbach-Wasserfall am Königssee

Die Wanderung führt auf sehr gut begehbarem Weg zuerst flach am See entlang, bis sie dann in ein paar Serpentinen hinaufführt zu den „wilden Wassern“ des Schrainbaches.

Der Königsee mit Bartholomä und Watzmann

Der Königssee mit der Kirche St. Bartholomä auf der Halbinsel Hirschau und im Hintergrund der Watzmannostwand

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Almer Wallfahrt Teil 1 – der Sonne entgegen

 von Ann-Kathrin
Landschaftswechsel ins Funtenseegebiet

Die Almer Wallfahrt auf dem Weg zum Funtensee

Es ist drei Uhr morgens, es ist kühl und es herrscht Trubel am Königssee wie Mittags an einem warmen Sommertag. Busse kommen und gehen, Menschen stürmen dorthin, wenig Rücksicht wird genommen, jeder will einen Platz im Bus ergattern. Ja, ich bin richtig! Heute startet die Almer Wallfahrt und um drei Uhr morgens fahren Zubringerbusse für 12 € nach Maria Alm. Toll, das so etwas angeboten wird! Um viertel nach drei sitze ich dann auch endlich in einem der Busse und es wird über das Wachterl bei Ramsau nach Maria Alm gefahren. Die Fahrt dauert fast eineinhalb Stunden. Ein Bus ist eben auch kein Schnellzug. Im Bus sitzen Pilger, die alleine unterwegs sind, aber auch viele Paare und Gruppen. Ein Gruppe junger Männer ist auch dabei, welche aber wohl die Almer Wallfahrt mit dem Partybus nach Mallorca verwechselten. Neben mich setzt sich ein Mann mittleren Alters. Er erählt mir, dass er sich spontan mit seiner Ehefrau für die Almer Wallfahrt entschied. Trotz, dass er gerne in den Bergen ist, ist das die erste Bergtour in diesem Jahr. Gesprächig bin ich selbst an diesem Morgen nicht, denn ich bin unheimlich übermüdet und es könnte jederzeit sein, dass mir die Augen zufallen.

Endlich kommen wir in Maria Alm an. Viel sehe ich nicht von dem Ort, denn es ist noch zappenduster. An einem Hotelparkplatz werden wir rausgelassen und müssen uns nun anstellen für eine Kasse bei der man Tickets für die Schifffahrt und das Zubringertaxi zum Startplatz bekommt. Da ich nicht besonders groß gewachsen bin, kann ich leider nicht überblicken wie lange die Schlange ist. Wie sich dann hinterher herausstellt, habe ich mehr als eine Stunde für die Tickets angestanden. Schon während des Wartens überfiel mich wieder die Müdigkeit. Auch wenn die Kälte um meine Beine das Beste tat mich wach zu halten. Nur stehen und keine Bewegung lässt den Kreislauf in die Tiefe sinken. Kurzzeitig überlegte ich sogar zurück zu den Berchtesgadener Bussen zu laufen und zu fragen, ob sie mich mitnehmen. Aber jetzt stehe ich so mittendrin in der Schlange, sodass es kein zurück mehr gibt für mich.

Ich schaue zum Himmel hinauf und erkenne auch sogar ein bisschen die Umrisse der Berge. Das steinerne Meer – so nah und doch so fern. Und siehe da! Lichter am Berg. Die anstehende Menge vermutet dort Pilger im Aufstieg zum Riemannhaus. Faszinierend und beeindruckend schaut das aus.
Ich persönlich kenne die Wegstrecke von Maria Alm zum Riemannhaus noch nicht. Während der Wegverlauf vom Riemannhaus durch das atemberaubende Karstplateau des steinernen Meeres zum Kärlingerhaus und St. Bartholomä mir sehr wohl gut bekannt ist. Wie der Aufstieg zum Riemannhaus sein wird, bleibt dann eine Überraschung für mich.

Endlich ist es soweit, ich komme an der Kasse an und kann mir meine Tickets kaufen. Schnell rein in die Zubringertaxen und los gehts im Dunkeln durch das nirgendwo. Ich muss sagen, dass ich mich zwar geschichtlich über die Almer Wallfahrt informierte, aber nicht über den tatsächlichen Ablauf beziehungsweise die Organisation. Mittlerweile bin ich so müde, dass ich insgeheim hoffe, dass das Taxi mich direkt zum Riemannhaus bringt. Man könnte schon fast annehmen, das Anstehen, Bus und Taxi fahren ist schon Buße tun und wallfahren.

Endlich! Endlich angekommen in „Sandten“. Sowas wie ein Wanderparkplatz. Endlich sieht man die steile Wand vor einem, einen Teil der Materialseilbahnstütze und den Sommerstein, auch Eule genannt. Ihr werdet anhand der Fotos schon erkennen, warum der Sommerstein auch Eule genannt wird. Ich schaue mir eines der Wegeschilder an. Zeitangabe drei Stunden – das geht ja noch. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich gerade blau und schwarz verwechsle, aber das schaut so aus als hätte der Aufstiegsweg eine schwarze Markierung. Schwarze Markierungen kenne ich in den Berchtesgadener Bergen nur von luftigen Klettersteigen. Mit Müdigkeit verliert man an Konzentration und so hoffe ich im ersten Moment, dass ich blau und schwarz verwechselte. Nächstes Wegeschild – wieder schwarz. Also gut, da muss ich durch, andere sind auch müde. Ein paar Pilger eilen an mir vorbei. Schaut so als hätten sie das Ganze mit einer Sportveranstaltung verwechselt. Was soll’s! Auf der Forststraße laufe ich mein eigenes Tempo. Mittlerweile ist es schon hell und es dauerte fast drei Stunden bis ich wirklich aufsteigen konnte. Das wird knapp mit der Bergmesse um 8 Uhr am Riemannhaus.

Ständig schaue ich mir die Wand vor mir an und versuche den Wegverlauf zu finden. Und endlich sehe ich was, bunte Punkte in der Wand. Aha da geht’s also entlang.

Bald findet die sich in Kehren windende Forstraße ein Ende und es wird zu einem Pfad. Aber nicht lange. Der mit der schwarzen Markierung versprochene Steig beginnt und ich bin echt überrascht! So einen freundlich (!!!) hergerichteten Steig habe ich noch nie gesehen. Durchgehend seilgesichert, kaum lockere oder lose Steine. So leicht wie mir fällt der Steig nicht jedem, so stehe ich nun im Stau. Stau wie bei der Münchner Ostumfahrung. Mir macht das nichts, ich habe den ganzen Tag Zeit und so nutze ich das Stehen für das Fotografieren und Landschaft genießen.

Aufstieg Riemannhaus

Aufstieg Riemannhaus

Aufstieg Riemannhaus

Aufstieg Riemannhaus

Auf einmal geht es flott weiter. Was ist denn nun passiert?! In schnellen Schritten geht es hinauf. Zwischendurch ärgerne ich mich über meine Stöcke, die wären nicht von Nöten gewesen. Wichtiger ist hier der Einsatz der Hände. Heute bin ich nur mit einem Laufrucksack unterwegs. Diese sind kompakt und nah am Körper und belasten kaum meinen Rücken.weiterlesen

Hüttenportrait Watzmannhaus 1930 m

 von Ann-Kathrin
Panorama Watzmannhaus 'über den Wolken'

Panorama Watzmannhaus ‚über den Wolken‘

Das Watzmannhaus ist wohl eine der bekanntesten Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen, nicht nur wegen des berühmten Namensgebers, sondern auch wegen der 128 Jahre Geschichte, die diese Berghütte prägten.

imposante Größe: das Watzmannhaus

imposante Größe: das Watzmannhaus

Blick zum Watzmannhaus

Blick zum Watzmannhaus

Zu damaligen Zeiten war die Ansicht der Alpinisten, dass ein gestandener Bergsteiger keine Hütte brauch(t)e. Die ambitionierten vollbrachten die Watzmannüberschreitung in einem Tag. Weniger ambitionierte verbrachten die Nacht in der Guglalm. Urig und fast schon romantisch wurde in dieser einfachen Berghütte die Nacht verbracht. Doch auch der zu jener Zeit herrschende Erschließungswahn machte vor König Watzmann nicht Halt. Schon damals war der imposante Gebirgsstock bei Urlaubs-Ggästen beliebt. Also musste eine Unterkunft mit Bewirtung her. So wurde im Sommer 1886 ein geeigneter Platz ermittelt. Man kam zu dem Ergebnis, dass der Falzköpfl, ein freistehender Felsriegel an der Nordwestseite des großen Watzmanns sich hervorragend für den Bau einer Berghütte eignete.
Die Alpenvereinssektion München sprang finanziell ein, als der Sektion Berchtesgaden die Gelder nicht ausreichten für den Bau des Hauses. Im Juli 1887 war es dann endlich soweit, der Bau des Watzmannhaus begann. Es sollte die erste gemauerte Berghütte werden und so wurde nach Akkordarbeit am 5. August 1888 die feierliche Eröffnung vollzogen. Vorläufig sollten 25 Personen dort Platz für eine Übernachtung haben.weiterlesen

Sommergefühle im Wimbachgries im April

 von Ann-Kathrin
am Talschluss des Wimbachgries

am Talschluss des Wimbachgries

Nun werden sich einige fragen, die schon durch die angehängten Fotos gescrollt sind was das mit Sommergefühlen zu tun hat. Zwar liegt an einigen Stellen noch ordentlich was an Schnee – was die Skitourengeher freut – aber die Luft erwärmt sich schon so stark, dass Wanderungen in Sommerkleidung möglich sind. Die Sonne hat schon richtig an Kraft gewonnen. Fast jeder, der hier den Winter miterlebte freut sich über die Wärme, die sich nun einstellte.

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

eure Ann-Kathrin im Wimbachgries

Als Autofahrverweigerin starte ich meinen heutigen Wandertag in Schönau am Königssee. Von der Oberschönau beim Kramerlehen in Richtung Hammerstiel gibt es einen Weg der zur Wimbachbrücke nach Ramsau führt. Diesen fahre ich mit dem Fahrrad entlang. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Hightech Fahrrad besitze, was auch für den Weg nach Ramsau gar nicht von Nöten ist. Ich fahre ein älteres „Klapperrad“. Liebevoll nenne ich das Fahrrad so, dass ich von einer guten Freundin zur Nutzung bekommen habe, da es einfach unheimlich klappert, wenn man damit über Kopfsteinpflaster fährt. Rund eine halbe Stunde dauert es bis ich von daheim bis nach Ramsau geradelt bin. Es sind ein paar Steigungen zu überwinden. Eine davon hat 20%, das lässt gefühlt die Waden explodieren. Aber danach geht es viel bergab, das tut natürlich gut und macht echt Spaß. Definitv besser als Auto oder Bus fahren! Mein Fahrrad schließe ich am Fahrradständer bei der Nationalpark-Informationsstelle ab. Leider gibt es im Berchtesgadener Talkessel einen Nachholbedarf in Sachen Fahrradständer – vor allem im Berchtesgadener Ortskern.

Nun geht es ein letztes Stück zu Fuß bergan Richtung Wimbachklamm, die zu dem Zeitpunkt noch geschlossen hatte. Auch Wimbach’s Wollstadel der Familie Aschauer war noch geschlossen. In der Morgensonne geht es vorbei am Wimbachschloss und ziemlich zügig Richtung Wimbachgrieshütte. Es fühlt sich einfach super an auf schneefreiem Boden zu laufen und die warme Sonne auf der nackten Haut zu spüren. Das lädt definitv die Batterien auf. Beim Blick zum Aufstieg zur Hochalmscharte wird mir ein lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Diese Seite ist komplett schneefrei und lädt zur baldigen Überschreitung ein.

Imposant - Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Imposant – Loferer Seilergraben (hinter der gezackten Wand)

Vor mir leuchten noch schneebedeckte Berge in der Sonne. Trotz, dass Wochenende ist sind nicht viele unterwegs. Entgegen ist mir noch niemand gekommen, fühle mich wie der einzigste Mensch im Wimbachgries. Übrigens ist das Wimbachgries der längste Schuttstrom der Nordalpen. Man sagt auch „Panta Rhei“, alles fließt. Das Wimbachgries ist das Paralelltal zum Königssee. Die Felswände um den Königssee konnten sich einfach besser gegen Erosion durchsetzen. Eine Wanderung ins Wimbachgries sowohl zum Wimbachschloss oder zur Wimbachgrieshütte lohnt sich zu jeder Wetterlage.

Schon bald habe ich die Wimbachgrieshütte erreicht. Gemütliche Wanderer sollten mit drei Stunden bis zur Wimbachgrieshütte rechnen. Sportlichere Geher schaffen es bis dorthin in eineinhalb bis zwei Stunden und eignet sich auch als Vormittagstour.weiterlesen

Ice, ice Baby…

 von Ann-Kathrin

Zur Info: Dieser Bericht stammt aus dem Herbst des letzten Jahres

 

Heute hatte ich das Vergnügen einen befreundeten Nationalpark-Ranger bei seinem St. Bartholomä Dienst zu begleiten. Bei einem Nationalpark-Ranger handelt es sich nicht um einen klassischen Waldarbeiter oder um einen Job, der nur im Freien stattfindet. Klar, handwerkliche Arbeit wird auch gefordert – so wie heute, in der geschlossenen Informationsstelle auf St. Bartholomä müssen ein paar Reparaturen vorgenommen werden. Mein bayrischer Ersatz-Papa Nationalpark-Ranger ist einer der am längsten im Nationalpark-Dienst tätigen. Nationalpark-Dienst beinhaltet Informationsstellen-Dienst, Fachführungen, Umweltbildungsarbeit und auch klassische Büroarbeit.

 

Für einen Arbeitstag auf St. Bartholomä hätte man sich keinen schöneren Tag wünschen können. Strahlender Sonnenschein und die Sonne gibt tatsächlich ein bisschen Wärme ab. Bei der Überfahrt mit den Elektrobooten der Schifffahrt bieten sich stimmungsvolle Aussichten. Ein leichter Nebelschleier umschmeichelt die Halbinsel St. Bartholomä. Die steilen Flanken des Watzmannstockes und des steinernen Meeres ragen spitz hervor.

stimmungsvolle Überfahrt übder den Königssee nach St. Bartholomä

stimmungsvolle Überfahrt

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Das Skilanglaufen ist der Anka's Sucht

 von Ann-Kathrin

Ja, ich gebe es zu: ich bin einfach vollkommen empfänglich für Süchte. Glücklicherweise nicht für die, die Leben zerstören. Bei mir ist das Berggehen auch eine Art Sucht, vor allem im Sommer und Herbst ist an Schlaf kaum zu denken, wenn da draußen vor die Haustüre diese Berge stehen. Das ist für mich Lebensqualität! Es gibt mir ein unheimliches Glücksgefühl!

 

Mittlerweile lebe ich ein Jahr und ein paar zerquetschte Monate im Berchtesgadener Talkessel. Das Berggehen lag mir schon seit Kindesbeinen durch meine Familie im Blut, nur eines war vollkommen neu für mich nach meinem Umzug: WINTER! Den gab es in meiner alten Heimat kaum noch. Ich kann mich noch nicht einmal erinnern wann das letzte Mal ein paar Zentimeter Schnee dort lagen. Dementsprechend war Wintersport nie ein Thema. Da wir alle in der Familie eher Freunde der Wärme sind, kamen auch Wintersporturlaube nie in Frage. So, und nun lebe ich Mitten in den Bergen und es ist Winter. Irgendwas muss man ja tun. Dementsprechend habe ich schnell angefangen viel auf Schneeschuhen in meinem ersten Winter unterwegs zu sein. Allerdings sollte man sich für das Erlebnis Schneeschuhwandern einen ganzen Tag Zeit nehmen (siehe: http://blog.berchtesgadener-land.com/2015/02/22/schneeschuh-trekking-stahlhaus/). Somit ist Schneeschuhwandern nicht unbedingt in den Arbeitsalltag miteinbaubar.

 

Also musste ich mir etwas anderes überlegen. Ein zusätzliches Hobby suchen. Nur eines sollte es nicht sein: kostspielig. Viele von euch werden wissen, wie teuer die Erstanschaffung einer Skiausrüstung und erst recht wie teuer eine Skitourengeherausrüstung beim Neuerwerb ist. Also fällt das schon einmal flach. Dann musste ich daran denken, wie all diese Skilangläufer bei mir in der Schönau ihre Kreise ziehen und wie elegant das Ganze aussieht und es liegt quasi vor der Haustüre. Mein Interesse war definitiv geweckt. Bevor ich mich mit dem Thema Wintersport befasste, dachte ich es gäbe nur eine Sorte Ski und mit der kann man alles machen, wie zum Beispiel Langlauf und Skitouren. Weit gefehlt! Es gibt für jede verschiedene Bewegungs-/Gleitart einen speziellen Ski. Also habe ich mich erst einmal informiert bei einer Bekannten, wie schwer Skilanglaufen denn sei. Das sei einfach zu lernen, meinte sie. Schritt zwei folge zugleich indem ich mich nach einer Ausrüstung umschaute. Und habe dabei definitv ein Schnäppchen gemacht. Ich habe eine komplette Skilanglaufausrüstung für 140 € bekommen. Zudem entschied ich mich für den klassischen Laufstil. Da es ja mein neues Hobby werden soll, möchte ich lange davon zehren, dementsprechend möchte ich mir das Ganze selbst beibringen (bitte nicht nachmachen: eure Leisten werden es euch danken!).

 

Ganz früh morgens war es dann soweit. Das erste Mal auf Brettern, die gleiten können. Eine vollkommen neue und fremde Bewegungsart. Der erste Schritt ist getan, ich kann darauf stehen ohne umzufallen oder auszurutschen. Im Internet habe ich mir zuvor diverse „Tutorials“ angeschaut. Dann mal los! Da ich das Thema „Schwierigkeitsunterschiede“ ausversehen ignorierte, war meine erste Loipe eine mittelschwere Loipe. So stehe ich auf meinen Ski und fange an zu fahren. Und es klappt!  Es macht Spaß – eine ganz neue Bewegung!

 

Da die Sicht schlecht war, habe ich ausversehen und glücklicherweise bei meinen ersten Langlaufschritten das Gefälle hinunter zu fahren auser Acht gelassen.

Auf der Loipe Watzmann Schönau

Auf der Loipe Watzmann Schönau

Am nächten Morgen als ich wieder auf eben dieser Loipe stand bei klarer Sicht, ging es dann für mich das Gefälle hinunter. Drei mal leicht kurvig gehts in einem Zug runter. Davor stand ich gerade, nicht ganz sicher ob ich es wagen soll. Aber was soll schon passieren, denke ich naiv.

morgens auf der Langlaufloipe 'Watzmann' in Schönau

morgens auf der Langlaufloipe 'Watzmann' in Schönau

Erstes Gefälle: die linke Spur ist weg, Gleichgewicht verloren und batsch auf den Hintern! Zweites Gefälle: ich werde super schnell und die Ski werden schon richtig laut, vor Schock verliere ich das Gleichgewicht, wieder Hinternlandung! Drittes Gefälle: soll ich mir das noch geben?! Ich überlege, mache es, da die letzten beiden Stürze gar nicht so schlimm waren und sause hinunter ohne Sturz. Diese Liason meines Gesäßes mit der Loipe wurde dann belohnt mit einem starken Ziehen bei beiden Leisten. Allerdings nahm mir das Fallen ein bisschen die Angst und die Tage danach bin ich auf eine leichte Loipe gewechselt.

 

Mittlerweile bin ich in meiner dritten Skilanglaufwoche und ich kann kaum an etwas anderes denken. Ich liebe dieses Gleitgefühl, der ganze Körper kommt in Bewegung und es macht bessere Laune. Jeden Morgen gehe ich in der Schönau für mindestens eine Stunde Skilanglaufen. Wenn es mal nicht klappte, war es kein guter Tag. Leider ist in den letzten Tagen des öfteren der Regen in den Talkessel gekommen, wodurch meine geliebte Loipe so langsam vor sich hin vegetiert. Heute fuhr ich schon fast nur auf Grasbüscheln. Dementsprechend schaue ich mich nach einer Alternative um. Hier am Hochschwarzeck, Scharitzkehl, Scheffau und in der Oberau gibt es sogenannte Höhenloipen bei denen der Schnee einfach länger lieben bleibt und die Qualität des Schnees besser ist. In der Oberau hat man einfach ein tolles Watzmannpanorama und auf Scharitzkehl beeindruckt die hohe Göllwand. Beide haben auch Anfängerloipen und auch Skating ist dort möglich.weiterlesen