Ausflugstipps,  Berge

Groß oder Klein?

Barmstein – Wanderung mit leichter Kraxelei

Wir entscheiden uns heute für den Großen Barmstein. Eine Mini-Wanderung mit leichter Kraxelei zwischendurch, am Einstieg sogar mit einer kurzen Seilversicherung. Nix Wildes, der Große Barmstein ist ja auch nur 851 Meter hoch, und damit nur 10 Meter höher als der Kleine. Und doch sind die beiden ein schöner, leicht zu erreichender Aussichtsplatz.

Von der Parkmöglichkeit am Mehlweg über Marktschellenberg aus betrachtet, wirkt der Große Barmstein für Wanderer unbezwingbar. Die senkrechte Wand, die vor einem steht, ist das Revier der Kletterer. Da hinauf geht’s nur per Seil. Wenn man aber um den Barmstoa links herumgeht, dann gibt es einen Steig auf der Rückseite, der Seite, von der aus man auf Hallein und die Salzach hinunterschaut. Und eigentlich ist man dann in einer guten halben Stunde oben – vorausgesetzt, man hat das richtige Schuhwerk an und scheut sich nicht, an ein paar ausgesetzten Stellen durchzumarschieren. Denn links geht‘s senkrecht bergab und das ganz ohne Leitplanke. Für kleinere Kinder ist der Weg deshalb nicht geeignet. Außer, sie sitzen in einer Kraxe oder gehen brav an der Hand. Oben ist man meist ungestört vor dem herrlichen Panorama auf die Berchtesgadener Berge. Gestern war der Blick auf den Watzmann und das verschneite Steinerne Meer ganz fantastisch. Auf der österreichischen Seite sieht man hinunter auf die Salzach und folgt ihr bis Salzburg.

 

Die Burgruine Thürndl

Wer Lust hat, kann nach dem Abstieg noch den Kleinen Barmstein mitnehmen oder dem beschilderten Wanderweg zur Burgruine Thürndl folgen. Auch am Kleinen Barmstein heißt es ein bisschen aufpassen auf dem Steig, der in den Fels gehauen und größtenteils mit einem Seil gesichert ist. Aber Aufpassen schadet im Gebirge sowieso nie.

Die Barmstein-Tour ist übrigens auch beschrieben in den „111 Orten im Berchtesgadener Land, die man gesehen haben muss“, Eure Lisa.

Lisa Graf-Riemann ist in Passau geboren und lebt seit vielen Jahren in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land. Sie schreibt Reisebücher, Lehrwerke und bisher 6 Kriminalromane: "Eine schöne Leich" (2010), "Donaugrab" (2011), "Eisprinzessin" (2013) und "Madame Merckx trinkt keinen Wein" (2015). Die Romane "Hirschgulasch" (2012) und "Rehragout" (2014), die auch im Berchtesgadener Land spielen, schrieb sie zusammen mit Ottmar Neuburger. Mit ihm verfasste sie auch die "111 Orte im Berchtesgadener Land, die man gesehen haben muss" (aktualisierte Neuauflage 2015). Alle Bücher sind im Emons Verlag in Köln erschienen. Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt , findet man sie im Sommer wie im Winter in den heimischen Bergen, auf einem Klettersteig oder beim Schwimmen am Thumsee.

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