Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Funtensee
Waldi

Wanderung zum Funtensee

 von Waldi

Wir nutzten letzte Woche einen schönen Oktobertag und wanderten frühmorgens ins Wimbachtal, weiter zum Trischübel. Eine herrliche Kulisse, ganz vorne die Palfenhörner, erfreuten uns und wir entschl0ßen uns, nicht auf den Hirschwieskopf zu gehen, sondern zum Hundstodgatterl .Viele Gemsen sahen wir auf unserer einsamen Wanderung. Am Hundstodgatterl lag schon frischer Schnee. Hier hat man einen herrlichen Blick auf das Steinerne Meer, atemberaubend. Nach kurzer Brotzeit gingen wir weiter zum Funtensee. Der letzte Hang war ganz in Gold getaucht, so gelb waren die Lerchen und die Weiden, herrlich. Mittag saßen wir schon auf der schönen Terrasse vor dem idylischen Funtensee. 2 Stunden haben wir die herrliche Aussicht und den einmaligen Platz genossen, dann mußten wir an den Abstieg denken.

Über die Saugasse wanderten wir runter. Auch hier war alles gold,einfach schön. Kurz vor der Schiffanlegestelle mußten wir noch laufen, damit wir die letzten Schiffe für die Überfahrt zum Königssee noch erwischten.

Eine meiner Lieblingstouren, die Trittsicherheit und Kondition voraussetzt. Berg Heil Waldi

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

beim Hundstodgatterl © Ann-Kathrin Helbig

Hüttentouren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Und so kommt es, dass ein Großteil der Berghütten hier in den Berchtesgadener Alpen zum Teil schon ausgebucht sind für Übernachtungen. Doch, was heißt das genau? Was wenn ich auf das Geradewohl vorbei komme – werde ich dann weggeschickt? Brauche ich dann einen Schlafsack? Was soll ich mitnehmen auf meine Hüttentour?

All diese Fragen werde ich euch beantworten. Ehrlich und konkret. Danach folgt eine Beschreibung einer 2-Tagestour durch das Steinere Meer, die ich vor kurzem gegangen bin.

Fangen wir mal beim Rucksack an. Was wollt ihr eigentlich mit euren 60 Liter Rucksäcken, die schon über dem Kopf überhängen? Vollkommen unnötig! Außer ihr wollt nun die ganze Sommersaison in einer Berghütte verbringen! In den Rucksack soll ein dicker Pulli, eine dicke Jacke, eine Windjacke (super klein faltbar), T-Shirts, Tops, Unterwäsche, Socken, eine Wechselhose und vielleicht Shorts. Zu Essen reichen Müsli-Rigel und dafür eine große mind. 1,5-Liter Flasche die nachfüllbar ist. In den Berghütten kann man sehr gut essen. Denn Gewinn machen die Berghütten nur durch die Konsumation von Essen/Getränken. Alpenvereinshütten müssen einen Großteil der Übernachtungsgebühr an den deutschen Alpenverein abführen. Apropo Alpenverein: Berghütten des Alpenvereines sind auch Schutzhütten, was bedeutet ist ein Abstieg ins Tal nicht mehr zumutbar, so kommt ihr sicher im Notlager oder sogar im Gastraum auf einer Matratze unter. Ihr werdet nicht vor die Haustüre geschickt am Abend. Am Wochenende sind die Berghütten immer heillos überfüllt. Macht eure Hüttentour doch besser unter der Woche. Und was wollt ihr mit euren Zelten, Isomatten und Schlafsäcken?! Campieren ist im Nationalpark Berchtesgaden strengstens verboten! Wer erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. In den Berghütten gibt es sowohl im Matratzenlager, als auch in den Bettenlager genügend Decken und Kissen. Ihr braucht nur ein Inlett, also Hüttenschlafsack. Diese können in vielen Hütten geliehen werden oder kostengünstig gekauft werden. Das Packmaß ist winzig.

Also hier nochmal zusammengefasst:

  1. Den Rucksack minimalistisch packen. In der Regel reicht ein 30 Liter Rucksack für 3-4 Tage
  2. In den Berghütten Essen/Trinken konsumieren
  3.  Tour besser unter der Woche machen, da sonst schlafen in einer heillos überfüllten Hütte
  4. Campieren verboten! Zelt, Isomatte und Schlafsack zu Hause lassen.

So, jetzt kennt ihr euch aus.
Jetzt fragt ihr euch wieso redet die denn so schlau daher? Ganz einfach: Ich habe selbst schon in einer Berghütte gearbeitet, bin mehrmals die Woche in den Bergen unterwegs und beruflich im Tourismus tätig. Deswegen kommen hier auch ein paar Tipps und eine Tour, die ich vor kurzem machte als Beispiel.

Ein ehrlicher Guide durch das steinere Meer (denn wusstet ihr was blaue Linie im steinerne Meer bedeuten?!).

Tag 1:
Oft werde ich gefragt wohin mit dem Auto, wenn der Start nicht gleich der Endpunkt ist. Dazu rate ich immer die Tour zu einer Rundtour zu machen oder den Endpunkt so zu legen, dass man Mithilfe des ÖPNV zum Auto zurück gelangt. So auch heute. Das Auto lasse ich zu Hause in Schönau am Königssee (alternativ Mehrtagesticket am Automaten am Großparkplatz Königssee lösen). Mit dem ersten Schiff fahre ich bis zur Halbinsel St. Bartholomä. Mir wird wieder bewusst, dass ich am schönsten See Deutschlands lebe. An der Halbinsel angekommen biege ich gleich nach links und folge der Beschilderung Kärlingerhaus. Ausgeschildert ist es hier mit 5 Stunden für den Aufstieg über Saugasse zum Funtensee. Ehrlich gesagt kenne ich niemaden, der so lange brauchte. Der Druchschnitt is 3-3,5 Stunden. Meinen Kreislauf treibe ich gleich hoch indem ich das Tempo hoch anziehe. Denn nicht nur das Kärlingerhaus ist mein heutiges Ziel sondern auch 2 Gipfel. Also zack zack am Ufer entlang, steile schweißtreibende Kehren bis ins Schrainbachtal, dann flach am Schrainbach entlang und dann bin ich direkt vor ihr: der Saugasse. Ihr Ruf ist deutlich schlechter als sie ist. Das Ungewöhnliche an der Saugasse ist nur, dass man viele Höhenmeter über einige Spitzkehren macht. Der Endspurt nach der Saugasse zieht sich. Nach 2,5 Stunden habe ich das Kärlingerhaus erreicht. Die Haxen sind auf Autopilot, mein Kreislauf hasst mich gerade. Viel Wasser und zuckerhaltiges Essen brauche ich. Denn nun geht es weiter zum Gipfel des Viehkogels. Es geht steil und über mehrere Schuttrinnen bergauf. Man durchquert das wilde Viehkogeltal. 1 Stunde 45 Minuten dauert der Aufstieg.

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogeltalhütte © Ann-Kathrin Helbig

NUN EINE INFO, DIE ES IN KAUM EINEM WANDERFÜHRER GIBT: Wenn ihr über das Viehkogeltal zum Riemannhaus wollt, dann müst ihr hinter der Viehkogeltalhütte den blauen Linien nach rechts folgen. Nicht den roten Punkten! Denn die roten Punkte führen zum Gifel des Viehkogel. Aber Achtung oft bedeuten blaue Linien, dass dort der Weg zum Gipfel führt. Vor allem auf österreichischer Seite des stenernen Meeres. Bitte im steinernen Meer oft auch auf den Boden achten. Denn dort findet man gesprayed oder mit Edding auf Stein geschrieben die Richtung. Es gibt im stenernen Meer kaum Wegweiser.

Nach dem letzten, sehr schottrigen Steilaufschwung habe ich die Gipfelwiese des Viehkogels erreicht. Dieser Gipfel bietet tolle Blicke zu den Funtenseetauern und auf das steinerne Meer. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Da der Weg doch recht rutschig ist, empfieht sich hier Trekkingstöcke zu nutzen.

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

Viehkogel © Ann-Kathrin Helbig

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Ferienprogramm im Nationalpark Berchtesgaden

 von Sepp
Ferienprogramm im Nationalpark Berchtesgaden

Ferienprogramm im Nationalpark Berchtesgaden

Jetzt anmelden: Unter dem Motto „Bunte Vielfalt“ präsentiert der Nationalpark Berchtesgaden sein diesjähriges Sommer-Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche.

Die Dr.-Heinz-und-Maria-Loewe-Stiftung finanziert  elf abwechslungsreiche Veranstaltungen. Das Ferienprogramm beginnt am 4. August mit der Veranstaltung „Mit Karte um Kompass – Weißt du, wo´s lang geht?“ im Berchtesgadener Nationalparkzentrum Haus der Berge. Bei den Sonderprogrammen für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 13 haben junge Naturfreunde die Gelegenheit, einer Sennerin beim Butter- und Käsemachen über die Schulter zu schauen, Musikinstrumente aus Natur- und Recyclingmaterialien zu basteln oder kleine Filmclips mithilfe der Stopp-Motion-Technik zu erstellen. Außerdem erfahren sie als Kakao-Forscher Spanendes über die „bitter-süße Bohne“ und können den Wildtierexperten Jochen Grab auf Spurensuche im Klausbachtal begleiten. Bei diesen kostenfreien Programmen ist eine Anmeldung erforderlich im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ unter der Rufnummer +49 8652 979060-0.

Forschen und Werken im Bildungszentrum im Haus der Berge

Jeden Freitag vom 4. August bis 8. September von 9:30 bis 12:30 Uhr heißt es für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren: „Forschen und Werken im Bildungszentrum im Haus der Berge“. Hier laden die neue Bildungskiste mit dem großen Wasserglobus sowie verschiedene Themen von T-Shirt-Färben mit Pflanzenfarben über das Kennenlernen von alten Obst- und Gemüsesorten bis hin zu Bienen und Pilzen zum Forschen, Spielen und Kreativsein ein. Auch hier ist eine Anmeldung unter +49 8652 979060-0 erforderlich.

Nationalpark-Programm für Jugendliche

Auch für Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren ist Spannendes geboten: Von 1. bis 3. August 2017 findet die Wanderung zum Funtensee im Steinernen Meer statt, vom 8. bis 11. August 2017 lädt das Nationalpark-Mediencamp zum multimedialen Erkunden des Schutzgebiets ein.weiterlesen

Lukas Schöbinger: Der neue Bergbrenner

 von Sepp
Lukas Schöbinger und Hubsi Ilsanker: Der neue und der alte Bergbrenner

Lukas Schöbinger und Hubsi Ilsanker: Der neue und der alte Bergbrenner

Generationswechsel bei der Enzianbrennerei Grassl

Lukas Schöbinger tritt ab Mai als neuer Bergbrenner in die Fußstapfen von Bergbrenner Hubert „Hubsi“ Ilsanker, der auf eigenen Wunsch den Beruf gewechselt hat und nun als Zimmerer im Tal tätig ist. Als gelernter Destillateur, der seine Ausbildung nur wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt bei der Enzianbrennerei Grassl absolviert, hat Lukas beste Voraussetzung für seine zukünftige Aufgabe im Gebirge.

Als Bergbrenner und Wurzelgraber gilt es, den besten Schnaps herzustellen, in den Brennhütten der Enzianbrennerei Grassl auf der Eckerleiten, am Priesberg, der Wasseralm sowie dem Funtensee. »Da wartet eine Menge Arbeit auf mich«, sagt der Berchtesgadener selbstbewusst. Neben dem Brennen müssen die Hütten auch instandgehalten werden. Gemeinsam mit Hubert Ilsanker hat Lukas letztes Jahr Schnaps gebrannt und die Arbeitsweisen am Berg kennengelernt. „ Der Hubsi war zu Anfang seiner Tätigkeit etwa genauso jung wie ich und musste in die Fußstapfen seines Vorgängers treten.“

Bergbrenner Hubsi Ilsanker mit seinen Wurzelgrabern am Funtensee

Bergbrenner Hubsi Ilsanker mit seinen Wurzelgrabern am Funtensee

Lukas Schöbinger ist 21 Jahre alt, aber er hat schon vor der Ausbildung immer wieder in der Enzianbrennerei in Unterau gearbeitet. Es ist von Vorteil, dass Lukas auch ein begeisterter Musikant ist. Er spielt Trompete und ist Mitglied der Marktkapelle Berchtesgaden. weiterlesen

TV-Tipp: Bergbrenner Hubsi auf Arte

 von Sepp
Bergbrenner Hubis Ilsanker mit seinen Wurzelgrabern am Funtensee

Bergbrenner Hubis Ilsanker mit seinen Wurzelgrabern am Funtensee

Kräuterwelten der Alpen am 19. Januar um 19:30 Uhr auf Arte

Die Kräuter der Alpen erleben momentan eine Renaissance. Die Naturschätze aus der eigenen Region rücken wieder ins Bewusstsein der Verbraucher. Das Potenzial der Alpenkräuter ist noch lange nicht ausgeschöpft. Die Sendereihe Kräuterwelten begibt sich auf eine Entdeckungsreise durch verschiedene Regionen Europas, Lateinamerikas und Asiens und taucht ein in die komplexe Welt von Anbau, Ernte und Verarbeitung der heimischen Kräuter. Sie erzählt von der jahrhundertealten Erforschungs- und Wirkungsgeschichte von Kräutern inVolksheilkunde/Medizin und ihrer vielfältigen Anwendung in Küche, Heilkunde und Naturkosmetik. In der Sendung am Donnerstag, den 19. Januar 2017, widmet sich Arte den Kräutern der Alpen.

Wenn es um die Alpen geht, dürfen die Berchtesgadener Berge natürlich nicht fehlen: Für die Enzianbrennerei Grassl, die älteste Enzianbrennerei Deutschlands, gräbt Hubsi Ilsanker im Nationalpark Berchtesgaden nach den geschützten Enzianwurzeln – genehmigt durch ein historisches Sonderrecht.weiterlesen

Waldi

Auf die Schönfeldspitze und durchs Steinerne Meer

 von Waldi
Blick von der Schönfeldspitze zum Hochkönig

Blick von der Schönfeldspitze zum Hochkönig

Eine meiner Lieblingstouren ist das Steinerne Meer. Diesmal wollten wir die Schönfeldspitze machen und der Ausgangspunkt war Maria Alm im Österreichischen. Wir stiegen Morgens um 6 Uhr auf zum Riemannhaus. Dieser herrliche Pfad, teils in Fels hieneingeschlagen, lässt jedes Bergsteigerherz höher schlagen. Die ersten Sonnenstrahlen schauten über die Berggipfel und es war einfach nur imposant. Nach gut 2 Stunden waren wir am Haus und konnten uns einen Kaffee genehmigen. Dann gings weiter zur Schönfeldspitze. Hier muss man schon ab und zu die Hände zum Klettern hernehmen, aber ansonsten ist es gut zum Gehen. Nach 1 1/2 Stunden hatten wir auch diesen wunderschönen Gipfel erreicht.

Das Gipfelkreuz der Schönfeldspitze

Das Gipfelkreuz der Schönfeldspitze

Das impossante Kreuz mit der Darstellung von der Gottes Mutter Maria mit dem Jesus im Arm ist gewaltig, wie auch der Rundblick. Das Wetter war traumhaft und wir machten eine ausgiebige Rast.weiterlesen

Hüttentour im Steinernen Meer

 von Sepp
Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die Wettervorhersage ist bestens, die Übernachtungen auf dem Ingolstädter Haus und dem Kärlingerhaus sind gebucht, der Rucksack ist gepackt: Am Sonntag in der Früh brechen wir auf zu unserer Hüttentour im Steinernen Meer. Der strömende Regen am Sonntagmorgen stört uns wenig, wir sind überzeugt, dass der Regen bald aufhört und begeben uns für 3 Tage ins Steinerne Meer, fernab von erschütternden Nachrichten und Handy-Empfang.

Aufstieg im Regen zum Ingolstädter Haus

Wir starten unsere Mehrtagestour in Pürzlbach, das ist ein Ortsteil des österreichischen Bergsteigerdorfes Weißbach (das von unserem Bergsteigerdorf Ramsau lediglich durch den Hirschbichlpass getrennt ist) auf 1075 Metern. Ein Wanderparkplatz hier oben ist Beginn des kürzesten Anstiegs zum Ingolstädter Haus. Unser Weg führt uns auf einer breiten Fortstraße zur Kallbrunnalm. Der Regen ist unser ständiger Begleiter, auf der Almfläche kommt noch ein schneidender Wind hinzu. Doch das trübt unsere Wanderlust nicht. An der Kreuzung vor dem Kaskeller auf der Kallbrunn nehmen wir die Abzweigung zum Dießbachstausee.

Der Dießbachstausee

Der Dießbachstausee

Hier nutzen wir die Unterstandsmöglichkeit um nochmal zu prüfen, ob der Regenschutz unserer Rucksäcke noch richtig sitzt und seine Funktion erfüllt. Passt! Wir sind übrigens mit Regenschirmen gewandert, das ist zwar in gewissen Kreisen verpönt, aber sehr nützlich, wenn der Weg nicht allzu anspruchsvoll ist. Am Dießbachstausee wandern wir an der Staumauer entlang zur anderen Seite des Tals, wo auf der rechten Seeseite ein Weg in Auf und Ab stellenweise richtig steil am bzw. oberhalb des Sees entlang ins hintere Dießbachtal führt. Hinter dem Dießbachstausee führt der Weg in angenehmer Steigung durch den Wald zur Talstation der Materialseilbahn auf der ehemaligen, mittlerweile aber verfallenen Mitterkaseralm. Hier wird aus dem Weg ein schmaler Steig, der erst nach links durch Latschen führt, bevor er sich an einer Kreuzung teilt.

Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Aufstieg zum Ingolstädter Haus

Links geht’s hinauf zur Hochwies, rechts zum Ingolstädter Haus. Unterhalb der Südwände des Kleinen Hunstodes folgen wir jetzt dem Weg einmal halb um den Hundstod in die Dießbachscharte. Dort steht das Ingolstädter Haus, nur ist es heute nicht zu sehen: Regen, Wolken und Nebel lassen uns nur wenige Meter sehen. So sind wir einigermaßen überrascht, als sich plötzlich etwa 20 Meter vor uns die Umrisse des Hauses aus dem Nebel schälen. Ich bin diesen Weg bisher erst einmal gegangen, bei schönstem Wetter, und da sah alles irgendwie anders aus!

Das Ingolstädter Haus im Nebel

Das Ingolstädter Haus im Nebel

Wir sind nass, aber – Regenschirm sei Dank – nicht allzu sehr! Dennoch sind wir natürlich froh, das Ingolstädter Haus erreicht zu haben. Die Schuhe und das nasse Gewand werden im Trockenraum deponiert und wir gehen ins Haus. Viele Bergsteiger haben bei diesem Wetter den Weg nicht genommen hier rauf, und so teilen wir uns das große Haus mit nur wenigen anderen unerschrockenen Wanderern. Unseren Plan, den Hundsod zu ersteigen, haben wir bereits aufgegeben: Es will einfach nicht aufhören zu regnen. Stattdessen nutzen wir den Nachmittag und Abend, um das Ingolstädter Haus genau unter die Lupe zu nehmen.

Es wird Abend am Ingolstädter Haus

Es wird Abend am Ingolstädter Haus

Und ich sage Euch: Das Ingolstädter Haus ist ein Traum, das Essen ist hervorragend, die Zimmer und Lager vom allerfeinsten, und die Sanitäranlagen scheuen keinen Vergleich zu denen im Tal. Wenn Ihr mal in der Gegend seid, schaut Euch das Haus an! Das eigentliche Highlight der Hütte – die Aussicht auf das Steinerne Meer – wurde uns vom Wetter leider verwehrt, dennoch war der Aufstieg im Regen ein absoluter Erfolg. Zudem scheint sich das Wetter zu bessern. Während bei uns oben immer noch dicke Wolken um den Hundstod hängen, sieht man im Tal den Himmel leuchten!

Der Himmel leuchtet

Der Himmel leuchtet

Mit Aussicht auf einen wunderschönen Morgen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.weiterlesen

Waldi

Funtensee im Steinernen Meer: Skitourenparadies

 von Waldi
Skitour Steinernes Meer

Skitour Steinernes Meer

Die letzte Schönwetterperiode haben wir gleich ausgenutzt und suchten uns das Ziel Funtensee aus, auch aus dem Grund, da das Kärlinger-Haus ein paar Wochen geöffnet war.

Wir fuhren nach Maria Alm und gingen über die Buchauerscharte rauf, hier war noch ganz schön Schnee, so daß wir nur kurz unsere Skier tragen mussten. Nach 2 3/4 Stunden waren wir oben und machten eine kurze Rast. Dann wanderten wir weiter in Richtung Selbhorn. Ein wunderschönes Landschaftsbild bot sich uns.

Skitour im Steinernen Meer

Blick vom Selbhorn im Steinernen Meer

Nach dem wir das Skidepot erreicht hatten, mussten wir noch ca 20 Minuten zu Fuß zum Gipfel gehen. Ein herrlicher Rundblick bot sich uns auf diesem schönen Gipfel, der fast 2700 m hoch ist. Nach dem Abstieg fuhren wir weiter Richtung Niederbrunnsulzen, immer mal ein bischen aufwärts und dann glitt es wieder dahin.weiterlesen

Welcome to the moon – unsere Reise zum Mond!

 von Ann-Kathrin
Steppenlandschaft

Steppenlandschaft

Wem das Shuttle zum Mond zu teuer ist, für den habe ich eine kostengünstige Alternative: das steinerne Meer! Einer der wenigen Plätze in denen man sich so abgeschieden und weltfremd fühlt.

Meine beste Freundin aus Mannheim ist für ein paar Tage bei mir zu Besuch. Grund war nicht nur der Erholungswert sondern auch mein gut besuchter Vortrag am 3. Oktober im Haus der Berge. Für unsere Reise zum Mond mieten wir kein teueres Shuttle, sondern wir nutzen den öffentlichen Personennahverkehr. Mit der Linie 846 fahren wir bis Wimbachbrücke. Bevor es dann los geht zu unserer Expedition wird am neuen Geldautomaten am Parkplatz der Geldbeutel gefüllt (ganz umsonst ist die Reise zum Mond natürlich nicht).

Die Wimbachklamm lassen wir links liegen (wusstet ihr, dass das Trinkwasser der Berchtesgadener hier entspringt?!). Unsere Trekkingstöcke stellen wir ein und schon kann es los gehen. Schnellen Schrittes wollen wir die Wimbachgrieshütte erreichen. Laut gelben Wegesschild dauert es bis zur ersten Trink- und Esstation drei Stunden. Unser Ziel ist die Hälfte der Zeit. Meine Freundin betreibt Kraftsport, somit habe ich auch eine starke Begleitung für die Tour. Zwar ist es Montag und schon fast Nebensaison, aber trotzdem sind hier einige Wanderer unterwegs. Gut, wir sind aber auch eigentlich zu spät los für solch eine lange Tour. Erst um kurz vor halb 11 starteten wir.

Zwei junge Frauen, sportlich gekleidet (und nicht minder attraktiv) gehen schnellen Schrittes nebeneinander durch das Wimbachgries – das fällt auf! Dementsprechend können wir uns auch Sprüche wie „Sind Sie von der Firma eilig?“ anhören. Mein Konter: „Nein, wir sind von der Firma sportlich!“. Mittlerweile höre ich schon sehr lange solche Sprüche. Wieso kann sich das so mancher nicht einfach verkneifen? Wieso kann nicht jeder so gehen wie er will? Ist doch eigentlich egal, so lange man niemanden anderes gefährdet? Wir sind doch der Freiheit wegen in den Bergen und nicht weil uns andere etwas vorschreiben wollen! Für die Reise zum Mond muss man eben schnell unterwegs sein!

im Wimbachgries

im Wimbachgries

Zeitlich im Plan kommen wir bei unserer ersten Station, der Wimbachgrieshütte an. Auf dem Weg dorthin haben wir uns mit etwas ausgetrockneten Datteln gedopt. „Das sind Energiespender!“, sagt meine Freundin voller Überzeugung. Davon merke ich nichts. Zu dem Zeitpunkt unserer Reise zum Mond bin ich leider etwas geschwächt durch eine Angina. Dank der Pharmaindustrie kann ich einigermasen funktionieren (Bitte keine Meinungsäußerungen dazu, jeder wie er will). Bei der Wimbachgrieshütte dopen wir uns mit Suppe, Kaskrainer, Kartoffelsalat, Speckbrot und Kuchen. Das tut gut! Die Dattel-Weltraumnahrung heben wir für später auf.weiterlesen

Waldi

Wanderparadies am Funtensee

 von Waldi
Blick vom Schottmahlhorn

Blick vom Schottmahlhorn auf den Funtensee und das Kätlingerhaus

Letzte Woche starteten wir kurz entschloßen ins Steinerne Meer. Mittags fuhren wir mit dem Schiff nach Salet und dann ging’s steil den Sagereckersteig hinauf. Nach ca 3 1/2 Stunden waren wir am Kärlingerhaus, sprich Funtensee oben. Unterwegs röhrten schon die Hirsche und die Wanderung ist wunderschön, sehr abwechslungsreich. Am nächsten Tag gingen wir Richtung Totes Weib / Niederbrunnsulzen und dann rechts weg auf das  Schottmahlhorn. Dieser Steig ist nur ausgedaubt und man muss auch auf das Schottmahlhorn etwas klettern, nicht für jedermann geeignet. Oben hatten wir eine herrliche Sicht auf den Funtensee und die anderen Berge. Dann stiegen wir weiter über Felsen Richtung Riemmannhaus, um dann durch das Viehkogeltal auf den Viehkogel zu steigen. Hier benötigt man auch 3 bis 4 Stunden. Auf dem Viehkogel hat man  eine sehr schöne Sicht auf den Watzmann, Hundstod, Hirschwieskopf.

Im Viehkogeltal

Im Viehkogeltal

Schönfeldspitze

Schönfeldspitze

Am dritten Tag gingen wir auf den Simmetsberg und dann über die Saugasse runter zum Königsee.weiterlesen