St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Kallbrunnalm
Ann-Katrin
Freiheit pur!

Freiheit pur!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wer sich das nicht zutraut wird jetzt schon wegklicken. Viele kennen die Skitour der Königsklasse im Winter: die große Reibn. Diese wird oft in 2 Tagen und von extrem fitten Skibergsteigern in einem Tag begangen. Aber man muss kein Skibergsteiger sein um auch im Winter mal eine lange Tour durch die Berchtesgadener Berge zu unternehmen.
Hier habe ich eine Alternative für euch erwandert!

Und zwar vom Hintersee zum Grenzübergang am Hirschbichlpass, zu den Kallbrunnalmen und weiter zum Dießbachstausee. Die einfache Strecke misst fast 20 Kilometer. Allerdings dafür recht wenig Höhenmeter insgesamt, nämlich nur 1400. Somit merkt man die vielen Kilometer die man quasi schon „frisst“ gar nicht so sehr in den Beinen.

Tiefschnee und Bergspitzen

Tiefschnee und Bergspitzen

Die erste Stunde ist die Hirschbichlstraße, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist und nur in den Sommermonaten von einem Wanderbus befahren wird, noch komplett schneefrei. Nicht gerade der Optimalfall, denn in dieser Zeit trägt man die Schneeschuhe befestigt am Rucksack. Auch moderne Schneeschuhe haben ein gewisses Gewicht, wodurch der Rücken schnell mal beleidigt sein kann. Erst kurz vor der Bind-Alm kann man die Schneeschuhe befestigen. Dies variiert natürlich im Winter alles sehr stark. Es gab Tage, da mussten die Schneeschuhe schon am Klausbachhaus angezogen werden. Schneeschuhe verhindern, dass man gerade wenn der Schnee weich ist, nicht zu sehr einbricht. Ohne Schneeschuhe wäre diese Wanderung nicht möglich.

Bis zum Hirschbichlpass braucht man bis zu zwei Stunden. Von dort aus sind es dann nochmal zwei Stunden zur Kallbrunnalm. Leider ziehen sich die nächsten zwei Stunden wie Kaugummi. Kurz hinter derm Hirschbichlpass geht es 30% steil bergab. Ab hier ist die Straße auch wieder schneefrei/geräumt. Natürlich ein Grauß später 30% bergauf zu wandern mit den schweren Schneeschuhen am Rücken. Mittlerweile befinden wir uns schon in Österreich, im Naturpark Weißbach. Hier befindet sich nun auch ein Wanderparkplatz von dem wir nun abzweigen in Richtung Kallbrunnalm. Die Schneeschuhe werden dann wieder umgeschnallt und die Aufstiegshilfe auch. Dies erleichtert das bergauf gehen ungemein beziehungsweise macht es dieses schon wieder ziemlich bequem.

Die Sonne lacht! Es ist einer dieser sonnigen Tage an denen man spürt, dass der Frühling immer näher kommt. Einer dieser Tage in dem man alle Alltagssorgen vergisst. Ein Tag, der sich wie Urlaub anfühlt von dem man nicht möchte, das er je endet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Herbstliche Radltour zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Was war das für ein traumhaftes Herbst-Wochenende? Zwei Tage wunderschönes Wetter mussten natürlich genutzt werden. Ich habe am Samstag nochmal eine Radltour zur Kallbrunnalm gemacht. Die Kallbrunnalm im Salzburger Saalachtal ist mit seinen 30 Kasern die größte Alm in unseren Bergen, im Sommer weiden hier oben mehr als 300 Rinder. Die Kühe sind bereits im Tal, doch die Jausenstation auf der Alm hat heute den letzten Tag geöffnet.

Ausgangspunkt der Radltour ist der Parkplatz am Eingang zum Klausbachtal im Bergsteigerdorf Ramsau. Das Klausbachtal liegt am Vormittag noch zum großen Teil im Schatten! Die Jahreszeit macht sich deutlich bemerkbar, denn es ist richtig kalt. Zum Glück habe ich Handschuhe dabei. Durch das Klausbachtal führt der Radlweg erst flach, dann etwas steiler auf der asphaltierten Straße unterhalb der dolomitenförmigen Mühlsturzhörner entlang. Nach dem Mitterberg, der steilsten Stelle der Tour, radle ich unterhalb der Bindalm vorbei weiter zum Hirschbichl und am Jagdhaus Falleck vorbei flach weiter. Erst der letzte Abschnitt zur Kallbrunnalm ist dann wieder steiler. Und vor allem: Der letzte Abschnitt des Weges führt nicht auf einer asphaltierten Straße entlang, sondern auf einem Kiesweg.

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Erst als ich auf der ersten Weidefläche der weitläufigem Alm ankomme mache ich zum ersten Mal Pause. Der Anblick ist fantastisch: Hier oben ist es eher schon Winter als noch Herbst.

Blick zum Kammerlinghorn

Blick zum Kammerlinghorn

Ich genieße die wärmenden Sonnenstrahlen und versuche Finger und Zehen zu wärmen. Vor allem aber genieße ich den Anblick der verschneiten Almlandschaft.weiterlesen »

Ann-Katrin

Seehorn-Überschreitung und Ingolstädter Haus

 von Ann-Kathrin
Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen, aber nicht in der Natur. Die heutige Bergwanderung befindet sich sowohl auf deutschem als auch österreichischem Boden. Was man aber während des Gehens natürlich nicht bemerkt – denn Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen!

Für die heutige Tour fährt man zuerst in das österreichische Weißbach bei Lofer auf den Wanderparkplatz Pürzlbach. Alternativ kann man den Almerlebnisbus ab Ramsau Hintersee nutzen und bei der Abzweigung Kallbrunnalm aussteigen (unbedingt den Fahrplan beachten!). Wer von Weißbach bei Lofer/Pürzlbach startet, der geht mindestens eine Stunde auf einer breiten Forststraße. Allerdings wenn man seinen Daumen rausstreckt und ein Auto mit einheimischen Kennzeichen vorbeifährt kann man auch beispielsweise vom lässigen Koch der Jausenstation Kallbrunnalm mitgenommen werden.

Von der Kallbrunnalm lässt sich schon teilweise die komplette Tour von heute überblicken. Man kann gut das Seehorn als auch das Ingolstädter Haus in weiter Ferne gut erkennen. Das Seehorn und auch der gleichnamige See sind von der Kallbrunnalm ausgeschildert. Der gemütliche Bergwanderer braucht bis zu 3 Stunden zum Gipfel. Fittere sind natürlich schneller. Zuerst führt uns ein Pfad durch den Wald. Stetig bergan und vollkommen unschwierig. Immer mehr schraubt man sich hinauf, bis man vom Seehornsee überrascht wird. Dieser liegt smaragdgrün in einer Senke. Hinter uns kommt eine Gruppe Österreicher an. Wir heißen Sie spaßeshalber zum FKK-Badestrand am Seehornsee willkommen. Die Männer lehnen dies dankend ab und verzichten auf eine kostenfreie Geschlechtsumwandlung dank Seehornsee. Nun geht es rechts am See vorbei bergauf. Die Latschen wechseln schnell zum felsigeren Gelände und ein kleiner Kamin wird durchstiegen. Hierbei nutzen kleinere Menschen einfach noch ihre Hände zur Hilfe – so wie ich. Wer Bergerfahrung hat, wird hier keine Probleme haben beziehungsweise dies als schönsten Teil im Aufstieg empfinden. Nach dieser Passage öffnet sich der Blick und der letzte Schlussaufstieg wird erreicht. Hier kann man schön die steile Abbruchkante des Berges erkennen. Imposant, zauberhaft und super windig. Mütze und Sonnenbrille auf damit man nicht gerade ausschaut wie nach einem Trauerfall. Nach 20 Minuten, bei denen das Gipfelkreuz sichtbar wurde erreicht man den Gipfel.

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

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Sepp Wurm

Kranz-Kühe schauen auf dem Weg zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Am Samstag waren wir mit dem Radl zur Kallbrunnalm unterwegs. Da die Kallbrunner Almbauern aus der Ramsau an diesem Tag ihre Kühe ins Tal bringen, können wir während unserer Tour mehrere Almabtriebe mit prächtig geschmückten Kühen sehen.

Wir brechen in der Früh am Hintersee auf. Noch ist es wunderbar ruhig, lediglich die Enten sind schon auf dem See unterwegs.

Wir sind mit unseren E-Mountainbikes unterwegs, das perfekte Fortbewegungsmittel für solche gemütlichen Touren mit vielen Stopps zum Fotografieren. Am Klausbachhaus vorbei fahren wir hinein in den Nationalpark Berchtesgaden.

Auf Höhe der Wildfütterung im Klausbachtal hören wir Kuhglocken. Der Bauer vom Freidinglehen kommt uns mit seiner Herde entgegen. Die Kühe sind allerdings nicht geschmückt, denn der Freidinger treibt seine Kühe noch nicht zum heimischen Bauernhof, sondern erst noch auf die Schwarzbachalm. Auf dieser Niederalm werden die Kühe noch zwei Wochen verbringen, ehe sie endgültig wieder ihr Winterquartier beziehen.

Auf der breiten Straße radeln wir weiter durch das Klausbachtal, der Mitterberg, das extrem steile Wegstück unterhalb der Bindalm, überwinden wir dank der Unterstützung des Elektromotors unserer Räder mühelos. An der Brücke zur Bindalm treffen wir auf die bekannte Fotografin Marika Hildebrandt. Sie hat sich hier platziert um Bilder vom Almabtrieb zu machen. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Minuten sehen wir die ersten Kranz-Kühe. Auf Marikas Facebookseite Fotomagie könnt Ihr ein paar von Marikas Bildern vom Almabtrieb von der Kallbrunnalm ansehen.

Ende eines Almsommers auf der Kallbrunnalm……..die Kranzkia gehen Hoam. Jedes Jahr wieder ein schönes Bild. Auf den Almen kehrt Ruhe ein.
Habt eine schöne Herbstzeit! 󾌵

Posted by Fotomagie Berchtesgaden on Samstag, 10. September 2016

 

Wir halten uns aber nicht allzu lange auf, sondern fahren recht zügig weiter zum Hirschbichl. Hier sehen wir schon den nächsten Almabtrieb: Direkt am Alpengasthof Hirschbichl treffen wir auf die wunderschön geschmückten Kühe und Jungtiere vom Graßlerlehen. Leider haben wir ein paar Probleme mit unseren Fotoapparaten bzw. mit den Akkus. Man sollte den Akku halt immer kontrollieren und laden.

Vom Hirschbichl folgen wir der Mountainbike-Tour 4 zur Kallbrunnalm. Dieser Weg führt über das Jagdhaus Falleck. Hier treffen wir schon auf die nächsten Kühe. Der Bauer vom Hasenlehen kommt uns hier entgegen. Und mit ihm seine Kühe mit wundervollen Fuikln.

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Und auch unsere Kameraprobleme sind gelöst: Ich habe meinen Akku an Babsi abgetreten, begnüge mich fortan mit der Rolle des Beobachters und überlasse Babsi das Fotografieren des Almabtriebs.weiterlesen »

Wolkenspiele und Gespenster am Großen Hundstod

 von Jannis
watzmann-Südspitze-Wolke

Abends auf dem Hundstod-Gipfel. Die Watzmann-Südpitze spielt mit den Wolken.

Sonnenuntergang auf dem großen Hundstod

Die Ausblicke während meiner Seehorn-Tour wurden durchgängig von einem besonders auffälligen Berg dominiert. Egal ob auf dem Gipfel, auf der Kematenschneid oder von der Hochwies aus, stets hat sich das Felsdreieck des Berges mit dem merkwürdigen Namen Großer Hundstod majestätisch in das Blickfeld gedrängt. „Da musst du heute noch rauf!“ machte sich während des Abstiegs vom Seehorn eine Stimme in mir immer vehementer bemerkbar.

Die nicht zu unterschätzende Dauer des Abstechers, die fortgeschrittene Tageszeit und die zunehmende Wolkenbildung sprachen eigentlich gegen die spontane Unternehmung. Einige Punkte standen den Contras auf der Pro-Seite aber gegenüber: Die immer wieder gelobte Aussicht des Gipfels, ein Sonnenuntergangerlebnis auf hoher Warte und die Tatsache, dass ich in diesen abgelegenen Winkel der Berchtesgadener Alpen so schnell nicht wieder zurückkehren würde.

An der Kreuzung, wo der Abstiegsweg vom Seehorn auf den Hüttenweg zum Ingolstädter Haus trifft, musste dann eine Entscheidung her. Letztendlich konnte ich dem aufreizenden Bellen und dem Hundeblick des Gipfels nicht widerstehen.

Aufstieg zum Großen Hundstod

Oft taucht die Frage auf, wie der Große Hundstod (2594m) zu seinem Namen gekommen ist. Die Antwort findet man in der Watzmannsage, in der der Gipfel den Ort darstellt, an der die Hunde des grausamen Königs Watze abgestürzt sind.

Ein Hund, der mir später beim Aufstieg zum Gipfel mit Herrchen voller Lebensenergie entgegenkommt, beweist aber, dass sich Tier und auch Mensch heutzutage nicht besonders vor dem Ort der Sagentragödie fürchten müssen. Dafür sorgt ein Steig, der vom Ingolstädter Haus ohne nennenswerte Schwierigkeiten den Gipfel für alle trittsicheren  Bergsteiger zugänglich gemacht hat. Übernachtet man nicht im Ingolstädter Haus und geht den Hundstod als Tagestour an, braucht man auch eine Menge Kondition, die Zustiegswege aus den umliegenden Tälern bzw. der Kallbrunnalm sind weit.

In etwa eineinhalb Stunden erreiche ich von der besagten Kreuzung aus, das Ingolstädter Haus rechts liegen lassend, die Hundstodscharte zwischen Großem und Kleinem Hundstod. Auf dem kleinen Hundstod geht es ordentlich zu, viele Übernachtungsgäste der Hütte haben einen Abendspaziergang auf den schnell erreichten Gipfel hinter sich gelegt, um die super Aussicht auf das Steinerne Meer zu genießen. Auf seinem großen Bruder geht es dagegen ruhiger zu, ein paar Bergsteiger kommen noch vom Gipfel herunter während ich in der Scharte meinen Kraftakku für den etwa 40 minutigen Schlussaufstieg ein letztes Mal auflade.

Hundstodscharte

Ein wolliger Vierbeiner genießt die Aussicht über das Steinerne Meer mit der markanten Schönfeldspitze.

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Hundstod-Seehorn

Blick vom Seehorn zum großen Hundstod und ins Steinerne Meer.

Seehorn-Runde über der Kallbrunn-Alm

Die Kallbrunnalm liegt auf österreichischem Staatsgebiet im Naturpark Weißbach, unterliegt historisch bedingt aber dennoch der Bayerischen Verwaltung. Flächen- und was das Vieh betrifft Anzahlmäßig ist sie die größte Alm der Berchtesgadener Alpen. Dem Besucher bietet sie alles, was man sich von einer Alm im Berchtesgadener Land so wünscht: Saftige Weideflächen, urige Almkaser, fröhliche Kühe, ein umfassendes Speisenangebot aus eigen produzierten Lebensmitteln und ein großartiges Bergpanorama.

Die Kallbrunnalm ist deshalb bereits als eigenständiges Tourenziel überaus lohnend, zu Fuß, mit oder ohne Unterstützung des Almerlebnisbusses, oder per Mountainbike oder E-Bike erreicht man die Alm vom Hintersee aus durch das Klausbachtal und über den Hirschbichl. Darüber hinaus ist die Kallbrunnalm auch Ausgangspunkt für viele Bergtouren wie zum Beispiel dem rassigen Alm-Hausberg Hochkranz, der Hüttentour zum Ingolstädter Haus, dem Großen Hundstod oder eben der Seehorn-Runde, die ich am vergangenen Wochenende gedreht habe. Ein Berchtesgadener Alm- und Gipfelerlebnis par Excellence!

Mit dem Rad zur Kallbrunnalm 

In der früh starte ich mit dem Rad vom Hintersee aus in Richtung Hirschbichl. Ich folge der angenehm fahrbaren Asphaltstraße und genieße dabei das ursprüngliche Landschaftsbild des wildromantischen Klausbachtales. Zumeist in mäßiger Steigung, allerdings auch zwei extrem steile Rampen überwindend, komm ich dem Hirschbichl und somit dem Grenzübergang nach Österreich näher. Nach einer kurzen Abfahrt vom Passübergang und der Querung unterhalb des Kammerlingshorns gelangt man über eine aussichtsreiche Forststraße an den Schlussanstieg zur Kallbrunnalm.

400 Höhenmeter zieht sich der Versorgungsweg steil hinauf. Auf einer ersten Weidefläche mit tollem Picknickplatz angelangt, wähnt man sich bereits an der Kallbrunnalm angekommen. Weit ist es von hier nun wirklich nicht mehr und schnell erreicht man die Almfläche der Kallbrunnalm mit ihren gigantischen Dimensionen und den zahlreichen, verstreut liegenden Almkasern. Man kann sich kaum entscheiden, welche der urigen Almhütten man für eine Einkehr unter der hochalpinen Kulisse der südlichen Berchtesgadener Gipfel aufsucht!

Reiter-Alm

Die Ramsauer Dolomiten (Reiter Alm) bei der Anfahrt durch das Klausbachtal.

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Ann-Katrin
Welcome to the moon © Ann-Kathrin Helbig

Welcome to the moon © Ann-Kathrin Helbig

Wer spät aufsteht, muss schneller gehen …
Genau aus dem Motto entstand dann eher ein Lauf- und Gehmix zum Ingolstädter Haus im steinernen Meer. Oder um es wie im Artikel aus dem Oktober 2015 auszudrücken „Welcome to the moon

Einsam, weltfremd und bizarr. Das steinerne Meer zieht mich magisch an und das schon seit dem Herbst 2013. Immer wieder begehe ich diese Mondlandschaft, ob als Tagestour oder als Mehrtagestour. Heute soll es aus Zeitmangel nur eine Tagestour werden.

Dafür starte ich beim Wanderparkplatz Pürzlbach in Weißbach bei Lofer. Hier stelle ich nach langer Anfahrt mein kleines Rollerlein ab, bei dem ich froh bin, dass er die steilen Kurven hinauf zum Wanderparkplatz geschafft hat. Alternativ kann man auch den Almerlebnisbus ab Hintersee bis Kallbrunn-Abzw. nutzen oder man nutzt ein e-Bike. Eine breite Forststraße führt mich in rund 45 Minuten zum Weidegebiet und zur Jausenstation Kallbrunnalm.

Jausenstation Kallbrunnalm © Ann-Kathrin Helbig

Jausenstation Kallbrunnalm © Ann-Kathrin Helbig

Diese lasse ich links liegen und sehe schon vor mir das Plateau des Mondes mit seiner Mondstation Ingolstädter Haus. Wie von einem Magnet angezogen verschnellere ich meine Gehgeschwindigkeit. Eine Einkehr ist nicht notwendig, denn ich habe mir genug Proviant eingepackt. Nach einer kurzen Gehstrecke erreicht man den Dießbachstausee. Kaum zu glauben, dass unter dem See mal ein Almgebiet war.

Dießbachstausee © Ann-Kathrin Helbig

Dießbachstausee © Ann-Kathrin Helbig

Ich hab mal wieder verpennt. Wie so oft in letzter Zeit. Sehr ärgerlich. Es ist ein warmer Sommertag und eigentlich wollte ich soviel Monderlebnis wie möglich in ihn hineinstecken. So stand noch auf dem Plan den großen Hundstod zu begehen, aber das kann ich mir in die Haare schmieren bzw. muss ich das aufschieben. Erst mittags bin ich gestartet.weiterlesen »

Christian Thiel
Die letzten Meter bergauf auf der Almfläche

Emmy auf den letzten Metern bergauf zur Litzlalm

Der Wanderparkplatz an der Hirschbichlstraße beim Hintersee ist ein idealer Ausgangspunkt für Mountainbiketouren. Neben den Alm-Klassikern Kallbrunnalm und Litzlalm kann man den Parkplatz auch als Startpunkt für die Rundtour um die Reiter Alpe wählen. Alle drei Touren führen durch den Nationalpark Berchtesgaden und bieten wunderschöne Ausblicke.

Litzlalm und Kallbrunnalm (Fotos vom 2. und 8.7.2016)

Der erste Teil des Weges ist für beide Almen gleich. Über die geteerte Straße geht es durch den Nationalpark hinauf zum Hirschbichl. Zunächst führt die Straße nur leicht bergauf mit wenigen kleinen Anstiegen. Rechts beeindrucken die Felsformationen der Reiter Alpe, die sogennanten Ramsauer Dolomiten mit ihren markanten Spitzen, den Mühlsturzhörnern. Irgendwann erreicht man die Hängebrücke (nur Fußweg) und passiert zwei Wasserrinnen. Auf der rechten Seite türmt sich Gesteinsschutt der durch Erosion vom Berg nach unten in den Klausbach transportiert wird. Kurz danach kommen die steilen Passagen über den Mitterberg hinauf zur Bindalm. Knackige andauernde Anstiege forden einiges an Kondition, Kraft und Geschick. Wenn man diese Passagen geschafft hat, erreicht man den Hirschbichl. Achtung übrigens vor dem Bus: Auf dieser Straße verkehrt der Almerlebnisbus, der auch eingeschränkten Menschen ein Bergerlebnis mitten im Nationalpark ermöglicht.

Hirschbichlstraße kurz nach dem Parkplatz - noch ist es flach

Hirschbichlstraße kurz nach dem Parkplatz – noch ist es flach

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Sepp Wurm

Ingolstädter Haus Bike & Hike Tour

 von Sepp
Das Ingolstädter Haus im Steinernen Meer

Das Ingolstädter Haus im Steinernen Meer

Als Bauernbua ist es immer so eine Sache mit den ersten richtigen Sommertagen des Jahres: Eigentlich möchte man das Wetter natürlich am liebsten in den Bergen verbringen, doch natürlich ist die Heuernte wichtiger. Besonders nach dem wechselhaften Wetter der letzten Wochen, das bisher ein Heuen unmöglich machte. Auch mein Vater das Wetterfenster genutzt und am Dienstagabend auf der Bindalm gemäht. Nach drei Tagen wird das Gras auf der Alm trocken genug sein, um eingebracht werden zu können. Ich habe für Freitag natürlich meine Hilfe beim Alm Heuen zugesagt, will aber dennoch in die Berge. Das E-Bike macht‘s möglich.

Ich radle in der Früh los, durch das Bergsteigerdorf Ramsau zum Hintersee und durch das Klausbachtal zur Bindalm. Unsere Alm lasse ich aber links liegen und radle mit meinem E-Mountainbike weiter zur Kallbrunnalm. Die Mountainbike Tour auf die Kallbrunnalm habe ich Euch ja letztens hier im Blog vorgestellt.

Die Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm

Heute radle ich aber weiter zum Dießbachstausee. Bevor hier der See aufgestaut wurde, hatten wir übrigens bis 1961 hier unsere Alm. Wahrscheinlich findet man auf dem Grund des Sees noch die Überreste unseres ehemaligen Kasers.

Der Dießbachstausee

Der Dießbachstausee

Am Dießbachstausee sollte man sein Mountainbike deponieren, wenn man es als Zustiegshilfe zum Ingolstädter Haus oder Großen Hundstod benutzt.

Mein Mountain E-Bike am Dießbachstausee

Mein Mountain E-Bike am Dießbachstausee

An der südlichen Seite des Dießbachstausees führt der Aufstieg zum Ingolstädter Haus entlang.

Blick über den Dießbachstausee zur Kallbrunnalm

Blick über den Dießbachstausee zur Kallbrunnalm

Theoretisch könnte man den Weg bis zur ehemaligen Mitterkaseralm, wo jetzt die Talstation der Materialseilbahn für die Berghütte steht mit dem Mountainbike fahren. Allerdings ist die Strecke stellenweise sehr steil und der Wegbelag lose, weder das Bergauf- noch das Bergabfahren sind hier ein Vergnügen. weiterlesen »

Sepp Wurm

E-Mountainbike Tour Kallbrunnalm

 von Sepp
Blick zur Kammerlingalm vom Weg zur Kallbrunnalm

Blick zur Kammerlingalm vom Weg zur Kallbrunnalm

Heute habe ich das schöne Wetter zu einer Tour mit meinem E-Mountainbike ausgenutzt. Ich hab‘ mir ab Mittag freigenommen und bin zur Kallbrunnalm geradelt.

Startpunkt meiner Tour ist bei mir daheim im Bergsteigerdorf Ramsau. Bei strahlendem Sonnenschein radle ich vorbei an der Pfarrkirche St. Sebastian gemütlich durch das Dorf. Erst an der Abzweigung zum Wirtshaus im Zauberwald wird die Strecke etwas steiler, doch dank der Motorunterstützung meines Rades verliere ich auch bergauf kaum an Geschwindigkeit. Am Hintersee entlang radle ich zum Klausbachhaus, dem Tor zum Nationalpark Berchtesgaden. Auf den ersten Kilometern durch die Au brauche ich die Unterstützung des Motors eigentlich nicht, da ein Pedelec ja ohnehin nur bis 25 Km/h unterstützt. So fahre ich genüsslich an der Wildfütterung im Klausbachtal vorbei, bevor ich an der ersten richtigen Steigung den Elektromotor wieder aktiviere. Spielerisch bringt mich mein E-Mountainbike unter den Ramsauer Dolomiten genannten Mühlsturzhörnern bergauf. Jetzt wird’s schon wieder flacher und ich kann den Akku schonen. Erst am Mitterberg, schalte ich den Motor wieder zu. Dieser Anstieg ist furchteinflößend, ich erinnere mich an Höllenquallen, die ich an diesem Berg durchlitten habe. Aber diese Zeiten sind vorbei: Bei kleiner Untersetzung und hoher Trittfrequenz schiebt mich mein Mountainbike förmlich den Berg hinauf, der Mitterberg hat seinen Schrecken verloren. Nach dem Mitterberg wartet eine kurze Flachpassage, bevor es noch einmal steiler wird. Dann ist der Hirschbichl erreicht.

Der Hirschbichl: Grenzübergang Bayern Österreich

Der Hirschbichl: Grenzübergang Bayern Österreich

Direkt an der Bayerisch-Österreichischen Landesgrenze steht hier oben das Gasthaus Hirschbichl und das Bergheim, wo man auch übernachten kann. Dienstags ist immer Ruhetag, was mich heute gar nicht besonders stört: Ich habe noch genug Energie zum Weiterradeln. Ich folge dem Weg der Mountainbike Tour 4: Kallbrunnalm. Diese Strecke führt nicht auf der Straße ins Tal und dann wieder bergauf, sondern über das Jagdhaus Falleck unterhalb der Kammerlingalm nahezu eben einmal rund um das Becken zwischen Kammerlinghorn und Hochkranz.

Falleck zwischen Hirschbichl und Kallbrunn

Falleck zwischen Hirschbichl und Kallbrunn

Wo der Radlweg sich mit der Straße vereinigt, wir der Weg dann wieder steiler. In Serpentinen müssen noch die letzten paar hundert Höhenmeter bis zur Kallbrunnalm überwunden werden. Fast habe ich Mitleid, als ich mühelos an einem sportlichen Radler auf seinem herkömmlichen Mountainbike mit Klick-Pedalen vorbeiziehe. Aber nur fast!

Als ich die Kallbrunnalm erreiche ist mein Akku noch halb voll, ich könnte also noch ein ganzes Stück fahren. Doch heute will ich die Alm genießen. Am Kaskeller, wo der Kallbrunner Almkäse, der auch in ausgewählten Läden im  Tal verkauft wird, hergestellt wird, fahre ich vorbei zu den Kasern der Almbauern.weiterlesen »