St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm

Sommerjob bei Lena Lorenz

 von Sepp
Lena-Lorenz-vorm-Untersberg © ZDF Thomas K. Schumann

Lena Lorenz (Patricia Aulitzky) vorm Untersberg © ZDF Thomas K. Schumann

Ziegler Film produziert zur Zeit neue Folgen der ZDF Serie Lena Lorenz im Berchtesgadener Land. Für die Dreharbeiten in der Zeit von Anfang August bis Ende September 2016 suchen die Produzenten zwei motivierte Praktikanten und oder SetRunner, die erste oder weitere Erfahrungen am Set sammeln wollen.

Bei diesem Job bekommt Ihr hauptsächlich Einblicke in die Bereiche der täglichen Arbeit am Drehort. Ihr seid als SetRunner in erster Linie der Aufnahmeleitung zugeteilt, könnt Euch aber auch in den anderen Bereichen einbringen. Die zukünftigen Mitarbeiter der Lena Lorenz Produktion sollen natürlich motiviert, teamfähig, interessiert und flexibel sein. Führerschein Klasse B ist Voraussetzung, da tageweise auch Wohnmobil oder Maskenmobil gefahren werden muss. Die Vergütung wird je nach individueller Erfahrung und Position verhandelt und beträgt mindestens 500 im Monat. Unterkunft und Verpflegung werden hier vor Ort gestellt.

Die Produktionsfirma Ziegler Films freut sich auf Eure interessante Vita mit Foto und kurzem Anschreiben per Mail an produktion@lena-lorenz.de.Für Rückfragen ruft bitte bei der Telefon-Nummer +49 8650 8119012 an!

Viel Erfolg und viel Spaß bei eurem Sommerjob bei Lena Lorenz, Euer Sepp

Auf Filmdreh im Zauberwald

 von Jannis
Das Filmduo im Zauberwald.

Das Filmduo im Zauberwald.

Daniela Jud und Lucy Gohm sind Absolventinnen des Bachelor-Studiengangs MultiMediaArt, der an der Fachhochschule Salzburg angeboten wird. Die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH hatte die Beiden bei dem Dreh für ihr Bachelorabschlussprojekt, dem dystopischen Kurzfilm „Lebensader“ unterstützt. Der Film, der die Themen Wasserprivatisierung, Wassermangel, Klimawandel und Überbevölkerung behandelt, spielt unter Anderem am Hintersee. Als Dankeschön haben Daniela und Lucy angeboten, einen kurzen Film über den Zauberwald am Hintersee für uns zu drehen, der insbesondere die mystische Stimmung widerspiegeln soll, die von einer der beliebtesten Attraktionen im Berchtesgadener Land ausgeht. Ich habe die beiden angehenden Regisseurinnen und Kameradamen letzte Woche während ihres Drehtages begleitet und die Rolle des ahnungslosen Kameraassistenten übernommen.

Sonnenaufgang am Hintersee

Früh morgens verabreden wir uns, um den Sonnenaufgang am Hintersee mit der Kamera einzufangen. Denn gerade wenn der Tag anbricht, werfen die ersten Sonnenstrahlen ein zauberhaftes Licht auf den Hintersee und den umliegenden Zauberwald. „Hoffentlich hängen noch Nebelschwaden über dem See, das würde besonders cool wirken!“, wünscht sich Lucy während der Anfahrt. Die erhoffte gespentische Nebelstimmung, wie man sie sooft am Hintersee erleben kann, blieb uns an diesem Morgen leider versagt. Nichtsdestotrotz konnten die Beiden stimmungsvolle Filmsequenzen am seelenruhigen Seeufer einfangen und die Sonne im Zeitraffer dabei aufnehmen, wie sie langsam und ungeduldig erwartet hinter dem Wartstein hervorkroch. Wie bestellt fuhr mit den ersten Sonnenstrahlen ein Fischer auf den See raus und belebte das Filmset. Eineinhalb Stunden hatten wir auf den Moment gewartet, in dem die Sonne die nächtliche Frische vertreiben würde und wurden dabei von einer neugierigen Gruppe Enten und Gänse unterhalten, die skeptisch das Equipment unter die Lupe nahm. Für Naturliebhaber und Fotografen ist ein morgen am Hintersee sehr zu empfehlen, verschiedenste Wasservögel sind dann noch zu beobachten, bevor die Scharen an Touristen und Spaziergängern die Umgebung des Sees zu fortgeschrittener Tageszeit bevölkern.

Warten auf die Sonne...

Warten auf die Sonne…

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Christoph
Steckerlfisch Lisa Graf-Riemann Ottmar Neuburger emons-Verlag

Lisa und Ottmar haben einen spannenden und sehr unterhaltsamen Oberbayern-Krimi geschrieben.

Das Autorenduo Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger aus Marktschellenberg lassen wieder morden. „Steckerlfisch“ heißt ihr neuester Krimi aus der Reihe um den Ingolstädter Hauptkommissar Stefan Meißner. Doch diesmal ist eine am Chiemsee gelegene Seniorenresidenz der gehobenen Kategorie Schauplatz krimineller Machenschaften. Mit „Steckerlfisch“ ist den beiden Autoren ihr bislang bestes Werk gelungen.

Schwester Pia ist die Mörderin. Sie bringt einige der Bewohner der teuren Seniorenresidenz am Chiemsee um. Damit ist allerdings nicht die Auflösung des Krimis „Steckerlfisch“ von Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger verraten. Denn der Leser weiß von Anfang an, dass Schwester Pia in tödlicher Mission unterwegs ist. Vielmehr rätselt er, wer von den Bewohnern als nächstes ihrer mörderischem Treiben zum Opfer fallen wird. Das rätselhafte treiben macht Helmut Meißner, den Onkel von Hauptkommissar Stefan Meißner stutzig und er spürt, dass in der Seniorenresidenz nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Unterstützung erhält der alte Herr von Helene von Hertan, dem neuesten Zugang der Residenz. Beide liefern sich von Anfang an sehr vergnügliche Wortgefechte und auch wenn sie etwas wacklig auf den Beinen sind, heißt das noch lange nicht, dass sie von gestern sind. Weite Teile des Romans wird von diesen beiden leicht exzentrischen Alten getragen.

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Rosi Fürmann

Der Kohlenmeiler brennt

 von Rosi
die Hütte der Köhler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf mit dem Kohlenmeiler im Hintergrund, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland

die Hütte der Köhler in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf mit dem Kohlenmeiler im Hintergrund – Foto: © RoHa-Fotothek Fürmann

Der Kohlenmeiler brennt wieder
in Neukirchen a. Teisenberg

Holzkohle als unverzichtbarer Ernergiespender – über Jahrhunderte brannten Tag aus Tag ein am Teisenberg die Feuer der Kohlenmeiler, um die für die Hochöfen im Achthal und die Salzpfannen in Bad Reichenhall benötigten, riesigen Mengen an Energie herzustellen. Der dabei mehrfach höhere Brennwert der speziell hierfür hergestellten Holzkohle gegenüber einem normalen Holzfeuer machte einen effizienteren Betrieb möglich. Mehrmals holzten daher die Holzknechte den Teisenberg komplett ab, um das benötigte Holz zu beschaffen und pflanzten mit Fichtenmonokultur als schnell nachwachsenden Rohstoff wieder auf. Erst in den letzten Jahrzehnten gelingt den umsichtigen Forstfachleuten nach und nach  der Umbau des Waldes am Teisenberg in einen wieder vielfältig – gesunden Mischwald.

Am Kohlenmeiler sie brennen für den Hochofen in Achthal Holzkohle

Am Kohlenmeiler – sie brennen für den Hochofen in Achthal Holzkohle

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Blick vom Kleinkalter auf den Hochkalter, das Ende des langen, wunderschönen Grates ist in Sicht.

Blick vom Kleinkalter auf den Hochkalter. Das Ende des langen, wunderschönen Grates ist in Sicht. Der zähe Abstieg vom Gipfel durch das Ofental steht noch bevor…

Die Hochkalter-Überschreitung

Am zweiten Tag meiner Blaueis-Expedition sollte es mich auf den Hochkalter (2607m) führen. Die Hochkalterüberschreitung gilt als einer der Klassiker unter den anspruchsvollen Bergtouren im Berchtesgadener Land und verlangt vom Bergsteiger deutlich mehr Können und Erfahrung als die Schärtenspitze am Vortag.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf der langen, durchgehend ungesicherten Kammüberschreitung obligatorisch. Zusätzlich müssen mehrere, teilweise ausgesetzte Kletterstellen überwunden werden, die zumeist im ersten Schwierigkeitsgrad verbleiben, an der Schlüsselstelle aber auch kurzzeitig den zweiten Grad der UIAA-Skala berühren.

Auch der Abstieg durch das Ofental ist im steilen, schuttigen und felsdurchsetzten Gelände eine ernstere alpine Angelegenheit und ist vor allem weit und mühsam, sehr weit und mühsam…Eine Top-Kondition ist also unerlässlich um die 18,5 Kilometer und 1800 Höhenmeter jeweils im Auf-und Abstieg erfolgreich hinter sich zu bringen. Insbesondere wenn man die Überschreitung ohne Übernachtung auf der Blaueishütte durchführt.

Aufstieg über die Blaueishütte und den schönen Fleck

Ausgangspunkt und Endpunkt der Überschreitung war für mich der Parkplatz Seeklause kurz vor dem Hintersee, den ich morgens von Berchtesgaden aus erst um 10 Uhr erreichte. Entsprechend versuchte ich auf dem Anstieg zur Blaueishütte Zeit gut zu machen und überholte das bunt zusammengesetze Wanderpublikum, das sich an diesem heißen Sommertag auf zur Blaueishütte machte. Die Tatsache, dass ich den Hüttenzustieg bereits am Vortag erkundet hatte, beschleunigte meinen Gang zusätzlich. An der Hütte angekommen, füllte ich meine Wasserreserven auf (letzte Möglichkeit auf der langen Überschreitung) und erlaubte mir ein Stück von dem berühmten Kuchen auf der Blaueishütte. Eigentlich schade, dass man auf der Überschreitung nicht ein zweites Mal an der Hütte vorbeikommt, sonst hätte es später mit Sicherheit noch eine zweite Kostprobe gegeben.

So verlasse ich die Hütte gegen frühen Mittag und werfe einen ersten Blick auf den langen Grat, der über den Rotpalfen und Kleinkalter zum Hochkalter führt.

Der gesamte Grat der bis zum Gipfel überschritten wird, ist einzusehen.

Der gesamte Grat, der bis zum Gipfel (über dem Blaueisgletscher) überschritten wird, ist von der Blaueishütte einzusehen.

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Die beiden Gipfelziele der letzten Tage: Schärtenspitze links und Hochkalter in Wolken

Die beiden Gipfelziele der letzten Tage: Während sich die Schärtenspitze links forsch in den Vordergrund rückt, versteckt sich der Hochkaltergipfel in den Wolken über dem Blaueisgletscher.

Zwei Tage im Reich der Blaueishütte

Mitte der Woche zeigte sich der Sommer im Berchtesgadener Land von seiner besten Seite. Am Dienstag haben sich Christian und ich den Nachmittag frei genommen, um gemeinsam mit seinem Cousin die Schärtenspitze, den Hausberg der Blaueishütte, zu überschreiten. Am Folgetag bin ich dann alleine in das felsige Reich der Blaueishütte zurückgekehrt und hab die Hochkalterüberschreitung in Angriff genommen. Während die Schärtenspitz-Überschreitung von allen trittsicheren Bergsteigern, die mit guter Kondition und einem Mindestmaß an Schwindelfreiheit ausgestattet sind, als Tagestour durchzuführen ist, sind die Anforderungen an den Hochkalter-Überschreitenden eine Stufe höher anzusiedeln (dazu mehr in Teil 2).

Die Überschreitung der Schärtenspitze

Die Schärtenspitze (2153m) ist ein beliebter Gipfel oberhalb der Blaueishütte. Nicht zu einfach, aber auch nicht zu schwierig zu erreichen, bietet sie ein tolles Bergerlebnis in Angesicht des Hochkalters. Scheint sie mit ihren steilen Wänden aus der Talperspektive zunächst für den Normalbergsteiger unerreichbar, muss sie sich doch zwei Schwachstellen eingestehen, die jeweils mit Steigen erschlossen sind und eine abwechslungsreiche Überschreitung ergeben. Ausgangs- und Endpunkt der Unternehmung ist der Wander-Parkplatz an der Pfeifenmacherbrücke in Ramsau.weiterlesen »

Sepp Wurm

Besuch beim Bergbrenner

 von Sepp
Journalistin Karin Lochner und Fotograf Peter von Felbert beim Bergbrenner auf der Priesbergalm

Journalistin Karin Lochner und Fotograf Peter von Felbert beim Bergbrenner auf der Priesbergalm

Die Journalistin Karin Lochner und der bekannte Fotograf Peter von Felbert sind auf der Priesbergalm zu Gast bei Hubsi Ilsanker, dem Bergbrenner der Enzianbrennerei Grassl, um Informationen für ein neues Buch des Bruckmann-Verlags mit dem Arbeitstitel „Oberbayerische Almen“ zu recherchieren. Das Buch wird voraussichtlich 2018 erscheinen.

Karin Lochner hat sich als Journalistin im Bereich Reisen und Kulinarik einen Namen gemacht und gilt als profunde Kennerin der bayerischen Lebensart und der vielseitigen Traditionen. Dabei hat sie eine Vielzahl seltener Handwerke und Fertigkeiten portraitiert. Da passt der Bergbrenner der Enzianbrennerei Grassl natürlich perfekt in Ihr Sujet.weiterlesen »

Sepp Wurm

„Reichenhaller Reinheitsgebot“ für Bier

 von Sepp
Bürgerbräu: Das Bier der Alpenstadt Bad Reichenhall

Bürgerbräu: Das Bier der Alpenstadt Bad Reichenhall

Aufsehenerregender historischer Fund: Der Bad Reichenhaller Historiker Dr. Johannes Lang entdeckt bislang unbekannte herzogliche Brauordnung aus dem Jahr 1493!

Das Jahr 2016 steht für die Brauwirtschaft ganz im Zeichen des 500-jährigen Jubiläums des Bayerischen Reinheitsgebotes, des ältesten nach wie vor gültigen  Lebensmittelgesetzes. Bevor diese Bier- und Brauordnung per herzoglichem Erlass im Jahr 1516 in Bayern landesweite Gültigkeit erlangte, gab es bekanntermaßen bereits viel früher eine Reihe lokaler Vorläufer. Residenzstädte wie Augsburg, Nürnberg, Landshut oder München verfügten über entsprechende Verordnungen. Unbekannt war indes bisher, dass auch die alte Salinenstadt Reichenhall bereits seit 1493 über eine eigene Bierordnung verfügte, die jeden Brauer in die Pflicht nahm. Dort hieß es unter anderem sehr dezidiert: „Ein jeder Brauer soll gemäß dem Eid, den er geschworen hat, nichts anderes für das Bier gebrauchen als gut beschautes und sachgerecht hergestelltes Malz, Wasser und Hopfen. “

Der Historiker Dr. Johannes Lang, der Stadtheimatpfleger Bad Reichenhalls, entdeckte die historischen Originaldokumente zu dieser Verordnung vor kurzem im Rahmen seiner Recherchen zur Geschichte Bad Reichenhalls im Bayerischen Hauptstaatsarchiv sowie im Stadtarchiv München. Die Bierordnung, die der Wittelsbacher Herzog Georg von Bayern-Landshut, genannt „der Reiche“, am 07. Februar 1493 für Reichenhall erlassen hatte, regelte neben den zu verwendenden Rohstoffen unter anderem auch deren strenge Qualitätskontrollen, die Besteuerung des Bieres sowie die Festsetzung des Bierpreises in der Stadt.

Bier gewann in jener Zeit in der Salzstadt Reichenhall enorm an Bedeutung, galt es doch, vor allem die körperlich stark beanspruchten Salinenarbeiter ausreichend mit Getränken zu versorgen, die der Gesundheit nicht abträglich waren. Im Zusammenhang mit dem „Reichenhaller Reinheitsgebot“ weist Dr. Lang zudem auf zwei bemerkenswerte Aspekte hin: „Interessanterweise hielt sich die Bierordnung die Option offen, über die Zugabe anderer von den Brauern favorisierten Gewürze, die ,dem Menschn khainen Schaden oder Gebrechen brächten, sonnder Nutz und gesundt wären‘, zu entscheiden. Allerdings sollte dies nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch den Stadtrat erfolgen.“ Und er ergänzt: „Vergleicht man das ,Reichenhaller Reinheitsgebot‘ mit anderen in Bayern erlassenen Verordnungen, so mutet dieses aus heutiger Sicht recht modern an. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Formulierungen beschränkte man sich in der für Reichenhall festgelegten Bierordnung nicht nur auf Gerstenmalz, sondern allgemein auf gemälztes Getreide, was eben auch das damals begehrte Weizenmalz mit einschloss. In eben diesem Sinne wird ja auch heute das Bayerische Reinheitsgebot interpretiert.“

Private Alpenbrauerei Bürgerbräu deutlich älter als bisher gedacht

Irn Zuge seiner Recherchen förderte Dr. Lang eine weitere bedeutsame Erkenntnis zu Tage, die vor allem die historische Relevanz der Privaten Alpenbrauerei Bürgerbräu für deren Standort in Bad Reichenhall in einem neuen Licht erscheinen lässt: Wie jetzt erstmals entdeckte Dokumente beweisen, liegen die Anfänge der renommierten Bad Reichenhaller Familienbrauerei bereits im 15. Jahrhundert. Früheste Belege der Existenz der Brauerei stammen aus dem Jahr 1494, also kurz, nachdem das „Reichenhaller Reinheitsgebot“ in Kraft getreten war.weiterlesen »

Lisa-Graf-Riemann

Kunst im Kabinett

 von Lisa

Kabinett Schloss Adelsheim

Eigentlich ist der Winter die Zeit für die Jahresausstellungen des Berchtesgadener Künstlerbundes. So sind wir es gewohnt. Aber warum nicht einmal ausbrechen aus den gewohnten Mustern, zumal, wenn es einen neuen Raum im Schloss Adelsheim gibt, der für nicht zu großformatige Bilder und Skulpturen geradezu prädestiniert ist und der Sommer, na ja, verschreien wir’s nicht.

Gleich vorneweg: Kunst und Kabinett, das passt zusammen wie Cabernet und Sauvignon, nämlich ausgesprochen gut. Ich habe einen schönen Tag für meinen Ausstellungsbesuch erwischt. Sonnenflecken liegen auf dem alten Holzboden und über die Schalenobjekte von Walter Ziegler legen sich Schattengitter. Elisabeth Sebolds hängender oder rutschender Akt ohne Titel rückt mit einer alten grauen Tür mit schwarzem Eisenschloss in bester Nachbarschaft zusammen. Man könnte denken, die Künstlerinnen und Künstler hätten ihre Werke gemacht, um sie genau hier auszustellen.weiterlesen »