Goldschmiedin Marie Hasenkopf
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Marie Hasenknopf, angehende Goldschmiedin

Das neueste Schmuckstück aus dem Hause „Goettgen“ wird vor allem junge Berchtesgadenerinnen begeistern: Ein etwa 15 Millimeter großes Buttnmandl als Kettenanhänger, silber oder silber vergoldet. Im Gegensatz zum „lebendigen“ Original gar nicht furchteinflößend. Die Gestaltung stammt maßgeblich aus der Feder von Marie Hasenknopf, die erst seit September diesen Jahres als Auszubildende das Handwerk des Goldschmiedens lernt.

Marie Hasenknopf ist noch jung. 19 Jahre. Nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr hat sie sich entschlossen, ihren Traum vom Goldschmieden konsequent zu verfolgen. Ihre Bewerbungen gingen an Betriebe in der oberbayerischen und Salzburger Nachbarschaft. Dass ausgerechnet in diesem Herbst eine Ausbildungsstelle in Berchtesgaden ausgeschrieben wird, damit hätte die sympathische Ramsauerin gar nicht gerechnet. „Die ersten Wochen in der Werkstatt haben mir schon unheimlich Spaß gemacht. Allein die Atmosphäre, das viele Werkzeug, die robusten Werkbänke, die Flammen der Brenner. Der Arbeitsplatz macht mir jeden Morgen Lust loszulegen.

Marie trägt selbst gerne Schmuck. Ringe, Ketten, Ohrringe und ein dezenter Blickfang an der hübschen Nase. Alles sichtbar individuell zusammengestellt. Dazu selbstgestrickte Wollstrümpfe, um beim Arbeiten keine kalten Füße zu bekommen. Ja, die Kombination aus Gespür fürs Produkt sowie Begeisterung und Hartnäckigkeit für die anstrengende Arbeit scheint gut zu passen.

Welch ein Glück, dass sie ihren Platz in einem echten Traditionsbetrieb gefunden hat. Seit 1902 werden Schmuckstücke beim Juwelier Goettgen gekauft. Es war der Ur-Ur-Großvater, ein Diamantschleifer aus Idar-Oberstein, der sich hier niederließ, um den Berchtesgadenerinnen und Berchtesgadenern das Leben zu vergolden. Martin Wagner, der das Geschäft heute mit seiner Frau betreibt, inzwischen in der Maximilianstraße, direkt gegenüber vom AlpenCongress, ist stolz auf diese lange Familientradition. „Wir sind seit jeher nicht nur Händler, wir wollen gestalten und unsere Kunden mit individuellen Kreationen begeistern.

Deswegen wird großer Wert darauf gelegt, eigenen Nachwuchs zu generieren. Die Ausbildung übernimmt Oswald König, der seinerzeit selbst im Unternehmen gelernt hat und ein Meister seines Fachs ist.

Nach dem Berchtesgadener Ring und dem Watzmann-Kettenanhänger, die bereits seit einigen Jahren zum besonderen Sortiment des Schmuckgeschäfts gehören, gingen im November die kleinen Buttnmandl in Miniserie. Gezeichnet und entworfen von Marie und von Oswald per CAD geplant. Inzwischen liegen die Rohlinge bereit zum Finish. Damit das Christkind – vielleicht sogar schon der Nikolaus – eine einzigartige Überraschung überbringen kann.

Tipp: Die Buttnmandl sind bereits sehr begehrt, wer sich noch vor Weihnachten eines sichern möchte, bestellt am besten schnell direkt beim Göttgen.

Marie jedenfalls hat bei diesem Projekt, das sie entscheidend mitgestalten durfte, Feuer gefangen. Sie wird in der Berufsschule ganz sicher besonders gut aufpassen, wenn es um Materialkunde, Gemmologie, Legierungsrechnen und Schmuckzeichnen geht. Denn beim nächsten Coup, den Martin Wagner bereits im Kopf hat, wird sie neben ihrer engen Verbundenheit zu Berchtesgadener Traditionen zusätzliche einiges an Fachwissen benötigen. Und natürlich möchte sie sich unbedingt wieder einbringen, wenn neue Schmuckstücke aus der Goettgen-Werkstatt entstehen.

Die Buttnmandl bekommt Ihr direkt beim Goettgen in Berchtesgaden, aber werft doch einen Blick in unseren Shop: Da gib es als Adventsaktion aktuell die Watzmann-Kettenanhänger, die sich am Hals auch ganz außerordentlich gut machen.

Die besten Wünsche für die schöne staade Zeit, macht es gut, Ursula

Ich verstehe mich als berchtesgadnerische Königsseerin – oder umgekehrt. In Berchtesgaden entdecke ich immer wieder Neues oder genieße Altbekanntes. Egal ob in einer zünftigen Wirtschaft, oben am Berg, an einem eiskalten Gebirgsbacherl oder bei kulturellen Experimenten. Und alles, was ich kenne und schätze, das vermittle ich mit Enthusiasmus an Journalisten und andere, die es hören oder lesen wollen. Bis auf ein paar wenige echte Geheimtipps :)

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