Berge

Sundowner ohne Beach? Wow!

Muss ich beim idealen Sonnenuntergang die Zehen in den heißen Sand bohren, neben mir ein exotischer Beau und vor mir eine Nacht, die so heiß ist, dass ich nicht werde einschlafen können? Oder geht’s auch anders? Versucht es selbst, in den Bergen rund um Berchtesgaden könnt Ihr auf ganz unterschiedliche Weise das letzte Tageslicht erleben.

Zum Beispiel ganz herrlich auf der Terrasse des Kempinski Hotel. Am vergangenen Wochenende war das jährliche Sommerfest, ein Termin, den man sich für 2020 vormerken darf.

Sommerfest Kempinski Berchtesgaden

Sterne-Koch Ulrich Heimann und seine „rechte Hand“, Rob aus Cornwall, haben mit Gaumenfreuden vom Grill verwöhnt. Der Sound der fünf Jungs von Ragtag zauberte eine entspannte Atmosphäre.

Manche genoss die Gelegenheit, sich aufzubrezeln, andere ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und räkelten sich im Liegestuhl, bis die Kalbshaxen eine knusprige Kruste hatten und die 48 Stunden vorgegarten Rippen vom Rind genussreif waren. 

Derweil konnte man bei fruchtiger Pfirsichbowle ins Gespräch kommen.

Mit dem Küchenmeister selbst, der eine unglaubliche Gelassenheit ausstrahlt, trotz aller Konzentration auf seine Kochkunststücke. Mit Berchtesgadenern, die sich diese besondere Auszeit gönnen wollten und Gästen des Hauses, die schwer beeindruckt waren vom Panorama: Watzmann, Hochkalter, Reiter Alm, Lattengebirge, Schlafende Hexe, Rauher Kopf, Untersberg. Wer vermisst da Wellen?

Ähnlich spektakulär und exklusiv sind die seltenen Abendveranstaltungen am Predigtstuhl. Wer schnell ist, erwischt vielleicht noch einen Platz in der ältesten, im Original erhaltenen Großkabinenseilbahn der Welt, um am 2. August nach oben zu gondeln. Auch hier, 1600 Meter über Null, warten Leckereien vom Grill und groovige Musik. Und ein Blick bis hinaus zum Chiemsee!

Sommerabend auf dem Predigtstuhl

Wr sich den Sonnenuntergang ehrlich verdienen will, begleitet „unseren Eddy“ hinauf aufs Purtschellerhaus. Erst ein kühles Helles, dann eine Kaspressknödelsuppe.

Die Sonnenuntergangs-Touren zum Purtschellerhaus sind im Veranstaltungskalender zu finden, die nächste ist am 13. August. (Unter uns: Mir ist Eddy mit seiner fröhlichen Art und der Aufmerksamkeit, die er jedem seiner Wandergäste schenkt, zehnmal lieber als ein ausgenudelter Latin Lover.)

Sundowner am Stöhrhaus, mit anschließender Nacht im neuen Matratzenlager. Garantiert angenehm kühl. Oder mit dem E-Bike hinauf aufs Rossfeld, je schneller der Turbo, desto kühler der Prosecco aus dem Rucksack. Oder auf der Liege am Brandkopf, da könnt man glatt einschlafen.  Es lohnt sich auch, mal die eigenen Gastgeber zu fragen, wo sie denn gerne ihre Tage ausklingen lassen.

Sonnenuntergang am Rossfeld

Gute Nacht, Eure Ursula

Teil 2 beim Jobsharing der Pressestelle. Ich verstehe mich als berchtesgadnerische Königsseerin – oder umgekehrt. Im Berchtesgadener Land entdecke ich immer wieder Neues oder genieße Altbekanntes. Egal ob in einer zünftigen Wirtschaft, oben am Berg, an einem eiskalten Gebirgsbacherl oder bei kulturellen Experimenten. Und alles, was ich kenne und schätze, das vermittle ich mit Enthusiasmus an Journalisten und andere, die es hören oder lesen wollen. Bis auf ein paar wenige echte Geheimtipps :)

One Comment

  • Karen Heyer

    Mir kann der Strand gestohlen bleiben, die Berge sind mir deutlich lieber. Aus der Riege der aufgezählten schönen Plätze zum Betrachten des Sonnenuntergangs wähle ich die Liegebank am Brandkopf. Dort war ich nach vielen Jahren Urlaub im Berchtesgadener Land tatsächlich zum ersten Mal in diesem Juni!
    Viele Grüße
    Karen

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