Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Rosi Fürmann

Die Stoißer Alm auf dem Teisenberg

 Jodeln lernen auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg

Zu den Liedern in der Volksmusik des Alpenraumes gehört häufig der zwischen den Strophen, am Schluss eingebaute oder als Solo dargebotene Jodler. Jodeln nennt man das Singen ohne Text auf Lautsilben nur in der Bruststimme oder im schnellem Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme. Vielstimmig gesungen ergibt sich ein ganz besonderer musikalischer Hochgenuss.

Jungrinder auf der Stoißer Alm Auf dem Teisenberg

Auf vorhistorische Zeiten dürften die Ursprünge des Jodelns zurückgehen. Es verständigten sich jodelnd über Täler hinweg die Senner, Hirten, Waldarbeiter und Köhler und jodelnd lockten die Senner oftmals ihr weitverstreutes Vieh auf den Almweiden an. Man nennt diese Jodler von Alm zu Alm auch  Almschrei (Almschroa) oder Juchzer (Juchetzer, Jugitzer, Juschroa).weiterlesen

Christoph

In einer Spanschachtel wird vieles aufbewahrt: Altes, Vergessenes, Erinnerungen, Liebes und so manches Geheimnis. Kurt Rittig hat in seinen Geschichten aus der Spanschachtel all das niedergeschrieben. In sieben Geschichten blickt er auf Berchtesgaden und erzählt Historisches genauso wie Berührendes, Heiteres und Ernstes.

Geschichten aus der Spanschachtel

Mit einem liebevollen Blick auf Berchtesgaden geschrieben.

Vom letzten Fürstprobst über einen Karten zockenden Mozart bis zu einem amerikanischen General auf dem Obersalzberg, der ein ganz besonderes Weihnachtsfest erlebt bis hinein in die heutige Zeit reicht die Spanne, in der Kurt Rittig seine Geschichten angesiedelt hat.

Rittig erzählt mit Humor mit einer tiefen Liebe zu seinen Figuren. Berchtesgaden und vor allem die Berchtesgadener lässt er lebendig werden und zeigt, dass das Gestern und das Heute gar nicht so weit auseinander liegen. Da gibt es den buckligen Schlittschuhläufer, der heimlich seine Pirouetten auf einem Weiher übt, bis er sich traut, auf der Schlittschuhbahn an der Schießstättbrücke öffentlich seine Kreise zu ziehen und damit die Liebe seines Lebens gewinnt. Oder jenes seit langem verheiratete Paar, das auf dem Mandlgrat vom Teufel in Versuchung geführt wird. Das Flüchtlingskind Peter schließt Freundschaft mit dem Ochsen Schorscherl, der sich hin und wieder für einen Stier hält. Als Peters Vater endlich am Bahnhof Berchtesgaden ankommt ist alles vertraut und dennoch anders. Selbst ein geiziger Verleger, der mit der Berchtesgadener War sein Geschäft macht, kann durchaus einen Sinneswandel vollziehen. Nämlich dann, wenn die Drachenhanni vom Untersberg ihre Finger im Spiel hat. Kurt Rittig bringt das Menschliche in seinen Figuren zum Leuchten. Immer umschreibt er einen tradierten Kern, deckt Geheimnisvolles auf und macht daraus glänzende Miniaturen. Jede Geschichte nimmt die Leserin und den Leser bei der Hand und führt sie hinein in den Talkessel mit seinen von der Natur geformten Bewohnern.

Entstanden ist ein kleines Schatzkästchen an berührenden Geschichten, die sich so einfach nur in Berchtesgaden zugetragen haben können.

Kurt Rittig geschichten aus der Spanschachtel

Autor Kurt Rittig mit seinem neuen Buch aus Berchtesgaden.

Der Autor wuchs in Bischofswiesen auf und nach Stationen als Fernsehdirektor der ARD und Filmproduzent in Baden-Baden und Berlin lebt er heute wieder in Berchtesgaden. Seine Liebe zu seiner Heimat und den Menschen im Talkessel hat er in dem Buch Ausdruck verliehen.Mit feinem Ohr für die leisen Töne und mit großem Vergnügen an der kleinen Form hat er den Berchtesgadener Geschichten nachgelauscht und sie sehr zum Vergnügen der Leser niedergeschrieben. Kurt Rittig ist auch Autor der Romane Der Spendensammler und Skarabäus oder Das Gold im Meerweiterlesen

Waldi

Bärlauch

Der Bärlauch, der zeitig im Frühjahr wächst, ist eine mächtige Heilpflanze, die Magen, Darm und Blut reinigt. Er riecht wie Knoblauch und wird daher auch „Wilder Knoblauch“ genannt. Er eignet sich gut zu Entschlackungskuren und hilft zur Besserung chronischer Hautkrankheiten. Bärlauchwein ist gut für alte Leute mit dauernder Brustverschleimung und den damit verbundenen Atembeschwerden.

Frauenmantel

Frauenmantel ist ein typisches Frauenkraut. Er hilft bei Menstruationsstörungen in der Pupertät und bei Unpäßlichkeiten in den Wechseljahren. Die Pflanze hat sich auch bewährt bei Unterleibsentzündung, Fieber, Brand, Eiterung, Geschwüre und Brüche. Wenn man den Frauenmantel zerquetscht und auflegt, heilt er Wunden, Stiche und Schnitte. Kinder, die immer schwache Muskeln haben, werden stark durch fortgesetzten Gebrauch dieses Tees.

Ehrenpreis

Ehrenpreis heißt dieses Kräutlein, das überall an Rainen und Wiesenrändern im Frühjahr wächst. Es trug die Bezeichnung „Grundheil aller Schäden“ und wurde schon von den Römern geschätzt. Es hilft bei Nervosität, die von geistiger Überanstrengung herrührt, bringt ein gutes Gedächtnis und wirkt bei Gelbsucht und Harngrieß, rheumatischen und gichtischen Gliederschmerzen hervorragend. Jedes Jahr eine Kur mit frischgepflückten Ehrenpreis vermindert nicht nur die Arterienverkalkung, sondern verhütet sie und gibt dem Körper durch seine blutreinigende Wirkung neue Elastizität.weiterlesen

Erst drei Tage alt sind die jungen Seeforellen, die im Königssee ein neues zuhause gefunden haben.

Erst drei Tage alt sind die jungen Seeforellen, die im Königssee ein neues Zuhause gefunden haben.

Jeder, der schon mal in der historischen Gaststätte St. Bartholomä am Königsse war, kennt den großen Fisch an der Wand. Es ist die bisher größte im Königssee gefangene Seeforelle. 1976 ging sie Fischermeister Rudi Amort ins Netz. Sie wog ganze 27,5 kg, hatte einen Umfang von 80 cm und war zirka 12 Jahre alt. Früher war die Seeforelle, die „Königin der Alpenseen“, häufig im Königssee anzutreffen, seit einigen Jahren ist sie aus dem Nationalpark Berchtesgaden weitgehend verschwunden. Zum 40jährigen Jubiläum des Nationalparks gibt es ein Comeback des großen Süßwasserfisches. Im Rahmen eines Projektes wurden in diesem Frühjahr 15.000 Seeforellen-Brütlinge im Königssee ausgesetzt, weitere Aktionen folgen. Insgesamt werden in den nächsten 5 Jahren 15000 Seeforeelleneier und –brütlinge im Königssee ausgesetz.

Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich der Nationalpark Berchtesgaden, die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern und Königssee-Berufsfischer Thomas Amort gesetzt haben: Die Seeforelle soll im Königssee wieder heimisch werden. „In den 1980er und 1990er Jahren gab es bei der Seeforelle in nahezu allen großen, oberbayerischen Seen große Bestandseinbrüche“, erklärt Dr. Ulrich Wunner, Fischereifachberater des Bezirks Oberbayern. Vor rund sechs Jahren hat Berufsfischer Thomas Amort im Königssee zum letzten Mal eine Seeforelle gefangen, seitdem gilt sie als verschollen.

Das Reich des Fischers vom Königssee

Das Reich des Fischers vom Königssee

Theorien über die Gründe ihres Verschwindens gibt es viele: „Möglicherweise sind geeignete Laichplätze im Königssee weggefallen oder ein vermehrter Nährstoffeintrag und das damit verbundene verstärkte Pflanzenwachstum kommen der Seeforelle als Kieslaicher nicht entgegen“, vermutet Wunner. Auch Veränderungen im Nahrungsspektrum der jungen Seeforellen könnten nach Ansicht des Experten eine Rolle spielen. Nach aufwändigen Renaturierungen des Saletbaches zwischen Obersees und Königssee im Jahr 2011 sind zumindest ausreichend geeignete Laichplätze wieder vorhanden. Grund genug für die Projektpartner, eine Aussetz-Aktion durchzuführen – schließlich wurden in anderen bayerischen Seen mit dieser Methode bereits gute Erfolge erzielt. Seeforellen kehren ähnlich wie Lachse im Alter von vier bis fünf Jahren zum Laichen zum Ort ihrer Geburt zurück. „weiterlesen

Durchs Klausbachtal zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Auf der Kallbrunnalm

Auf der Kallbrunnalm

Anstatt die royale Hochzeit anzuschauen, habe ich den Samstag sinnvoll genutzt. Ich war unterwegs auf der klassischen Berchtesgadener Mountainbike-Tour durch das Klausbachtal zur Kallbrunnalm. Mein Ziel war die Jausenstation Kallbrunnalm, die gerade die Saison eröffnet. Der Weg durchs Klausbachtal und über die Grenze war wie immer wunderschön. Eine Besonderheit war dieses Mal die Blüte der Frauenschuhe.

Der Frauenschuh im Nationalpark Berchtesgaden

Der Frauenschuh ist die größte einheimische Orchideenart. Die eindrucksvolle Pflanze wächst an verschiedenen Plätzen im und auch außerhalb des Berchtesgadener Nationalparks. Unter anderem auch im Klausbachtal. Dieses Jahr blühen die Frauenschuhe früher als gewöhnlich, der warme Frühling macht‘s möglich.

Der Frauenschuh blüht

Der Frauenschuh blüht

Der Höhepunkt der Blüte ist zwar heuer schon vorbei und die Blüten und Blätter der Orchidee sind teilweise schon wieder am verblühen, dennoch ist der Anblick der gelben Frauenschuh-förmigen Kelche wunderschön.

Die Blüten erinnern in ihrer Form an einen Frauenschuh

Die Blüten erinnern in ihrer Form an einen Frauenschuh

Nach Fotopause radle ich weiter ins Klausbachtal hinein, vorbei an der Hängebrücke und der Engertalm-Holzstube. Auf der Engertalm weiden bereits die ersten Jungtiere.

Die Engertalm im Klausbachtal

Die Engertalm im Klausbachtal

Ihnen steht derselbe Weg bevor, den ich jetzt mache. In zwei oder drei Wochen verlagern die Tiere ihr Sommerquartier auf die Kallbrunnalm.weiterlesen

Miss Evelyne und ihre Gesellschafterin Ruth im Kurgarten-Café.

Der erste Weltkrieg ist überstanden, in Europa herrscht Armut. Sommerfrische und Kuren sind betuchteren Schichten vorbehalten, die ebenfalls unter der jüngsten Katastrophe leiden. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Kurstadt wie Bad Reichenhall. Schwer hat sie zu kämpfen: der Adel des Deutschen Kaiserreiches, Österreich-Ungarns und Osteuropas, der sich noch während der Belle Epoque in der Alpenstadt vom Nichtstun erholte, bleibt aus. Der Kurpark, vor wenigen Jahren um Gradierhaus, Kurhaus und Konzertrotunde ergänzt, muss erst wieder vom Not-Kartoffelacker zum Lustgarten umgegraben werden.

Die neu eröffnete Predigtstuhlbahn.

Die Terrasse des Berghotels Predigtstuhl, noch ohne Verglasung.

In diesen Zeiten braucht es Erfindergeist und Innovationsdrang. Wie in der Schweiz möchte man den Wintersport ins Staatsbad holen, indem eine Bergbahn ins Leben gerufen wird. Nach langen Überlegungen entscheidet man sich gegen Hochstaufen und Untersberg und für einen Felsvorsprung unterhalb des Hochschlegels, den bisher unbedeutenden Predigtstuhl. Doch das genügt noch nicht, um neue Gäste in den Talkessel zu locken – Reklame muss gemacht werden. Und hier kommt eine geldige New Yorkerin ins Spiel: Miss Evelyne Dollar. Die Filmstelle der Bahn in Nürnberg dreht 1928 einen Werbefilm in Bad Reichenhall, der sämtliche Attraktionen in Spielfilmlänge präsentiert: „Miss Evelyne, die Badefee“. Eingebettet sind diese in die Geschichte um eine reiche amerikanische Touristin, die durch eine List den Annäherungsversuchen der heimischen Männerwelt entkommt. Anschließend erkundet sie die Sehenswürdigkeiten Reichenhalls mit ihrem Urlaubsflirt, dem Kurarzt Dr. Freytag. Die Wahl einer Amerikanerin als Hauptrolle kam nicht von ungefähr, waren doch finanzstarke US-Bürger die neue Wunschklientel der Kurstadt. Der Werbe-Spielfilm ist schließlich ab 1929 im Kino und bis in die frühen Dreißigerjahre auf den Schiffen der Norddeutschen Lloyd zu sehen.weiterlesen

Isabel

„Alte Zöpfe“? Bitte nicht abschneiden!

 von Isabel
Dirndlgwand und Bauernzöpf`

Dirndlgwand und Bauernzöpf`

Die Berchtesgadener Haarschneiderei, der Laden von Friseurmeister Martin Hallinger in Berchtesgaden ist schon etwas ganz Besonderes. Das Wort „Salon“ passt hier irgendwie nicht. Man glaubt eher, eine amerikanische Craft-Beer Bar oder eine coole Boutique zu betreten. Wartebereich mit Sofa, abgetrennter Herren- Bereich mit Whisky Auswahl, viel Holz, lässige Deko im Damenbereich. Der Meister selbst ein entspannter Typ mit modischem Bart. Auch dafür wird hier Schnitt und Pflege angeboten. Martin Hallinger ist bekannt für seine trendigen Schnitte, beherrscht aber auch die traditionellen Flechtfrisuren, die gerne zu Dirndlgwand und Tracht getragen werden. Früher war der Bauernzopf übrigens eine Alltagsfrisur, die Haare bzw. Zöpfe wurden nicht geschnitten.

Heute ist Julia aus Berlin bei ihm zu Besuch. Sie ist selbst Friseurin in einem Promisalon in Berlin, und interessiert sich für den Berchtesgadener Bauernzopf, den die jungen Mädchen erstmals zur Firmung tragen dürfen – im Selbstversuch.

Martin Hallinger und Julia in der Haarschneiderei

Martin Hallinger und Julia in der Haarschneiderei

„Flechtfrisuren sind angesagt,“ so die Berlinerin, „Der Berchtesgadener Zopf ist die traditionelle Frisur zur Hochzeit“ erklärt Martin, „man braucht sehr lange Haare, um die Frisur tragen zu können. Viele Berchtesgadenerinnen haben noch falsche Zöpfe aus Echthaar zuhause.“ Auch Julia bekommt ein Haarteil eingesetzt, das Martin selbst gekordelt und gefasst hat.

Haarteil für die Berchtesgadener Bauernzöpfe

Haarteil für die Berchtesgadener Bauernzöpfe

Diese Technik hat er von einem Maskenbildner gelernt, die wenigsten beherrschen diese mühsame Arbeit noch. Der Zopf wird um den Kopf gelegt und mit etwa 10 Klammern und 18 Nadeln fixiert.weiterlesen

Rosi Fürmann

Pfingstfest in Holzhausen

 von Rosi

Bieranstich mit der Brauerei Wieninger und Bürgermeister Thomas Gasser

Eine ganze Woche lang feiert die Region mit dem kleinen Dorf Holzhausen in der Gemeinde Teisendorf das Pfingstfest

Ein kleines Dorf im äußersten Südosten Bayerns – zu Pfingsten eine Woche lang GANZ GROSS! Das ganze Dorf organisiert und arbeitet wie jedes Jahr schon lange Zeit vorher für das Gelingen dieses gesellschaftlichen Höhepunktes der Region des Berchtesgadener Landes, Chiemgaus und nahen Salzburger Landes – dem Pfingstfest Holzhausen.

prächtig mit den traditionellen Perücken geschmückte Rösser und schneidige Dirndl beim Leonhardiritt

Der Anlass, diese Woche zu organisieren, liegt im tief in der Bevölkerung verwurzelten Brauch, die früher für die landwirtschaftliche Arbeit unverzichtbaren Pferde segnen zu lassen. Auf weit mehr als 400 Jahre läßt sich diese Pferdesegnung in Holzhausen zurückverfolgen. Das Rechnungsbuch des „Lobwürdigen Gotshaus des Heiligen Chreuzes zu Holzhausen Teysendorffer Pfarr“ führt erstmalig 1612 den Eintrag für eine Entlohnung an den Priester auf, der einen Bittgang abhielt.

Themenwagen beim Leonhardiritt in den 1950er Jahren

Mit nur wenigen Unterbrechungen – Kriegen oder Tierseuchen geschuldet – ziehen alljährlich prächtig geschmückt Ross und Reiter und mächtige Pferdegespanne (heute sind es mehr als 300 Pferde – von dem mächtigen Kaltblut, über granzile Reitpferde bis hin zu den kleinen Ponys) um das Kircherl, den Segen vom Priester zu empfangen.weiterlesen

Die neue Schaukelliege aus Lärchenholz wiegt um die 200 Kilogramm © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhal

Die neue Schaukelliege aus Lärchenholz wiegt um die 200 Kilogramm © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhal

Neue Ausstattung für den Wald-Idyll-Pfad in Bayerisch Gmain

Die Stationen auf dem Wald-Idyll-Pfad in Bayerisch Gmain wurden neu ausgestattet. Highlights sind unter anderem eine rund 200 Kilogramm schwere, hölzerne Schaukelliege und ein überdachter Brotzeitplatz. Der beliebte Wald-Idyll-Pfad wurde vor sieben Jahren mit EU-Mitteln aus dem LEADER- Programm als Gemeinschaftsprojekt der Kur GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain und der Gemeinde Bayerisch Gmain initiiert. Der Wald-Idyll- Pfad führt vom Bergkurgarten etwa vier Kilometer auf einem barrierefreien, kinderwagengeeigneten, ganzjährig nutzbaren Rundweg durch den Wald. An fünf Stationen informieren Schautafeln zu den Themen Salz, Wasser, Vegetation, Geologie und Geschichte.

Außerdem laden jede Menge Naturmöbelinstallationen zum Spielen oder Verweilen ein. Gleich beim ersten Halt können die Kinder nach Herzenslust mit Wasser pritscheln, der Brunnen ist aus einem Tannenstamm gesägt und nur eine von vielen weiteren neuen Attraktionen. Den ganzen Winter über war Franz Maier, Betriebshof-Mitarbeiter der Kur GmbH, mit den Holzarbeiten beschäftigt – neben seinen üblichen Tätigkeiten wie Wartungs- und Pflegearbeiten.

Sechs Kubikmeter regionales Holz

Das Holz, das der gelernte Zimmerer für die neue Möblierung des Wald-Idyll- Pfades verarbeitet hat, kommt entweder vom örtlichen Forstbetrieb oder aus eigenem Bestand. Die gegenübergestellten Ruheliegen bei der zweiten Station hat der Zimmerer beispielsweise aus Eschenholzstämmen aus der Saalach-Au gefertigt. Insgesamt wurden rund sechs Kubikmeter Holz für die neuen Möbel verbaut.

Die einfachen, gegenübergestellten Holzliegen sind aus Eschenholzstämmen gebaut und wurden bei der Freigabe des Weges gleich getestet © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall

Die einfachen, gegenübergestellten Holzliegen sind aus Eschenholzstämmen gebaut und wurden bei der Freigabe des Weges gleich getestet © Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall

Sechs Männer für eine Liege

An Station 3 haben Maier und die Kollegen für die kleinsten Waldwanderer ein Kletterseil angebracht, mit dem die Kinder die Stufen zur Adlerbank überwinden können. Um die überdimensionierte Schaukelliege an der vierten Station, gleich neben dem überdachten Brotzeitplatz, aufzustellen, brauchte es die Kraft von sechs Männern. Immerhin wiegt die Schaukel rund 200 Kilogramm. weiterlesen

Drehstart mit neuer Lena Lorenz

 von Sepp
Jens Atzorn (als Quirin Pankofer) und Judith Hoersch (die neueLena Lorenz) © ZDF/Susanne Bernhard

Jens Atzorn (als Quirin Pankofer) und Judith Hoersch (die neue Lena Lorenz) © ZDF/Susanne Bernhard

In Berchtesgaden entstehen in diesem Jahr erneut vier 90-minütige Folgen für die ZDF-Serie Lena Lorenz, die mit neuer Hauptdarstellerin gedreht werden: Die Titelrolle der Hebamme Lena Lorenz hat Judith Hoersch von Patricia Aulitzky übernommen. Seit wenigen Tagen steht sie gemeinsam Eva Mattes, Raban Bieling, Liane Forestieri, Jens Atzorn, Fred Stillkrauth und anderen für zunächst zwei Folgen vor der Kamera. Regie führt Sebastian Sorger nach Drehbüchern von Danela Pietrek und Wiebke Jaspersen. Zwei weitere Episoden werden ab Ende Juli 2018 gedreht.

Das Fremde in mir

In der Folge mit dem Arbeitstitel „Das Fremde in mir“ entgeht Lena Lorenz nicht, dass die hochschwangere Melanie Hofmann (Tessa Mittelstaedt) sehr bedrückt ist und unter großem Stress steht. Melanie vertraut sich Lena an: Sie ist durch eine Vergewaltigung schwanger geworden, und ihr Mann Christoph (Andreas Kiendl) kennt die Wahrheit bisher nicht. Er freut sich so sehr auf das zweite Kind, das sie sich seit Jahren wünschen. Kann Lena der Familie helfen? Privat stellen Lena und ihre Mutter Eva (Eva Mattes) fest, dass Großvater Leo (Fred Stillkrauth) im Alltag mehr Betreuung braucht, als sie beide leisten können. Lena muss sich zudem an eine Wochenendbeziehung gewöhnen, da Quirin (Jens Atzorn) eine neue Stelle in München antritt.weiterlesen