Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Kallbrunnalm

Milcherfassung in 1.450 Metern Höhe

 von Sepp
Fahrer und gleichzeitig Berg- und Almbauer Andreas Zörner (unten), Senner Michael Kriner (oben) und Sennerin Katharina Grill sorgen dafür, dass die hochwertige Bergbauernmilch sicher erfasst wird.

Fahrer und gleichzeitig Berg- und Almbauer Andreas Zörner (unten), Senner Michael Kriner (oben) und Sennerin Katharina Grill sorgen dafür, dass die hochwertige Bergbauernmilch sicher erfasst wird.

Molkerei Berchtesgadener Land erfasst Bergbauernmilch der Kallbrunnalm

Der Erhalt der kleinbäuerlichen Strukturen und somit der Schutz der Natur- und Kulturlandschaft ist ein grundlegendes Anliegen der Molkerei Berchtesgadener Land. Mit der Milcherfassung der Kallbrunnalm seit diesem Sommer auf 1.450 Metern Höhe baut die Molkerei dieses Engagement konsequent weiter aus.

Im Sommer treiben 16 Bergbauern aus dem Berchtesgadener Land und 14 Landwirte aus dem Pinzgau in Österreich insgesamt ca. 180 Milchkühe und nochmal so viele Jungtiere auf die Kallbrunnalm, das größte geschlossene Almgebiet der Ostalpen. Die Milchkühe werden zweimal täglich von Sennerinnen und Sennern gemolken. Da die Milcherfassung der Kallbrunnalm mit dem Molkereitankwagen nicht zu bewältigen ist, holen die Ramsauer Almbauern ihre zwischen 1.200 und 1.500 Liter erzeugte Bergbauernmilch im Almgebiet seit dieser Saison alle zwei Tage mit einem extra dafür angeschafften robusten und wendigen Allrad- Iveco Magirus Deutz „Milli(tär) Fahrzeug“ ab.

 Almbauer Andreas Zörner vom Hasenlehen fährt das Mili(tär) Fahrzeug auf der Kallbrunnalm

Almbauer Andreas Zörner vom Hasenlehen fährt das Milli(tär) Fahrzeug auf der Kallbrunnalm

Die jeweils ca. 200 Liter fassenden Milchtanks der 9 bayerischen Bergbauern werden mit Hilfe eines extra dafür auf die Ladefläche montierten Krans auf das Fahrzeug gehoben.weiterlesen

Bergtour aufs Seehorn (2.321 Meter)

 von Sepp
Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Das Gipfelkreuz auf dem Seehorn 2.321 m

Von der Kallbrunnalm aufs Seehorn

Über der Kallbrunnalm, also auf der österreichischen Seite der Berchtesgadener Alpen, erhebt sich das Seehorn. Der 2.321 Meter hohe Berg ist ganzjährig ein beliebtes Ziel, im Winter suchen zahlreiche Skitourengeher den Berg auf, im Sommer konditionsstarke Wanderer und Bergsteiger.

Ausgangspunt meiner Bergtour aufs Seehorn ist die Kallbrunnalm. Den langen Weg zum Ausgangspunkt überwinde ich mit dem E-Bike, so kann ich Zeit und Kraft sparen. Auf der Kallbrunnalm deponiere ich das Rad und folge dem Wegweiser Richtung Seehorn. 3 Stunden sind’s laut Beschilderung zum Gipfel.

3 Stunden dauert der Aufstieg von der Kallbrunnalm zum Seehorn

3 Stunden dauert der Aufstieg von der Kallbrunnalm zum Seehorn

Der Weg führt über die Almfläche in den Wald und in angenehmer Steigung bergauf. Der Blick hinunter zur Kallbrunnalm mit ihren 30 Kasern ist fantastisch.

Blick zurück zur Kallbrunnalmv

Blick zurück zur Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm: Größte Alm in den Berchtesgadener Alpen

Kallbrunn: Die größte Alm in den Berchtesgadener Alpen

Der Seehornsee

Auf 1.779 Metern Höhe, ziemlich genau auf halber Strecke zum Gipfel liegt in einer Senke der tiefgrüne und fast kreisrunde Sehornsee.

Der Seehornsee

Der Seehornsee

Am Ufer des Sees mache ich eine kurze Trinkpause und erfreue mich an diesem landschaftlichen Kleinod. Zahlreiche Kaulquappen bevölkern den kleinen See und an seinem Ufer sprießen allerlei Blumen.weiterlesen

Waldi

die Loferer Steinberge

Letzte  Woche leistete ich mir das Vergnügen, mit einem E-Bike zur Mountainbike Tour Rund um die Reiter Alm auszurücken. Wir starteten am Bindenkreuz und fuhren das Wachterl hinunter. Bei der E-Stelle, so nennen die Einheimischen die Wehrtechnische Dienststelle WTD 52, vor Unterjettenberg bogen wir von der Straße links ab und radelten zuerst sehr schön auf einer Teerstraße, schließlich ging die Fahrt weiter aufwärts auf einer Forststraße. Dank des Stroms war das ein reines Vergnügen. Eine herrliche Landschaft bescherte uns dieser Ausflug, die Aschauerklamm liesen wir rechts liegen, es ging auf und ab bis wir zur Abzweigung Richtung Reit kamen. Hier hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Loferer Steinberge. Nun gings stetig rasch bergab und beim Auer Kircherl nach Reit machten wir eine kurze Rast. Nun fuhren wir an der Salzach entlang bis nach Weißbach. Die Straße zum Lohfeyer hinauf ist geteert und auch noch bis zum Parkplatz Pürzelbach konnte man sehr entspannt auf der Teerstraße fahren. Das letzte Stück ging auf der Forststraße weiter bis zur Kallbrunnalm. Nach ca 3 Stunden Fahrzeit waren wir an unserem Ziel.Die Kallbrunnalm ist einfach ein wunderschöner Ort. Die Kühe weiden auf der Alm und ringsum die herrliche Bergwelt.

Seehorn von der Kallbrunnalm aus fotografiert

Ramsauer Dolomiten

Nach einem ausgiebigen Einkehrschwung starteten wir zur Heimreise.Über Falleck radelten wir zum Hirschbichl und und dann raus zum Hintersee und zu unserem Ausgangspunkt.weiterlesen

Mit dem E-Bike zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Die Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm

Die Mountainbike-Tour zur Kallbrunnalm ist eine der klassischen Radl-Touren in den Berchtesgadener Alpen. Das Ziel der Tour, die Kallbrunnalm, liegt auf österreichischer Seite, gehört aber verwaltungstechnisch zu Bayern. Die Kallbrunn ist mit ihren 30 Kasern nicht nur die größte Alm in unserer Heimat, sondern auch eine der schönsten. Ich habe das Traumwetter am Sonntag genutzt, und der Kallbrunnalm mal wieder einen Besuch abgestattet.

Dazu habe ich mich auf mein E-Bike geschwungen und bin erstmal gemütlich durch das Bergsteigerdorf Ramsau geradelt. Vorbei an der berühmten Pfarrkirche geht’s die ersten Kilometer fast flach bis zum Eingang des Zauberwaldes. Hier zweigt der Weg nach rechts von der Straße ab und führt in angenehmer Steigung durch den Wald zum Hintersee. Am Nordufer des Sees radle ich weiter zum Klausbachhaus, Hier markiert ein Zaun mit Tor den Eingang zum Nationalpark Berchtesgaden. Der Radlweg führt jetzt auf der Straße durch das Klausbachtal. Eine erste längere Steigung führt unterhalb der Mühlsturzhörner zur Hängebrücke. Gerade bei diesem Traumwetter zeigt sich, warum diese markanten Berge auch „Ramsauer Dolomiten“ genannt werden.

Die Mühlsturzhörner, die Ramsauer Dolomiten

Die Mühlsturzhörner, die Ramsauer Dolomiten

Hier mache ich kurz Pause und steige vom Rad ab. Etwas abseits der Straße gibt’s nämlich etwas ganz Besonderes zu sehen: Den Frauenschuh! Diese leuchtend gelbe Pflanze ist die größte heimische Orchideen-Art und sehr selten. Momentan blüht der Frauenschuh, doch bald ist das Schauspiel wieder vorbei.

Ein Frauenschuh, die größte Orchidee im Nationalpark Berchtesgaden

Ein Frauenschuh, die größte Orchidee im Nationalpark Berchtesgaden

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Freiheit pur!

Freiheit pur!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wer sich das nicht zutraut wird jetzt schon wegklicken. Viele kennen die Skitour der Königsklasse im Winter: die große Reibn. Diese wird oft in 2 Tagen und von extrem fitten Skibergsteigern in einem Tag begangen. Aber man muss kein Skibergsteiger sein um auch im Winter mal eine lange Tour durch die Berchtesgadener Berge zu unternehmen.
Hier habe ich eine Alternative für euch erwandert!

Und zwar vom Hintersee zum Grenzübergang am Hirschbichlpass, zu den Kallbrunnalmen und weiter zum Dießbachstausee. Die einfache Strecke misst fast 20 Kilometer. Allerdings dafür recht wenig Höhenmeter insgesamt, nämlich nur 1400. Somit merkt man die vielen Kilometer die man quasi schon „frisst“ gar nicht so sehr in den Beinen.

Tiefschnee und Bergspitzen

Tiefschnee und Bergspitzen

Die erste Stunde ist die Hirschbichlstraße, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist und nur in den Sommermonaten von einem Wanderbus befahren wird, noch komplett schneefrei. Nicht gerade der Optimalfall, denn in dieser Zeit trägt man die Schneeschuhe befestigt am Rucksack. Auch moderne Schneeschuhe haben ein gewisses Gewicht, wodurch der Rücken schnell mal beleidigt sein kann. Erst kurz vor der Bind-Alm kann man die Schneeschuhe befestigen. Dies variiert natürlich im Winter alles sehr stark. Es gab Tage, da mussten die Schneeschuhe schon am Klausbachhaus angezogen werden. Schneeschuhe verhindern, dass man gerade wenn der Schnee weich ist, nicht zu sehr einbricht. Ohne Schneeschuhe wäre diese Wanderung nicht möglich.

Bis zum Hirschbichlpass braucht man bis zu zwei Stunden. Von dort aus sind es dann nochmal zwei Stunden zur Kallbrunnalm. Leider ziehen sich die nächsten zwei Stunden wie Kaugummi. Kurz hinter derm Hirschbichlpass geht es 30% steil bergab. Ab hier ist die Straße auch wieder schneefrei/geräumt. Natürlich ein Grauß später 30% bergauf zu wandern mit den schweren Schneeschuhen am Rücken. Mittlerweile befinden wir uns schon in Österreich, im Naturpark Weißbach. Hier befindet sich nun auch ein Wanderparkplatz von dem wir nun abzweigen in Richtung Kallbrunnalm. Die Schneeschuhe werden dann wieder umgeschnallt und die Aufstiegshilfe auch. Dies erleichtert das bergauf gehen ungemein beziehungsweise macht es dieses schon wieder ziemlich bequem.

Die Sonne lacht! Es ist einer dieser sonnigen Tage an denen man spürt, dass der Frühling immer näher kommt. Einer dieser Tage in dem man alle Alltagssorgen vergisst. Ein Tag, der sich wie Urlaub anfühlt von dem man nicht möchte, das er je endet.weiterlesen

Herbstliche Radltour zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Was war das für ein traumhaftes Herbst-Wochenende? Zwei Tage wunderschönes Wetter mussten natürlich genutzt werden. Ich habe am Samstag nochmal eine Radltour zur Kallbrunnalm gemacht. Die Kallbrunnalm im Salzburger Saalachtal ist mit seinen 30 Kasern die größte Alm in unseren Bergen, im Sommer weiden hier oben mehr als 300 Rinder. Die Kühe sind bereits im Tal, doch die Jausenstation auf der Alm hat heute den letzten Tag geöffnet.

Ausgangspunkt der Radltour ist der Parkplatz am Eingang zum Klausbachtal im Bergsteigerdorf Ramsau. Das Klausbachtal liegt am Vormittag noch zum großen Teil im Schatten! Die Jahreszeit macht sich deutlich bemerkbar, denn es ist richtig kalt. Zum Glück habe ich Handschuhe dabei. Durch das Klausbachtal führt der Radlweg erst flach, dann etwas steiler auf der asphaltierten Straße unterhalb der dolomitenförmigen Mühlsturzhörner entlang. Nach dem Mitterberg, der steilsten Stelle der Tour, radle ich unterhalb der Bindalm vorbei weiter zum Hirschbichl und am Jagdhaus Falleck vorbei flach weiter. Erst der letzte Abschnitt zur Kallbrunnalm ist dann wieder steiler. Und vor allem: Der letzte Abschnitt des Weges führt nicht auf einer asphaltierten Straße entlang, sondern auf einem Kiesweg.

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Erst als ich auf der ersten Weidefläche der weitläufigem Alm ankomme mache ich zum ersten Mal Pause. Der Anblick ist fantastisch: Hier oben ist es eher schon Winter als noch Herbst.

Blick zum Kammerlinghorn

Blick zum Kammerlinghorn

Ich genieße die wärmenden Sonnenstrahlen und versuche Finger und Zehen zu wärmen. Vor allem aber genieße ich den Anblick der verschneiten Almlandschaft.weiterlesen

Seehorn-Überschreitung und Ingolstädter Haus

 von Ann-Kathrin
Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen, aber nicht in der Natur. Die heutige Bergwanderung befindet sich sowohl auf deutschem als auch österreichischem Boden. Was man aber während des Gehens natürlich nicht bemerkt – denn Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen!

Für die heutige Tour fährt man zuerst in das österreichische Weißbach bei Lofer auf den Wanderparkplatz Pürzlbach. Alternativ kann man den Almerlebnisbus ab Ramsau Hintersee nutzen und bei der Abzweigung Kallbrunnalm aussteigen (unbedingt den Fahrplan beachten!). Wer von Weißbach bei Lofer/Pürzlbach startet, der geht mindestens eine Stunde auf einer breiten Forststraße. Allerdings wenn man seinen Daumen rausstreckt und ein Auto mit einheimischen Kennzeichen vorbeifährt kann man auch beispielsweise vom lässigen Koch der Jausenstation Kallbrunnalm mitgenommen werden.

Von der Kallbrunnalm lässt sich schon teilweise die komplette Tour von heute überblicken. Man kann gut das Seehorn als auch das Ingolstädter Haus in weiter Ferne gut erkennen. Das Seehorn und auch der gleichnamige See sind von der Kallbrunnalm ausgeschildert. Der gemütliche Bergwanderer braucht bis zu 3 Stunden zum Gipfel. Fittere sind natürlich schneller. Zuerst führt uns ein Pfad durch den Wald. Stetig bergan und vollkommen unschwierig. Immer mehr schraubt man sich hinauf, bis man vom Seehornsee überrascht wird. Dieser liegt smaragdgrün in einer Senke. Hinter uns kommt eine Gruppe Österreicher an. Wir heißen Sie spaßeshalber zum FKK-Badestrand am Seehornsee willkommen. Die Männer lehnen dies dankend ab und verzichten auf eine kostenfreie Geschlechtsumwandlung dank Seehornsee. Nun geht es rechts am See vorbei bergauf. Die Latschen wechseln schnell zum felsigeren Gelände und ein kleiner Kamin wird durchstiegen. Hierbei nutzen kleinere Menschen einfach noch ihre Hände zur Hilfe – so wie ich. Wer Bergerfahrung hat, wird hier keine Probleme haben beziehungsweise dies als schönsten Teil im Aufstieg empfinden. Nach dieser Passage öffnet sich der Blick und der letzte Schlussaufstieg wird erreicht. Hier kann man schön die steile Abbruchkante des Berges erkennen. Imposant, zauberhaft und super windig. Mütze und Sonnenbrille auf damit man nicht gerade ausschaut wie nach einem Trauerfall. Nach 20 Minuten, bei denen das Gipfelkreuz sichtbar wurde erreicht man den Gipfel.

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

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Kranz-Kühe schauen auf dem Weg zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Am Samstag waren wir mit dem Radl zur Kallbrunnalm unterwegs. Da die Kallbrunner Almbauern aus der Ramsau an diesem Tag ihre Kühe ins Tal bringen, können wir während unserer Tour mehrere Almabtriebe mit prächtig geschmückten Kühen sehen.

Wir brechen in der Früh am Hintersee auf. Noch ist es wunderbar ruhig, lediglich die Enten sind schon auf dem See unterwegs.

Wir sind mit unseren E-Mountainbikes unterwegs, das perfekte Fortbewegungsmittel für solche gemütlichen Touren mit vielen Stopps zum Fotografieren. Am Klausbachhaus vorbei fahren wir hinein in den Nationalpark Berchtesgaden.

Auf Höhe der Wildfütterung im Klausbachtal hören wir Kuhglocken. Der Bauer vom Freidinglehen kommt uns mit seiner Herde entgegen. Die Kühe sind allerdings nicht geschmückt, denn der Freidinger treibt seine Kühe noch nicht zum heimischen Bauernhof, sondern erst noch auf die Schwarzbachalm. Auf dieser Niederalm werden die Kühe noch zwei Wochen verbringen, ehe sie endgültig wieder ihr Winterquartier beziehen.

Auf der breiten Straße radeln wir weiter durch das Klausbachtal, der Mitterberg, das extrem steile Wegstück unterhalb der Bindalm, überwinden wir dank der Unterstützung des Elektromotors unserer Räder mühelos. An der Brücke zur Bindalm treffen wir auf die bekannte Fotografin Marika Hildebrandt. Sie hat sich hier platziert um Bilder vom Almabtrieb zu machen. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Minuten sehen wir die ersten Kranz-Kühe. Auf Marikas Facebookseite Fotomagie könnt Ihr ein paar von Marikas Bildern vom Almabtrieb von der Kallbrunnalm ansehen.

Ende eines Almsommers auf der Kallbrunnalm……..die Kranzkia gehen Hoam. Jedes Jahr wieder ein schönes Bild. Auf den Almen kehrt Ruhe ein.
Habt eine schöne Herbstzeit! 󾌵

Posted by Fotomagie Berchtesgaden on Samstag, 10. September 2016

 

Wir halten uns aber nicht allzu lange auf, sondern fahren recht zügig weiter zum Hirschbichl. Hier sehen wir schon den nächsten Almabtrieb: Direkt am Alpengasthof Hirschbichl treffen wir auf die wunderschön geschmückten Kühe und Jungtiere vom Graßlerlehen. Leider haben wir ein paar Probleme mit unseren Fotoapparaten bzw. mit den Akkus. Man sollte den Akku halt immer kontrollieren und laden.

Vom Hirschbichl folgen wir der Mountainbike-Tour 4 zur Kallbrunnalm. Dieser Weg führt über das Jagdhaus Falleck. Hier treffen wir schon auf die nächsten Kühe. Der Bauer vom Hasenlehen kommt uns hier entgegen. Und mit ihm seine Kühe mit wundervollen Fuikln.

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Die Kranzkühe vom Hasenlehen bei Falleck © Bilderecke Barbara Rasp Hobbyfotografie

Und auch unsere Kameraprobleme sind gelöst: Ich habe meinen Akku an Babsi abgetreten, begnüge mich fortan mit der Rolle des Beobachters und überlasse Babsi das Fotografieren des Almabtriebs.weiterlesen

Wolkenspiele und Gespenster am Großen Hundstod

 von Jannis
watzmann-Südspitze-Wolke

Abends auf dem Hundstod-Gipfel. Die Watzmann-Südpitze spielt mit den Wolken.

Sonnenuntergang auf dem großen Hundstod

Die Ausblicke während meiner Seehorn-Tour wurden durchgängig von einem besonders auffälligen Berg dominiert. Egal ob auf dem Gipfel, auf der Kematenschneid oder von der Hochwies aus, stets hat sich das Felsdreieck des Berges mit dem merkwürdigen Namen Großer Hundstod majestätisch in das Blickfeld gedrängt. „Da musst du heute noch rauf!“ machte sich während des Abstiegs vom Seehorn eine Stimme in mir immer vehementer bemerkbar.

Die nicht zu unterschätzende Dauer des Abstechers, die fortgeschrittene Tageszeit und die zunehmende Wolkenbildung sprachen eigentlich gegen die spontane Unternehmung. Einige Punkte standen den Contras auf der Pro-Seite aber gegenüber: Die immer wieder gelobte Aussicht des Gipfels, ein Sonnenuntergangerlebnis auf hoher Warte und die Tatsache, dass ich in diesen abgelegenen Winkel der Berchtesgadener Alpen so schnell nicht wieder zurückkehren würde.

An der Kreuzung, wo der Abstiegsweg vom Seehorn auf den Hüttenweg zum Ingolstädter Haus trifft, musste dann eine Entscheidung her. Letztendlich konnte ich dem aufreizenden Bellen und dem Hundeblick des Gipfels nicht widerstehen.

Aufstieg zum Großen Hundstod

Oft taucht die Frage auf, wie der Große Hundstod (2594m) zu seinem Namen gekommen ist. Die Antwort findet man in der Watzmannsage, in der der Gipfel den Ort darstellt, an der die Hunde des grausamen Königs Watze abgestürzt sind.

Ein Hund, der mir später beim Aufstieg zum Gipfel mit Herrchen voller Lebensenergie entgegenkommt, beweist aber, dass sich Tier und auch Mensch heutzutage nicht besonders vor dem Ort der Sagentragödie fürchten müssen. Dafür sorgt ein Steig, der vom Ingolstädter Haus ohne nennenswerte Schwierigkeiten den Gipfel für alle trittsicheren  Bergsteiger zugänglich gemacht hat. Übernachtet man nicht im Ingolstädter Haus und geht den Hundstod als Tagestour an, braucht man auch eine Menge Kondition, die Zustiegswege aus den umliegenden Tälern bzw. der Kallbrunnalm sind weit.

In etwa eineinhalb Stunden erreiche ich von der besagten Kreuzung aus, das Ingolstädter Haus rechts liegen lassend, die Hundstodscharte zwischen Großem und Kleinem Hundstod. Auf dem kleinen Hundstod geht es ordentlich zu, viele Übernachtungsgäste der Hütte haben einen Abendspaziergang auf den schnell erreichten Gipfel hinter sich gelegt, um die super Aussicht auf das Steinerne Meer zu genießen. Auf seinem großen Bruder geht es dagegen ruhiger zu, ein paar Bergsteiger kommen noch vom Gipfel herunter während ich in der Scharte meinen Kraftakku für den etwa 40 minutigen Schlussaufstieg ein letztes Mal auflade.

Hundstodscharte

Ein wolliger Vierbeiner genießt die Aussicht über das Steinerne Meer mit der markanten Schönfeldspitze.

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Hundstod-Seehorn

Blick vom Seehorn zum großen Hundstod und ins Steinerne Meer.

Seehorn-Runde über der Kallbrunn-Alm

Die Kallbrunnalm liegt auf österreichischem Staatsgebiet im Naturpark Weißbach, unterliegt historisch bedingt aber dennoch der Bayerischen Verwaltung. Flächen- und was das Vieh betrifft Anzahlmäßig ist sie die größte Alm der Berchtesgadener Alpen. Dem Besucher bietet sie alles, was man sich von einer Alm im Berchtesgadener Land so wünscht: Saftige Weideflächen, urige Almkaser, fröhliche Kühe, ein umfassendes Speisenangebot aus eigen produzierten Lebensmitteln und ein großartiges Bergpanorama.

Die Kallbrunnalm ist deshalb bereits als eigenständiges Tourenziel überaus lohnend, zu Fuß, mit oder ohne Unterstützung des Almerlebnisbusses, oder per Mountainbike oder E-Bike erreicht man die Alm vom Hintersee aus durch das Klausbachtal und über den Hirschbichl. Darüber hinaus ist die Kallbrunnalm auch Ausgangspunkt für viele Bergtouren wie zum Beispiel dem rassigen Alm-Hausberg Hochkranz, der Hüttentour zum Ingolstädter Haus, dem Großen Hundstod oder eben der Seehorn-Runde, die ich am vergangenen Wochenende gedreht habe. Ein Berchtesgadener Alm- und Gipfelerlebnis par Excellence!

Mit dem Rad zur Kallbrunnalm 

In der früh starte ich mit dem Rad vom Hintersee aus in Richtung Hirschbichl. Ich folge der angenehm fahrbaren Asphaltstraße und genieße dabei das ursprüngliche Landschaftsbild des wildromantischen Klausbachtales. Zumeist in mäßiger Steigung, allerdings auch zwei extrem steile Rampen überwindend, komm ich dem Hirschbichl und somit dem Grenzübergang nach Österreich näher. Nach einer kurzen Abfahrt vom Passübergang und der Querung unterhalb des Kammerlingshorns gelangt man über eine aussichtsreiche Forststraße an den Schlussanstieg zur Kallbrunnalm.

400 Höhenmeter zieht sich der Versorgungsweg steil hinauf. Auf einer ersten Weidefläche mit tollem Picknickplatz angelangt, wähnt man sich bereits an der Kallbrunnalm angekommen. Weit ist es von hier nun wirklich nicht mehr und schnell erreicht man die Almfläche der Kallbrunnalm mit ihren gigantischen Dimensionen und den zahlreichen, verstreut liegenden Almkasern. Man kann sich kaum entscheiden, welche der urigen Almhütten man für eine Einkehr unter der hochalpinen Kulisse der südlichen Berchtesgadener Gipfel aufsucht!

Reiter-Alm

Die Ramsauer Dolomiten (Reiter Alm) bei der Anfahrt durch das Klausbachtal.

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