Ausflugstipps

Endlich Sommer, endlich Aschi

Karibik?

Botanischer Garten?

Spielhölle?

Nein, das ist unser Aschi

Das Naturbad Aschauerweiher in Bischofswiesen ist in den letzten Tagen wieder DER Anziehungspunkt für Familien, Genussschwimmer und Sonnenbader. Ich stehe am liebsten pünktlich um 9 Uhr vor der Badpforte, um das kühle Wasser fast für mich allein zu haben. Dann lässt es sich völlig ungestört Bahnen ziehen, nur ab und zu schwebt ein Kopf mit grauem Haar vorbei. (Meines beginnt sich zügig anzupassen.)

Für Springfreudige ist jetzt noch Gelegenheit und ausreichend Platz, vom Beckenrand zu hechten und Salti zu üben.

Nur wenig später sind auch alle anderen ausgeschlafen, haben ihre Handtücher ausgepackt und waten mit Luftmatratzen und Schwimmpferdchen ins Wasserbecken. Dann wird es so turbulent, wie es in einem richtigen Freibad sein soll.

Keine Sorge, wirklich eng wird es im „Aschi“ nie. Holzterrassen, Liegewiesen und sogar ein kleiner Wald bieten für alle ein schönes Plätzchen zum Ausbreiten und im Becken kommt man sich bei 4.200m² Wasserfläche nicht ernsthaft in die Quere.

Quirlige Kinder plantschen im flachen Bereich, schwimmen rüber zur mit großen Steinen gestalteten Insel, rutschen juchzend ins grüne Nass oder springen vom 2-Meter-Turm. Die Allerkleinsten treffen sich beim Piratenschiff.

Der Aschauerweiher wurde bereits 1880 zum Freibad. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es neben dem eingefassten Naturteich noch ein klassisches Schwimmerbecken gab. Anfang des Jahrtausends aber wurde das Bad komplett neu konzipiert, im Mai 2004 konnte dann Deutschlands größtes Naturbad eröffnet werden.

Das natürliche Wasser wird seitdem in nicht zugänglichen Regenerationsbereichen allein durch Pflanzen gereinigt, ganz ohne Zusatz von Chemikalien.

Über der Wasserfläche spielen Libellen und herrliche Seerosen breiten ihre weißen und pinkfarbenen Blüten aus. Nur ein unentdeckter Bergsee könnte idyllischer sein.

Ich persönlich mag dieses grüne Wasser, da darf auch ruhig mal ein Blatt auf der Oberfläche tänzeln oder der Beckenboden im Spätsommer leicht glitschig sein. Wer dagegen durch und durch ungetrübtes Wasser vorzieht, dem empfehle ich in Schönau a. Königssee das Schornbad oder das kleine Marktschellenberger Freibad. Für alle drei Bäder gelten aktuell beschränkte Kapazitäten, sind diese erschöpft, müssen Besucher mit Wartezeiten rechnen.

Noch ein Tipp: Ab und zu sollte man unbedingt – entgegen der optimalen Wasserlage – den Kopf heben, um die erhabenen Gipfel von Göll und Watzmann zu bewundern! Dieses Panorama bekommt man wirklich nur hier in Bischofswiesen.

Und jetzt nichts wie rein ins Wasser. Eure Ursula

Teil 2 beim Jobsharing der Pressestelle. Ich verstehe mich als berchtesgadnerische Königsseerin – oder umgekehrt. Im Berchtesgadener Land entdecke ich immer wieder Neues oder genieße Altbekanntes. Egal ob in einer zünftigen Wirtschaft, oben am Berg, an einem eiskalten Gebirgsbacherl oder bei kulturellen Experimenten. Und alles, was ich kenne und schätze, das vermittle ich mit Enthusiasmus an Journalisten und andere, die es hören oder lesen wollen. Bis auf ein paar wenige echte Geheimtipps :)

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