Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Michael

Frühlingswanderung auf den Untersberg

 von Michael
Frühlingswanderung auf den Untersberg

Frühlingswanderung auf den Untersberg

Die Skitourensaison neigt sich ihrem Ende zu. Zwar liegt in den Höhen immer noch einiges an Schnee, aber die Lust auf Skitouren schmilzt mit der nun schon sehr warmen Sonne zusehends dahin: ganz früh aufstehen, vielleicht weit fahrten, lange tragen, schnell zum Gipfel, damit man gerade noch den schönen Firn erwischt …? Oder vom Haus weg in leichter Ausrüstung gemütlich dahin wandern, ein bisschen Sommerfeeling, weiter oben dann noch in bisschen Winterfeeling, aber zunehmend warm, etwas Stapfen im Schnee, am Gipfel dann aber im T-Shirt im warmen Gras sitzen?

Gestern hat uns letzteres mehr gereizt. Also nach ausreichend frühem Aufstehen und gemütlichen Frühstück zu Fuß gestartet, durch einen Frühlingstraum ganz alleine auf einer möglichst  sicheren Route hinauf auf den Untersberg. Oben treffen wir nur einige handverlesene Einsamkeitsliebhaber, die von Winkl über den Reisenkaser herauf gekommen sind. Wir aber waren in einem riesigen Amphitheater völlig alleine, nur das Zwitschern der Vögel und das Rauschen einiger Bäche und unsere Schritte – toll!

Der obere Beginn der Almbachklamm

Der obere Beginn der Almbachklamm

Zwischendurch ein paar Schneehänge, steil, aber nicht zu hart und damit recht gut zu begehen, seidenblauer Himmel, lichtgrünes Buchenlaub. Aus dem noch feuchten Boden drängen die ersten Blüten und Gräser ans Licht.

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Unterwegs zu den Barmsteinen - Bamstoa

Unterwegs zu den Barmsteinen – Bamstoa

Am Sonntag war ich grenzüberschreitend unterwegs. Von der Scheffau, dem hochgelegenen Ortsteil von Marktschellenberg direkt an der Grenze zu Österreich, bin ich über die Ruine Türndl auf den Kleinen Barmstein („Bamstoa“ wie wir Einheimischen sagen) gewandert!

Die Ruine Türndl

Vom Grenzübergang Zill kann man die Ruine der ehemaligen Höhenburg schon sehen. Sie steht im Wald auf einem Kamm, der sich von den Barmsteinen bis hinunter zum Kleinkirchentalweg erstreckt. Vermutlich in der 2. Hälfte des 13 Jahrhunderts wurde die Veste Türndl als Teil einer Befestigungsanlage zur Sicherung der Grenzen gegen Bayern erbaut. Im Jahr 1423 übernahmen Halleiner Bürger die Bewachung der Veste. Ende des 16. Jahrhunderts bewohnt noch ein Wildhüter den Turm der Veste, danach verfiel Türndl immer mehr zur Ruine. Seit 1876 befindet sich die Ruine im Besitz der Stadt Hallein.

Die Ruine Türndl

Die Ruine Türndl

In den Jahren 2008 bis 2011 wurde die einsturzgefährdete Ruine dann unter Beteiligung des Bundesdenkmalamtes des Landes Salzburg aufwändig saniert. Der noch bestehende Turm erreicht eine Höhe von 15 Metern auf einem Grundriss von etwa 9 auf 10 Meter.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Stoißer Alm auf dem frühlingshaften Teisenberg mit dem Untersberg (li), dem Hochstaufen und dem Zwiesel

Die Sennerinnen auf der Stoißer Alm: Einmal etwas ganz anderes machen…

Sie sind Verkäuferin, Erzieherin oder Zahnarzthelferin und wollen einen Sommer lang ganz neue Wege gehen; sie freuen sich auf den Umgang mit Leuten, auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und werden gemeinsam ab dem 29. April für die vielen Besucher auf der weithin bekannten und als Ausflugsziel äußerst beliebten Stoißer Alm auf dem Teisenberg im Rupertiwinkel da sein.

Die Sennerinnen auf der Stoißer Alm mit v.li. Franziska Hartl, Lisa Bauer, Vroni Galneder, beim Fototermin nicht anwesend Claudia Horn

Die Almgenossenschaft Freidling mit Vorstand Heini Koch freut sich sehr auf die Drei „Neuen“ und dazu Claudia Horn, die bereits einen Sommer auf der Stoißer Alm verbrachte. Kennt sich Claudia bestens aus, so sind die Drei Neuen neugierig auf das Bevorstehende und nehmen sich zum ersten Mal die „Auszeit“ eines Sommers auf der Alm.

Auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit den mächtigen Panorama der Alpen im Hintergrund

Claudia Horn ist gebürtig in Oberfranken und lebt schon seit langer Zeit in Grassau. Durch einen Bekannten, der gerne Radl fährt und daher den Teisenberg mit der Stoißer Alm bestens kennt, kam die gelernte Zahnarzthelferin im letzten Jahr auf die Idee, sich als Sennerin zu bewerben. Ihr gefiel es und sie geht in diesem Jahr zusammen mit den „Neuen“ den Sommer wieder auf die Alm auf dem Teisenberg.weiterlesen

Patricia Aulitzky sagt Servus

 von Sepp
Patricia Aulitzky mit Sepp Wurm

Patricia Aulitzky mit Sepp Wurm

Neue Darstellerin für Lena Lorenz in der neuen Staffel

Vier Jahre lang hat uns Patricia Aulitzky als Hebamme Lena Lorenz begeistert. Nach insgesamt 14 Folgen, vier davon werden im kommenden Herbst erstmalig ausgestrahlt, sucht die österreichische Schauspielerin nun eine neue Herausforderung. Die ZDF / ORF Serie Lena Lorenz wird aber auch ohne Patricia Aulitzky weitergehen. Denn neben der Hebamme hat die Serie noch einen weiteren Hauptdarsteller: Himmelsruh, das fiktive Bergdorf, für das unser Berchtesgaden als Drehort dient. Besonders in Marktschellenberg, Ramsau und Schönau am Königssee wurden zahlreiche Szenen für die Serie gedreht. In diesen Tagen beginnen in Berchtesgaden bereits die Vorbereitungen für die Dreharbeiten zur neuen Staffel. Die Rolle der resoluten Hebamme im idyllischen Bergdorf Himmelsruh übernimmt Judith Hoersch, die aus zahlreichen Fernsehproduktionen bekannt ist, unter anderem spielte sie im Tatort Kiel – Borowski und die Frau am Fenster, Das geheime Leben der Spielerfrauen, Das Traumschiff – Emirates, SOKO Stuttgart, SOKO Wismar, Der Lehrer, Kriminalist, Zappelphilip, Der Staatsanwalt, Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern…

Zu Ihrem Abschied von Lena Lorenz äußert sich Patricia Aulitzky auf ihrer Facebookseite:

„Ich durfte dieser modernen, eigenwilligen, starken, Frau in den letzten 4 Jahren in 14 wunderbaren Filme Leben einhauchen. Dafür bin ich sehr sehr dankbar – vorallem auch daß ihr mir dabei so treu gefolgt seid und so fleissig eingeschalten und kommentiert habt.  Ich hoffe natürlich daß das weiter so bleibt, denn ich gehe euch als Schauspielerin ja nicht verloren!  Im Herbst wird es noch 4 Folgen „Lena Lorenz“ mit mir geben (…) Ich werde mein tolles Team und das wunderschöne Berchtesgadener Land sehr vermissen, aber für mich ist es einfach Zeit für neue Herausforderungen.  Ich hoffe ihr begleitet mich auch bei dieser neuen Reise, und bedanke mich von Herzen für eure Treue und Freundschaft, alles Liebe, eure Patricia“

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Abendspaziergang zum Ponnzenzenbichl

 von Sepp
Sonnenuntergang an der Kirchleitnkapelle auf dem Pnnzenzenbichl

Sonnenuntergang an der Kirchleitnkapelle auf dem Pnnzenzenbichl

Die Tage werden wieder länger, und auch wenn sich noch keine großen Touren nach Feierabend ausgehen, für kleine Spaziergänge reicht es allemal. Zum Beispiel über den Soleleitungsweg zur Kapelle der Seligpreisung am Mitterweinfeld.

Der Berchtesgadener Soleleitungsweg führt oberhalb des Marktes Berchtesgaden entlang und verbindet das Haus der Berge am Ortseingang mit dem Salzbergwerk am anderen Ende des Marktes. Der bekannteste Teil der Soleleitung ist der Steg, der mit einer kühnen Konstruktion an den steilen Felsabbrüchen des Kälbersteins befestigt ist. Weiter östlich führt der Soleleitungsweg dann am Mitterweinfeldhof vorbei, wo Zwergziegen neben dem Weg herumtollen.

Ziegen am Mitterweinfeld

Ziegen am Mitterweinfeld

Alte Deicheln säumen den Weg hier: Diese etwa 4 Meter langen ausgehöhlte Holzstämme, dienten früher als Röhren zum Transport der Sole vom Salzbergwerk zur Saline. Der Weg führt jetzt flach bis übers Nonntal, wo der Soleleitungsweg und Weg der Seligpreisungen aufeinandertreffen.

Der Berchtesgadener Soleleitungsweg am Weinfeld

Der Berchtesgadener Soleleitungsweg am Weinfeld

Der Hang vom Nonntal bis hinauf zum Lockstein wird auch Kirchleit’n genannt, weil man von hier die 4 Kirchen des Marktes Berchtesgaden sehen kann.

Blick hinunter zu Pfarr- und Stiftskirche

Blick hinunter zu Pfarr- und Stiftskirche

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Rosi Fürmann

Auf dem Wallfahrerweg von Teisendorf nach Weildorf mit den 15 Stationen des Rosenkranzgebetes

Sich auf den Weg machen: Marienmeditation mit Bildern, Texten und Musik in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Weildorf

 Ein später in Vergessenheit geratener Rosenkranz-Wallfahrerweg führte von Teisendorf zur Marienwallfahrt „Mariä Himmelfahrt“ nach Weildorf – heute Gemeinde Teisendorf. Den Weg säumten im Kunstguss in Achthal hergestellte und vom Kirchenmaler Josef Hitzinger (1834-1913) bemalte Rosenkranztafeln. Im Zuge der Weildorfer Flurbereinigung (1979 – 1983) ging das Wissen um diesen Wallfahrerweg verloren und die Rosenkranztafeln verschwanden teilweise.

die Wallfahrtsmadonna („schöne Madonna“ von 1430) – Votivtafeln erzählen von Bitte und Dank an die Muttergottes von Weildorf

Der Knogler-Bauer Hans Aicher aus Teisendorf ließ Mitte der 1980er-Jahre zwei noch stehende Tafeln von Schlossermeister Ludwig Gschwendtner restaurieren und weckte damit dessen Interesse. Der Schlossermeister restaurierte die sechs noch stehenden Tafeln und die Carolinenhütte in Achthal goss die Fehlenden nach.

die Rosenkranzstation aus dem Rosenkranzweg von Teisendorf nach Weildorf „Jesus, der für uns gegeißelt worden ist“

Die Tafeln bemalte Kirchenmaler Georg Gschwendtner und – nachdem die Malerei nach Jahren durch Umwelteinflüsse stark beschädigt war – nahm sich Ursula Übelherr derer an und schuf die Tafeln mit viel Liebe zum Detail neu.weiterlesen

Radl-Saison eröffnet

 von Sepp
Mit dem E-Bike zur Bindalm

Mit dem E-Bike zur Bindalm

Ich habe am Wochenende die Radl-Saison eröffnet. Und zwar bin ich durchs Klausbachtal zur Bindalm geradelt.

Von Berchtesgaden fahre ich auf dem Radweg neben der Bundesstraße bis zum Stangenwald, dann auf dem Weg an der Berchtesgadener Ache entlang durch den Wald bis zum Duftberg. Ein kurzes Stück geht’s auf der Hauptstraße entlang, bevor ich an der Roßhofschmiede auf die alte Berchtesgadener Straße abbiege und auf diesem kombinierten Fuß und Radweg das Bergsteigerdorf Ramsau erreiche. Durch das Ortszentrum radle ich auf der Straße. An der Marxenbrücke zweige ich in den Zauberwald ab: Hier führt die alte Hinterseer Straße, die mittlerweile Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist, hinauf zum Hintersee. Vorbei am See geht’s über die Hirschbichlstraße hinein ins Klausbachtal. In der Au, dem flachen Talboden des Klausbachtals, ist es auch neben der Straße komplett aper, erst ab der Engert-Holzstube säumen noch einzelne Schneeflecken die Strecke. Doch selbst der Mitterberg ist mittlerweile schneefrei. Dank des Motors meines E-Bikes stellt die Steigung des Berges keine Herausforderung dar, zügig erreiche ich die Almfläche der Bindalm.

Vor zwei Wochen war ich schon mal zu Fuß hier oben, da herrschte noch tiefster Winter. Jetzt ist davon kaum noch was zu sehen. Stattdessen: Frühling pur! Die Wiesen haben  noch nicht das saftige Grün des Almsommers, sind noch braun oder schon leicht grün. An den Hängen des Kreuzbichls (so nennt man den Hügel, auf dem das Almkreuz steht) blühen Erica. Oberhalb der Kaser sprießen Krokusse und sorgen für Frühlings-Farbtupfer.

Krokusse blühen auf der Bindalm

Krokusse blühen auf der Bindalm

Was für ein Anblick: Die zarten weißen Bergblumen und dahinter die schroffen Felsen der Mühlsturzhörner. Obwohl ich diesen Ort schon so gut kenne, bin ich immer wieder von seiner Schönheit überwältigt!

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Florale Pracht auf dem Kopf platziert. Model Jessika vor dem Alpensolebrunnen des Königlichen Kurgartens Bad Reichenhall, dahinter die Konzertrotunde © Fischer/alpgold

Florale Pracht auf dem Kopf platziert. Model Jessika vor dem Alpensolebrunnen des Königlichen Kurgartens Bad Reichenhall, dahinter die Konzertrotunde © Fischer/alpgold

Prächtiger Kopfschmuck von Friseurmeister Martin Moser

Der Königliche Kurgarten in Bad Reichenhall ist ein gärtnerisches Meisterwerk. Seit 150 Jahren blüht es Jahr für Jahr in den prächtigsten Formen und Farben. Stiefmütterchen und Tulpen, Lilien, Fuchsien, Erika, Taschentuchbaum und Samthortensien, sowie zahlreiche exotische Pflanzen wie Zier-Bananen und Phönix-Palmen verleihen dem Kurgarten in der Alpenstadt eine bezaubernde Atmosphäre. Die hat Friseurmeister Martin Moser aus Bad Reichenhall zu einem ungewöhnlichen Kopfschmuck inspiriert.

In den Glashäusern der Kurgärtnerei wählte er Blüten und Blätter aus, um sie in aufwendiger Arbeit auf dem Kopf des 16-jährigen Models Jessika zu platzieren. Als Befestigungsgrundlage diente ein Steckschwamm, statt Haarnadeln musste Blumendraht herhalten. Die Prozedur dauerte rund zwei Stunden. Die Herausforderung lag neben der Optik auch in der Statik. Bei so viel Grün und Draht kommen schnell einige Kilogramm Gewicht zusammen, die Jessika kunstvoll auf dem Kopf balancieren musste. Martin Moser macht gerne ungewöhnliche Experimente, halb Friseurhandwerk, halb Kunst.

Friseurmeister Martin Moser lässt den Königlichen Kurgarten auf dem Kopf blühen und platziert Model Jessika vor dem Alpensolebrunnen © Fischer/alpgold

Friseurmeister Martin Moser lässt den Königlichen Kurgarten auf dem Kopf blühen und platziert Model Jessika vor dem Alpensolebrunnen © Fischer/alpgold

Bei der Mozart-Aufführung „Entführung aus dem Serail“ die aus dem Hangar 7 in Salzburg live für das Fernsehen produziert wurde, sorgten seine aufwendig inszenierten Steckfrisuren bereits für Furore.weiterlesen

Die schnellsten Wirte der Alpen

 von Sepp
Wolfgang unnd Barbara Bartels

Wolfgang unnd Barbara Bartels

Wolfgang und Barbara Bartels gewinnen Gold und Silber bei der Ski-WM der Gastronomen

Zum 10.Mal fand in diesem Jahr die Ski-WM der Gastronomie statt. Am 11. Und 12. April 2018 maßen sich Hoteliers, Köche und weitere Gastronomen, um den Schnellsten ihrer Zunft auf Skiern zu ermitteln. Dieses Mal brachten Barbara und Wolfgang Bartels vom Wörndlhof in Ramsau gleich zwei Medaillen aus Ischgl mit nach Haus in unser Bergsteigerdorf: Wolfgang wurde Weltmeister, seine Frau Barbara Vize-Weltmeisterin Ski Alpin der Gastronomen. Herzlichen Glückwunsch!

Der Erfolg ist natürlich kein Zufall: Barbara ist als gebürtige Österreicherin per Definition ja eine herausragende Skifahrerin. Und auch ihrem Mann Wolfgang liegt das Skifahren im Blut. Schon sein Vater, Wolfgang Bartels Senior, war ein brillanter Skifahrer. In den 1960er Jahren gehörte er zu den besten Deutschen Abfahrern. Zwischen 1962 und 1964 holte er drei Deutsche Meisterschaften in Abfahrt und Slalom. Seinen größter Erfolg konnte Wolfgang Bartels bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck feiern, wo er in der Abfahrt die Bronze-Medaille erringen konnte. Nach Ende seiner aktiven Zeit arbeitete er erfolgreich als Trainer und Gastwirt. weiterlesen

Wochen, ja – Monate vergingen und der Winter hielt tapfer inne in unseren heimischen Bergen. Noch heute liegt und verweilt er dort, ab einer Höhe von circa. 1.300 Metern. Doch insbesondere an den Südhängen der Berge schmilzt er nun und gibt den bräunlich gefärbten Weg und das Grün der Wiesen wieder frei. Wurzeln sprießen aus ihm hervor und sogar Wildblumen ragen aus dem goldenen Weiß empor. Es ist kaum zu übersehen: Der Frühling bahnt sich einen Weg hinauf in die Berge; doch er kämpft dabei nicht um seine Präsenz. Er schlendert ganz gemächlich – gewährt dem Schnee mancher Orts noch seine Daseinsberechtigung und nimmt an anderer Stelle seinen Platz ein.

Jahreszeitenübergänge zu beobachten und am eigenen Körper zu erleben sind immer wieder Dinge, die mein Training sehr bereichern. So genoss ich meinen letzten Berglauf auf den Jenner sehr, als ich dieses Schauspiel der Natur miterleben durfte.

Frühlingserwachen am Jenner

Nicht sicher, wann und wo ich auf ihn treffen würde, startete ich meine Tour unterhalb der Gastwirtschaft ,,Vorderbrand“ und bog nach etwa fünfzig Metern in den ausgeschilderten Wanderweg Richtung ,,Jenner“ ab. Dem Schotterweg bergaufwärts folgend erreichte ich nach einigen Minuten die ehemalige Mittelstation der Jennerbahn. Solche befindet sich derzeit noch im Umbau und soll Mitte diesen Jahres fertig gestellt werden. Seitlich der Skipiste nach oben folgend (hier befindet sich ebenfalls ein ausgeschildeter trail) erreichte ich die ersten nennenswerten Höhenmeter meines Laufes. Zu meiner Rechten wurde ich von der warmen Frühlingssonne gewärmt und durch den Ausblick zum Watzmann belohnt.

Da die Skipiste am Jenner noch mit ausreichend Schnee bedeckt ist, erblickte ich auch einige SkifahrerInnen, die sich ihren Weg nach unten erfuhren. Ich hingegen musste nun von meinem trail abweichen und mich zu ihnen gesellen, da mein gewählter Wanderpfad zum einsinken einlud und mich bis zu meiner Körperhälfte im Schnee stecken lassen ließ. So nutzte ich den Rand der Piste – welcher auch von SchneeschuhengeherInnen genutzt werden darf (also warum auch nicht von BergläuferInnen?).

Nach zirka 100 Höhenmetern unterhalb von der Miterkaseralm angekommen, erreichte ich ihn – einen frühlingshaften trail: Stellenweise Schnee und Eis – überwiegend steinig und schotterbehaftet. Ich konnte mein Tempo wieder erhöhen, in kreisenden Bewegungen den Forstweg in Richtung Mitterkaseralm hinauf düsen und die, mich umgebende Atmosphäre genießen. Nebenbei bemerkt war es bereits 16:00 Uhr und die Sonne machte noch so gar keine Anstalten, hinter den Bergen zu verschwinden. Nein – sie wärmte mich noch immer eifrig und setzte das Hohe Brett in ein wundersames Licht, was sich zu meiner linken Seite befand.weiterlesen