Berge

Reichenhaller Gebirgsjäger als Ersthelfer

Ein Soldat und ein ehemaliger Angehöriger des Gebirgsjägerbataillon 231 bewiesen kühlen Kopf und Hilfsbereitschaft. Am Mittag des 6. Oktober leisteten sie Erste Hilfe, nachdem sie den Absturz eines Gleitschirm-Piloten beobachteten.

Nach Angabe der Bergwacht stürzte ein 33-jähriger Gleitschirm-Pilot beim Start vom Mittelstaufen aus rund 30 Höhenmeter ab. In diesem Moment sind der Oberstabsgefreite Justin Dietzinger aus der 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 und ein ehemaliger Angehöriger des Verbandes auf dem Weg zum Gipfel des Hochstaufen, dem Hausberg der Reichenhaller Jager. Sie beobachten den Absturz, begeben sich schnellstmöglich zur Unfallstelle und versorgen den schwerverletzten Abgestürzten.

Der Oberstabsgefreite des Aufklärungszuges und der ehemalige Mannschaftssoldat des Hochgebirgsjägerzuges, jetzt Student an der Universität der Bundeswehr in München, erkennen die Notlage sofort und wissen, dass jede Sekunde zählt. Als ausgebildete Gebirgssoldaten sind sie sich der Gefahren beim Retten des Verunglückten bewusst. Nachdem sie im weglosen Gelände beim Verunfallten angekommen sind, überprüfen sie nach erlernten Schemata die Vitalfunktionen und stellen fest, dass der Patient zwar ansprechbar ist, aber schnellstmöglich Hilfe braucht. Daraufhin transportieren sie den abgestürzten Gleitschirmflieger auf einen befestigten Wanderweg, wo ein zufällig vorbeiwandernder Arzt bei der Erstversorgung unterstützt.

Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ kann trotz zunächst umherziehender Nebelschwaden ihre Notärztin im Schwebeflug an der Einsatzstelle aussteigen lassen und bringt dann zwei Reichenhaller Bergretter von der Hochstaufen-Kaserne mit weiterer Ausrüstung zum Patienten. Während die Retter den Einheimischen versorgen, wartete der Heli am Zwischenlandeplatz auf der Bartlmahd.

Rettungshubschrauber Christoph 14 am Staufen © BRK BGL

Die Soldaten unterstützen die Bergwacht und helfen beim Verladen des Patienten in den Rettungshubschrauber. Für den 33-jährigen Gleitschirmpiloten ging‘s dann im Heli direkt weiter zum Klinikum Traunstein.

Den Ermittlungen der Reichenhaller Polizei zufolge dürfte ein Flugfehler Ursache für den Gleitschirm-Unfall sein: Der Gleitschirm-Pilot war bei guten Flugbedingungen vom Mittelstaufen aus gestartet und dann eine Rechtskurve geflogen. Dabei begann die rechte Seite des Schirms einzuklappen, es gelang dem 33-Jährigen nicht den Schirm wieder zu öffnen, weshalb er letztlich in einer Schotterrinne südlich des Mittelstaufens abstürzte.

Die Bergretter der Bundeswehr

Die Gebirgsjäger der Bundeswehr sind ausgebildete Gebirgsrettungssoldaten: Am Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf in Mittenwald lernen die Gebirgsjäger, im schwierigen Gelände und unter besonderen Umweltbedingungen, behelfsmäßig Erste Hilfe am Berg zu leisten. Durch das hohe Niveau dieser Ausbildung meisterte der Oberstabsgefreite Dietzinger die Situation souverän und sicher, sodass der Verunfallte die bestmögliche Hilfe erhielt.

Der Oberstabsgefreite Justin Dietzinger des Gebirgsjägerbataillons 231

Für seinen vorbildlichen Einsatz wurde der Soldat durch seinen Vorgesetzten mit einer förmlichen Anerkennung ausgezeichnet.

Mein Name ist Sepp Wurm und ich bin seit Sommer 2010 bei der Berchtesgadener Land Tourismus. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um das BerchtesgadenerLandBlog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgadener Land spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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