Alpenstadt

Wasser-Wandererlebnis – die Speikschlucht

in Bayerisch Gmain – dort, wo sich Weissbach und Speik zu einem Wildbach vereinen

Die Speik und der Weissbach – sie kommen mit ihren wilden Wassern vom Lattengebirge und vereinen sich im unteren Teil zum Wildbach in der Speikschlucht. Vor Jahren nicht unbedingt als großes Wandergebiet bekannt, jedoch schon ca ab 1955 mit der aufstrebenden „Sommerfrische“ in Bayerisch Gmain ausgebaut, erlebt diese Schlucht mit ihren hier den Ausgang nehmenden größeren bis großen Wander- und Bergtouren in den letzten Jahren einen „Aufschwung“ an Beliebtheit.

Ich mache mich auf, den unteren Teil des Weges zu erkunden – für Familien mit Kindern und Wanderer, die nicht die „große“ Tour planen bestens geeignet. Ausgangspunkt für mich der große Parkplatz am Bergfriedhof.

– Und schon nach wenigen Minuten erreiche ich den „Abenteuerspielplatz“ mit ganz seichtem, aber auch jetzt im Hochsommer eisigkaltem Wasser des Weissbach. Hoch oben über den Köpfen überspannt ein mächtiges Viadukt der Eisenbahnlinie Bad Reichenhall-Berchtesgaden das sich hier tief eingegrabene Tal. Der abenteuerliche Spielplatz mit überdachtem Brotzeitplatz scheint für so manche Familie bereits der Endpunkt der Wanderung zu sein – kein Wunder, gibt es doch so viel zu entdecken und zu erleben.

Entlang des „Wilden Wassers“ mit den schon um die 100 Jahre alten 68 Querverbauungen und Mauern geht es auf dem gut ausgebauten Weg weiter – immer wieder mit dem Blick in das vom Wasser geformte Bachbett.

Interessant dabei, dass Wasser aus dem Weissbach schon mehr als 100 Jahre in Bad Reichenhall zusammen mit auch den Wassern der Wappach die riesigen Räder im Brunnhaus der Alten Saline betreibt.

Weiter oben für mich ein Höhepunkt: Das Bachbett weitet sich zu einem breiten, mit Kies und Gesteinsblöcken bedecktem Tal und die vielen „Steinmandl“ zeugen von der „Kraft“, die von diesem Ort ausgeht und auf die Menschen übergeht. Auf einem großen Stein sitzend bringe ich folgende Zeilen zu Papier:

Die Unendlichkeit des Fließens, das Rauschen hört nicht auf.
Die Wasser sich ergießen im steten Wasserlauf.
Woher die Wasser rinnen, wohin sie später gehn?
An dieser Stelle d‘rüber sinnen und doch es nicht verstehn.
Wie unendlich ist das Fließen und das Rauschen hört nie auf
und immer sich ergießen die Wasser in ihrem Lauf.

Mit diesen Zeilen wünsche ich Euch viel Freude und Erholung in der Speikschlucht – wie immer auch diese Freude und Erholung aussehen und sich anfühlen wird.
Eure Rosi

Im südostbayerischen Raum, besonders im Rupertiwinkel und dem angrenzenden Österreich ist Rosi Fürmann unterwegs, um die Landschaft, das Land und die Leute, die die Schönheiten der Alpenregion und des Voralpenlandes wiederzugeben, zu fotografieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.