Blick über Bischofswiesen und das Berchtesgadener Tal zum Watzmann
Berge

Vom Markt Berchtesgaden zur Kastensteinerwand

Frühling! Nach den doch massiven Schneefällen der letzten Woche ist nun endgültig Frühling eingekehrt in Berchtesgaden. Während sich in den Bergen noch zahlreiche Skitourengeher tummeln, bin ich heute im Tal geblieben und habe einen ausgedehnten Spaziergang gemacht. Um die herrschende Parkplatz Problematik zu umgehen, starte ich einfach daheim im Markt Berchtesgaden. Über den Doktorberg marschiere ich hinauf und zweige beim Alten Krankenhaus auf den Klosterbachweg ein.

Flach führt mich der Weg in Richtung Untersberg. Zahlreiche Frühlingsblumen säumen den Weg und den kleinen Bachlauf, den Klosterbach, daneben.

Nach der Siedlung erreiche ich den Eingang zum Rostwald.

Im Rostwald kämpfen Schnee und Leberblümchen um die Vorherrschaft. Auf den sonnigen Lichtungen gewinnt das Leberblümchen die Oberhand, im Schatten der großen Bäume hält sich beharrlich eine Schneeschicht. Auch einige Stationen des Trimm-Dich-Weges sind noch eingeschneit.

Mit der Sonne im Rücken erreiche ich die die Unterführung zum Aschauerweiher.

Wo bis vor kurzem noch die Langläufer ihre Runden zogen, ist jetzt Ruhe eingekehrt. Nur ein paar wenige Autos, wahrscheinlich von Spaziergängern, parken auf dem großen Parkplatz vor dem wunderschönen Beobachtungsturm des Aschauerweiherbades.

Ich folge dem Weg entlang der Straße und erhasche ein paar eindrucksvolle Blicke auf König Watzmann.

Auch das eigentliche Ziel meines heutigen Spaziergangs sehe ich schon: Vor der Nase der Schlafenden Hexe erkenne ich im Wald die Kastensteinerwand Alm. Nur wenige Meter daneben befindet sich der gleichnamige Aussichtspunkt.


Ich folge jetzt der Beschilderung „Zum Maximilians Reitweg“, passiere das Unter- Oberaschaulehen und erreiche den Maximilians-Reitweg. Eigentlich muss ich jetzt nach links abbiegen, doch lautes Plätschern zieht mich nach rechts. Wenige Meter abseits des Weges sorgt das Schmelzwasser vom Untersberg für ein beeindruckendes Schauspiel. Wo sonst ein relativ zahmes Wasser den Wasserfallgraben hinunterstürzt, sorgt Schmelzwasser für einen beeindruckenden Wasserfall.

Nach diesem ungeplanten Zwischenstopp am Wasserfall gehe ich weiter in Richtung Kastensteiner Wand. Erst auf dem Fußweg, dann steiler bergauf auf der Straße. Die eigentlich unscheinbare Wanderung auf der Straße hinauf gewinnt heute ihren Reiz durch die Frühlingsanzeiger am Straßenrand. Ich entdecke einige Schneerosen! Zugegeben: So viele wie bei meiner Tour auf die Kneifelspitze sind es nicht. Aber ich hatte eigentlich hier gar keine erwartet.

Schließlich erreiche ich den höchsten Punkt für heute. Vorbei an der geschlossenen Kastensteinerwand- Alm marschiere ich zum Aussichtspunkt. Eine Hofbrauhaus Berchtesgaden Fahne lässt mich auf die baldige Wiedereröffnung der Gastronomie hoffen.

Ein paar Meter durch den Wald und ich bin am Ziel für heute. Der Aussichtspunkt Kastensteinerwand oberhalb von Bischofswiesen. Der Blick über das Berchtesgadener Tal und Bischofswiesen hinüber zum Watzmann ist spektakulär. Leider habe ich kein Teleobjektiv dabei: Ein genauer Blick ins Watzmannkar wäre heute sicher lohnend.

Ich könnte jetzt wieder denselben Weg zurückgehen, aber es ist noch früh. Also entscheide ich mich für die Variante über den sogenannten „Blitzweg“. Dieser Weg führt in Serpentinen hinunter ins Tal und ist Teil des Kastensteinerwand-Rundwegs. Unten angekommen folge ich dem flachen Weg im Wald oberhalb von Bischofswiesen. Hier entdecke ich zum ersten Mal die Beschilderung für den Berchtesgadener Rundweg. Dieser Weg führt auf bestehenden Wegen durch alle 5 Gemeinden des Berchtesgadener Talkessels. Mehr dazu gibt’s in den nächsten Wochen!

Wie alle Wege auf meiner heutigen Runde ist auch dieses Teilstück von zahlreichen Frühlingsblumen, vor allem Leberblümchen, gesäumt.

Als ich wieder auf die Straße zur Kastensteinerwand treffe, entscheide ich mich für eine weitere Variante. Ich gehe die Aschauerweiherstraße hinunter nach Bischofswiesen, überquere die Straße und folge der Ache bzw. den Bahngleisen.


Durch die Stangaß gehe ich wieder in Richtung Berchtesgaden, werfe dabei neugierige Blick auf die Baustelle vom Kulturhof auf dem Gelände des ehemaligen Hotel Geiger. Über den Soleleitungssteg erreiche ich schließlich wieder den Markt Berchtesgaden.

Da war ich jetzt doch länger unterwegs als geplant, aber es hat sich gelohnt. Euer Sepp

Mein Name ist Sepp Wurm und ich arbeite seit Sommer 2010 im Tourismus Marketing. Als Social Media Enthusiast kümmere ich mich neben diversen anderen Kanälen auch um den Bergerlebnis Berchtesgaden Blog. Schwerpunkt meiner Blogbeiträge sind Berichte über meine Wanderungen und Bergtouren im Sommer, sowie über Skitouren im Winter. Meine Leidenschaft für die Berge bringe ich gerne in unseren Blog mit ein. Als waschechter Ramsauer „Bergbauernbua“ liegen mir zudem unsere Heimat und ihre Traditionen und Bräuche natürlich besonders am Herzen. Ich hoffe, diese Liebe zu unserem schönen Berchtesgaden spiegelt sich auch in meinen Blogbeiträgen wider.

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