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Skicrosser laufen sich am Götschen warm

Die deutschen Skicrosser am Götschen
Die deutschen Skicrosser am Götschen
Vom 24. bis 26. Februar 2012 macht der Skicross Worldcup erstmals Station am Götschen in Bischofswiesen. Nach dem Faschingswochenende soll die aufwendige Präparierung der Piste starten. Mit dem Hang und dem Gelände haben sich die deutschen Läufer schon vorab vertraut gemacht und am Donnerstag und Freitag ein Riesenslalom- und Super G-training eingelegt. Es ist bitterkalt am frühen Freitagmorgen und nur dank der Flutlichtanlage schon so hell, dass Bundestrainer Alex Böhme und Trainerkollegin Regina Häusl den Lauf für ihre Schützlinge setzen können. Wenn keine Cross-Strecke zur Verfügung steht, weichen sie auf ganz normale Pisten aus und arbeiten intensiv an der Technik der Läufer. „Schließlich müssen Skicrosser ja auch Kurven bewältigen. Außerdem können wir uns so gleich an das Gelände und die Übergänge hier gewöhnen“, sagt Regina Häusl und versucht sich am Streckenrand stehend einigermaßen warmzuhalten, während die Athleten der Reihe nach durch die Tore sausen.

Sechs Weltcuprennen haben die deutschen Skicrosser bereits hinter sich, fünf – unter anderem Bischofswiesen – stehen noch aus. Wie zufrieden sind die Trainer mit dem bisherigen Verlauf? „Wir sind in sehr guter Form und mit entsprechenden Erwartungen gestartet aber es lief nicht optimal, wobei die Ergebnisse nicht schlecht waren“, erklärt Häusl. „Das Feld ist generell enger zusammengerückt und besonders für die Männer ist es sehr schwer, sich überhaupt zu qualifizieren. Man darf nicht mehr als eine Sekunde Rückstand haben, dann ist es schon vorbei.“ Beim Skicross fahren immer vier Athleten gleichzeitig durch den Kurs. Es werden Qualifikations- und Finalläufe ausgetragen. Die zwei schnellsten Skiläufer eines Rennens steigen jeweils in die nächste Runde auf und können sich so im KO-System bis ins Finale vorkämpfen. Aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle sei die internationale Konkurrenz allerdings ordentlich zusammengeschrumpft, so die Trainerin und das lässt hoffen. „Nicht, dass wir uns darüber freuen, aber es sollte für unsere Läufer leichter werden, weiterzukommen“.

 

 

Vom Verletzungspech wurde auch das deutsche Skicross-Team nicht verschont. Für den Rest des Winters muss man definitiv auf Heidi Zacher verzichten. Die Deutsche Meisterin, die im Vorjahr noch ihren ersten Weltcupsieg im österreichischen St. Johann gefeiert hatte, ist ausgerechnet dort Anfang Januar schwer gestürzt und hat sich den Unterschenkel gebrochen. „Ihr geht es den Umständen entsprechend gut und sie befindet sich schon voll in der Reha. Ein Unterschenkelbruch ist nicht ohne, zumal die Crosser viele Sprünge machen müssen und von Haus aus Probleme mit den Schienbeinen haben,“ weiß Regina Häusl, die in ihrer aktiven Zeit selbst genug Verletzungen erlitten hat. „Sich zu motivieren und wieder zurück zu kämpfen ist aber nicht so schlimm, vor allem nicht, wenn der Sturz passiert ist, als man in einer guten Form war. Dann hat man ein Ziel vor Augen und will da wieder hin.“ Der größte Erfolg ihrer Karriere feierte Regina Häusl 2000 mit dem Gewinn des Abfahrtsweltcups. Nach einem wiederholten Kreuzbandriss musste die Reichenhallerin 2005 das Skifahren an den Nagel hängen. Seit 2010 hat sie der Skizirkus wieder, jetzt in der Rolle der Trainerin.

Skicrosser Thomas Fischer
Skicrosser Thomas Fischer

Mit der kurzen Trainingseinlage am Götschen ist sie genauso zufrieden wie der Bundestrainer Alex Böhme. „Alles ist bestens präpariert und das Flutlicht ideal. Und dass so viel Schnee liegt ist super, damit die Cross-Strecke optimal hergerichtet werden kann.“ Am kommenden Montag wird er wieder in Bischofswiesen sein, denn da soll die Piste genau unter die Lupe und die Laufgestaltung besprochen werden. Dann geht’s es nächste Woche für die Skicrosser noch einmal ins Allgäu auf einen Trainingskurs und von dort weiter nach Davos. Als Vorbereitung für Bischofswiesen werden die Deutschen in der Schweiz beim Europacup an den Start gehen. Zum Heimrennen, was immer etwas besonderes ist, wie Alexander Böhme versichert, wird er zehn seiner Weltcupleute ins Rennen schicken und zusätzlich noch ein paar Nachwuchsfahrer aus dem Europacup.

 

Fix eingeplant ist Daniel Bohnacker. Er fuhr 2011 in Alpe d’Huez den ersten Sieg seiner Karriere ein und ist mit seinen bisherigen Ergebnissen zufrieden. Ein dritter Rang und zwei zehnte, die besten Platzierungen des Winters, das ist ok für den Wirtschaftsinformatikstudenten aus dem schwäbischen Westerheim. Nicht so gut lief es für ihn bei den letzten beiden Rennen in Frankreich und Kanada. „Gut ist, dass ich heuer schon mal auf dem Podest war, über die letzten Rennen mache ich mir jetzt nicht so den Kopf. Das wird schon wieder.“ In Bischofswiesen wird der 21-Jährige mit einer Schiene um die verletzte Schulter fahren. Ob es ihn behindert, wird er sehen müssen. „Ich denke, dass geht schon. Ich bin voll motiviert und will auf jeden Fall ins Finale fahren“.

 

Cross-Wochenende am Götschen
Das Weltcupspektakel der Skicrosser in Bischofswiesen beginnt am Freitag den 24. Februar 2012. Zwischen 10:30 und 14 Uhr findet die Qualifikation des 1. Rennens statt. Ab 18.30 steigt im Götschen Ski-Center die Eröffnungsfeier des AUDI FIS Skicross World Cup mit einer großen Pistenshow. Der Eintritt ist kostenlos. Am Samstag geht es ab 13:30 Uhr mit den Finalläufen des 1. Weltcuprennens weiter, die Siegerehrung ist für 15 Uhr geplant. Am Abend sind alle Gäste zur Weltcup-Party im Gasthof Brenner-Bräu in Bischofswiesen eingeladen. Sonntag werden ab 10:15 Uhr die Qualifikation für das 2. Rennen ausgetragen und von 14 bis 15:25 Uhr die Finalläufe. Die Siegerehrung ist im Anschluss. Zu den Weltcuprennen am Götschen haben Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre freien Eintritt. Erwachsene bezahlen 5 Euro pro Tag.

 

Viel Spaß wünscht Euch Margit

Mein Name ist Margit Dengler-Paar, ich bin selbständig, bin 40 Jahre alt, verheiratet und habe eine 11-jährige Tochter. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, gehe auf Reisen oder lese.

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