Berge

Aufi auf den Rauhen Kopf

Gipfel in Sicht
Der Rauhe Kopf

Mit seinen 1604 Metern Höhe ist der Rauhe Kopf, der zu den südlichen Ausläufern des Untersbergs gehört, zwar kein Riese, aber ein schöner Ausflugsberg mit toller Aussicht, der in einer Halbtagestour bestiegen werden kann.

Start: Bischofswiesen, Kastensteinerwand. Nicht abschrecken lassen vom zunächst ziemlich steilen Anstieg. Es einfach langsam angehen lassen und stetig bergauf marschieren, es kommen auch flachere Passagen.

Aufstieg zum Rauhen Kopf
Aufstieg zum Rauhen Kopf

Erster Zwischenstopp ist nach ca. 45 Minuten das Blaue Kastl mit kühlem Quellwasser, aus dem gerade ein junger Retriever seinen Durst stillt. Eigentlich friedlich, kann er jedoch nicht anders, als Kindern ihre Wanderstöcke abzuluchsen, weshalb er auch gleich wieder an die Leine muss.

Das blaue Kastl
Das blaue Kastl

Ausblick ins Wimbachgries
Ausblick ins Wimbachgries

Durch den Wald geht es auf einem schmalen, aber gut sichtbaren und markierten Pfad bergauf. Weiter oben wird es felsiger, ein paar harmlose Klettereien folgen. Eine Stelle ist seilversichert und daher für jeden Wanderer zu meistern.

Harmlose Kraxelei
Harmlose Kraxelei
Ausblick zum Untersberg
Ausblick zum Untersberg
Blick auf den Berchtesgadener Talkessel
Blick auf den Berchtesgadener Talkessel
Pseudolit unterm Gipfel
Pseudolit unterm Gipfel

Der Gipfelanstieg erfolgt in zwei Etappen. Auf dem Vorgipfel steht nicht das Gipfelkreuz, auch kein UFO, sondern ein Pseudolit, einer von acht terrestrischen Funkanlagen in den Berchtesgadener Bergen. Erst dahinter gelangt man zum echten Gipfel. Dort oben weht immer ein kühler Wind, sodass man die Jacke doch nicht umsonst mitgenommen hat. 75 Minuten haben wir vom Blauen Kastl aus gebraucht in gemächlicher Gangart.

Rundherum Berge: Ganz nah der Untersberg mit dem weiß leuchtenden Stöhrhaus, Staufen und Zwiesel, Sonntagshorn, Lattengebirge, Reiteralm, Hochkalter, das Wimbachgries, Watzmann, Steinernes Meer, Jenner, Göll. Schnell noch Brotzeit gemacht und in etwa 90 Minuten bergab und zurück zum Parkplatz. Halt, nein, vorher noch ein verdientes Radler in der Kastensteinerwand-Alm, wo Pläne für die nächsten Bergtouren geschmiedet werden.

Ein Radler auf der Kastensteinerwand-Alm
Ein Radler auf der Kastensteinerwand-Alm

Wenn man nur öfter Zeit hätte!  Die Berge gehen einem hier ja nie aus. Eure Lisa

Lisa Graf-Riemann ist in Passau geboren und lebt seit vielen Jahren in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land. Sie schreibt Reisebücher, Lehrwerke und bisher 6 Kriminalromane: "Eine schöne Leich" (2010), "Donaugrab" (2011), "Eisprinzessin" (2013) und "Madame Merckx trinkt keinen Wein" (2015). Die Romane "Hirschgulasch" (2012) und "Rehragout" (2014), die auch im Berchtesgadener Land spielen, schrieb sie zusammen mit Ottmar Neuburger. Mit ihm verfasste sie auch die "111 Orte im Berchtesgadener Land, die man gesehen haben muss" (aktualisierte Neuauflage 2015). Alle Bücher sind im Emons Verlag in Köln erschienen. Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt , findet man sie im Sommer wie im Winter in den heimischen Bergen, auf einem Klettersteig oder beim Schwimmen am Thumsee.

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