nicht kategorisiert

Das Hagengebirge

Die Berchtesgadener Alpen bestehen aus neun Gebirgsgruppen.

Watzmannstock, Hochkalter, Reiteralm, Untersberg, Göllstock, Steinernes Meer, Lattengebirge, Hochkönigstock und dem Hagengebirge.

Sonnenaufgang auf dem Schneibstein

Es fällt schwer einen persönlichen Liebling zu finden, denn jeder Teil der Berchtesgadener Alpen hat seine eigenen Vorzüge. Die Almwirtschaft im Lattengebirge, die markante Erscheinung des Watzmanns, der sagenumwobene Untersberg, der Blaueisgletscher am Hochkalter, die einzigartige Landschaft im Steinerne Meer, die höchste Erhebung im Hochkönigmassiv, die massive Gestalt des Göllstocks oder die Abgeschiedenheit des Lattengebirges.
Wenn ich mich für eine Region entscheiden müsste, zum Glück muss ich das nicht, dann würde die Wahl sicherlich auf das Hagengebirge fallen.

Blick vom Fagstein Richtung Watzmann

Das Hagengebirge
Der Großteil des Hagengebirges liegt auf österreichischer Seite und nur ein Teil der westlichen Ausläufer befindet sich im Berchtesgadener Land.
Früher gab es im gesamten Hagengebirge 27 Almen von denen heute nur noch zwei genutzt werden. Als Stützpunkte für Wanderer und Bergsteiger bieten sich das Schneibsteinhaus, das Carl-von-Stahl-Haus, die Gotzenalm oder die Wasseralm an.
Der bekannteste Wanderweg auf Deutscher Seite führt vom Carl-von-Stahl-Haus über den Schneibstein zum Seeleinsee und weiter durch das Landtal zur Wasseralm. Weitere Zugänge gibt es von der Priesbergalm durch den Stiergraben zum Seeleinsee oder von der Gotzenalm ins Landtal. Die Wasseralm erreicht man über den Röthsteig von Salet am Königssee, von oben durch das Steinerne Meer oder vom Kärlingerhaus vorbei an Grünsee und Schwarzensee.

Blick vom Kahlersberg Richtung Bad Reichenhall

Die höchste Erhebung im Hagengebirge ist das Große Teufelshorn (2362m), gefolgt vom Kahlersberg (2350m). Mit seinen 2276m zählt der Schneibstein zu einem der „leichtesten“ 2000er im Berchtesgadener Land.

 

Warum das Hagengebirge?
Was macht das Hagengebirge nun so besonders?
Vieles! Zum einen die Abgeschiedenheit. Obwohl gerade Touren wie die Königssee-Umrundung oder die Kleine Reibn immer wieder zahlreiche Wanderer ins Hagengebirge locken, erlebt man doch immer wieder sehr einsame Momente in dieser wundervollen Gegend. Die wenigsten Gipfel sind durch bezeichnete Wege erschlossen, können aber mit entsprechender Kondition, Erfahrung und Kenntnis trotzdem bestiegen werden. Während also viele Wanderer auf den bekannten Wegen durchs Hagengebirge wandern, genießt man nur wenige Meter entfern die Ruhe auf einem einsamen Berggipfel; der nicht selten eine atemberaubende Aussicht bietet.

Der Seeleinsee nach einem langen Winter

Und dann gibt es natürlich noch die Steinböcke. Fünf Populationen gibt es in Deutschland und im Hagengebirge gibt es eine der größeren, mit ungefähr 80 Tieren. Nicht selten trifft man sie auf den Wegen oder Gipfeln und oft sind sie so zutraulich, dass man in Ruhe Fotos machen oder in ihrer Anwesenheit sich seine Brotzeit schmecken lassen kann. Nirgendwo sonst im Berchtesgadener Land ist die Chance diese fantastischen Tiere zu treffen größer als im Hagengebirge.

Steinböcke am Kahlersberg

Tourentipp:
Mein Tipp für eine tolle Tagestour im Hagengebirge…Die Kleine Reibn.

Vom Parkplatz Hinterbrand zum Carl-von-Stahl-Haus und von dort weiter zum Schneibstein. Abstieg zum Seeleinsee und anschließend über den Stiergraben zur Priesbergalm und Richtung Königsbachalm wieder zurück zum Parkplatz.
Hinterbrand – Carl-von-Stahl-Haus (Schwierigkeit: blau / Gehzeit: 2 ½ Stunden)
Carl-von-Stahl-Haus – Schneibstein (Schwierigkeit: rot / Gehzeit: 1 ½ – 2 Stunden)
Schneibstein – Priesbergalm (Schwierigkeit: rot / Gehzeit: 3 Stunden)
Priesbergalm – Hinterbrand (Schwierigkeit: blau / Gehzeit: 1 ½ Stunden)

Auf dem Weg zum Windschartenkopf

Wir sehen uns im Hagengebirge…Steve

Servus, mein Name ist Steve Auch und ich bin verrückt – zumindest behaupten das manche Leute von mir. Nicht jeder rennt auf und ab durch die Berge, aber wenn man einmal Gefallen daran gefunden hat, dann lässt es einen nicht mehr los. Man trifft mich aber auch durchaus mal ganz entspannt auf einer Alm, einem abgelegenen Gipfel oder am Klettersteig. Nebenbei teste ich Outdoorprodukte, schreibe Berichte, führe Interviews oder lese Bücher…natürlich immer zum Thema. Die Berge und das Berchtesgadener Land haben mich fest im Griff und werden mich sicher nie mehr loslassen.

3 Kommentare

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.