Das Kurmittelhaus der Moderne in Bad Reichenhall
Alpenstadt

Kurmittelhaus der Moderne – eine Oase der Regeneration

Drei Wochen führte mein Weg jeden Tag über den Hallthurm hinüber in die Alpenstadt Bad Reichenhall. Und hinein ins Kurmittelhaus der Moderne, einer ganz besonderen Einrichtung für Therapie und Prävention. Denn aktuell kann eine ambulante Rehabilitation im Berchtesgadener Land nur hier angeboten werden.

Bei seiner Eröffnung 1927 zählte das Haus weltweit zu den fortschrittlichsten Einrichtungen seiner Art. Seit 2008 wird das Kurmittelhaus von der Anthojo-Gruppe betrieben und bietet neben Ambulanter Rehabilitation verschiedene Erholungskuren sowie Einzeltherapien wie Bäder, Inhalationen, Massagen und Physiotherapie.
An die berühmten Pneumatischen Kammern erinnern heute noch sehr prominent deren Messingarmaturen.

Die Messingarmaturen der pneumatischen Kammern

Aller guten Dinge sind drei, und auch mich haben drei Aspekte meiner Reha im Kurmittelhaus der Moderne besonders begeistert:

Erstens: Das Gebäude

Jugendstil ist schon lange einer meiner Lieblingsbaustile. Gradlinig und gleichzeitig leicht, zarte Farben, florale Elemente – all das findet sich im Kurmittelhaus der Moderne.

Der Eintritt in die herrliche Halle mit dem großen Deckengemälde ist beeindruckend. Wenn man während einer Physiobehandlung aus dem geöffneten Fenster, das aus lauter kleinen farbigen Glasstücken besteht, die Blätter im Kurgarten im Wind rascheln hört, dann kann man das durchaus eine ganzheitliche Behandlung nennen. Nein, das Kurmittelhaus ist kein funktionelles Klinikgebäude. Nicht nur die Farbgebung (die cremefarbenen Wände sind vom Denkmalschutz vorgegeben), auch die Raumaufteilung konnte und kann nicht entsprechend neuer Anforderungen problemlos geändert werden.

Ich ziehe den Hut vor den Betreibern, die diese Herausforderung annehmen und es schaffen, das historische Haus mit Leben zu füllen und darin zeitgemäße Therapieangebote zu realisieren. Denn ganz klar: Die besondere Atmosphäre trägt absolut zum Wohlbefinden der PatientInnen und sicher auch der TherapeutInnen bei.

Zweitens: Das Team

Trotz der aktuell obligatorischen Gesichtsmasken war wirklich immer ein freundliches Lächeln erkennbar. Die Mischung aus jungen TherapeutInnen und erfahrenen Fachleuten war perfekt. Jed/e war jederzeit im Bilde, es war offensichtlich, dass die Abstimmung der einzelnen Behandlungen bestens abgestimmt war. Nachwuchskräfte durften aktiv mitarbeiten. Und so konnte man sowohl vom Erfahrungsschatz der einen als auch vom Wissensdurst und der Lust am Praktizieren der anderen profitieren.

Therapie im Kurmittelhaus der Moderne

Theraband, Ball, Stab, Matte …. das Gruppentraining war ausgesprochen abwechslungsreich und immer fröhlich. (Einzig der Radio könnte gegen ein zeitgemäßes Exemplar mit Power und guter Antenne ausgetauscht werden.)

Therapieleiterin Johanna Ladenhauf

Therapieleiterin Johanna Ladenhauf verfügt nicht nur über ein super engagiertes Team, sondern übernimmt auch sichtlich mit Freude Übungsgruppen oder die fachliche Belgeitung im Gerätraum.

Drittens: Die Lage

Das Kurmittelhaus der Moderne steht direkt am Königlichen Kurgarten Bad Reichenhall.

Direkt am Königlichen Kurgarten

Während der Ruhepausen lockt dieser auf einen kleinen Spaziergang oder zum Sonnenbaden auf einem der schicken Holzsessel am Solebrunnen. Ich habe mir zwischendurch auch mal eine Tasse koreanischen Tees in dem neuen kleinen Laden gegenüber gegönnt.

Während Gesundheitseinrichtungen sonst oft eher abseits gelegen sind, liegt das Kurmittelhaus am Beginn der Fußgängerzone. Nach den Behandlungen sind es nur wenige Schritte bis zum Park-Kino, den kleinen Boutiquen oder netten Einkehrmöglichkeiten.

Übrigens: Wenn Sie nicht im Berchtesgadener Land wohnen, aber im nächsten Jahr präventiv Körper und Geist ertüchtigen wollen: Im Kurmittelhaus der Moderne werden auch Bade- und Erholungskuren angeboten. Befragen Sie die Bad Reichenhaller Gesundheitsconcierges, die Ihnen zu Gestaltung eines vitalisierenden Urlaubs viele Tipps geben können.

Alles Gute, bleiben Sie gesund und wenn es doch ml zwickt: ab ins Kurmittelhaus der Moderne.

In diesem Sinne, Ursula

Teil 2 beim Jobsharing der Pressestelle. Ich verstehe mich als berchtesgadnerische Königsseerin – oder umgekehrt. Im Berchtesgadener Land entdecke ich immer wieder Neues oder genieße Altbekanntes. Egal ob in einer zünftigen Wirtschaft, oben am Berg, an einem eiskalten Gebirgsbacherl oder bei kulturellen Experimenten. Und alles, was ich kenne und schätze, das vermittle ich mit Enthusiasmus an Journalisten und andere, die es hören oder lesen wollen. Bis auf ein paar wenige echte Geheimtipps :)

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